DEP0011352DA - Gestapelter Eisenelektrolytkondensator - Google Patents
Gestapelter EisenelektrolytkondensatorInfo
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Description
Siemens & Halsice Berlin—Siemensstadt, den
Aktiengesellschaft
ρ 11352 VIIIc/21g D PA 13/48 472
Gestapelter Eisenelektrolytkondensator·
Eisenelektrolytkondensatoren, bei denen die Belegungen aus mit IJmsetzungsschichten versehenem Eisen und der Elektrolyt aus
einer alkalischen Lösung, beispielsweise Natronlauge besteht, haben in ,jüngster Zeit wegen ihrer extrem grossen Yolumenkapaaität
besonderes Interesse gefunden. · Infolge der geringen Soannungsfestigkeit einer einzelnen Zelle ist für die Praxis
eine Hintereinanderschaltung mehrerer Zellen erforderlich. Diese Tatsache bedingt gewisse &onstruktionseigenarten, die bei
den üblichen Aiuminiumelektrolytkondensatoren nicht erforderlic! sind und die daher aus diesem nahe verwandten Gebiet nicht
übernommen werden köniien· ^i e bishex* praktisch verwendeten Ausführungsformen benutzten verhältnismässig starke Bleehelektroden,.
die gleichzeitig als Scheidewand zwischen den einzelnen Zellen dienten. Der Gesamtkondensator war dabei in
der Art eines Stapelkondensator aufgebaut. Durch die zwischen den einzelnen Elektroden notwendigen Bichtungse.inlagen, die
sowohl ein Austreten des Elektrolyten an sich als auch eine elektrische Verbindung zwischen den Zellenelextroden ausserhalb
der Zelle verhindern sollen, ist nun aber die Stapelaahl der ülektrodenplatten begrenzt, weil sich die einzelnen
Platten nicht so zentrieren lassen, fiaso bei dem auf den Stapel ausgeübten Druck an allen Stellen jeder einzelnen Zelle
ausreichender Dichtungsdruck vorhanden ist.
Auf Grund der grossen Flächenkapazität würde jedoch die Hintereinanderschaltung einer grösseren Anzahl von Elektrodenplatten und damit auch die Erzielung eines Kondensators
höherer Betriebsspannung ohne weiteres möglich sein, wenn nicht die eben erwähnten Schwierigkeiten bestehen würden»
Durch eine Abänderung der an sich bisher benutzten Aufbauweise ist es jedoch möglich, diesem Wunsche Rechnung au
tragen«
Entsprechend §m&J£mmm^keimm der Erfindung ist ;jede Sie let rodenplatte
längs ihres Randes derartig treppenförmig durchgekrö'pft ausgebildet, dass der eingelegte, abstandhaltende, endlose
Dichtungsstreifen zentriert wird und seinerseits die nachfolgende -^lektrodenplatte zentrierte X>as Prinzip dieser Aufbauweise
iat also eine Selbstzentrierung der aufeinander gestapelten Elektrodenplatten und Di chtungs einrichtungen, so dass
mit Sicherheit selbst bei grosser Stapelzahl eine einwandfreie Lichtung jeder einseinen iälektrolytk&miner automatisch gegeben
ist. ^ur besoeren Erläuterung des -Erfindunssgedankens sei gleich auf die 2-e=4eteae»i£ Beaug "enommen. In der Figur 1 sind
runde Elektrodenplatten a mit entsprechendes kreisförmigen Lictitungselomcnten b im Schnitt wiedergegeben. Die Elelrtrodenplatten
a sind längs ihres Randes treppenförmig abgestuft ausgebildet und weisen ;jede einen Hand cf eine fläche d und
einen weiteren ^and e auf» Der Dichtungsring b wird von dem Hand c der Platte zentriert. Die nachfolgende Elektrodenplatte a wird durch den Rand e in uem dichtungsring b aentriert,
während die Flachen d die Di chtun^ef liehen des Stapelpaketes sind.» In dieser Weise sind beliebig grosse Btapelaahlen
iaöglich*
Aufbau des Kondensators erfolgt nun zweclcmäsrigerweioe in der Art, dass man die ilektrodenplatten Liit den Dichtungsringen
und den elektrolytgetränkten Swischenlagen, die sich in den iiohlräumen zwischen den julektrodenplatten a befinden,
aufeinander stapelt» darauf bringt man das ^tapelpaket beispielsweise unter leichtem tfederdruck, um ein Auseinanderfallen
su verhindern, in einen ao^eschlossenen liaum und entlüftet, lorraalerweise reicht darm der Luftdruck aus, um
das öfcapelpaket ohne zusiitzliche Druck einrichtungen dicht zu verDOhliessen. i-s seigte sich jedoch, dass es zweckm'lsci^er
ist, um gewisse undichte Stellen, die aich gegebenenfalls erst im Laufe der Zeit bemerkbar machen, sicher zu verschliessen,
das Stapelpaket mit einer Lackumhüllung oder Ähnlichem au ve rächen. Diese Lackumhüllung wird in der Weise
aufgebracht, dass man das entlüftete Stapelpaket noch unter Vakuum in Lack eintaucht und dann erst normale Druckverh'Tltnisse
schafft» Hierdurch r.ird erreichts dass dej' Lack
an nicht eindeutig gedichteten Stellen eindringt und einen sicheren Torschluss schon wegen seiner* Viskosität bildete
