DEP0027579DA - Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von körnigem Material, insbesondere von Ammoniumsulfat - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von körnigem Material, insbesondere von Ammoniumsulfat

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DEP0027579DA
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George Royston
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trocknen von körnigem wie kristallisiertem Material, insbesondere Ammoniumsulfat, und bezieht sich weiterhin auf eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Die Erfindung besteht darin, dass das feuchte Material im wesentlichen in horizontaler Richtung in einem im allgemeinen aufwärts strömenden, unter bestimmten Bedingungen gehaltenen Gasstrom eingeführt wird. Dabei kann das von dem Gasstrom mitgenommene, teilweise getrocknete Material derart geführt werden, dass es in einem zweiten, ebenfalls im allgemeinen aufwärts strömenden, unter bestimmten Bedingungen gebrachten Gasstrom unter dem Einfluss der Schwerkraft absinkt.
Das Verfahren kann grundsätzlich mit jedem erhitzten, gekühlten oder getrockneten Gas, Luft oder Gasmischungen durchgeführt werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann mit einer Vorrichtung durchgeführt werden, bei der in einer im wesentlichen ebenen Fläche eine Öffnung eingelassen ist, durch die ein unter bestimmten Bedingungen gehaltener Gasstrom aufwärts geführt wird, und bei der Vorrichtungen - wie Rührwerke - zur Verschiebung des feuchten Materials über die Fläche vorgesehen sind, die das Material in den Gasstrom bringen, und bei denen schliesslich ein Aufnahmerohr oberhalb der Öffnung zur Aufnahme des Materials und des Gasstromes angeordnet ist.
Dabei kann das Aufnahmerohr zu einer Expansionskammer führen, an die ein Turm angeschlossen ist, in dem mit doppelten Öffnungen versehene Leitplatten angeordnet sind, wobei dieser Turm mit einer einen zweiten, unter bestimmten Bedingungen gehaltenen Gasstrom erzeugenden Luftfördervorrichtung verbunden sein kann. Nachdem das Material anfänglich in dem ersten klimatisierten Gasstrom angetrocknet wurde, wird es beim Abfallen in dem Turm durch den vorbeiströmenden zweiten klimatisierten Gasstrom weiter getrocknet.
Die Vorrichtung kann derart ausgebildet sein, dass zur Verteilung des feuchten Materials eine Rührvorrichtung dient, deren Achse parallel, aber seitlich von der Achse der Luftzuführung angeordnet ist. Dabei können der bzw. die vorzugsweise verstellbaren Arme der Rührvorrichtung über die luftzuführende Öffnung und unter dem Ende der Aufnahmerohre entlang streichen.
Die Erfindung sei anhand des Beispiels der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahren erläutert. Die schematische Darstellung zeigt in
Abb. 1 einen seitlichen Aufriss eines ersten Teiles der Vorrichtung,
Abb. 2 eine Aufsicht eines Teiles der in Abb. 1 dargestellten Vorrichtung,
Abb. 3 einen schematischen Seitenaufriss eines weiteren Teils der Vorrichtung und
Abb. 4 einen senkrechten Schnitt einer Einzelheit in vergrössertem Maßstab des in Abb. 3 dargestellten Teiles der Vorrichtung.
Der in Abb. 1 und 2 angedeutete Behälter A schliesst in seinem unteren Ende in einer Fläche ab, die im wesentlichen horizontal liegt und eine Bodenöffnung hat. Eine Luftfördervorrichtung N drückt Luft unter Druck durch den Erhitzer G, von dem eine Leitung F zu der Ausströmöffnung D führt. Die Luftfördervorrichtung, der Erhitzer, der Behälter und die Düse bilden so eine Baueinheit, um einen klimatisierten Luftstrom, d.h. einen unter bestimmten Bedingungen gehaltenen Gasstrom, aufwärts durch die Bohrung der Grundfläche des Behälters A zu blasen.
Ein drehender Schaber oder Rührer, der über ein Getriebesystem C angetrieben wird, ist derart angebracht, dass seine Achse parallel aber seitlich verschoben von der Achse der Luftzuführung liegt. Der Schaber ist mit zwei, vorzugsweise verstellbaren Armen B versehen, die über die Grundfläche des Behälters A und über deren Bohrung streichen. Der Schaber befördert bei seinem Umlauf feuchtes Material über die Grundfläche und über die Mündung D des Luftstrahles. Das Material wird von dem auf- wärts strömenden Gas mitgeführt.
Ein Aufnahmerohr E ist oberhalb und im wesentlichen koaxial mit der Bohrung der Platte A angeordnet und endigt über den Armen B des Schabers. Dieses Aufnahmerohr E nimmt das sich aufwärts bewegende Gas und Material auf.
Das Material, z.B. Ammoniumsulfat, wie es in feuchtem Zustand von einer Zentrifuge oder von einer Siebnutsche kommt, wird in den Behälter A eingefüllt. Die rotierenden Schaberarme B schieben das Sulfat über den Luftstrahl, der durch die Öffnung D ausströmt.
Das von der Luft mitgenommene Material wird in die Expansionskammer I geführt, wo es sich absetzt und in den Turm J (vgl. Abb. 3) über eine Anzahl von Leitplatten H entgegen einen aufwärts strömenden und klimatisierten Luftstrom hinabfällt. Die Luft wird durch den Bläser K über den Erhitzer L zugeführt. Die Leitplatten H dienen dazu, einen freien Fall des Sulfats entgegen der Richtung des Gasstromes zu verhindern, und so das Sulfat längere Zeit in Kontakt mit den trocknenden Gasen zu halten. Die Luft entweicht schliesslich durch das Filter R in die Atmosphäre. Das Sulfat fällt in den Bunker P und wird bei Q in Säcke abgefüllt.
Das Volumen der von dem Bläser K zugeführten Luft wird durch Reguliervorrichtungen eingestellt, die an dem Einlass des Bläsers angeordnet sind. Es kann auch nur eine Luftfördervorrichtung verwendet werden oder eine solche und ein Erhitzer, wobei der Luftbedarf der einen der beiden Stufen, vorzugsweise der zweiten, von der anderen abgezweigt wird.
Alternativ kann in der einen Stufe, z.B. der ersten, mit heisser, trockener Luft und in der anderen mit kalter, trockener Luft gearbeitet werden.
Die Pfeile zeigen die Richtung des Luftstromes.
Die Leitplatten sind vorzugsweise derart konstruiert, dass sie für den Gasstrom zwei Öffnungen bzw. Kanäle bilden, wie Figur 4 zeigt. Jede Leitplatte besteht aus einem Paar paralleler Platten U und V, die an ihren Kanten verbunden und an ihrem Rückenteil an der Wandung des Turmes I befestigt sind. Bei jedem Plattenpaar ist eine Platte seitlich gegenüber der anderen verschoben. Die obere Platte U liegt den Seitenwänden des Turmes I an, so dass das Gas nicht zwischen den Blechen und den Wänden des Turmes vorbeiströmen kann. Die Leitplatten bilden vielmehr an den beiden Enden geöffnete kastenförmige Kanäle, in die das Gas an dem oberen Ende eintreten und abwärts steigend am unteren Ende wieder austreten kann.
Das Material, das durch das Rohr E in die Expansionskammer I hineingeführt wird, ist soweit getrocknet, dass ungefähr 70% seiner ursprünglichen Feuchtigkeit entfernt sind.

