DEP0012358DA - Elektrischer Kondensator kleiner Kapazität und hoher Genauigkeit des Soll-Wertes - Google Patents
Elektrischer Kondensator kleiner Kapazität und hoher Genauigkeit des Soll-WertesInfo
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Description
Es werden in vielen Anwendungsfällen elektrische Kondensatoren kleinerer Kapazität bis zu einigen hindert pF benötigt, die weiterhin über einen sehr genauen Soll-Wert verfügen sollen. Es ist nun bekannt, dass mit abnehmender Kapazitätsgrösse die Einhaltung eines bestimmten Soll-Wertes immer schwieriger ist, sodass im Durchschnitt gesehen, kleine Kapazitäten nur mit einer Toleranz plus/minus 10% gefertigt werden können. Engere Toleranzen sind nur unter erheblichem Aufwand, der meist in Sortierarbeit besteht, zu erreichen.
Um der Forderung kleiner Kondensatoren genauen Soll-Wertes in einfacher Weise nachkommen zu können, benutzt man eine an sich seit langer Zeit bekannte Ausführungsform, die aus miteinander verdrillten Isolationsdrähten besteht. Insbesondere in der drahtlosen Fernmeldetechnik benutzt man solche kleinen Kapazitäten für Abgleichzwecke. Die in dieser Weise hergestellten Kondensatoren pflegen jedoch, über längere Zeit gesehen, keine gute Konstanz des Kapazitätswertes zu besitzen, da die Kapazität durch den Druck an den Berührungsstellen der verdrillten Drähte mitbestimmt wird und im Laufe der Zeit durch Nachlassen der mechanischen Spannung einer Aenderung unterworfen ist. Ausserdem ist der Abgleich solcher Kondensatoren, wenn er auch durch Verkürzen des verdrillten Drahtendes möglich ist, nur in grösseren Stufen möglich.
Nach dem Kennzeichen der Erfindung wird nun unter Benutzung dieser bekannten, vorstehend skizzierten Bauweise ein Kondensator kleiner Kapazität und hoher Genauigkeit dadurch hergestellt, dass er aus mindestens einer mit einer isolierten Umhüllung versehenen Drahtelektrode besteht, deren Isolierung metallisiert ist und dass der genaue Soll-Wert durch entsprechende Entfernung der Metallisierung erreicht ist. Durch die Anordnung einer auf der Isolierung fest aufliegenden leitenden Schicht ist zunächst die Kapazität des Kondensators vergrössert. Da die Kapazität bei verdrillten Drähten bisher nur von den Berührungsstellen gebildet wurde, ergibt sich nunmehr, da die gesamte Fläche des Drahtes zur Kapazitätsbildung herangezogen wird, eine wesentlich vergrösserte Ausbeute, was eine sehr wünschenswerte und erhebliche Verkleinerung des Kondensators zur Folge hat. Weiterhin ist ein solcher Kondensator nunmehr durckunabhängig. Schliesslich ist sein Abgleich auf genaueste Sollwerte möglich, da man an den aussen frei liegenden Teilen nur die leitende Schicht in entsprechendem Umfange zu entfernen braucht, um die Kapazität des Kondensators zu verringern. Wenn man als leitende Schicht einen leitenden Lack verwendet, ist der Abgleich besonders einfach, weil man dann mit Hilfe des den Lack lösenden Lösungsmittels in einfachster Weise die leitende Schicht in gewünschtem Umfange durch Abwischen entfernen kann. Als leitender Lack hat sich besonders ein solcher bewährt, dessen leitender Bestandteil aus Silber besteht, und dessen Lackanteil möglichst bei normaler Temperatur, höchstens unter Zuhilfenahme geringer Wärmemengen, aushärtet.
Man kann den Kondensator, wie es an sich bekannt ist, mit einer metallisierten Isolationsschicht, durch Verdrillen zweier Drähte herstellen. Hierbei wirkt dann die Metallschicht auf jeder Drahtisolierung als Zwischenelektrode. Es ist jedoch auch ohne weiteres möglich, nur einen einzelnen Draht zu verwenden und die Metallschicht auf der Isolierung als zweite Elektrode zu benutzen. Dies hat jedoch wiederum den Nachteil, dass ein eindeutiger Kontaktanschluss zu der auf der Isolierung befindlichen leitenden Schicht ausgebildet werden muss, was bei der Benutzung zweier miteinander verdrillter Drähte nicht notwendig ist.
In der Abb. 1 ist schematisch ein aussen mit einer leitenden Schicht versehener Draht dargestellt. a ist die leitende Drahtseele, b die isolierende Umhüllung und c die auf dieser aufgebrachte leitende Schicht. In der Abbildung sind die Grössenverhältnisse nicht masstäblich, sondern der Uebersichtlichkeit wegen übertrieben dargestellt. Diese in der Abb. 1 dargestellte Ausführung bildet bereits ein Kondensator-Element, das für den gedachten Zweck Verwendung finden kann, jedoch ist, wie bereits bemerkt, eine Stromzuführung zur Metallschicht c erforderlich.
Es ist daher zweckmässig, den Kondensator nach der in der Abb. 2 wiedergegebenen Weise aufzubauen. Hierbei sind zwei Kondensator-Einheiten nach Abb. 1 miteinander verdrillt. d und e sind die beiden Drähte. f und g sind die jeweiligen Isolier-Umhüllungen, die ihrerseits durch die Metallschichten h un i mit einer leitenden Schicht versehen sind.
Durch die Verdrillung kommen die leitenden Schichten h und i miteinander in Berührung und bilden eine Zwischenelektrode, wobei Lufteinschlüsse elektrisch kurz geschlossen sind, so dass die Kapazität ein Maximum darstellt. Zum genauen Abgleich des Soll-Wertes ist es nun lediglich erforderlich, beispielweise mit einem geeigneten Instrument die leitende Schicht h oder/und i in entsprechendem Ausmass zu entfernen, bis der Soll-Wert erreicht ist. Dies kann bei Benutzung eines leitenden Lackes für h und i durch Benutzung eines mit dem Lösungsmittel des Lackes getränkten Pinsels oder Läppchens erfolgen.
Claims (4)
1. Elektrischer Kondensator kleiner Kapazität und hoher Genauigkeit des Soll-Wertes, dadurch gekennzeichnet, dass er aus mindestens einer mit einer Isolier-Umhüllung versehenen Drahtelektrode besteht, deren Isolierung metallisiert ist und dass der genau Soll-Wert-Abgleich durch entsprechende Entfernung der Metallisierung erreicht ist.
2. Kondensator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei mit Isolierung und darauf aufgebrachter Metallisierung versehene Drähte miteinander verdrillt sind, und dass die Drähte die Elektroden des Kondensators sind.
3. Kondensator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallisierung der isolierten Drähte aus einem leitenden Lack besteht, der mit Hilfe eines Lösungsmittels entfernbar ist.
4. Kondensator nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der leitende Bestandteil des leitenden Lackes aus Silber besteht.
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