DEP0010106MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 15. Juli 1953 Bekanntgemacht am 26. Januar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die vorliegende Erfindung befaßt sich mit Fernsehaufnahmeröhren, insbesondere mit Aufnahmeröhren
hoher Abtastgeschwindigkeit, ζ. Β. Röhren, die als Ikonoskop und Bildikoinoskop bekannt sind.
Bei diesen Typen von Aufnahmeröhren schwankt der Einfallswinkel zwischen Elektronenstrahl und
der Speicherelektrode, und zwar in dem Maße, wie der Strahl die Fläche abtastet. Dies bedeutet, daß
die Stromdichte des Elektronenflecks sich während ίο des Abtastvorganges wegen des ständig variablen
Strahlquerschnittes ändert.
Die Schwankungen des Strahlquerschnittes erzeugen dort, wo der Strahl auf die Speicherfläche
auftrifft, Lücken verschiedener Breite zwischen aneinanderliegenden
Zeilen. Zum Beispiel wird bei irgendeiner Zeile der Strahlquerschnitt in der Zeilenmitte
kleiner als an den beiden Enden sein, an welchen nämlich der Strahl die Speicherfläche in
einem schieferen Winkel berührt. So wird jede Zeile in der Mitte schmaler als an den Enden sein,
was zur Folge hat, daß sich zwischen den Zeilen elliptisch geformte Zwischenräume ausbilden. Diese
Lücken werden darüber hinaus gleichfalls in der Breite variieren, wenn der Strahlquer schnitt in Abhängigkeit
von der Bildrichtung bei dem Abtasten der aufeinanderfolgenden Zeilen schwankt.
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Die erwähnten Schwankungen in Stromdichte und Fleckdurchmesser während des Abtastens eines
vollständigen Rasters erzeugen als »Hufeiseneffekt« bekannte Störspannungen, welche das geometrische
Bild von konstanten Stromdichten über die Oberfläche der Speicherfläche ergeben. Die vorliegende
Erfindung hat zum Ziel, eine Einrichtung zu schaffen, um den »Hufeiseneffekt« abzuschwächen
oder auszuschließen.
ίο Erfindungsgemäß wird ein gegen den Zeilenabstand
kleiner Abtastfleck verwendet, dessen Abtastbewegung in bei Empfängerröhren bekannter Weise
eine zur Zeilenrichtung senkrechte Hilfsschwingung mit kleiner Amplitude und gegenüber der
Zeilenfrequenz hoher Schwingungszahl überlagert wird, wobei die Amplitude dieser Hilfsschwingurig
so gesteuert ist, daß sie sich längs der einzelnen Zeilen und von Zeile zu Zeile wenigstens annähernd
entsprechend der .Größenverteilung des den »Hufeiseneffekt«
od. dgl. erzeugenden Störsignals ändert. Es ist an sich bekannt, die Amplitude der Hilfssichwinguing
des Abtastfleciks zu variieren, jedoch
variiert in der bekannten Anordnung diese Amplitude entsprechend der Helligkeit des abgetasteten
Bildpunktes. Diese Änderung der Amplitude kann offensichtlich den »Hufeisenieffekt« oder andere ähnliche
unechte Effekte nicht eliminieren oder in erheblichem Maße reduzieren. Die Anmelderin hat
jedoch festgestellt, daß es möglich ist, die Steuerung der Schwingungsamplitude für die Herabsetzung
des »Hufeiseneffektes« zu benutzen, wenn entsprechend der Erfindung die Amplitude so gesteuert
wird, daß sie sich längs der einzelnen Zeilen und von Zeile zu Zeile wenigstens annähernd entsprechend
der Größenverteilung des den »Hufeiseneffekt« od. dgl. erzeugenden Störsignals ändert.
Vorzugsweise wird die Amplitude der Hilfsschwingungen
so gesteuert, daß sie die durch die Strahlneigung hervorgerufene Größenänderung des
Abtastpunktes kompensiert, so daß jede Abtastzeile annähernd gleichmäßig breit und die Breite aller
Zeilen untereinander annähernd gleich ist.
