DEP0017036DA - Verfahren zur Herstellung eines Mörtelgrundes für Freskomalerei - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Mörtelgrundes für Freskomalerei

Info

Publication number
DEP0017036DA
DEP0017036DA DEP0017036DA DE P0017036D A DEP0017036D A DE P0017036DA DE P0017036D A DEP0017036D A DE P0017036DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mortar
lime
production
fresco
painting
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Josef Stallhofer
Original Assignee
Stallhofer, Josef, Agatharied b. Hausham, Obb.
Publication date

Links

Description

Dr.Ing.E.HOFFMANN ns. .,.,,
PATENTANWALT ■ V Λ 1 h ?| !i h Al-
MQNCHCN 22 '""""' 'J/'f
QNHCN 22 J/\i.f^
WfDENMAYERSTRASSE 34 j03ef stallhofer in igatharied. Post Hftuahaiq/CfeD
Verfahren ^ur Herstellung eines ■ Mb'rtelgrundes für malerei.
Sreskomalerelen weisen auf frisches* d«h· nassem Kalk»
dtärtelverputa ausgeführt* Hierbei werden sum Malen-pigment» !farben I)OOUtBt9 die la lasser mit oder ohne Kalteuasts aage-, rührt sind*. Als BiadefBittel .für den Mörfesl gal:t,,to,l3'iier ein alter» etwa ein halbes Jahr bis mwoi Jahr© uaä länger eingesümpfter Kalk als '"besonders vorteilhaft· .Han, glaubte, tess :ea «of ©in Tölligea Ab löschen unä auf ä@n öscüluss eines gewissen Gährungsjprogsessep äes Ka Ikes aBkosaiat ? um etwaig© fehler durch ungelöschte'Kalksartikel mit Sicherheit su v©r° .aelflen« Ton einer ?erwendung frisch gelösehisen Kalkes als Biaäsmittsi für d©n als Malgrundi dienenden Puta wurde abgesehen^ weil nan befürchtet9 dass der frisch gelöschte EnIk mchlö'sehe» die Farben anfresse und nicht gut-.'decke·
Die vorliegende Erfindung bsraht auf dar überraschenden Srkenntnisi dass mit einem Mörtel aus frisea gelöschtem Kalk wesentlich bessere Ergebnisse als mit alt gelöschtemratelk erzielt werden» wenn, -der frisch gelöscht© Kalk in heissem Zu stand mit den üblichen Zuschlagens wie Quarz sand, Marrnor-Sätafi o*dgl« mm fertigen Putzmörtel vermisoht »irde
Praktische Versuche haben erwiesen^ dass der so !hergestellte Mörtel einen Torsüglich geeigneten Grund für die Freskomalereiebildet und besoMers gut abbindet·.Vor allem besitzt er eine erhöhte Beständigkeit gegenüber den Ver-
witterungsursgehenf wie !Regenwasser und Schnee, Sonnenbrand, Säuregehalt der Atmosphäre usw, Jerner weist die nach der Erfinäilngghergesteilte Put zoberf lache eine grössere Harte auf und gewährleistet daher eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischen Einwirkungen«
X&ess. Torteile Mürften darauf zurückzuführen sein9 dass der aus frisch gelöschtem, heissen Kalk hergestellte Verputz* solange er noch feucht ist9 "bis au seinem völligen Durchtrocknen in sehr höhest" Masse Kalkwasser (Galziurahydrat) an die Oberfläche abgibt f welches durch Aufnahme von Hohlen«· säure aus der Luft zu einem festen» harten .Email kristallisiert und die Auf den frischen Putzmörtel aufgemalten Parbenf die ihrerseits nur mit Kalkwasser angerissen sind? derart festhält, einbettet und anbindet 9 dass sie sich weder trockne noch mit Hilfe von Wasser auslöschen lassen« Vielmehr verbinden die farben sich "beim allmählichen völligen Durchtrockten und Abbinden des Verputzes immer inniger mit dessea Oberflächenschicht« Unter fortgesetzter Aufnahme von Kohlensäure nimmt die Versteinerung der Schutzschicht mehr und rnehz zu und das Fresko wird dadurch immer fester und härter»
lin Hachlöschen des frisch gelöscht zn Mörtel verarbeiteten Kalks ist nicht ssu hefürchten? wenn der frisch gelöschte fölk gut gesieht ist? Im einzelnen wird weckmässig so verfahren^ dass der nach dem Brennen abgekühlte Kalk mit etwa der 2s5-fachen Menge Wasser gelöscht wird«, lan giesst vorteilhaft zunächst nur die Hälfte des Wassers Über den Kalk und lässt nach dem Abklingen der ersten starken Eeak»
tion den Best des fassers folgen. Sas Ablöschen wird zweckmassig in einem iiochformatigen Behälter bus feuerfestem Gl^s durchgeführt, demit sum den Torgsng gut verfolgen kann« Das öefäsa ist gut zugedeckt su halten* damit einerseits kein Dampf und &eine Gase entweichen gönnen* andererseits auch kein© Luft von aussen zutritt*
Mnch Beendigung des lüschvorgsnges,, der nur ungefähr 5 Minuten dauert« wird der KnIk herausgenommen und durch ein feines Sieb geseihtβ Auf dem Sieb etwa zurückbleibende Teilchen werden nicht durchgedrückte sondern sur weiteren löschung surückgelegt. Der durchgesiebte EnIk muss eine fette, weichef buttrige Konsi3tenShat>ene Sr wird noch in heiss« Zustand sofort sum Kurte1 verarbeitet«,!ine Verdünnung mit Wasser kann sich schädlich auswirken* Besteht die Notwendigkeit zur ¥erd\lanungf so verwendet man hierzu Kalkwesser*
Ist eine unverzüglich© Verarbeitung ^es frisch gelöschten heissen Knikea nicht möglich, so kann der gelöschte Kalk such läög©r@ Zeit in einem aauDeren luftdiohtertgeschloasenen Behälter aufbewahrt» vor dera Gehr^uch mit aeisaem Kialkwasser zu einem buttrigen Kalkhrai angerührt und dieser heisse KaIk-Isrei mit Marmor«· oder C^uarzsand verrrasngt werden«
Als besonders Torteilhaft hat sich erwiesen9 den nach der Erfindung hergestellten frischen Kalkmörtel noch in heis» seia Zustand auf die Wandf lache auf zu"bringene Xn diesem lalle scf?Mt25t der w»rm sufgestrsgene Kalkmörtel auf dernWand und es tritt besonders viel Kaltwasser ^n die Oberflächee Auch findet das Abbinden langsamer stntt, sodass man länger auf dem frischen Verputz malen kann*
Die Pigmentfaroen* mit denen auf dem frischen Mörtel« putz gemalt wird? werden sweckraässig nicht mit Wasser» sondern mit einer i&lklasung ungerührt , wobei beispielsweise 10 Teile Wasser auf 1 Teil EaIk kommen«
Gegenüber dem "bekannten Fresko auf einem Putsmörtel mit Altemeing©sumpften Kalk ist dem nach der Erfindung hergestellten i'reskogrund insbesondere därt der forzug zu gebent wo die fr^ge der Wetterbeständigkeit eine entscheidende Boll<
S
spielt und es auf besondere Härte und Widerstandsfähigkeit
ankommt«

