DEP0013846MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 26. März 1955 Bekanntgemacht am 27. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung macht es sich zur Aufgabe, einen Pflasterstein zu schaffen, mittels dessen die Herstellung
einer gebundenen Fahrbahndecke durch Verlegen der Steine im Verband ermöglicht wird.
Dabei soll insbesondere einte gewisse Elastizität der einzelnen Pflastersteinreihen ermöglicht und erreicht
werden, daß die beim Überfahren auftretenden Schubkräfte gut verteilt werden und keine
Brüche durch Überlastungen der Steine eintreten können.
Es sind schon Pflastersteine mit einem Doppel-T-förmigen
Profil oder auch Z-förmige Steine für Pflasterzwecke vorgeschlagen. Durch diese blockförmigen
Steine wird ein Verzahnungssystem geschaffen, in dem die Steine in jeder Reihe oder
Schicht gegeneinander verhakt und dadurch gegen Querverschiebung gehalten sind. Es soll durch diese
hakenförmige Verbindung der Pflastersteine ein fester Verband in Form einer geschlossenen Platte
erzielt werden. Es hat sich aber gezeigt, daß bei allen Verhakungen oder Verzahnungen der nebeneinander
oder hintereinander verlegten Steine sehr leicht ein Flankenbruch oder ein.Durchbrechen der
Steine eintritt. Bei den Doppel-T-Profilsteinen sind
diese in ihrer Mitte im Profil geschwächt; die Z-förmigen Steine dagegen besitzen zur Fahrtrichtung
um 45° abgewinkelte Flanken, die ebenfalls leicht abbrechen, weil der Druck in der Fahrt-
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richtung gerade an den Flanken hebelartig maximal ansetzt.
, Es sind auch schon Mauersteine zum Herstellen von Wänden, Brunnen oder Schornsteinen vorgeschlagen
worden, die durch dachförmige, konisch zulaufende Kunststeine gebildet sind. Dabei ist vorgeschlagen,
für Ecksteine an den regelmäßigen Steinen noch einen halben Stein anzusetzen, wobei
die Steinflächen dann stumpfwinklig zueinander
to verlaufen. Abgesehen davon, daß solche Mauersteine nicht als Pflastersteine zur Herstellung einer
glatten Straßendecke geeignet sind, besitzen diese auch noch den Nachteil, daß an den Flanken spitzwinklige
Kanten entstehen, die bei Belastung leicht
15' durch Abbröckelung des Steinmaterials zerstört
werden. Es wird durch solche dachförmigen Steine auch nicht die Aufgabe des Anmeldungsgegenstandes
gelöst, eine glatte, möglichst in ihren Reihen elastische und doch die auftretenden Belastungskräfte
in der Fahrtrichtung gut aufnehmende Steinform zu schaffen.
Die Erfindung bezweckt, die Nachteile der bekannten Pflastersteine zu vermeiden und dabei eine
starre Ineinanderverhakung bzw. -verkrallung .der Steine zu verhüten.
Die Erfindung besteht darin, daß bei einem als Pflasterstein dienenden Formstein, an dessen mittleren
Teil versetzt zueinander stumpfwinklig Endstücke angeschlossen sind, jedes Endstück eine
kleinere Oberfläche als der Mittelsteg besitzt, beispielsweise halb so groß wie dieser ist, und die
.. rechteckigen, parallel zueinander verlaufenden Stirnflächen dieser Endstücke mit den seitlichen
• Begrenzungsflächen der Endstücke rechte Winkel bilden.
Die an den Mittelsteg sich einerseits anschließende lange Fläche kann etwa zwei Drittel der Länge der
Seitenfläche des mittleren Stegteils betragen und die andererseits kürzere Fläche etwa ein Drittel
oder weniger der Länge der Mittelstegseite haben.
Bei einer aus-Pflastersteinen nach der Erfindung
bestehenden Fahrbahnbefestigung schließen an die aus gleichmäßig gezackten Formsteinen gebildete
Randbegrenzung abwechselnd die Stirnflächen der Pflastersteine und die Stirnflächen von Füllsteinen
an, die im Grundriß zwei stümpfwinklig aneinanderstoßende Trapeze bilden.
