DEP0010564DA - Verfahren zum Einschieben von Brücken - Google Patents
Verfahren zum Einschieben von BrückenInfo
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Description
Dyckerhoff & Widmann, Komraanclitgesellseheft,
Herzog-Heinriehstr&ss© 2
"Verfahren sum Einschieben τοπ Bru@keaf
Beim Beu von Brücken, in,besondere Stahlbetonbrücken, ist meistens ein grosses Gerüst erforderlich* Dieses besteht
aus Pfeiler!!* meist In Fora von Pfahl Jochen, <iie einen beträchtlichen Ab st end voneinander lieben müssen, um den
Wasserabfluss und evtl. die Schiffahrt zu gestatten. Die Pfeilerjoche müssen durch ©ine Gerüstkonstruktion verbunden
seiB.2, die die Lösten des Bauwerke trägt· Dies erfordert ein® bestimmt® Konstruktionshöhe , in deren Wahl man in
vielen Fällen wegen der Hochwassergefahr sehr beschränkt ist* Diss^r Umstend verhindert oft die Anwendung einer an sich
zweckmassigen Stahlbetonkonstruktton, denn bei einer Stahl» konstruktion lassen sich die genannten Überlagstrc'.ger ersparen,
da bei dieser Bauart Teil© eingebaut werden können! welche die öffnung zwischen den Hilfspfellern überspannen«
Wenn man eine fertige Konstruktion einschiebt und die örtlichen Verhältnisse des Flusses es nicht gestatten, die
Brücke einzuschwinsmen, dann muss man eine Hilfskonstruktion ausführen, auf der die einzuschwimmende Brücke rollt oder
gleitet«,
Die Erfindung hat sieh in erster Lini© die Aufgabe ge«. stellt, die genannte Hilfskonstruktion zu ersparen bzw® zu
vereinfachen.
Diese Aufgabe wird Tor allem dadurch gelöst, dass die Brücke uferseltig und zwar tunlichst in der gleichen Höhen«
lage j die sie nach dem Einschieben einnimmt ^ falls erforderlich, auoh etwas höher liegend, hergestellt wird· Nach der
Herstellung erfolgt ein genaues Ausrichten auf di© Verlängerung der sich aus der Endlage d@r Brücke im fertigen
Bauwerk er ge be ad ©a Längsmittelaehse* In dieser Lage wird an das hintere lad© der Brück© ein. si oh-in der Brücken·»
längeriohtung erstreckendes Zugband aagaseM.osseas das an den Köpfen der Pfeiler.loche und gegebenenfalls auch an dea
provisorischen, die Brücke uferseitig tragenden. Unter-* Stützungen verankert wird· An diesem Zugband stützen sich
hydraulische Pressen ab, die an der hinteren Brückenstirnfleehe angreifen und bei jedem Pressenhub ©ine diesem ent·«
sprechende horizontal gerichtete Sinschiebebewegung der Brück© erzwingena
Unter Umständen kann es zweckmässig sein, mehrere Zugbänder und ©ine diesen entsprechende Anzahl von hydraulischen
Pressen au verwenden, die dann unabhängig voneinander derart gesteuert werden, da.ss durch einseitige Druck«
einwirkungen die Einsehiebebewegung der Brücke auch in seitlicher Richtung geregelt vmicäeii kann α
Gegenstsnd der Irfin&ung sind weiterhin 1OeSoMeTeJf1Ir die Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens zueokmassige
Massnahmenj diese ergeben sich im einzelnen aus der nächst eilenden Beschreibung dss in der beigefügten Zeichnung
dargestellten AusführungsbeispieleB für das erfindungs» gemässe Mnsohieben einer Stahlbetonbrücke„
Fig» I zeigt dia Gesamtanordnung,
Fig. 2 ist ein Querschnitt durch, ein Brückenprofil in vergrössertem Masstab«
FIg3 5 lässt Einzelheiten des hinteren, iron der hydraulischen Presse beeinflussten Brückenendes erkennen«
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, wird die hier mit 1 bezeichnete Brücke seitlich ihrer endgültigen Lage, aber in
der Verlängerung ihrer Achse, hergestellt und zwar tunlichst in ilirer endgültigen Höhenlage bzw« falls erforderlich oberhalb
derselben» Die Unterkente der TJferseite, über di© di© Brüoic© eingeschoben werden soll, muss entweder in der Horizontalen verlaufen oder darf nur eine V6rhältnismäseig
leicht© aber konstante Krüiaamng besitzen* Mit 2 sind die PfeilerJoche bezeichnet, über welche die Brücke eingeschoben
werden soll« 3 sind a.i© provisorischen Unterstützungen, auf
denen die uferseitig hergestellte Brücke ruhte Sowhhl diese wie auch die Pfeilerköpf© müssen auf- gleicher Höhe bzw.»
