DEP0013839DA - Verfahren zum Kleben und Kitten von Gegenständen, welche für Luftsauerstoff und Lösungsmitteldämpfe praktisch undurchlässig sind - Google Patents

Verfahren zum Kleben und Kitten von Gegenständen, welche für Luftsauerstoff und Lösungsmitteldämpfe praktisch undurchlässig sind

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Publication number
DEP0013839DA
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DE
Germany
Prior art keywords
gluing
coumarone resin
resin oil
atmospheric oxygen
solvent vapors
Prior art date
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Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Dr. Ehlhalten Daimler
Original Assignee
Farbwerke Hoechst vormals Meister Lucius & Brüning, Frankfurt/M.
Publication date

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Description

Dr. Michael Erlenbach ) . , , , _ „ . _. . , . Dr. Adolf Sieglitz J vertreten durch Dr" Karl E,shold
per Adresse:
FARBWERKE HOECHST
vormals Meister Lucius & Brüning
U. S. Administration
SW/E s
Anlage I I
zur Patentanmeldung Fw.
Verfahren zum Kleben und Kitten von Gegenständen, welche für Luftsauerstoff und Losungsmitteldampfe praktisch undurchlässig sind ο
Bei der Benzolreinigung fällt in grossen Mengen ein bisher schwerverwertbarer Rückstand von brauner bis dunkelbrauner Farbe an, der aus polymeres Cumaron und Inden sowie ihre Homologen enthaltenden Teerölen besteht, und der die Bezeichnung Cumaronharzol führt» Die Viskosität dieses Rückstandes liegt bei 50° etwa zwischen 9,9 und 57,1° Engler. das spezifische Gewicht beträgt bei 15° 1,05 bis 1,15. Der Siedebeginn liegt zwischen etwa 185 und 221°; etwa 75% destillieren zwischen 3^0 und 360°, der Rest ist nicht unzerstört destillierbar-.
Es ist schon versucht werden, dieses in grossen Mengen erhaltene Cumaronharzöl zu verwerten» So hat man ein für die Anstrichtechnik brauchbares Leinolersatzmittel erzielt, indem man das zweckmässig vorher mit Trockenstoffen vermischte Cumaronharzöl in der Kälte mit Sauerstoff geblasen hat» Es ist auch schon mit Erfolg versucht worden, ungeblasenes, mit Trockenstoff versetztes Cumaronharzöl derart als Leinolersatz zu benutzen, dass die notwendige Oxydation unter Lufteinwipkung erst nach dem Aufstreichen erfolgt» Ferner ist bereits vorgeschlagen worden, Cumaronharzöl mit kondensierenden Mitteln in der VfErme oder Kälte zu behandeln, um harzartige Kondensationsstoffe zu erhalten, die dann in üblicher Weise auf chemisch-technische Erzeugnisse weiter verarbeitet werden können»
Die vorerwähnten Bemühungen der Technik, die anfallenden grossen Mengen Cumaronharzöl zu verwerten, indem man
dieses Abfallprodukt vor oder während seiner Verwendung durch Oxydations- und Kondensationsprozesse chemisch umwandelt, lassen zunächst einmal vermuten, dass einer Verwendbarkeit in unverändertem Zustande irgendwelche Schwierigkeiten oder Hemmnisse entgegenstehen müssen=
Es hat sich nun überraschenderweise herausgestellt, dass man grosse Mengen des Cumaronharzöles in einfacherer Vieise als bisher einer besonders vorteilhaften Verwertung zuführen kann, indem man sie zum Kleben und Kitten von Gegenstanden bezw» Materialien verwendet, welche für Luftsauerstoff und Losungsmitteldämpfe praktisch undurchlässig sind» Erfindungsgemäss verfährt man dabei derart, dass man hierbei Präparationen mit einem Gehalt an in unverändertem Zustand befindlichem Cumaronharzol verwendet« Der Cumaronharzölanteil bleibt hierbei aucli nach seiner Verwendung in praktisch ursprünglicher Beschaffenheit erhalten, da ein nachträglicher Sauerstoffzutritt auch unabsichtlich praktisch tunlichst ausgeschaltet ist, also demnach nachträgliche Kondensationen und Oxydationen des Cumaronharzöles inwesentlichem Umfange nicht eintreten können« In den Fällen, in denen ein Luftzutritt praktisch nicht ganz auszuschliessen ist bezw. befürchtet wird, kann man zweckmässig Präparationen verwenden, welche Paraffin und paraffinische Ole die die Neigung des Cumaronharzöles zum oxydativen Trocknen weitgehendst aufheben, enthalten.
Das Verfahren gemäss der Erfindung kann man beispielsweise anwenden, wenn es sich durum handelt, beweglich (duktil) bleibende Verkittungs- und Verklebungsschichten als Zwischenlage aufzubringen. Hierbei kann praktisch kein Sauerstoff hinzutreten, nachträgliche Oxydationen und Kondensationen bleiben also ausgeschlossen=
Es hat sieh gerade als besonderer Vorteil herausgestellt, dass, wenn man erfindungsgemäss verfährt, das Cumaronharzöl enthaltende Mischprodukt seine Anfangseigenschaften hinsichtlich Viskosität, Klebefähigkeit, Elastizität u.dergl. nicht nachträglich verliert» So bildet Cumaronharzöl in dauernd unverändert erhaltener Beschaffenheit einen hervorragenden Grundstoff in Klebstoffschichten zwischen solchen zu verbindenden Materialien, die für Luft_
