DEP0012437DA - Drehfilter zum Abscheiden von Schwebestoffen aus Flüssigkeiten - Google Patents

Drehfilter zum Abscheiden von Schwebestoffen aus Flüssigkeiten

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DEP0012437DA
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cords
liquids
suspended matter
rotary filter
separating suspended
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Original Assignee
Hoening, Heinz, München
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Description

Die Erfindung betrifft einen Drehfilter zum Abscheiden von Schwebestoffen aus Flüssigkeiten. Derartige Einrichtungen sind schon in mannigfacher Ausführung bekannt geworden. Insbesondere kennt man solche, bei denen die auf der Filterfläche abgesetzten festen Massen von einem den Filterkuchen tragenden verstärkenden Organ weitergeführt werden, welches aus frei nebeneinander laufenden Bändern oder Schnüren besteht. Durch Kreuzen der Schnüre oder Bänder oder durch einen daurend eingreifenden Abstreifkamm konnte dann der Filterkuchen von den Schnüren abgestreift werden. Für Filter dieser Art hat man bisher Textilschnüre aus Kunststoffseide oder Kunststoff-Stapelfaser verwendet. In Ausnahmefällen fanden auch Ketten oder Metalldrähte Verwendung. Metallische Abbahmeorgane besassen wohl den Vorteil sowohl bei saurem oder alkalischem
Material als auch bei Anwesenheit organischer Lösungsmittel bei jeder Temperatur haltbar zu sein. Sie verlangten aber einen verhältnismässig starken Kuchen, da sie einerseits selbst verhältnismässig stark auftrugen und natürlich vom Kuchen bedeckt sein mussten und andererseits bei zu dünnem Kuchen denselben leicht durchschnitten. Textilschnüre- oder Bänder konnten dagegen nur dort verwendet werden, wo die zur Anwendung gelangenden Flüssigkeiten nicht korrodierend wirkten. Bei Kunst6stoffseide oder -Stapelfaser wurde die Anwendungsmöglichkeit noch durch die Temperaturempfindlichkeit als auch durch deren Quellbarkeit in manchen organischen Lösungsmitteln beschränkt.
Da es nicht nur Aufgabe des Drehfilters ist, eine Suspension möglichst weitgehend in ihre festen und flüssigen Bestandteile zu zerlegen, sondern der Filterkuchen auch durch Auswaschen von dem gelösten Stoff befreit werden soll, ist es ein Nachteil der Textil- und Kunststoffschnüre, dass die gelösten Stoffe in deren Fasern eindrangen und dort festgehalten wurden. In Anbetracht dessen, dass man stets mit relativ wenig Waschwasser auswaschen will, blieben bei den bekannten Anlagen meist Reste von gelöstem Stoff in den Schnüren zurück. Diese diffundierten meistens während des Trockensaugens und während der Abnahmeperiode bevor noch der Kuchen von den Schnüren abgestreift wurde, wieder in diesen zurück und verunreinigten denselben damit.
Ein weiterer bekannter Vorschlag zur Behebung der geschilderten Nachteile Gummischnüre zu verwenden scheiterte daran, dass diese Gummischnüre in der notwendigen geringen
Stärke nicht fest genug waren und sich ausserdem unter der Belastung des Kuchens sich verschieden stark dehnten.
Die Verwendung einer Gummischnur mit einer Textilseele scheiterte dagegen an deren geringer Haltbarkeit gegen durch Risse eintretende Flüssigkeit. Ein weiterer Nachteil der bekannten Einrichtungen war der, dass die Knoten, die sich bei der Verwendung der endlosen Schnüre zwangsläufig ergaben, sehr stark auftrugen. Eine Vulkanisation konnte nicht Anwendung finden, weil deren Haltbarkeit bei zu dünnen Schnüren zu gering ist.
Durch die Erfindung werden alle diese geschilderten Mängel restlos beseitigt indem erfindungsgemäss die Bänder oder Schnüre aus Polyamiden gebildet sind. Mit besonderem Vorteil lassen sich Schnüre aus unter dem geschützten Namen Igamid bekannten Polyamid verwenden.
Auf jeden Fall gelangen mit diesem Material Schnüre oder Bänder zur Anwendung, die eine homogene porenfreie Oberfläche aufweisen. Derartige Organe haben den Vorteil, dass eine Aufnahme von Lösungsmitteln oder gar ein bevorzugtes adsorptives Festhalten von gelöstem Stoff nicht eintreten kann. Polyamide als Schnuren- oder Bandmaterial für Drehfilter sind beständig gegenüber den meisten Säuren und alkalischen Flüssigkeiten sowie auch unempfindlich gegenüber den bei der Flüssigkeitsfiltration vorkommenden Temperaturen. Selbst die Filtration von organischen Lösungsmitteln vermag die Verwendung dieses neuartigen Materials nicht einzuschränken. Ein weiterer Vorteil der neuen Schnüre oder Bänder aus Polyamiden besteht darin, dass das Material auch in sehr dünner Schicht ausreichende Festigkeit aufweist und jederzeit in der
Lage ist, die durch den Filterkuchen hervorgerufenen Belastungen zu ertragen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Schnüre oder Bänder an ihren Enden verklebt oder verschweisst werden können, ohne dass diese Verbindungsstellen merklich auftragen.

Claims (2)

1.) Drehfilter zum Abscheiden von Schwebestoffen aus Flüssigkeiten, bei denen die auf der Filterfläche abgesetzten festen Massen, von einem den Filterkuchen tragenden verstärkenden Organ weiterbefördert werden, welches aus frei nebeneinanderlaufenden Bändern oder Schnüren besteht, dadurch gekennzeichnet, dass diese Organe aus Polyamiden gebildet sind.
2.) Drehfilter nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass Polyamidbänder oder -Schnüre verwendet sind, die eine homogene porenfreie Oberfläche aufweisen.

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