bei kreisförmig gekrümmten. "Untergurten auf der gleichen Kreisbahn liegen. 4· ist das Zugband,, das ,wie Fig. 1 erkennen
lässt, sowohl an den Köpfen der Brücfcenpfeilerjoehe Z , nie auch, an den provisorischen Unterstützungen 3 "verankert ist
und sich, in der Längsrichtung der Brücke 1 erstreckte Das Zugband besteht in der Regel aus Stahl· Es erstreckt pich
bis über- das.r der linschieberichtung angewandte Snde der Brücke«
Zur Übervilndung der Reibungskraft zwischen der Unterstützung der Brücke und dieser selbst greifen am Ende des
Eughsndes hydraulische Pressen 5 an, die mit Mitteln verschiedener Art auf dem Zugband verankert werden können und
deren beweglicher Presstempel sich beim Ausfülirungsbel spiel an den beiden Längsträgern 6, auf denen die Brücke rutschen
soll , abstützt« BIe Presse ist aentrisch auf dem Zugband 4 angeordnet und äätzt sich mit Hilfe einer aus Fig. 3 ersichtlichen
Hilfskonstruktion gegen die erwähnten Längsträger ab«. Bei jedem Pressenixub wird ein© diesem entsprechende
horizontal gerichtete Hinschiebebewegung der Brück© erzwungen* Alsdann kann der auf dem Zugband verankert© Pressenteil z*B,
durch das Zugband hindurch· nachgeschoben und neu verankert werden« ■
Es empfiehlt sich zur Verringerung der zu überwindenden Reibungskräfte au? dep. Köpfen der Unterstützungen 3 Zwischenlagen
aus Blech anzuordnen«
Vm, an den Pfeilerjochen 2 die reolinimgsraassigen Drüolce zu erhalten, Herden auf den Jochen Gerüstspindeln angebracht!
die auf Holski ssen aufruhen, sodass die Höhenlage genau eingestellt und Unregelmassigkeiten durch die Plastizität des
Holzes leicht ausgeglichen werden können.
Wenn, wie bsim Ausführungsbeiapiel nach Figo 2, a ie Brücke zwei Längsträger hat, so kann man die Einsehiebebe^egung der
Brüeice aueh in seitlicher Richtung durch entsprechende linregelung der beiden an den Trägern angreifenden Pressen
leicht steuern ο
Wenn, die horizontale Sinschiebebewegung beendet ist,
so wird die Brücke in bekannter Weise in lotrechter Richtung auf die Auflager abgesetzt.
Das erfindungsgenässe Verfangen und dl® zu seiner Durchführung dienenden Einrichtungen und Massnahme» sind
au oh. dann anwendbar, wenn nioht die ganze Brücke uferseitig hergestellt wird5 sondern z,B. einzelne Tragwerk© oder
auch Teilabschnitte der Brückenkonetruktion·
Claims (1)
- Patent- ans χ) r ü ο h e1*) Verfahren zum Einschieben von Stahlbetonbrücken, oder von Teilen derselben nach ihrer uferseitigen Fertigstellung s dadurch gekennzeichnet, dass die Brücke nach erfolgter Ausrichtung auf die uferseiti^e Verlängerung der aus der Endlage der Brücke im fertigen Bauwerk resultierenden L&ngsmittelacrise an i'arem hinteren Bn.de an ©in sieh in der Brückenliingsrichtung erstreckendes Zugband angeschlossen. wirdj das an den Köpfen dar Pf eiler ,joch* und gegebenenfalls auch an daa provisorischen, die Brücke ufereeitig tragenden Unterstützungen verankert wird und dass sich an diesem Zugband hydraulische Pressen abstützen, die en der hinteren Brückenstirnfläche angreifen und bei ,ledern Preseenhub ein® diesem eat sprechende horizontal gerichtete Einschiebebewelting der Brücke erzwingen.»2„) Verfahren nach Anspruch 1 gekennzeichnet durcb di@ Verwendung τοπ mehreren Zugbändern und. τοπ einer fliesen entsprechenden Anzahl von hydraulischen Pressen, die derart unabhängig voneinander steuerbar sind, dass durch einseitige Druckeinwirkungen die Einscliiebebewegung der Brücke auch in seitlicher Richtung geregelt werden kann,3') Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Presse über eine Hilfskonstruktion am Brückenträger angreift,4o} Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Ein» stellung der Höhenlage auf den Köpfen der Pfeilerjoohe Gerüstspindeln angeordnet sind, die puf Holzkissen aufruhen*
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