Claims (1)

  1. !Patentansprüche
    le) Terfahren £§ur Herstellung eines als Kalkrnörtel bestehenden ©rundes für die Freskomalerei* dadurch gekeimteiishnet 4ass als GrunäieruiJg ein Mörtel verwendet wird, der durch fermischen τοη iieissem? frisch gelöschtem Kalk m±% einem der üblichen Zuschlägef wie QjaarBsand» larmorsand o,3gla gewonnen ist«
    2e) Ausführungsform des Terfahrens na.ch AnsprucMjLt dadurch gekenneeichnetj dass der frische Kalkmörtel,noch in heisseiB Zustand auf die Wandflächen aufgebracht wirde

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DEP0017036DA (de) Verfahren zur Herstellung eines Mörtelgrundes für Freskomalerei
DE19900332C2 (de) Verfahren zur Herstellung von fließ-, streich- oder spachtelfähigen Kalkmassen
DE1117032B (de) Auftragsmasse und Verfahren zur Oberflaechenverkleidung damit
DE1671159B1 (de) Fertigmoertel zum Verputzen von Waenden
DE599402C (de) Anstrichmittel zum Flammensichermachen von Holz o. dgl.
DE740758C (de) Verfahren zur Herstellung eines feuer- und wasserbestaendige UEberzuege ergebenden Anstrichmittels
DE2707228C3 (de) Verfahren zur Beschichtung von Bauteilen auf Basis anorganischer Bindemittel
AT153980B (de) Verfahren zur Herstellung von Schütten zum Überzug keramischer Baustoffe.
DE669724C (de) Verfahren zur Herstellung feuerhemmender UEberzuege auf Holz oder anderen brennbarenStoffen pflanzlichen Ursprungs
DE944270C (de) Verfahren zur Herstellung eines Wandbelages mit fliesenartigen Eigenschaften, von Fussbodenbelaegen, von Platten fuer Waschtische, Ladentische, Fensterbaenke od. dgl.
DE19210C (de) Verfahren zur Herstellung wetterbeständiger Wandgemälde auf Verputz mittelst Mineralfarben
DE440813C (de) Verfahren zur Herstellung einer Kunstmasse
DE690828C (de) Verfahren zur Herstellung eines haltbaren UEberzuges auf alten und neuen Waenden, Betonbauten u. dgl.
DE619498C (de) Verfahren zur Herstellung von Billigen, unter Wasser haltbaren, farbigen Silicatanstrichen auf Beton
DE921952C (de) Plastische Anstrichmasse
DE746322C (de) Feuersichere UEberzuege ergebendes Anstrichmittel
DE512325C (de) Verfahren zur Herstellung eines wetterfesten Gipsmoertels
CH223953A (de) Trockensubstanz zur Herstellung einer als Anstrichmittel verwendbaren plastischen Masse.
DE201309C (de)
DE1471072A1 (de) Expandierender und schwundausgleichender Zement
DE426621C (de) Verfahren zur Herstellung von mit einem dauerhaften Farbanstrich versehbaren Zementmassen
DE534536C (de) Verfahren zur Herstellung von Gasbeton
DE2308042A1 (de) Moertel
DE3024825A1 (de) Verfahren zum trocknen der mitschbestandteile von trockenmoertel
DE542659C (de) Verfahren zur Herstellung von hydratisiertem Kalk fuer Bauzwecke