DEP0012244DA - - Google Patents
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Description
Vereinigte Leichtmetall-$erke
Hannover P 12 244 Ib/49 h
■1.10.1948
Verfahren zur Vermeidung der acniseißrissigkelts.
Die Schwierigkeiten, di® bei der Sehmelzschweißung dadurch
auftreten, daß unter der Wirkung der SchrumpfSpannungen die
vom »Vsrketoff ertragene Beanspruchung überacnritten und dadurch
Risse hervorgerufen werden,sind bekannt. 2u ihrer Behebung sind
eine leihe von Maßnahmen sahweiß- und legierungstechnischer
latur vorgeschlagen worden, die jedoch keinesfalls überall anwendbar
sind und zum UJeil auch unerwünschte lebenwirkungen zur
iOlge haben.
Eine ausführliche Untersuchung der Bedingungen, unter denen
Schweißrisse entstehen, hat zu einem neuen Verfahren geführt,
diese Risse zu vermeiden.
Während man früher immer annahm, daß die Neigung zum Reißen
umso größer sein müsste, ^e höher der Verformungswiderstand
und je geringer die Verformbarkeit des Werkstoffes sind, und man geneigt war, von Werkstoffen im weichg©glühten Zustand die geringst©
Schweißrissigkeit zu erwarten, hat sich nun völlig überraschenderweise
im Zuge dieser Versuche ergeben, daß, wenn der Kaltverfestigungsgrad der zu verschleißeaderi Stücke über eine
gewisse Grenz© steigt, die Neigung zum Reißen unter sonst
gleichen Bedingungen abnimmt.
JMr die Wirkungsweise des neuen Verfahrens sei folgendes
Beispiel angeführt!
Bleche aus einer ül-Cu-^-Iiegierung
<ait 3,2 %> Gu$ o,6% Mnj
1,2 % Mg* o,8 # Sii o,6 $ fe, Bööt aX, von 1 mm Stärke wurden
mit einer iSinspannschwelßprobe auf ihre Rißanfälligkeit geprüft.
Es lagen sowohl weichgeglühte als auch hartgewalzte Bleche mit
25 bzw, Üx> und 75 % Bndabwalssgraä vor.
Die im Zerr©ii-v@rsuch gefundenen Prüfwerte der verschiedenen
Blechsorten waren*
lündabwalzgrad l. ■>
Q 25 5Q 75
0,2-Grenza kg/ma2 7»7 2o,2 2^,A- 27,6
Zugfestigkeit kg/ma2 18,5 22,6 25,5 29,8 Bruchdehnung S iq £ 17,6 5»^ 3,1 2,9
Als Maß für die Rißanfälligkeit wurde die Länge der Schweißrisse iia Prozent der geaasten ächweißaahtlänge bei einer der
üblichen isinspannschweißproben ermittelt· Is wurden als Mittelwert®
aus einer K©ihe von Versuchen gefunden*
Bndabwalzgrad fi O 25 50 75
Rißlänge 43 50 23 10
Man sieht, wie deutlich der erfindungsgemäße effekt auftritt.
Er muß als besonders unerwartet und überrauchend bezeichnet werden, da Bleche in einem Terfestigungszustand, der für die
Herbeiführung des erfindungsgemäßen Effektes genügt, nurmehr rund 1/6 der Bruchdehnung des weichgeglühten Zustandes aufweisen
und daher als besonders spröde und rißaofällig vermutet werden
können» Daß der neu gefundene effekt trotz seiner Deutlichkeit
bisher noch nicht beobachtet worden iat| mag in der Tatsache
begründet sein, daß er erst bei Kaltwalzgraden auftritt, wie sie bei der normalen Herstellung hartgewalzten Material« nicht mehr
angewendet werden» Detailuntersuchungen haben gezeigt, daß eine KaltabwalÄung von mindestens 3o$, bezogen auf die Anfangsstärke
des Bleches, zur Erreichung des erfindungageinäßen Effektes notwendig
iat, Bei Verfestigung durch Kaltziehen und Recken, wie
sie bei frofilen, iätangen und Rohren angewandt werden, geiiügt
beispielsweise bereits eine ^uerschnittsabnanai© um etwa 2o %,
Das erfindungsgemäße Verfahren kann in verschiedener feise
anwendung find©n$
Wenn ein© Verformung der zu verschweißenden werkstücke nicht
erforderlich ist, können diese in entsprechend stark kaltverformen.