und Losungsmitteldämpfe undurchlässig sind. Boi Hitze und Kälte immer nachgiebig bleibende, den Feuchtigkeitsäuren-gang sperrende Verklebungen von bituminösen Bahnen miteinander oder mit Beton oder mit Metallfolien oder von Metallfolien untereinander lassen sich z.B. besonders gut mit unverändertem Cumaronharzöl erreichen, ferner den Wasserzutritt VexiWehrende Riss- oder Dehnungsfugenausfüllungen in Betonbauwerken oder Betonstrassen. Unverändertes Cumaronharzöl hat sich auch in Verkittungen bewährt,? welche Iuft- und lcsungsmitteldichte Kunststoffbeläge auf entsprechend dichten Unterlagen so festhalten sollen, dass sie etwaigen Bewegungen des Untergrundes leicht folgen können, ohne abgerissen oder gefaltet zu werden; auch in den Kunststoffbelägen selbst mit der Zeit etwa auftretende Dehnungen können bei Verwendung von unverändertem Cumaronharzöl als Befest igungsrnittel durch gleitende Bewegung auf dem Untergrund, also ojane Bildung von Buckeln oder Falten, immer wieder ausgeglichen werden. Die Verwendung cumaronharzölhaltiger Präparationen zum Verkleben und Verkitten unter Bildung beweglicher Zwischenschichten kann auch herangezogen werden bei Verfahren, bei denen es sich daraum handelt, Belegrnassen schwimmend, auf einem starren, undurchlässigen Untergrund zu verlegen, so z.B. in der Steinholzbodenindustrie.
Im folgenden wird die Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens an einigen Beispielen beschrieben.
Beispiel 1
Ein durch Zusammenschmelzen von 20 Gevfichtsteiien Cumaronharzöl und 10 Gewichtsteilen Steinkohlenteerhartpech erhaltene» Klebstoff wird durch Spachteln, in warmem Zustand auch durch Streichen zum Verkleben von Überlappungen von Bleifolien bei der Verbleiung einer hölzernen Dachhaut verwendet. Würde man an Stelle dieser Mischung die bislang in üblicher Weise verwendeten Mittel, z.B. eine Asphaltsehwerbenzinlösung anwenden, so würden SchYirierigkeiten auftreten, weil derartige Mittel erst dann wirklieh klebrig werden, wenn das Lösungsmittel mehr oder weniger verdunstet ist η Eine solche Verdunstung ist aber zwischen 2 Bleifolien ausgeschlossen ο Nimmt man andererseits einen geschmolzenen Asphalt, so erstarrt derselbe viel zu rasch auf dem die Wärme besonders schnell ableitenden Blei, als dass die
anschliessend aufgelegte, überlappende Bleifolie noch genügend weichen Asphalt zur Anklebung vorfinden konnte. Ausserdem würde eine solche Verklebung im Winter zu starr sein und bei der starken Kontrahierung des Bleies durch die Kälteeinwirkung su einem Zerreissen der Bleifolie führen können.
Beispiel 2
Beim Verkleben von Asphaltpappebahnen untereinander auf kaltem Wege entstehen des öfteren Schwierigkeiten, wenn ein lösungsmittelhaltiges Verklebungsmittel benutzt wird j dessen Losungsmittelanteil nicht rasch genug infolge der der Verdunstung entgegenwirkenden Einschliessung durch die Asphaltpappe entweichen kann. Diese Nachteile kann man vermeiden, wenn man gemäss der Erfindung eine Mischung aus etwa 20 Gewichtsteilen Cumaronharzols etwa 5 Gewichtsteilen Teerhartpech und etwa 5 Gewichtsteilen der aus Wollfett und Aluminiumacetat bei etwa 200° bereiteten Verbindung (rohwollfettsaures Aluminium) verwendet. Eine solche Mischung ist leicht streichbar und besitzt eine hohe Temperaturunempfindlichkeit, andererseits eine genügende Adhäsionskraft, um Pappebahnen miteinander sofort genügend zu fixieren.
B e i s ρ 1 e _ 1 3
Betondehnungsfugen3 insbesondere Betonstrassen Vierden heiss vergossen mit der in der Hitze dünnflüssig, bei gewöhnlicher Temperacur plastischen, stark klebenden Mischung aus 200 Gewiehtsteilen organischem Bindemittel, gewonnen aus 100 Gewichtst®ilen Cumaronharzöl und 100 Gewichts'teilen Terrhartpech, als Füller 200 Gewichtsteilen gemahlener Kreide oder einer ähnlichen Menge eines anderen Gesteinsmehles9 z.B. Asbestmehl.

Claims (1)

  1. Patent anspruche
    Ic) Verfahren zum Kleben und Kitten von Gegenstanden5 welche für Luftsauerstoff und Lösungsmitteldampfe praktisch undurchlässig sind, dadurch gekennzeichnet, dass man Präparationen mit einem Gehalt an bei der Benzoldestillation anfallendem, unverändertem Cumaronharzöl verwendet.
    2β) Verfahren gemäss Anspruch Ij dadurch gekennzeichnet, dass man Praparationen verwendet, die Paraffin oder- parafinische Ole enthalten»
    3.) Verfahren gemäss Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass solche cumaronharzölhaltige PrEparationen verwendet werden, welche die Gegenstände miteinander in dauernd beweglicher Bindung halten«,

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