Die Amplitude der dem Elektronenfleck aufgedrückten
hochfrequenten Schwingungen kann dadurch beeinflußt werden, daß eine Schwingung hoher Frequenz mit den aus den Kippgeneratoren
stammenden Zeilen- und Bildkippspannungen entsprechend moduliert wird. Mit diesen modulierenden
Spannungen wird die Hochfrequenz moduliert, wodurch der Fleck zum Oszillieren angeregt wird,
und zwar dergestalt, daß die Fleckamplitude sich so ändert, daß die Zeilenbreite jederzeit konstant
bleibt. Wenn also in der Mitte einer Zeile der Elektronenfleck den kleinsten Durchmesser aufweist,
würde der Zwischenraum zwischen dieser und der nächstfolgenden Zeile an dieser Stelle am
größten sein; erfindungsgemäß wird der vom Kippgenerator bezogene Modulationsanteil an dieser
Stelle jeder Zeile ein Maximum der Schwingungsamplitude erzeugen müssen. In ähnlicher Weise
muß bei der Abtastung in Bildrichtung die vom Kippgenerator bezogene modulierende Spannung der
Hochfrequenz derart aufgedrückt werden, daß der Fleck unter dem Einfluß der Modulation mit vergrößerter Amplitude bei denjenigen Zeilen eines
jeden Rasters schwingt, bei welcher der Strahlquerschnitt im Verhältnis zu den übrigen Zeilen des
Rasters ein Minimum aufweist.
Vorzugsweise wird, der zur Fleckmodulation benötigte Oszillator mit den von den Zeilen- und
Bildkippgeneratoren abgeleiteten Modulationsspannungen so kombiniert, daß modulierte Schwingungen
hervorgebracht werden, welche dem Elektronenstrahl in geeigneter Weise zugeführt werden.
Die zur Kompensation des auf der Speicherelektrode erzeugten »Hufeiseneffektes« erforderliche
Modulationsspännung besitzt jedoch einen komplexen Charakter; deshalb sieht die vorliegende
Erfindung eine Anordnung vor, bei welcher die zur Modulation des den Fleck verbreiternden hoch- ■
. frequenten Spannung benötigte Spannung von einer Kopie des auf der Speicherelektrode erzeugten
»Hufeisen«-Musters abgeleitet wird. Die Benutzung eines Maßblattes entsprechend einem Störeffekt
ist an sich zur Erzeugung einer Spannung bekannt, die den Lichtscheineffekt in Aufnahmeröhren
kompensiert.
Entsprechend einem weiteren Merkmal der Erfindung wird daher eine geometrische Reproduktion
des den »Hufeiseneffekt« bei einer Aufnahmeröhre erzeugenden Ladungszustandes von einem Elektronenstrahl
abgetastet, bei welchem Zeilen- und Bildablenkströme sich im exakten Gleichlauf mit
den entsprechenden Strömen bei der Aufnahmeröhre befinden, so daß ein Signal erhalten wird, welches
der durch den »Hufeiseneffekt« hervorgerufenen ungleichförmigen Ladungsverteilung entspricht,
welches Signal dazu verwendet wird, eine hochfrequente Spannung zu modulieren, deren Frequenz
wesentlich höher als die Ablenkfrequenz liegt, wobei schließlich die hochfrequente Spannung dazu
benutzt wird, den Elektronenfleck senkrecht zur Zeilenrichtung abzulenken, wodurch der bei der
Röhre erzeugte »Hufeiseneffekt« praktisch ausgeglichen wird. Die geometrische Reproduktion
des »Hufeisen«-Musters kann auf einem durchsichtigen Träger aufgebracht sein, z. B. in Form
einer Zeichnung oder Photographic, wobei letztere mit einem Monoskop oder einer ähnlichen Röhre
zur Erzeugung von Bildsignalen zusammen angeordnet sein kann.
. Entsprechend einer vorzugsweisen Ausführungsart, welche in der beigefügten Zeichnung wiedergegeben
ist, wird die Kopie des »Hufeisen«-Musters auf einem Diapositiv 1 aufgebracht, welches sich
unmittelbar vor einer Abtaströhre befindet, deren Licht nach Passieren des Diapositivs auf eine
photoelektrische Zelle 3 trifft, und zwar vorzugsweise auf eine mit einem Elektronenvervielfacher
kombinierte Zelle. Die Zeilen- und Bildablenkströme für die Senderöhre werden vorzugsweise
den gleichen Kippgeneratoren 4 und 5 entnommen, wodurch ein genauer Gleichlauf gewährleistet ist.
Die von der Zelle 3 abgegebene Ausgangsspannung schwankt entsprechend der Intensität des durch
das. Diapositiv 1 hindurchgetretenen Lichtes, wo-
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durch also eine Spannung entsteht, welche der durch den »Hufeiseneffekt« hervorgerufenem unsymmetrischen
Ladungsverteikmg entspricht. Auf diesem Wege wird eine Modulationsspannung erzeugt,
welche dazu verwendet werden kann, den »Hufeiseinefrekt« irgendeiner besonderen Röhre zu
kompensieren. Diese Modulationsspannung wird im Verstärker 6 verstärkt und zur Modulation einer
bei 7 erzeugten hochfrequenten Spannung benutzt.
