DEP0014339DA - - Google Patents

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DEP0014339DA
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Germany
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thermosetting
acid
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aminoplasts
oxalic acid
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—_2-— Be stc 11-Fr. 1194-2/53
Die vorerwähnten Halbanide lassen sich mit don Aminoverbindungen und dom Formaldehyd kondensieren, und dabei werden hitzehärtbare Aminoplaste erhalten, die keinen Härtungsbe schleuniger mehr benötigen, also als selbsthaltende Aminoplaste bezeichnet werden können. Bisher war es erforderlich, den bekannten Aminoplasten Härtungsknfcalysaboren zuzusetzen, um einwandfrei ausgehärtete Produkte zu erhalten. Gemäß der Erfindung wird ein Harz erhalten, das die Eigenschaft, zu härten, in sich enthält. Somit kann man von "oclbsth "rtendeiv" Harzen sprechen. Diese Erfindung ist von großer praktischer Bedeutung, da man mit den gemäß der Erfindung hergestellten Harzen gleichförmige und vollständige durchgehärtetο Preßlinge ohne Blasen und ohne Verfärbung erhält« Die, Harzsirupe und Preßmassen gemäß der Erfindung lassen sich lange Zeit ohne Veränderung lagern. Die bisher verwendeten hitzehärtbaren Aminoplaste bedurfton zu ihrer Aushärtung einen meist sauren Härtungsbeschleuniger, und die unter Zusatz eines solchen Härtungsbcschleunigere hergestellten Massen mußten nach der Herstellung verarbeitet worden.
Für die Herstellung der Kunstharze gemäß der Erfindung werden als Aldehydlcomponente vorzugsweise Formaldehyd oder solche Stoffe verwendet, die Formaldehyd entwickeln, wie z.B« Paraformaldehyd, Hexamethylentetramin. Als Aminoverbindung lassen sich solche verwenden, die mit Aldehyden reagier ^n7 z»B, Harnstoff, substituierende Harnstoffe, Stoffe mit harnstoffartigem Charakter, wie Guanidin, Dicyandiamid, Aninotriazine»
Zur herstellung dec neuen Kunstharze gemäß der Erfindung werden zweckmässig Vorkoniensationsprodukte bei normalen oder erhöhten Temperaturen und in Abwesenheit oder Gegenwart eines sauren oder vorzugsweise alkalischen Katalysators hergestellt. Die besten Ergebnisse werden erhalten, wenn die Kondensationsreaktionen zwischen den Ausgangskomponenten in Gegenwart eines primären und sekundären Kondensationskatalysators erfolgt. Produkte mit optima] er Lagerbeständigkeib werden erhalten, wenn als primärer Katalysator stickstoffhaltige, basische, tertiäre Verbindungen, die nicht mit Aldehyden reagieren, z.B. tertiäre Amine, oder Stickstoff enthaltende basische Verbindungen, die mit Aldehyden reagieren, z.B. Ammoniak prijäre oder sekundäre Amine verwendet werden. Als sekundärer Katalysator, der im allgemeinen in geringeren Mengen als der primäre katalysator verwendet wird, dienen fixe Alkalien, ZtBt Carbonate, Cyanide, Hydroxyde der Alkalimetalle.
Für die Herstellung der Anfangskondensationsprodukte lassen sich verschiedene Wege be schreiten; z.B. werden zuerst alle Rcaktionsteilnehmer gemischt und die Kondensation in Gegenwart oder Abwesenheit zusätzlicher Stoffe, wie Katalysaboren, Füllstoffe, Lösungsmittel durchgeführte Es kann auch zunächst ein Ausgangskondensationsprodukt aus harnstoff und Aldehyd erzeugt werden, das nach Zusatz der Halbauide der Oxalsäure zu End'-e kondensiert wird* Oder es werden zunächst die HalbamJde der Oxalsäure mit Aldehyd kondensiert, und das so erhaltene Produkt wird zu einem Harnstoffaldehydvorkondensationprodukt gesetzt und weiter kondensiert«, Oder die Halbamide der Oxalsäure v/erden mit einem Überschuß an Aldehyd kondensiert, zu dem der Harnstoff zuj· weiteren Kondensation hinzugefügt wird. Dl^ r~-- "-^obicn läßt sich bei Eaumtemperatu;
3 Bestoll-Nr. 11942/53
oder erhöhter Tenperatur, bei gewöhnlichem, erhöhtem oder erniedrigten Druck durchführen.
Die "wischenkondonsationsprodukte lassen sich konzentrieren oder verdünnt, ji durch Entfernung oder Zugabe flüssiger Lösungsmittel. Die flüssigen Produkte lassen sich zur Herstellung von Oberflächenüber-3u~snatorial, Farben,Lacken, Emaillen und zur Herstellung von Schichtstoffen vorwenden. Die gelartigen Produkte lassen sich trocknen und granulieren und bilden dann ungefüllte hitzehärtbare Har^c. Flüssige viskosere Kondensationsprodukte können direkt r^,c gosson wc rden.
Beispiel 1 Teile
Melanin 315, ο
Harnstoff 15o,o
Wässr.Formaldehydlösung(etwa 37,1 % HCHO) 1ooo,o
üässr. Ammoniak (28% NH?) 3o,o
Natriunhydroxyd in 30 Teilen Wasser o,6
K ic nylQxaninsäure 1,9
Die ^eaktionsteilnehmer, mit Ausnahme der Phenyloxaminsäure, werden gemischt; und 15 Minuten am Rückflußkühler erhitzt. Dann wird die Phenyloxaminsäure zugesetzt und wiederum zun Kochen gebracht, heiße Harz sirup wird η it 4-75 Teilen alpha -Cellulose in Flocken und 4- Teilgn Zinkstcarat vermischt, die nasse Masse 1 1/2 Stunden bei 75 getrocknet und danach 2 Minuten bei 13ο unter einen Druck von 4o kg/cm2 verproßt. Die Preßlinge lassen sich unbeschädigt aue der noch heißen Form en.tferii.on, Sie sind gut; durchgehärtet, haben ausgezeichnete Oberflächenbeschaffenheit und Wasserbeständigkeit. Ohne Phenyloxaminsäure werden nicht genügend durchgehärtete Preßlinge erhalten, die in Wässer zerfallen.
Beispiel 2 Teile
-Io la"1, in
Thioharnstoff
r/ässr.Fornaldehydlösung(etwa "Jässr. Aunoniak (28% NH,) Natriunhydroxyd in 30 Teilen Phenyloxaminsäure
Der Harzsirup wird in der gleichen Woise wie nach Beispiel 1 hergestellt und nit 490 Teilen alpha-Cellulose zu einer Harzmasse verarbeitet. Die Preßlinge sind gut durchgehärtet, haben gute Oberflächenbeschaffenheit und wasserbeständigkeit. Besonders günstig wirken sich die härtenden Eigenschaften der Halbanide aus, wenn Harnstoff oder Thioharnstoff ganz oder teilweise durch ein Aninotriazin, z.B. Bielanin ersetzt wird. Für optimale Ergebnisse sollte der Anteil an lainotriazin wenigstens 25 % des molaren Betrages an Harnstoff Thioharnstoff, Dicyandiamid usw. betragen.
315,o
19o,o
37,1% HCHO) 1ooo,o
3o,o
i/acser 0,6
1,95
Die i'^engen an Harnstoff, Aldehyd und Halbanid lassen sich in weiten Grenzen variieren· Gute Ergebnisse werden erhalten bei Anwendung von 1 3/4· - 6 üTol Aldehyd pro Mol Harnstoff substanz, von dem Halbamid
__-4 Be stc H-Nr. 11942/53
werden sweckLiessig o,oo1 - o,2 Mol pro Mol Harnstoffsubstanz angewendet. Farbstoffe, Weichmacher, Schmiermittel, trübungsmittel und Füllstoffe aller Art werden in bekannter Weise angewendet« Die Aushärtung erfolgt vorzugsweise bei Temperature:.! von 120 18c und Drucken von vorzugsweise 14o - 28o kg/cm^»
Die kunstharze gemäß der Erfindung sind für die verschiedensten Zwecke anwendbar, 3.P. für Preßmassen, Lacke, zur Herstellung von ^chichts bofion, zur Erzeugung lichtbogenlöschcr.der Rohre, die ein liclitbogenlöschendes Gas bei der Hitze dos elektrischen Lichtbogens entwickeln, für Drahtlacke.
DIo ausgehärteten Gegenstände haben ausgezeichnete Warne- und 'Tasserbesl'ändigkei'c und hohe dielektrische Festigkeit, besonders ifcnxi ein Aminotriazin als einer der Reaktionstcilnehmer verwendet wird. Derartige Produkte eignen sich vorzüglich für elektrische I.solationssweckc.

