DEP0030417DA - Röhrenkesselverdampfer für Kältemaschinen - Google Patents
Röhrenkesselverdampfer für KältemaschinenInfo
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Description
Mp.-Nr. 5ο5/45/48
Pat.Dr«Jo/Lie
Pat.Dr«Jo/Lie
"RÖhrenkessel-Verdampfer für Kältemaschinen"
In Kältemaschinen verwendet man vielfach als Verdampfer der Kältemaschine einen sogenannten Röhrenkessel, der aus einem
z„B» zylindrischen Gehäuse besteht, in dessen kreisförmige seitliche Begrenzugswände eine Vielzahl paralleler Rohre eingewalzt
ist» Hierbei strömt die zu kühlende Flüssigkeit durch die geraden Rohre, während das Kältemittel diese Rohre auf
der Aussenseite umgibt» Die zu kühlende Flüssigkeit gibt die in ihr enthaltene Wärme an das Kältemittel ab und verdampft
dieses.
Besonders dann, wenn die zu kühlende Flüssigkeit -^Verunreinigungen absetzt, hat diese Bauart des Verdampfers den besonderen
Vorteil, dass sich die von der zu kühlenden Flüssigkeit durchflossenen Rohre verhältnismässig leicht reinigen lassen»
Andererseits hat ein Röhrenkessel-Verdampfer dieser Art den Nachteil, dass der Raum für das Kältemittel verhältnismässig
gross ist, zumal die Rohre aus konstruktiven Gründen nicht dicht nebeneinander untergebracht werden können. Die Folge ist,
dass derartige Röhrenkessel-Verdampfer eine verhältnismässig grosse Kältemittelfüllung aufweisen» Bei teueren ungefährlichen
Kältemitteln, wie z.B. Frigen (Difluordichidmethan), wird dadurch der Preis für die Kältemittelfüllung unwirtschaftlich
hooh, während bei den billigeren, aber gefährlichen Kältemitteln, wie z.B. Ammoniak oder Schwefeldioxyd,- bei Undichtheiten des
Verdampfers die Gefahr einer Vergiftung des Bedienungspersonals der Anlage besteht.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen Röhren-
kessel-Verdampfer für Kältemaschinen zu schaffen, der nicht mit diesen Nachteilen behaftet ist und bei dem die Kältemittelfüllung
ohne Änderung des eigentlichen Aufbaues des Verdampfers auf ein Mindestmass herabgesetzt wird#
Wach der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass der Zwischenraum zwischen den Rohren mit Kugeln zur Verdrängung
des- Kältemittels ausgefüllt wird» Diese Kugeln berühren die Rohre naturgemäss jeweils nur in Punkten, so dass also die
wärmeübertragende Fläche durch sie praktisch nicht vermindert wird» Andererseits wird durch die Kugeln der Querschnitt für
den Durchtritt der Gasblasen wesentlich verringert und damit die Gasgeschwindigkeit erhöht, wodurch die Wärmeübertragung begünstigt
wird. Als Kugeln werden in weiterer Ausbildung der Erfindung zweckmässig solche aus Glas verwendet, da Glas gegen
alle gebräuchlichen Kältemittel unempfindlich ist und sein spezifisches Gewicht nur wenig grosser ist als das der spezifisch
schwereren Kältemittel» Ein gemäss der Erfindung mit Kugeln gefüllter Verdampfer ist daher nur unmerklich schwerer als ein
vollständig mit Kältemittel gefüllter Verdampfer,
In den Abbildungen 1 und 2 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, wobei Abb. 1 einen Röhrenkessel-Veräampfer
gemäss der Erfindung im Querschnitt und Abb. 2 im Längsschnitt zeigt* Die zu kühlende Flüssigkeit tritt bei a in den Verdampfer
ein, durchströmt sodann die Rohre b, wird in der Vorkammer c wieder umgelenkt, strömt nach der Vorkammer d zurück und verlässt
den Verdampfer nach weiteren Richtungswechseln durch den Stutzen e» Das zu verdampfende Kältemittel tritt bei f in ein
Verteilrohr g ein, das für eine gleichmässige Verteilung des Kältemittels auf die ganze Länge des Verdampfers sorgt und zu
diesem Zweck eine Vielzahl von Löchern für den Austritt des Kältemittels aufweist. Der Raum zwischen den Rohren b des Verdampfers
ist gemäss der Erfindung mit Glaskugeln i ausgefüllt. Um einen ungehinderten Eintritt des Kältemittels aus dem Verteilrohr
g in den Verdampferraum zu gewährleisten, ist das Verteilrohr durch einen Schutzkorb h aus gelochtem Blech von der
Kugelfüllung des Verdampfers abgegrenzt»
Durch die Anwendung der Erfindung ist es möglich, die Kältemit-
telmeiige im Verdampfer um etwa 6o-7'ofo zu verringern» Die Bedeutung dieser Verringerung der Kältemittelfüllung wird besonders
deutlich, wenn man berücksichtigt f dass ζ.Ββ 1 kg Frigen mit dem
spezifischen Gewicht von etwa 1,44 etwa MK9 lo,— kostet, während
der Preis für die G-Iaskugeln nur einen Bruchteil davon beträgt, Ausser diesen Vorteilen wirtschaftlicher Art wird aber - wie
oben erwähnt - durch die Erhöhung der Gasgeschwindigkeit im Verdampfer dessen,Wirkungsgrad wesentlich erhöht»
Claims (1)
- Patentansprüche1·) Röhrenkessel-Verdampfer für Kaltemschinenfinl-agei, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenräume zwischen den von der zu kühlenden Flüssigkeit durchflossenen Rohren (b) mit Kugeln (i) ausgefüllt sind.2») Röhrenkessel-Verdampfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Kugeln (i) solche aus Glas verwendet sind.BROM, BOVERI & CIE. Aktiengesellschaft
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