ίο Das modulierte hochfrequente Signal wird dazu
verwendet, die Ablenkung des Elektronenstrahls der Aufnahmeröhre 8 in einer geeigneten Weise zu
modulieren. Vorteilhaft wird eine gesonderte Spule 9 auf den Hals der Aufnahmeröhre ge-
schoben, und zwar unmittelbar rieben Zeilen- und
Bildablenkspulen. 10, wobei die modulierte Hochfrequenzspannung
dieser zusätzlichen Spule zugeführt wird, um den Elektronenstrahl in der
Bdldrichtung zu modulieren.
ao Die Frequenz der hochfrequenten Spannung wird vorzugsweise mit der doppelten der höchsten
im Bildsignal vorkommenden Frequenzkomponente gewählt; für ein System hoher Wiedergabequalität
muß die Frequenz in der Größenordnung von
20 MHz liegen. .
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Anordnung zur Verringerung von den »Hufeiseneffekt« und ähnliche Störungen erzeugenden Störsignalen bei Fernsehaufnahmeröhren, gekennzeichnet durch . die Verwendung eines gegen den Zeilenabstand kleinen Abtastpunktes, dessen Abtastbewegung in bei Empfängerröhren bekannter Weise eine zur Zeilenrichtung senkrechte Hilfssichwingung mit kleiner Amplitude und gegenüber der Zeilenfrequenz hoher Schwingungszahl überlagert wird, wobei die Amplitude dieser Hilfsschwingung so gesteuert ist, daß sie sich längs der einzelnen Zeilen und von Zeile zu Zeile wenigstens annähernd- entsprechend der Größenverteilung des den »Hufeiseneffekt« od. dgl. erzeugenden Störsignals ändert.. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Amplitude der Hilfsschwingung derart gesteuert ist, daß sie die durch die Strahlneigung hervorgerufene Größenänderung des Abtastpunktes kompensiert, so daß jede Abtastwelle annähernd gleichmäßig breit und die Breite aller Zeilen untereinander annähernd gleich ist.3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Fleck zugeführte hochfrequente Schwingung dadurch variiert wird, daß die den Strahl ablenkenden hochfrequenten Schwingungen mit Kippspannungen moduliert werden, welche den Ablenkgeneratoren für Zeilen- und Bildfrequenz entnommen werden.4. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2,. dadurch gekennzeichnet, daß die zur Modulation der den Fleck ablenkenden hochfrequenten Schwingung benötigte Spannung von einer geometrischen Reproduktion des auf der Speicherfläche der Aufnahmeröhre zur Ausbildung gelangten »Hufeiseneffektes« abgenomwird wird..5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Steuerung der Am- ' plitude der Hilfsschwingung eine permanente geometrische Reproduktion des »Hufeiseneffekts« od. dgl. mittels eines mit dem Abtaststrahl der Röhre synchronisierten Lichtfleeks abgetastet wird.6. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die geometrische Reproduktion des .»Hufeiseneffektes« auf einem durchsichtigen Träger in einem Monoskop oder einer ähnlichen Röhre zur Erzeugung von Bildsignalen verwendet wird.7. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die geometrische Reproduktion des »Hufeiseneffektes« auf einem Diapositiv aufgebracht wird, welches sich unmittelbar vor einer Abtaströhre befindet, wobei das durch das Diapositiv hindurchgetretene Licht auf eine photoelektrische Zelle trifft, deren Ausgangsspannung mit dem Generator der hochfrequenten Schwingungen kombiniert wird, bevor dieselbe der Aufnahmeröhre zugeführt wird.8. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Kompensation des »Hufeiseneffektes« erforderliche Strom einer gesonderten Spule zugeführt wird, welche unmittelbar neben den Zeilen- und Bildablenkspulen auf dem Röhrenhals untergebracht ist.9. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenz der hochfrequenten Schwingung mindestens doppelt so groß ist als die höchste im Bildsignal vorkommende Frequenzkomponente.Angezogene Druckschriften:'
Deutsche Patentschrift Nr. 669 376;
britische Patentschrift Nr. 428 926;
USA.-Patentschrift Nr. 2 613 333.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen1 509 630/71 1. 56
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