Claims (2)

  1. ■öatuc des Pateiitblattec: 17.12.1953 Bestell-Nr. 1T942/52 Aktenzeichen· ρ 14 339 D. 39c. 5.
    Priorität: Erfinder:Gaetano F.D 1AIeIIo,
    hingereicht: 1.10.48 Mt.Lebanon,Pa.
    Bekannt L-ciaacht: 17.12.53 (V.St.A.)
    Einspruch, bis: 17. 4.^4
    zurückgezogen/vorsagt:
    DP. vorn:
    Verfahren zur Herstellung von hitzehärtbaren Aminoplasten«
    Patentansprüche :
    I.Verfahren zur Herstellung insbesondere für elektrotechnische Zwecke verwendbarer, hitzehärtbarer Aminoplaste, dadurch gekennzeichnet, dass die Aminoverbindungen zusänneη nit einen oder meh reren Aldehyden in Gegenwart von Halbaraiden der Oxalsäure kondensiert werden.
  2. 2.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anfangsrcaktion in Gegenwart von alkalischen Kojadensationskatalysatoren durchgeführt wird.
    Die 3i--rindung betrifft die Herstellung hitzehärtbarer Aninopla_ste t die durch organische Stoffe der allgemeinen Pornel
    iooH
    nodifiziert sind. X bedeutet in dieser Formel einen Anidrest oder Thioanidrest mit vronigstens einem Wasserstoffaton direkt an Aaidstickstoff. Beispiele wolcher Reste können durch die allgeneinen Formeln
    -CON und -CSN
    dargestellt werden, in denen R Wasserstoff oder ein Alkyl-, Aryl-, Aralkyl-, Alkaryl-, Acyl-, Naphthyl-, hydrocyclischer oder heterocyclischer Rest ist oder dessen Abkömmlinge. Insbesondere handelt es sich dabei un die Halbaaide der Oxalsäure, z.B. Oxaminsäure
    OC)C)V!
    oder Fien^/loxaninsäure
    0OH 2

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