Zustand angeliefert werden, also z.B. als kaltgewalztes Blach mit einer Kndabwalzung von mindestens *>o %· öer aSndabwalzgrad
1st dabei zweckmäßig umso höher zu wählen, je größer die Neigung zur ächwelßrissigkeit nach den formbedingungen des Werkstückes
und den Eigenschaften der legierung an sich sein würde.
Ist es aus irgendwelchen Gründen unerwünscht, das ganze Werkstück
vor dem schweißen derartig stark kalt zu verformen, so genügt auch eine örtliche Verformung In unmittelbarer Nähe der Schweißnaht.
So ist es ζ.B.möglich, weichgeglüht® Bleche an den zu verschweißenden
Rindern auszuhämmern, auszuwalzen oder durch andere
Yerformungsverfahren, z.B. durch Hinundherbi©g©n, in den erwünschten
Zustand zu bringen.
In manchen fällen, Insbesondere beim Anschweißen dünnwandiger
Taile a»B. au© Blech an Stücke großen ^uorscimitts, %.B. öchmiedeteile,
ist es angebracht, nur den einen, in diesem fall© •vorzugsweise
den dünnwandigen, Teil stärker kaltzuverformen.
Claims (7)
1) Verfallren zur Verminderung der Schweißrißanfälligkeit von
Alund.aiuial@gieruQ.gen, gekennzeichnet dadurch, daß die an die
Sciiisieißnaht angrenzendem Heile aller oder eines Teiles der zn
verschweißenden Stücke vor d©m Schweißen ein© Kaltverformung
erfahren haben, die in ihrer Verfestigungswirkung einer KaItabwalzung
von mindestens 3»o % entspricht»
2) Verfahren zur Verminderung der Schweißrißanfälligkeit von
Aluminium!egierungera. nach Anspruch 1f dadurch gekennzeichnet,
daß all© oder ein ΐβϋ der zu verschweißendem atiicke in ihrer
Gesamtabmessung vor dem Schweißen einer Kaltverformung unter»
worfen werden, die in ihrer Verfestigungswirkung einer KaItabwalzung
von mindestens Jo % entspricht·
3) Verfahren zur Verminderung der ^chweilrißanfälligkeit von
Aluminiumlegierungen nach äaa Anspruch·« 1 und 2, dadurch
gekennzeichneti daß alle oder ein Teil der zu verschweißenden
Werkstücke aua Walzerzeugnissen, insbesondere aus Blechen, hergestellt
sind ι die vor dem Schweißen eine Kaitabwal zung von
mindestens 3o % erfahren haben·
4) Verfahren zur Verminderung der Schweißrißanfälligkeit von
Aluminiumlegieirungen bei Werkstücken» die aus stangen, Rohren.
oder profilen bestehen, nach dsa Ansprüche» 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stangen, Rohre oder Profile vor dem Schweißen durch Kaltziehen und/oder Eecken eine ^uerschnittsabnahme
von mindestens 2o % erfahren haben·
5) Verfahrest zur Verminderung der SchwetSrißanfälligkeit von.
Aluadniumlegierungen nach <äen Anspruch«« 1 und 2, dadurch
gekeansseichnet;, daß alle oder ©la feil Uer zu verschweißenden
Stücke in ihrtjr Geaamtausdehnung oder in den der (Schweißnaht
angrenzenden dt*bieten @ia©m Schmltdevorgang! z.B. durch
Hämmern, Stauchen od©r Strecken, untörworfen werden.
6) Verfahren zur Verminderung der Schweißrißanfälligkeit von
Aluminiumlegierungen nach äea AnsprHcbeci 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß Blech© vor dem Schweißen In den der Schweißnaht angrenaenden Gebieten einer Kaltverformung, z.B. durch
Rollen oder Hinundherbiegen, unterworfen werden.
7) Anwendung der Verfahren zur Verminderung der Schweißrißanfälligkeit
nach,$ea Anspucke* 1 bis 6 auf Legierungen
der Gattungen Al-Ca-Mg und JtI-Mg-Bi ·
Family
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