DEP0014101DA - Druckminderventil für Schweißanlagen - Google Patents
Druckminderventil für SchweißanlagenInfo
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Description
Die Neuerung betrifft Druckminderventile für Schweißanlagen, bei dem eine vom Gasdruck in der Ventilauslaßleitung beaufschlagte, federbelastete Membran das Ventil betätigt, das die Verbindung zwischen dem Gasspeicher und der zum Verbraucher führenden Ventilauslaßleitung steuert.
Derartige Druckminderventile haben die Aufgabe, das vom Gasspeicher zum Verbraucher strömende Druckgas hohen Druckes selbsttätig auf einen kleineren, unabhängig von dem Zustand des Gases im Speicher gleichbleibenden Betriebsdruck zu entspannen.
Bekannte Geräte dieser Bauart sind aus zwei Gehäuseteilen zusammengesetzt, die außen die Anschlußstutzen für die Gaszuführungsleitung und die Gasauslaßleitung sowie die Anschlußstutzen für zwei Druckmesser zum Messen der in beiden Leitungen herrschende Drücke haben. Eine ebenfalls nach außen durch die Gehäusewand hindurchgeführte Stellschraube dient zum Verändern der Vorspannung der die Membrane belastenden Feder und damit zum Andern des Betriebsdruckes des durchströmenden Gases. Das Ventil, seine Feder und die Federauflage dagegen, die bei Verwendung unreinen Gases verschmutzen und außerdem als bewegliche Teile durch mechanische Einflüsse verschleißen können, sind dagegen nur nach dem Abschrauben und auf den Kopf stellen des Gehäuses zugänglich, weil sie unmittelbar im Gehäuse gelagert sind, d.h. in eine Gehäusebohrung eingelassen. Jedes der Teile muß einzeln in das Gehäuse eingesetzt und einzeln wieder herausgenommen werden.
Demgegenüber ist der Erfindungsgegenstand zweckmäßiger aufgebaut. Bei ihm sind sämtliche bewegliche und im Normalbetrieb verschmutzbaren Teile in eine Patrone eingebaut und in an sich bekannter Weise z.B. durch Einschrauben im Gehäuse befestigt. Durch diese Maßnahme kann beim Versagen des Gerätes die Patrone, die alle störanfälligen Teile enthält, rasch ausgetauscht werden, wodurch das Gerät wieder betriebsfähig wird.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird außerdem die Patrone nicht von innen, sondern von außen her in das Gehäuse eingeschraubt. Es ergibt sich dadurch der Vorteil, daß das Gehäuse nicht zerlegt werden muß, wenn die Patrone ausgewechselt werden muß.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des neuen Druckminderventils dargestellt.
Abb. 1 zeigt einen Längsschnitt und
Abb. 2 einen Querschnitt nach Linie I - I.
Das Gehäuse des Gerätes ist zweiteilig. An dem oberen Teil 1 sind die Anschlußstutzen 1a für die Gaszuführungsleitung, der Anschlußstutzen 1b für die Gasauslaßleitung, die Anschlußstutzen 1c und 1d für die Druckmesser 2 und 3 und der Anschlußstutzen 1e für das Ventilgehäuse 4, sowie der Einschraubstutzen 1f für die Membran 5 angeordnet, die den unteren Teil 6 des Gehäuses als Widerlager hat. Das von einer Kapselmutter 7 gegen äußere Einflüsse geschützte Ventilgehäuse 4 enthält das Ventil 8 mit Ventildichtung 8a, die Feder 9, die Federauflager 10 und 11, das Sieb 12 und die Muttern 13 und 14; von diesen Teilen bilden das Ventilgehäuse 4 und die Muttern 13 und 14 die Patrone, die samt dem Ventil 8, der Feder 9, der Federauflagern 10 und 11 und dem Sieb 12 ohne Zerlegen des Gerätegehäuses und ohne Abnehmen von Leitungsanschlüssen ausgewechselt werden kann.
In das Ventilgehäuse 4 sind Nuten 15 eingefräst, die den Gaszuführungskanal A mit dem Druckraum unmittelbar verbinden. Die Membran 5, die von dem Druck in dem Druckraum C und dem Auslaßkanal D einerseits und von der Feder 16 und dem Druck der Atmosphäre andererseits beaufschlagt ist, trägt den Stift 17, der beim Inbetriebnehmen des Gerätes auf das Ventil 8 einwirkt. Die Vorspannung der Feder kann mit der Verstellschraube 18 geändert werden.
Die Wirkungsweise des Gerätes ist folgende:
das Druckmittel wird durch den Gaszuführungskanal A und durch die Nuten 15 in den Druckraum B geleitet. Da in dem Raum C noch kein Betriebsdruck, sondern nur der Atmosphärendruck herrscht, drückt die Feder 16 die Membran 5 und den Stift 17 nach oben, wobei letzterer das Ventil 8 von seinem Sitz im Ventilgehäuse 4 abhebt. Infolgedessen kann das Druckmittel auch in den Raum C und
in den zum Schweiß- bzw. Schneidbrenner führenden Auslaßkanal D einströmen. Das Ventil 8 bleibt offen, solange der Betriebsdruck nicht erreicht ist. Mit zunehmendem Druckanstieg in Raum C biegt sich jedoch die Membran 5 immer mehr gegen den Widerstand der Feder 16 nach unten durch. Dabei beginnt das sich seinem Sitz nähernde Ventil 8 die durchströmende Druckmittelmenge zu drosseln. Sobald der Druck im Druckraum C auf den Betriebsdruck angestiegen ist, trennt es den Kanal zwischen Raum B vom Raum C vollständig. Sinkt der Druck im Druckraum C wieder unter ein bestimmtes Maß ab, so hebt der Stift 17 unter der Einwirkung der Feder 16 das Ventil 8 wieder solange vom Sitz ab, bis die zum Erreichen des Solldruckes (Betriebsdruck) erforderliche Druckmittelmenge wieder nachgeströmt ist.
Claims (4)
1.) Druckminderventil für Schweißanlagen, bei dem eine vom Gasdruck in der Ventilauslaßleitung beaufschlagte, federbelastete Membran das Ventil betätigt, das die Verbindung zwischen dem Gasspeicher und der zum Verbraucher führenden Ventilauslaßleitung steuert, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil in eine im Gehäuse (1) des Druckminderventils befestigte Patrone (4, 13, 14) eingebaut ist.
2.) Druckminderventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Patrone (4, 13, 14) von außen in das Gehäuse (1, 6) eingesetzt, vorzugsweise eingeschraubt ist.
3.) Druckminderventil nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die das Ventil (8) belastende Druckfeder (Feder 16) sich gegen eine Mutter (13) abstützt, die als Widerlager für ein durch eine zweite Mutter (14) gehaltene, das Gas reinigendes Sieb (12) dient.
4.) Druckminderventil nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der nach außen ragende Teil der Patrone von einer Kapselmutter (7) umgeben ist und der von diesen beiden Teilen gebildete Ringraum durch Nuten (15) mit dem Gasspeicher in Verbindung steht.
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