DEP0014351DA - - Google Patents

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DEP0014351DA
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aminoplasts
thermosetting
acid
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—_2— Bestell-Hr. '12257/53
gesonderten Zusatz von sauren Härtungsbeschleunigem zur Preßnasse auf und werden vermieden, wenn die amphptere Aminosulfonsäure nit in das Kunstharznolekül durch Kondensation eingebaut wird. Die Harzsirupe und Preßmischungen gemäß der Erfindung lassen sich lange Zeit ohne merkliche Veränderung lager:'.o Bisher nußte nan die nit Härtungsbeschleuniger versehenen l!is.;hungen wegen der geringen Lagerfähigkeit kurz nach der Herstellung verpressen. Auch konplizierte Preßlinge lassen sich nit den Kunstharzen genäß der Erfindung schnell und wirtschaftlich herstellen. Die Preßlinge haben gute Farbe, ausgezeichnete Lagerbeständigkeit und vorzügliche Oberflächenbeschaffenheit. Sie lassen sich ohne Zerstörung noch heiß aus der Porn entnehmen oder ausstoßen.
Für die Herstellung der Kunstharze genäß der Erfindung v/erden als Aldehydkonponente vorzugsweise Formaldehyd oder solche Stoffe verwendet, die Formaldehyd entwickeln, wie z.B. Parafornaldehyd, Hexanethylentetranin. Als Aninoverbindung lassen sich solche verwenden, die mit Mdehyden reagieren, z.B. Harnstoff, substituierte Harnstoffe, Stoffe mit harnstoffartigen Charakter, wie Guanidin, Dicyandianid, 4ninotriazine.
Zur Herstellung der neuen Kunstharze genäß ,der Erfindung werden zwecknässig Vorkondensationsprodukte bei normalen oder erhöhten Temperaturen und in Abwesenheit oder Gegenwarf eines sauren oder vorzugsweise alkalischen Katalysators verwendet«
Die besten Ergebnisse werden erhalten, wenn die Kondensationsreaktion zwischen den Ausgangskonponenten in Gegenwart eines prinären und sekundären Kondensationskatalysators erfolgt. Produkte nit optimaler Lagerbeständigkeit werden erhalten, wenn als primärer Katalysator stickstoffhaltige, basische, tertiäre Verbindungen, die nicht mit Aldehyden reagieren, z.B. tertiäre Amine, verwendet werden. Als sekundärer Katalysator, der im allgemeinen in geringeren Mengen αϊσ der primäre Katalysator verwendet wird, dienen gebundene. Alkalien, z.B. Carbonate, Cyanide, Hydroxyde der Alkalimetalle.
Für die Herstellung der Anfangskondensationsprodukte lassen sich verschiedene Wege beschreiten, z.B. werden zuerst alle Reaktionsteilnehmer gemischt und die Kondensation in Gegenwart oder Abwesenheit zusätzlicher Stoffe, wie Katalysatoren, Füllstoffe, Lösungsmittel, durchgeführt. Es kann auch zunächst ein Ausgangskondensationsprodukt aus Harnstoff und Aldehyd erzeugt werden, das nach Zusatz der Aninosulfonsäure zu Ende kondensiert wird. Oder ea wird zunächst die Aninosulfonsäure nit Aldehyd kondensiert und das so erhaltene Produkt zu einen Harnstoffaldehydvorkondensationsprodukt zugesetzt und weiter kondensiert. Oder die Aninosulfonsäure wird nit einen Überschuß an Aldehyd kondensiert, zu den der Harnstoff zur weiteren Kondensation hinzugefügt wird. Die Kondensation läßt sich bei Rauntenperaturen oder erhöhter Temperatur bei gewöhnlichem, erhöhtem oder erniedrigten Druck durchführen.
Die Zwischenkondensationsprodukte lassen sich konzentrieren oder verdünnen durch Entfernung oder Zugabe flüssiger Lösungsmittel. Die flüssigen Produkte lassen sich zur Herstellung von Oberflächen ÜberzugsmaterlcI Farben, Lacken, Emaillen, zur Herstellung von Schichtstoffen und für andere Anwendungszwecke verwenden. Die
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3 Be st GlI-Nr. 12 r/7/53
gelartigen Produkte lassen sich trocknen und granulieren und bilden dann ungefüllte hitzehärt^sra Harze. Flüssige viskosere Konden· satlonsprodukte können direkt gegossen werden.
Beispiel 1
Melanin
W'issr. Fornaldehydlösung(etwa 37,1% HCHO) Uässr. Annoniak (28% NH5)
Natriunhydroxyd in 1 50 Teilen Wasser
Aninosulfonsäure
Die Reaktionskonponenten mit /lusnahne der Aniaosulfonsäure werden gemischt und 10 Minuten an Rückflußkühler gekocht. Danach wird die Aninosulfonsäure zugesetzt und die Mischung zun Kochen gebracht« Der heiße Harzsirup wird nit 670 Teilen alpha-Cellulose in Form von Flocken und 4 Teilen eines Schniernittels, insbesondere Zinkstearat, vemischte Die nasse Preßmasse wird bei Raunteuperatur getrocknet und dann 3 Minuten bei 130 unter einen Druck von kg/cn2 verpreßt. Die "Preßnassen lassen sich unbeschädigt aus der noch heißen Forn entfernen. Sie sind durch und durch gut gehärtet, haben ausgezeichneten Glanz und Farbe. Wird das Harz ohne Aninosulfonsäure hergestellt, so sind die daraus hergestellten Preßlinge nicht gehärtet und zerfallen in Wasser,
Beispiel·^ Teile.
Harnstoff 570.0
Wassr. Fornaldehyd (etwa 37,1 %H0HO) 1610.0
Wassr. Annoniak (28% NH,) 76.0
Malonsäurediätliylester 80.0
Natriunhydroxyd in I00 Teilen Wasser 0.4
Aninosulfonsäure 1,0
Die Reaktionskomponenten mit Ausnahme der Aninosulfcnsäure werden genischt und 3° Minuten am Riickflußkühler erhitzt, Danach wird die Aninosulf onsäure zugesetzt, die Mischung wied^ "mix Kochen gebracht und anschließend abgekühlt. Der erhaltene Harzsirup wird nit 700 Teilen alpha-Oellulose in Forn von Flocken und 4· Teilen Zinkstearat genischt. Die nasse Masse wird 2 3/4 Stunden bei 70 getrocknet, Die trockene Preßnasse wird 3 Minuten lang bei 130 -unter eiran Druck von 140 kg/cm2 verpreßt. Die Preßlinge lassen sich urbeschädigt aus der noch heißen Forn auLtoßen, Sie sind gut durc" gehärtet. Der Malonester in diesen Beispiel dient zur Modfizier mg des Endproduktes.
Die Menge der Reaktion st ei Ine timer läßt sich in weiten Grenzen ändern. Gute I rgebnisse werden erhalten, wenn 1 1/2-6 Hole Aldehyd pro Mol der Γ ,rnne an Harnstoff und Aninosulfonsäure verwendet wird. Der Anteil d> ■· Aninosulfonsäure beträgt gewöhnlich OVOO1 bis 0,2 BIoI pro Mol lernst off substanz*
Be st csll-Nr.12237/53
Die gemäß der Erfindung hergestellten Kunstharze lassen sich durch Zusatz anderer Stoffe weitgehend modifizieren. Farbstoffe, Weichmacher, Schmiermittel, Trübungsmittel und Füllstoffe aller Art werden in bekannter Weise angewendet. Dje ,^ushär aing erfolgt vorzugsweise bei Temperaturen von 120 - 18o und Drucken von vorzugsweise 140 - 28O'lcG/cn2.
Die Kunstharze gemäß der Erfindung sind für die verschiedensten· Zwecke anwendbar, z.B. für Treßnassen, Lacke zur Herstellung von Schichtstoffen, zur Erzeugung lichtbogenlösehender Rohre, die lichtbogenlö^eiides Gas bei der Hitze des elektrischen Lichtbogens entwickeln, für Drahtlacke.
Die ausgehärteten Gegenstände haben ausgezeichnete Warne- und Wasserbeständigkeit und hohe dielektrische Festigkeit, besonders wenn ein Aninotriazin als einer der Reaktionsteilnehaer verwendet wird. Derartige !Produkte eignen sich vorzüglich für elektrische Iso-lationszwecke.

