DEP0013894MA - - Google Patents

Info

Publication number
DEP0013894MA
DEP0013894MA DEP0013894MA DE P0013894M A DEP0013894M A DE P0013894MA DE P0013894M A DEP0013894M A DE P0013894MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
frequency
modulation
modulated
channel
frequencies
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 31. März 1955 Bekanmtgemacht am 27. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren, durch das bei frequenz- oder phasenmodulierten Nachrichtenübertragungssystemen eine Unterdrückung störender Kombinationsfrequenzen oder anderer Störfrequenzen erreicht wird. Vor allem in den modulationsfreien Zeitabschnitten einer über einen FM- oder PM-Kanal laufenden Nachrichtenübertragung treten Störfrequenzen stark in den Vordergrund. Insbesondere bei Mehrkanalrichtfunlcstrecken treten, da man die Frequenzabstände zwischen den einzelnen Kanälen aus Gründen der unerläßlichen Frequenzökonomie nicht beliebig groß wählen kann, Kombinationsstörfrequenzen auf. Im letzteren Fall wächst die Anzahl der Kombinationsfrequenzen selbst und bei äquidistanter Kanalverteilung auch die Anzahl der in den NF-Übertragungsbereich fallenden Kombinationsfrequenzen.
Es ist bei frequenzmodulierten Einkanal-Übertragungssystemen bekannt, die Trägerwelle mit dem auszusendenden Signal und außerdem mit einem außerhalb des Frequenzbandes dieses Signals liegenden Hilfssignal zu modulieren. Hierdurch lassen sich die bei der Signalübertragung von einem Sender zu einem fernen Empfänger im eigenen Frequenzkanal auftretenden Störungen unterdrücken, wodurch der Klirrgrad der übertragenen Nachricht herabgesetzt wird. Dies kommt dadurch zustande, daß durch die Modulation mit dem Hilfssignal Frequenzkomponenten entstehen, die gleichsam als Einzelsender mit gleicher Nutzmodulation arbeiten.
609 620/306
P 13894 VIII a/2 la2
Erfindungsgemäß läßt sich durch eine ähnliche zusätzliche Modulation der Einzelkanal-Oszilla-' toren, deren Nutzmodulationen einem allen gemeinsamen Träger, der zur Aussemdung des Nachrichtenbündels an die ferne Station dient, aufmoduliert werden, das Auftreten von Fremdstörungen, d. h. Störungen durch andere Kanäle des gleichen Systems, die durch Nichtlinearitäten im Übertragungsweg (Kreuzmodulation) verursacht werden,
ίο unterdrücken, und zwar durch Herabsetzung der Amplitude der von anderen Kanälen des Bündels erzeugten Störtöne.
Um das Wesen der Erfindung und der ihr gemäßen Prinzipanordnung klarzustellen, sei an einem speziellen Beispiel die Entstehung von Stör-. kombinationsfrequenzen näher erläutert:
In Abb. ι ist das Blockschaltbild einer Mehrkanal-Richtfunkverbindung mit äquidistanten, frequenzmodulierten Einzelkanälen K1, K2, K3 ... Kn unter Weglassung der Stromversorgung und anderer für den Gegenstand der Erfindung unwesentlicher Einzelheiten dargestellt. Der zu 'übertragende Nachrichteninhalt wird mit Hilfe der einzelnen Modulatoren M1, M2, M3 ... Mn den selbsterregten Einzeloszillätoren O1, O2, O3 ... On als Frequenzmodulation aufgedrückt (EFM-Verfahren), so daß η Frequenzbänder mit Mittenfrequenzen f\> f-2> /3 · · · fn entstehen und zu übertragen sind. Bei der anschließenden gemeinsamen Verstärkung der η Frequenzbänder in der Trennverstärkerstufe T treten in der Taylor-Reihen-Darstellung für den Anodenwechselstrom wegen der Nichtlinearität der Kennlinie außer den Harmonischen f:v 2/n, if η ■ ■ -vfn eine große Anzahl von Kombinationsfrequenzen der Form Pf1 + qf2 + rfs . . . + zfn mit ganzzahligen, positiven oder negativen p, q, r .. . ζ auf. Bei zeitlich konstanter Mittenfrequenz der einzelnen Kanal-Oszillatoren O1... On werden die in den Bereich der NF-Bandbreite fal- !enden Kombinationsfrequenzen als Störtöne hörbar; dies tritt um so starker in Erscheinung, je schwächer der betreffende Kanal mit Modulation belegt ist. Besonders stark' treten die Kombinationsfrequenzen dritter Ordnung hervor, also 2 J1 f2, J1 + f2 —/3 und · entsprechende.
In Abb. 2 ist der Durchlaßbereich eines FM-Kanals mit Nutz-Mittenfrequenz /„ über der Frequenzachse dargestellt; hierbei ist ein einziger in den j Durchlaßbereich fallender Störton f stör amplitudenmäßig dargestellt.
Das Verfahren nach der Erfindung besteht nun darin, einen der für f stör verantwortlichen FM-Kanalsender mit einer über dem Hörbereich bzw. außerhalb des NF-Durchlaßbereiches des Empfängers (Bandpaßfilter, Tiefpaßfilter) liegenden Modulationsfrequenz zusätzlich zur Nutzmodulation in der Frequenz zu, modulieren. In der Praxis wird eine Hilfsmodulation mit 4 ... 10 kHz geeignet sein. Bis zu einem Modulationsindex von 2,5 wird die Störamplitude um so stärker unterdrückt, je höher der Frequenzhub der Hilfsmodulation gemacht wird. Die Erklärung des Störunterdrückungsverfahrens nach der . Erfindung ist folgende: Das Spektrum einer sinusförmig frequenzmodulierten Schwingung besteht bekanntlich aus einer theoretisch unendlichen Anzahl von Seitenfrequenzen, die in Abständen gleich der Modulationsfrequenz zu beiden Seiten der Mittenfrequenz auftreten; ihre Amplituden sind durch die Besselfunktionen der Ordnung 1, 2, 3 ... gegeben, jeweils paarweise für das Seitenfrequenzenpaar 1, 2, 3 ... von der Mittenfrequenz aus laufend. Das Verfahren nach der Erfindung besteht nun darin, den Energieinhalt des Störers zum größten Teil auf die Seitenbandfrequenzen außerhalb des Hörbereiches, d. h\ in der Praxis außerhalb des Durchlaßbereiches'-des NF-Filters zu verlegen. Dies ist in Abb. 3 veranschaulicht. Es ist bekannt, daß bei FM im Gegensatz zur Amplitudenmodulation (AM) die vom Sender abgestrahlte Hochfrequenzenergie unabhängig von der Modulation und somit zeitlich konstant ist, solange der Sender hochfrequenzmäßig unter konstanten Bedingungen arbeitet. Demgemäß bewirkt jede Modulation, insbesondere aber auch jede zusatzliehe Modulation, eine Verteilung der verfügbaren. Gesamtenergie auf einen breiteren Frequenzbereich. Da alle von der Hilfsmodulation erzeugten Seitenbandfrequenzen außerhalb des NF-Durchlaßbereiches liegen, verbleibt für den störender Träger ein kleinerer Energieanteil.
Die praktische Verwendbarkeit des. Verfahrens, nach der Erfindung wird dadurch besonders begünstigt, daß Nutzhub und Hilfshub sich, nur geometrisch addieren; der Gesamthub muß daher nur wenig vergrößert werden. Bei einem Nutzhub von z. B. 60 kHz und einem Hilfshub von 10 kHz beträgt der Gesamthub nur 60,8 kHz an Stelle von 60 kHz.