Claims (5)

1.) Verfahren zum Trocknen von körnigem Material, insbesondere Ammoniumsulfat, dadurch gekennzeichnet, dass das feuchte Material im wesentlichen in horizontaler Richtung in einem im allgemeinen aufwärts strömenden Gasstrom eingeführt wird, worauf das teilweise getrocknete Material in einem zweiten, im allgemeinen aufwärts strömenden Gasstrom unter dem Einfluss der Schwerkraft absinkt.
2.) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einer im wesentlichen ebenen Fläche eine Öffnung eingelassen ist, durch die ein Gasstrom aufwärts geführt wird, und dass Vorrichtungen - wie Rührwerke - zur Verteilung des feuchten Materials über die Fläche vorgesehen sind, die das Material in den Gasstrom bringen, und dass schliesslich ein Aufnahmerohr oberhalb der Öffnung zur Aufnahme des Materials und des Gasstromes angeordnet ist.
3.) Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmerohr zu einer Expansionskammer führt, an die ein Turm angeschlossen ist, in dem mit doppelten Öffnungen versehene Leitplatten angeordnet sind, und dass dieser Turm mit einer zweiten, einen Gasstrom erzeugenden Luftfördervorrichtung verbunden ist.
4.) Vorrichtung nach Ansprüchen 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verteilung des Materials eine Rührvorrichtung dient, deren Achse parallel aber seitlich von der Achse der Luftzuführung angeordnet ist.
5.) Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der bzw. die vorzugsweise verstellbaren Arme der Rührvorrichtung über die Luftzuführungsöffnung und unter dem Ende der Aufnahmerohre streichen.

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