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Selbsttätiges Mischventil mit einem auf die Ausdehnung einer Flüssigkeit bei Temperaturzunahme ansprechenden Wärmefühler
Die Erfindung betrifft ein selbsttätiges Misch- ventil mit einem auf die Ausdehnung einer Flüs- sigkeit bei Temperaturzunahme ansprechenden
Wärmefühler, welches die Zufuhrleitungen für die beiden Flüssigkeiten gemeinsam steuert und eine Einrichtung zur Vorbestimmung und Anzeige der Gemischtemperatur besitzt.
Im we- sentlichen besteht die Erfindung darin, dass das Ventil einen einzigen, zwischen zwei übereinanderliegenden, der Kalt- und Heisswasserzufuhr dienenden, ebenflächigen Ventilsitzen beweglichen, scheibenförmigen Ventilteller aufweist, und dass der in an sich bekannter Weise zwei Stirnteile tragende Wärmefühler mit diesen unmittelbar zwischen dem Ventilteller und dem Einstellglied zur Vorbestimmung und Anzeige der Gemischtemperatur angeordnet ist. Der untere Ventilsitz kann erfindungsgemäss im Gehäuse federnd nachgiebig gelagert sein. Die Erfindung erstreckt sich ferner auf die besondere Ausbildung des Mischventils.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Mischventils gemäss der Erfindung dargestellt. Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch das Mischventil, Fig. 2 eine Seitenansicht hiezu, teilweise im Schnitt nach der Linie 11-11 der Fig. 1. Die Fig. 3-6 zeigen Schnitte nach den Linien III-III, IV-IV, V-V und VI-VI der Fig. 1.
Der Gehäuseunterteil 1 des Mischventils ist mit zwei gleichachsigen Anschlüssen 2 für Leitungen zur Förderung des Gemisches sowie mit zwei weiteren Anschlüssen 3 und 4 versehen, die für Leitungen zur Zufuhr der kalten bzw. der heissen Flüssigkeit dienen. Die gemeinsame Mittelachse der Anschlüsse 3 und 4 ist senkrecht zur Achse der Anschlüsse 2 angeordnet, so dass die Mittelachsen sämtlicher Anschlüsse in einer gemeinsamen Ebene liegen.
Der Unterteil 1 weist einen rohrförmigen Fortsatz 1 a auf, der vier radial abstehende Ansätze 1 b zur Befestigung eines Gehäuseoberteils 5 mittels Schrauben 6 trägt. Der Ober- teil 5 weist einen rohrförmigen Fortsatz 5 a auf, der unter Bildung eines Ringraumes 8 in den rohrförmigen Fortsatz 1 a ragt, und trägt vier radiale Ansätze 5 b, gegen die sich die Köpfe der Befestigungsschrauben 6 abstützen. Zwischen dem Unterteil 1 und dem Oberteil 5 ist ein
Dichtungsring 7 zur Abdichtung vorgesehen. Der Ringraum 8 ist einerseits mit den Anschlüssen 2 für die Gemischförderleitungen, anderseits über radiale Bohrungen 16 des rohrförmigen Fort- satzes 5 mit dem im Innern desselben befind- lichen Mischraum verbunden und bildet derart einen Flüssigkeitsweg.
Am unteren Ende des
Fortsatzes 5 a ist ein stufenförmig abgesetzter
Zylinderblock 9 angeschraubt, welcher mittels
Dichtungsringen in entsprechende zylinder- förmige Gegenflächen im Unterteil 1 kolbenartig dicht eingesetzt ist und einen von den Stufen- flächen eingeschlossenen ringförmigen Raum 10 bildet, der einerseits mit der Zufuhrleitung 3 für die kalte Flüssigkeit (Fig. 6), anderseits über radiale Bohrungen 11, einen Mittelraum 12 und ein paar senkrechte Schlitze 14 des Zylinderblocks 9 mit dem Mischraum verbunden ist.
Im Zylinderblock 9 ist ein ebener Ventilteller 17 angeordnet, welcher zu seiner Führung mit einem Fortsatz 17 a in einem zylinderförmigen Fortsatz 22 a eines Schraubdeckels 22 hebund senkbar angeordnet ist, der auf einer in den Zylinderblock eingeschraubten Hülse 20 sitzt.
Der Ventilteller 17 arbeitet mit zwei Sitzen zusammen, nämlich einem oberen feststehenden, von einem ringförmigen Wulst 18 gebildeten, den Mittelraum 12 im Zylinderblock 9 umgebenden Sitz und einem unteren Sitz, der aus einem ringförmigen Wulst eines Rohrstückes 19 besteht, das in der Hülse 20 entgegen der Kraft einer Feder 21 axial verschiebbar geführt ist, die sich mit ihrem unteren Ende gegen den Schraubdeckel 22 abstützt. Gegen den Deckel 22 stützt sich auch eine Feder 23 ab, welche zur Feder 21 gleichachsig ist und auf den Ventilteller 17 einwirkt. Im Deckel 22 sind Löcher 25 vorgesehen, damit die heisse Flüssigkeit aus der Leitung 4 in den Mischraum gelangen kann, wenn der Ventilteller 17 von seinem unteren Sitz 19 abgehoben ist. Die Abdichtung zwischen dem unteren Ventilsitz 19 und der Hülse 20 erfolgt durch einen Dichtungsring 26.
Der im Mischraum angeordnete Wärmefühler weist einen oberen Stirnteil 27 und einen unteren
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ein Dauerbetrieb bei billigen Herstellungskosten ermöglicht wird. Die den Wärmefühler bei seinen
Bewegungen führenden Stirnteile 27 und 28 bewirken durch die in ihnen vorgesehenen
Löcher 40, 41 eine innige Mischung der Flüssig- keitsströme. Der zwischen dem Mischraum und dem Schraubengewinde 33 des Betätigungs- knopfes 32 angeordnete Dichtungsring 34 ver- hindert den Zutritt der Flüssigkeit zum Gewinde, so dass es geschmiert werden kann und keine kalkhaltigen Stoffe in den Gewindegängen sich ablagern können, womit das Entstehen übermässiger Spielräume im Gewinde vermieden und erhöhte Lebensdauer der Bestandteile gewährleistet ist.
Durch Lösen der Schrauben 6 kann der Gehäuseoberteil 5 mit sämtlichen an ihm angeordneten Teilen gemeinsam zwecks Nachprüfung und Instandhaltung aus dem Gehäuseunterteil herausgezogen werden, der mit den Wasserzufuhr- und Abfuhrleitungen in der Mauer verbleibt. Da die Leitungen mit ihren Mittelachsen in einer Ebene in den Gehäuseunterteil einmünden, kann dieser auch in Mauern geringer Stärke, wie sie bei modernen Bauten üblich sind, angeordnet werden.
Der untere federnd nachgiebig ausgebildete Ventilsitz 19 lässt eine zusätzliche Verstellung des Ventiltellers 17 nach unten zu, wodurch schädliche Überdrücke, die innerhalb des Wärmefühlers bei gehemmter Ausdehnungsmöglichkeit unter Umständen auftreten könnten, und eine damit verbundene Beschädigung des Wärmefühlers vermieden sind.
Die Wirkungsweise des Mischventils ist folgende : In seiner Hochstellung schliesst der Ventilteller 17 den oberen Sitz 18 ab und verhindert den Durchtritt der kalten Flüssigkeit aus der Zufuhrleitung 3 nach dem Mischraum
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