Darüber hinaus kann man nun das Stapelpaket noch unter zusätzlichen Druck setaen9 um ein Schaltelement höchster Sicherheit
zu schaffen. Unter Benutzung der durch, die Konstruktion gegebenen Verhältnisse lässt sich dies in besonders einfacher
leise so durchführen, wi-ε es die 3?isuren 2 und 3 der Abbildungen wiedergeben. Das in dor Pir^r 2 schematisch wiedergegebene
Stapelpaket f enthält am -Boden und am Deckel je einen entsprechend der Elektrodenform ausgebildeten Isolierstoffring
Q und h? die einen grosser en Durchmesser als das Kondensatorpake
t aufweisen. Die ganze Anordnung wird in ein rohrförmiges Gehäuse i geschoben und mit Hilfe einer Druckvorrichtung in
form eines Stempels zusammengedrückt· Durch Umbö'rdeln des oberen GeMuserandes oder auch durch andere Massnahraen können
dann die Druckverhältnisse, unter denen sich der Stapel f befindet, auch nach Entfernung des Drucksteinpels aufrecht
erhalten werden. In dem gezeigten Beispiel wird dies dadurch erreicht, dass, wie besonders auch aus der Pigur 5, die eine
Aufsicht auf die iigur 2 darstellt, zu ersehen ist, der Isolierstoffdruckring h beispielsweise an drei Stellen Einsclinitte
k besitzt, die über nasenähnliche Eindrücke 1 in der Gehäusewand übergeschoben v/erden, wonach durch Verdrehen des
Isolierstoffringos h diese Hasen 1 den Stapel f laufend unter Druck halten»
Durch den ^rösseren Durchmesser der Boden- und Deckelringe g und h ist der Kondensatorstapel gleichzeitig von der Wandung
des Gehäuses i isoliert. Der Zwischenraum m zwischen Gehäuse i und dem Kondensatorkörper f ^wan. dann noch durch vorgesehene
Ausschnitte in dem Isoliere to ff ring h mit einer Vors-usemasse ausgefüllt werden, die noch eine weitere Sicherheit cegen
Elektrolytaustritt gewährt. Das Aufbauprinzip des erfindungs-Sem-isnen Kondensators ist auch anwendbar, wenn die Elektrodenplatten
nicht kreisförmige Gestalt aufweisen. Diese ist vielmehr der einfacheren Darstellung wegen in den Abbildungen
gewählt worden» Grundsätzlich ist es auch möglich, in der gleichen Weise rechteckig geformte Eloktrodenplatten zu
benutzen» Die grosse Volumenkapazität der Kondensatoren ermöglicht trotz der Hintereinanderschaltung einer Tielzahl von
Elektrodenplatten Kondensatoren herausteilen, die volumenm'issig noch wesentlich kleiner als Alurainiumelektrolytkondensatoren
sind* So hat z.B. ein nach dem Prinzip der Piguren und 3 aufgebauter Kondensator mit den Abmessungen 25 mm 0}
22 HUii Höhe eine Kapazität von 1000 jvlF für eine Betriebsspannung von 15 V· Hierbei ist noch ein verhältnismassig groeaer Aufwand
durch aas Gehäuse i und die dazwischen angeordnete Verguss— masseschicht betrieben worden, denn das eigentliche Kondensatorpaket
besitzt lediglich einen Durchmesser von 20 mm und eine Höhe von 16 mm«
Claims (1)
- Patentansprüche.1» Gestapelter üisenelektrolytkondonsator, insbesondere für höhere Betriebsspannungen, der aus mehreren hintereinanäer geschalteten Zellen aufgebaut ist, dadurch gekennzeichnet, dass jede ^lektrodenplatte längs ihres Bandes derart treppenföraig durchgekröpft ausgebildet int, dass der eingelegte, Abstand haltende, endlose dichtungsstreifen zentriert ist und seinerseits die nachfolgende Elektrodenplatte sentriert«.2* Eiseneloktrolytkondensator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stapel durch Evakuierung der Hohlräume zwischen den Ülektrodenplatten dicht zusamnengehalten ist.3» üiseiBLektrolytkcmderisator nach Anapmxch. 1 oder 2? dadurch fTokennzeichnet, dass der Stapel durch ein umklammerndes GeMuse unter !»ruck gehalten ist»4» Msonelektrolytkondensator nach Anspruch 3, dadurch gekenns ei ohne t, dass der Stapel durch zentrierende Deck- und Bodenplatten aus Isolierstoff isoliert vom Gehäuse gehalten ißt·5« Eisenelektrolytkondensator nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenraum zwischen Kondensatorstapel und Gehäuse durch Vergussmasse ausgefüllt ist.6* Verfahren aur !!einstellung einea Eisenelektrolytkondensators nach den Ansprachen 1 bis S8 dadurch gekennzeichnet5 dass die benötigte Anzahl der Blektrodenplstten mit den elektrolyti^etränlcten Zwischenlagen und den Abstand haltenden Dichtungseinlagen zusammen aufeinandergeseliichtet wird und dass derStapel in einen evakuierten Raum gebracht und unter Vakuum in lack getaucht wirdj worauf normale Druckverhältnisse hergestellt werden, und dass der Stapel nach Trocknung üzw« Härtung des liaclcüberauges in ein Gehäuse eingesetzt, durch Umbördeln der Genaue er-äncl er auf den Stapel oder dgl, unter zusätzlichen Druck gesetzt wird.
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