Die im Verband verlegten Steine liegen erfindungsgemäß mit ihren Stirnflächen in jeder Reihe
aneinander an, während sie zwischen den Steinen der anderen Reihen verkeilt sind. Es wird dadurch
eine gewisse Elastizität jeder Steinreihe der Straßendecke erreicht, ohne daß eine Bruchwirkung
auf die Steine selbst eintreten kann. Die einzelnen Steine werden also bei der Erfindung infolge ihrer
Form bei in der Fahrtrichtung bzw. Wegrichtung auftretenden Drücken nicht so leicht der Bruchgefahr
und einer Kantenbrechung ausgesetzt, sondern sie werden insgesamt auf Zug oder Druck
beansprucht. Alle Stöße, Reibungskräfte, Walk-,
Zerr- oder Schiebepressungen werden mittels der im wesentlichen quer zur Wegrichtung liegenden Flächen
auf die anderen Steine gleichmäßig übertragen. Die aufeinanderfolgenden Steinschichten
sichern sich gegenseitig gegen Querverschiebung, und es wird daher ein Druckausgleich innerhalb
der Schichten erreicht. Dadurch, daß jeder der im Verband verlegten Steine, welche die Straßendecke
bilden, sich an zwei Steine anschließt, wird bei Überbeanspruchung oder auch- bei diagonal auftretenden
Kräften eine gewisse Beweglichkeit der Steine gegeneinander zugelassen; mit anderen Worten:
es wird eine gewisse Elastizität der Straßendecke erzielt.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise in einer Ausführungsform dargestellt,
und zwar zeigt
Abb. ι schaubildlich einen Formstein, etwa in halber Größe der Normalausführung und
Abb. 2 die zu einer Straßendecke verlegten Formsteine mit dem Straßenrand und den Füllstücken.
Der Formstein, der beispielsweise aus Beton hergestellt ist, besteht aus einem mittleren Stegteil a,
dessen Grundfläche durch ein Parallelogramm mit spitzen und stumpfen Winkeln gebildet ist. In
Abb. 2 ist dieser mittlere Stegteil durch strichpunktierte Linien angedeutet.
Die Dicke des Steines kann beliebig sein; er kann insbesondere auch plattenförmig oder, wie in
der Zeichnung gezeigt, blockförmig ausgebildet sein.
Im Grundriß gesehen schließen sich an den mittleren Stegteil α versetzt zueinander Endstücke b, bt
an, und zwar mit den stumpfen Winkeln γ. Diese Endstücke b, bt besitzen eine kleinere Oberfläche
als der Mittelsteg a, beispielsweise sind sie halb so groß wie dieser.
Die Endstücke b, b1 sind durch lotrechte Stirnflächen
b2 begrenzt, die rechteckig sind und parallel zueinander verlaufen. Diese Stirnflächen b2 bilden
mit den seitlichen Begrenzungsflächen c, C1 der Endstücke
b, b1 rechte Winkel.
Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform besitzen die Endstücke verschieden
lange Begrenzungsflächen c, C1. Beispielsweise ist
einerseits eine lange Fläche c von etwa zwei Drittel der Länge der Seitenfläche des mittleren Stegteils
vorgesehen, andererseits besitzt die kürzere Fläche C1
etwa ein Drittel oder weniger der Länge der Mittelstegseite.
Der Grundriß dieser Endstücke ist also durch Trapeze gebildet.
Wie aus Abb. 2 ersichtlich, werden die Steine zur Schaffung einer Straßendecke im Verband verlegt,
und zwar derart, daß sich jeweilig an die lange Seitenfläche des Stegteils α sowohl eine lange
Seitenfläche c als auch eine kurze Seitenfläche C1
von verschiedenen, im Verband verlegten Steinen anschließen, wie beispielsweise aus den schraffierten
Steinen ersichtlich ist. Die Stirnflächen b2 der
Steine liegen stumpf gegeneinander.
Die im Verband angeordneten Formsteine sind somit reihenweise, wie aus Abb. 2 ersichtlich, umgekehrt
zueinander verlegt. Die Steine besitzen in der Längsrichtung A der Straßendecke, die im allgemeinen
der Fahrtrichtung entspricht, eine erheb-
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liehe Querschnittsverbreiterung B, wobei durch den
stumpfwinkligen Anschluß der Endstücke diese in der Fahrtrichtung gegen Bruch gesichert werden.
