DEP0020696DA - Verfahren zur Herstellung von pasten- oder pulverförmigen kapillaraktiven Präparaten aus Polyglykoläthern von organischen Hydroxylverbindungen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von pasten- oder pulverförmigen kapillaraktiven Präparaten aus Polyglykoläthern von organischen Hydroxylverbindungen.

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Publication number
DEP0020696DA
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DE
Germany
Prior art keywords
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polyglycol ethers
pasty
powdery
capillary
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Charles Basel Soiron
Emil Willy Basel Thommen
Original Assignee
J. R. Geigy AG, Basel
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Description

Verfahren zur Herstellung von pasten-
Präparaten aus Polyglykoläthern Yon organischen Hydroxy!verbindungen.
Die Polyglykoläther von organischen Hydroxyverbindungen, die sich von höhermolekularen aliphatischen, araliphatischen oder alicyclisch-aromatischen Kohlenwasserstoffen ableiten, sind als kapillaraktive Mittel, beispielsweise als Emulgatoren, Dispergiermittel und Seifenersatzmittel zu grosser Bedeutung gelangt» Ihrer praktischen Verwendbarkeit im tägliohen Gebrauch sind indessen durch ihre Form gewisse Grenzen gesetzt. Sie werden technisch als ölige Körper erhalten und erfordern infolgedessen bei der Lagerung und Verpackung teure Gefässe und sind im täglichen Gebrauch unhandlich. Es wäre darum von grossem praktischem Vorteil, wenn man sie in formbare Pasten oder in stabile Pulver überführen könnte, beispielsweise durch Zusätze, die ihren Verwendungszweck nicht beeinträchtigen. Besonders vorteilhaft wären dabei Zusätze, die ihrerseits wasserlöslich sind, Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht,
dass man die öligen Kondensationsprodukte aus mindestens
L Mol von
8 Mol Aethylenoxyd und/organischen Hydroxy!verbindungen, die sich von höhermolekularen aliphatischen Kohlenwasserstoffen, von araliphatischen Kohlenwasserstoffen mit mindestens einem Alkylrest von 4 oder mehr Kohlenstoffatomen oder von alicyclisch-aromatischen
Kohlenwasserstoffen ableiten, durch Vermischen mit wasserlöslichen Amiden der Kohlensäure in pasten- oder pulverförmige Präparate überführen kann. Als wasserlösliche Amide der
vorzugsweise
Kohlensäure fcommenas^Es^sSSas: Harnstoff, ferner Biuret oder auch Gemische dieser beiden wasserlöslichen Amide der Kohlensäure in Betracht.
Dabei ist es möglich, die definitionsgemässen PoIyglykoläther je nach der Menge des zugesetzten wasserlöslichen Amids der Kohlensäure entweder in wachsartige, seifenähnliche, formbare Massen oder aber in trockene Pulver überzuführen, Stöchiometrische Mengenverhältnisse kommen dabei nicht in Frage, vielmehr muss das wasserlösliche Amid der Kohlensäure immer im Ueberschuss verwendet werden. Die Menge des anzuwendenden wasserlöslichen Amids der Kohlensäure richtet sich nach den Eigenschaften des zur Verwendung gelangenden Polyglykoläthers und nach der gewünschten Form des Endprodukts, So erhält man beispielsweise durch Vermischen
1 Mol von 60 Teilen des öligen Kondensationsprodukts aus/oieylalkohol und 20 Mol Aethylenoxyd mit 40 Teilen Harnstoff eine wachsartigef seifenähnliohe, formbare Masse, mit 60 und mehr Teilen Harnstoff dagegen ein trockenes mahlbares Pulver«, Die· Herstellung der neuen Produkte geschieht ohne Anwendung von Wärme durch einfaches Vermischen der Komponenten, wobei die Masse mehr oder weniger rasch erstarrt bezw„ wachsartig wird. Die so erhältlichen pasten- bezw» pulverförmigen Präparate sind leicht wasserlöslich, gut lagerfähig und haltbar, lassen
sich leicht verpacken und sind handlich im täglichen Gebrauch, Von besonderem Interesse ist der Umstand, dass sich die erfindungsgemässen pasten- bj^zw. pulverförmigen Präparate in der Textilindustrie mit weiteren gebräuchlichen Zusätzen vermischen lassen, beispielsweise mit Stärke und Stärkeabbauprodukten, wie Dextrin und Britisch Gummi, besonders auch mit anorganischen Salzen, wie Natriumsulfat, Natriumphosphat, Natriumpyrophosphat, Kaliumchromat, Kaliumbichromat, Natriumearbonat ug& f aodass daraus für spezielle Zwecke, beispielsweise für den Gebrauch als Reinigungsmittel, fur den Zeugdruck oder die Textilfi^rberei geeignete Mischungen hergestellt werden können. Selbstverständlich sind solche Zusätze so zu wählen, dass sie die neuen Pasten oder Pulver nicht ungünstig beeinflussen, sei es durch Hygroskopizität, sei es durch chemische Einwirkung, Die Zusätze können zusammen mit dem wasserlöslichen Kohlensäureamid den Polyglykoläthern zugemischt werden, oder man kann mit Vorteil zuerst das Amid mit den Polyglykoläthern und dann die so erhaltenen Pasten oder Pulver mit den Zusätzen vermischen.