Claims (2)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Unterdrückung von aus anderen Kanälen des gleichen Systems stammenden Störtönen bei frequenz- oder phasenmodulierten Mehrkanalsystemen, dadurch gekennzeichnet, daß die störenden Einzelkanal-Oszillatoren, deren Nutzrnodulatipnen einem gemeinsamen Träger, der zur ,Übertragung des Nachrichtenbündels zur fernen Station dient, no aufmoduliert werden, mit einer über dem Hörbereich bzw. außerhalb; des NF-Durchlaßbereiches des Empfängers liegenden Modulationsfrequenz, gegebenenfalls zusätzlich zur Nutzmodulation, in der Frequenz moduliert werden. , ."-.-'' ; ■ .
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gesämthub nur wenig vergrößert wird.
~~ ' .
In Betracht gezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr. 258 994.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 620/306 9.56

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE709375C (de) Einrichtung zur stoerungsfreien Signaluebertragung
DE19646746C2 (de) Übertragungsverfahren zur drahtlosen Kommunikation mit einem implantierten medizinischen Gerät
DE1416141B2 (de) Verfahren und anordnung zur stereophonischen tonuebertragung
EP0110427A2 (de) Verfahren für die Übertragung von Nachrichten, bei dem die Codierung der Signale durch die Grösse der Amplituden der Halbwellen oder Perioden eines sinusförmigen Wechselstromes erfolgt
DE2921453C2 (de)
DE1934296A1 (de) Vorrichtung zur UEbertragung rechteckiger synchroner Informationsimpulse
DEP0013894MA (de)
DE845219C (de) Anordnung zur Mehrkanaluebertragung von Signalen mittels frequenzmodulierter Traegerwellen
DE960646C (de) Verfahren zur Unterdrueckung von aus anderen Kanaelen des gleichen Systems stammenden Stoertoenen bei frequenz- oder phasenmodulierten Mehrkanalsystemen
DE2408190A1 (de) Nachrichtenuebertragungssystem
DE10216281A1 (de) Anordnung und Verfahren für eine Dispersionsdetektion
DE69421648T2 (de) Phasemodulierende Sendevorrichtung für Videosignalverteilsysteme
EP0139033B1 (de) Digitales RF-Direktmodulationsverfahren und Schaltungsanordnung zu seiner Durchführung
DE3127670C2 (de) Hörhilfe
EP1292015B1 (de) Stereo multiplex encoder (MPX) zur FM Übertragung
EP3411955B1 (de) Schaltungsanordnung und verfahren zur erzeugung eines hochfrequenten, analogen sendesignals mit verringerten störsignalen
DE965419C (de) Schaltung zur Mehrkanaluebertragung von Signalen mittels einer frequenzmodulierten Tregerwelle
DE850628C (de) Verfahren und Anordnung zur Korrektur des Frequenzfehlers von mit unterdruecktem Traeger arbeitenden Traegerfrequenzuebertragungskanaelen
DE897856C (de) Verfahren zur Beseitigung des UEbersprechens und von Kreuzmodulation bei Vielfach-UKW-Verbindungen und Schaltung zur Ausuebung des Verfahrens
DE2721283C2 (de) Drahtloses digitales Informationsübertragungssystem für sehr kurze Wellen
DE690539C (de) Verfahren zur UEbertragung von modulierter Hochfrequenz
DE924635C (de) Vielfach-Traegerfrequenz-Signalsystem unter Anwendung zweifacher Modulation
DE879849C (de) Anordnung fuer den wahlweisen Empfang von traegerfrequenten Nachrichtenkanaelen
DE682012C (de) Schaltungsanordnung zur mehrfachen Modulation von Sendern
DE2107380A1 (de) Verfahren und Schaltungsanordnung zur Entfernungsmessung