Die stumpfen Winkel der Steine können gegebenenfalls mehr oder weniger durch Wölbungen
gebildet werden.
Bei der Herstellung der Fahrbahndecke werden zur Randbegrenzung gleichmäßig gezackte Formsteine
d verwendet, welche mit Auszackungen e
ίο versehen sind. In diese fassen abwechselnd die
Stirnfläche b2 eines Pflastersteines oder ein Füllstein
/, wobei diese Füllsteine /, im Grundriß gesehen, zwei stumpfwinklig aneinanderstoßende Trapeze
bilden. Dadurch wird eine geschlossene Straßendecke erreicht, wobei sich die verlegten
Formsteine der Randbegrenzung anpassen.
Wie in der Zeichnung in Abb. 2 bei den schraffierten Steinen gezeichnet, wird beim Auftreten von
Kräften in Längsrichtung A der Straßendecke der Pflasterstein lediglich auf Druck und Schub beansprucht.
Seine Seitenflächen c, C1 werden die Schubkräfte auf die nicht schraffierten, im Verband
verlegten Steine verteilen. Da das Endstück dieser Steine schräg, zum Mittelstück verläuft, also die
Fuge zwischen den beiden Steinen, die sich an den Mittelsteg des belasteten Steines anschließt, etwa
lotrecht zum Mittelsteg verläuft, werden die Schubkräfte nach dem Kräfteparallelogramm in längs und
quer verlaufende Kräfte verteilt, ohne daß sie etwa auf spitze Kanten zerstörend einwirken könnten.
Die Erfindung erzielt eine absolut feste Verbindung wie eine geschlossene Platte, jedoch wird
eine gewisse Elastizität der durch die im Verband verlegten Steine gebildeten Straßendecke erreicht.
Dadurch wird eine Übertragung aller lotrecht wirkenden Lasten wie auch aller Stoß-, Reibungs- und
Schiebekräfte auf mehrere Steine gewährleistet. Das Überfahren der Steindecke auch bei hoher Geschwindigkeit
wirkt sich wie bei einem Geflecht geräuschsparend aus.
Durch die Ausbildung der Formsteine und die Art ihrer Verlegung wird erreicht, daß nach Herstellung
der Straßendecke sämtliche Begrenzungskanten der Steine zur Weglängsrichtung im schrägen
Winkel verlaufen.
Schließlich werden durch den Schrägverlauf der Fugen auch die Verbundmittel vor Überlastung
und Verschiebung in Fahrtrichtung geschützt.
Claims (3)
1. Als Pflasterstein dienender Formstein, an dessen mittleren Teil versetzt zueinander
stumpfwinklig Endstücke angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Endstück
(b, O1) eine kleinere Oberfläche als der Mittelsteg
(α) besitzt, beispielsweise halb so groß wie dieser ist, und die rechteckigen, parallel zueinander
verlaufenden Stirnflächen (&2) dieser
Endstücke (b, bt) mit den seitlichen Begrenzungsflächen
(c, C1) der Endstücke (b, O1)
rechte Winkel bilden.
2. Pflasterstein nach Anspruch i, dadurch
gekennzeichnet, daß die an den Mittelsteg (α) sich einerseits anschließende lange Fläche (c)
etwa zwei Drittel der Länge der Seitenfläche des mittleren Stegteils hat und die sich andererseits
anschließende kürzere Fläche (C1) etwa ein Drittel oder weniger der Länge der Mittelstegseite
hat.
3. Fahrbahnbefestigung aus Pflastersteinen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß an die aus gleichmäßig gezackten Formsteinen gebildete Randbegrenzung abwechselnd
die Stirnflächen (b2) der Pflastersteine und die
Stirnflächen von Füllsteinen (/) anschließen, die im Grundriß zwei stumpfwinklig aneinanderstoßende
Trapeze bilden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 147 812.
Deutsche Patentschrift Nr. 147 812.
Hierzu J Blatt Zeichnungen
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