Claims (2)

  1. Datum des Patcntblattes: 31.12.1953 Bestell-Hr. 12237/53
    Aktenzeichen·, ρ 14 351 D. 39c. 5.
    Priorität: Erfinder-.Gactano F.D'Alelio,
    Eingereicht: 1.10.4-8 Mt. Lebanon, Pa.
    Bekanntgenacht: 31.12.53 (V.St. A1.)
    Einspruch bis: 30. 4-,54-
    25 urückge zogen/versagt:
    DP. vom;
    LIC^NTIA_Patent-Verwaltungs-G1n1b. H. ^-1
    Verfahren zur Herstellung hitzehärtbarer Aninoplaste.
    Patentansprüche :
    I.Verfahren zur Herstellung insbesondere fur elektrotechnische Zwecke verwendbarer hitzehärfrbarer Aminoplaste, dadurch gekennzeichnet, dass die Aminoverbindungen zusammen nifc einem oder mehreren Aldehyden in Gegenwart von \minosulfonsäure kondensiert werden.
  2. 2.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anfangsrcaktion 'in Gegenwart alkalischer Kondensationskatalysatoren durchgeführt wird.
    Die Erfindung betrifft die Herstellung von hitzehar.tbaren Aminoplasten, die mit Aminosulfonsäure (NHpSOzH) modifiziert sind·
    Es wurde gefunden, dass sich hitzehärtbare Aminoplaste dadurch herstellen lassen, dass Aminoverbindungen, wie z.B. A^inotriazin, Harnstoff, Thioharnstoff, Dicyandiamid oder geeignete Mischungen solcher Aminoverbindungen mit einem Aldehyd, z.B. Formaldehyd und "iXiinosulfonsäure umgesetzt werden. Die Aminogruppe der amphoteren Aainosulfonsäure reagiert mit Aldehyden und läßt sich direkt oder indirekt nit Verbindungen kondensieren, die die Gruppe -NH enthalten, wie z.B. Harnstoff, /iminotriazin. Die hitzehärtbaren Aminoplaste gemäß der^Erfindung benötigen zur Herstellung technisch wertvoller ProduKue /Besonderen Härtf^is^bchleuniger und können daher als selbsthärtend bezeichnet werden. Es ist überraschend, dass eine amphotere Verbindung, wie die Aminosulfonsäure, gemeinsam mit den zur Herstellung von Aminoplasten in bekannter Weise verwendeten Komponenten kondensiert werden kann und den auf diese Weise erhaltenen Kunststoffen gute Hartungerigenschaften verleiht. Bisher nahm man an, dass lediglich saure Stoffe, oder Stoffe, die bei der Preßtenperatur Säuren entwickeln, die Härtung von hitzehärtbaren Aminoplasten beschleunigen können.
    Die aus einem Kunstharz gemäß der Erfindung hergestellten Preßkörper haben besondere gleichmässige Struktur und sind frei von Blasen und ohne Verfärbung. Derartige Fehler traten früher bei

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