Es ist zwar auch möglich, ölige Kondensationsprodukte aus Pettalkoholen und mindestens 8 Mol Aethylenoxyd mit gewissen anorganischen Salzen, besonders mit mehr oder weniger kristallwasserfreien Alkalisalzen wie Natriumsulfat oder Natriumcarbonat in eine feste Form überzuführen. Doch braucht es dazu grosse Mengen an anorganischen Salzen, beispielsweise 95 und mehr ?ffj/»f|j.eser Ballast ist jedoch für gewisse
technische Zwecke schädlich oder macht die so erhaltenen Produkte unbrauchbar.
Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung ohne sie zu beschränken. Pie Teile sind Gewichtsteile aajU^LdJrapearafarpTi & floig.arU
Beispiel 1>
40 Teile des öligen Kondensationeprodukts aus 1 Mol n-Dodecanol und 8 Mol Aethylenoxyd werden mit 60 Teilen Harnstoff gut vermischt. Die zuerst zähe Masse erstarrt bald und zerfällt in ein helles mahlbares Pulver* Dieses ist gut haltbar und löst sich leicht in Wasser zu einer Lösung, welche die unveränderten Eigenschaften einer wässrigen n-Dodecanol-polyglykoläther-Lösung besitzt.
Aehnliche Pulver erhält man aus n-Dodecanol-Aethylenoxyd-Kondensationsprodukten, die mit 10 bis 30 Mol Aethylenoxyd hergestellt sind. Aehnliche Pulver erhält man auch, wenn man Präparate mit einem Harnstoffgehalt von 50-99% herstellt f wobei die Eigenschaften der erhaltenen Pulver dem Gehalt an Polyglykoläther parallel gehen.
Beispiel 2.
1 Mol 30 Teile des öligen Kondensationsprodukts aus/Tri-
isobutyl-2-naphthol und 10 Mol Aethylenoxyd werden mit 70 Teilen Harnstoff vermischt. Die zuerst zähe Masse erstarrt bald und lässt sich zu einem weissen Pulver vermählen. Dieses ist gut haltbar und gibt mit Wasser eine Lösung mit den
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&9·3Λ4άι te tat*·«*« MeA km& mm At w«it«r«s MmHtmm wwmiwotom*
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Wollfärberei mit Chromfarbstoffen verwendbares Mittel darstellt.
Beispiel 7«
30 Teile des öligen Kondensationsprodukte., aus 1 KoI. Iso-octylphenol und 10 Mol Aethylenoxyd werden mit 70 Teilen Harnstoff vermischt und die erstarrende Maese/Su einem weissen Pulver vermählen, das wasserlöslich und lagerfähig ist. Verwendet man anstelle von 70 Teilen Harnstoff nur 50 Teile Harnstoff und 20 Teile Natriumpyrophosphat, so entsteht ebenfalls ein lagerfähiges, weisses Pulver, das gut wasserlöslich ist und als Reinigungsmittel verwendet werden kann. Selbstverständlich kann man auch das aus 00 Seilen Kondensationsprodukt und 70 Teilen Harnstoff erhältliche Pulver mit beliebigen Mengen Natriumpyrophosphat oder mit Soda und Natriumpyrophosphat mischen und erhält so ebenfalls Reinigungsmittel,, Beispiel 8.
30 Teile des öligen Kondensationsproduktß aus T- Mol Cyclohexylphenol und 10 Mol Aethylenoxyd werden mit 70 Teilen Harnstoff gemischt und die erstarrende Masse/zu einem weissen Pulver vermählen, das gut haltbar und wasserlöslich ist. Ein ähnliches Produkt erhält man auch aus den öligen Kondensationsprodukten aus Cyclohexyl-o-kresol oder aus dem technischen Gemisch von Cyclohexylkresolen und 10 Mol Aethylenoxyd.
Beispiel 9«
40 Teile des öligen Kondensationsprodukts aus 3 Oleylalkohol und 20 Mol Aethylenoxyd werden mit 60 Teilen Biuret vermischt. Es entsteht ein trockenes» weisses, mahlbares Pulver, das in der Wollfärberei als Egalisiermittel verwendet werden kann.
Ein sehr ähnliches Produkt erhält man aus 40 Teilen
1 Mol des öligen Kondensationsprodukts aus/ii-Octadecylalkohol und 20 Mol Aethylenoxyd durch Vermischen mit 60 Teilen Biuret, Diese Produkte sind etwas weniger leicht wasserlöslich als die entsprechenden Harnstoff-Produkte.
Die angeführten Beispiele sind, wie schon oben gesagt, nur zur Veranschaulichung der Erfindung aufgeführt und beschränken diese in keiner Weise. Statt der darin genannten organischen Hydroxy!verbindungen können beliebige andere definitionsgemässe Hydroxy!verbindungen bJzw. deren Kondensationsprodukte mit Aethylenoxyd verwendet werden, wobei die
höchstens-' Zahl der Aethylenglykolreste mindestens 8 und sbfe /5"D betragen soll. S1Ur die Herstellung von Pulvern soll die zur Mischung verwendete Menge an wasserlöslichen Amiden der Kohlensäure, insbesondere von Harnstoff, mindestens gleich dem Gewicht des öligen Kondensationsprodukts gewählt werden. Beliebig grossere Mengen von Kohlensäureamiden können jedoch selbstverständlich auch verwendet werden; ein besonders günstiges Verhältnis von Harnstoff zu Polyglykoläther ist im allgemeinen 7*3. Ausser den aufgeführten Zusätzen können je nach gewünschtem Zweck
auch weitere gemacht werden; dabei können die Mengenverhältnisse in weiten Grenzen variiert werden»

Claims (1)

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