DEP0009990DA - Werkstoff für Mahlorgane - Google Patents
Werkstoff für MahlorganeInfo
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Description
Bei der Zerkleinerung harter Materialien tritt in den üblichen Mahleinrichtungen stets ein erheblicher Verschleiß der Mahlorgane auf. Man hat sich bei sehr harten Mahlgütern dadurch geholfen, daß man die Mahlorgane gummiert, da Gummi gegen Abrieb sehr widerstandsfähig ist. In vielen Fällen ist aber Gummi nicht anwendbar und man ist gezwungen, die Mahlorgane aus besonders harten Werkstoffen anzufertigen, deren Härte diejenige des Mahlgutes wesentlich übertreffen muss, wenn der Verschleiß in tragbaren Grenzen bleiben soll. Als härtester für Zerkleinerungszwecke verwertbarer Stoff kommt Korund in Frage, der durch Pressen und Sinterung in Werkstücke beliebiger Form gebracht werden kann.
Derartige Sinterkorunde sind sehr hart, aber auch sehr spröde und unterliegen der Gefahr, daß einzelne Körner aus dem Werkstoffverband gelöst werden, insbesondere, wenn die Körnung des Mahlgutes derjenigen des Sinterwerkstoffes etwa gleicht, weil dann das Mahlgut in die Oberfläche des Werkstoffes eindringt und Körner aus diesem herausgesprengt werden können.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Werkstoff, der dadurch gekennzeichnet ist, daß seine Korngröße kleiner ist, als die des überwiegenden Anteils des bei der Mahlung entstehenden Mahlgutes. Ein solcher Werkstoff bietet dem Mahlgut eine annähernd homogene, glatte Oberfläche, in welcher die einzelnen Körner fest eingelagert sind und nicht durch Druck oder Reibung herausgesprengt werden können. Je homogener die Oberfläche ist, desto widerstandsfähiger ist sie gegen jede Art äußerer Beanspruchung. Ein weiterer Vorteil in der Anwendung erfindungsgemäßer Werkstoffe für Mahlorgane liegt in der Möglichkeit, die Druckzerkleinerung, welche bekanntlich bis zu einer bestimmten Kornfeinheit die wirtschaftlichste Hartzerkleinerungsmethode darstellt, auch im Gebiet höchster Kornfeinheiten rationell anzuwenden. Nach dem seitheri-
gen Stand der Zerkleinerungstechnik ist die Feinstzerkleinerung nur mittels Reibung möglich. Die Druckzerkleinerung versagt bei höheren Feinheiten, weil bei den angewendeten Werkstoffen keine glatten Druckflächen, sondern im Vergleich zur Mahlgutkörnung reliefartige Oberflächen vorhanden sind, so daß die Mahlgutteilchen sich in den Vertiefungen zwischen den herausragenden Werkstoffkörnern ansammeln und sich der unmittelbaren Druckzerkleinerung entziehen.
Auch bei kristallinischen metallischen Werkstoffen, vorzugsweise legiertem Stahl, oder bei Hartmetallen liegt die durchschnittliche Werkstoffkorngröße bei 10 (My), so daß eine Druckzerkleinerung auf die Größenordnung von 1 (My) nach dem oben gesagten nicht gelingen kann. Gemäß der Erfindung werden Werkstoffkörnungen von unter 1 (My), welche beispielsweise durch Feinstwindsichtung herstellbar sind, angewandt, so daß Druckzerkleinerung bis zu 1 (My) ermöglicht wird. Die Verwendung von Sinterwerkstoffen extrem feiner Körnung hat ferner den Vorteil, daß bei hoher Härte und Festigkeit die Dehnung des Werkstoffes praktisch gleich Null ist und somit keine Formänderungsarbeit zu leisten ist, welche bei hohem Zerkleinerungsdruck erhebliche Werte annehmen kann. Bei der Zerkleinerung äußerst harten Mahlgutes, dessen Härte der des Mahlorganwerkstoffes nahekommt, kann es zweckmäßig sein, das gleiche Material wie das zur Zerkleinerung gelangende Mahlgut für den Werkstoff zu wählen, vorausgesetzt, daß Sinterung möglich ist. Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß der Abrieb der Mahlorgane das Mahlgut nicht verunreinigt, sondern vielmehr dem Mahlgut zugute kommt. Insbesondere ist dieses Verfahren anzuwenden zur Erzeugung höchster Mahlgutfeinheit bei Korunden und ähnlichen zur Erzeugung der Sinterwerkstoffe dienenden Materialien in Feinstmühlen und den Verschleißteilen der Feinstwindsichter. Somit ist auch ein wirtschaftliches Verfahren zur Erzeugung der erfindungsgemäßen Werkstoffe ermöglicht.
Claims (2)
1. Werkstoff für Mahlorgane aus Sintermaterial, dadurch gekennzeichnet, daß seine Korngröße kleiner ist als die Korngröße des überwiegenden Anteils des bei der Mahlung entstehenden Mahlgutes.
2. Werkstoff nach Anspruch 1 für besonders hartes Mahlgut, dadurch gekennzeichnet, daß die Mahlorgane aus dem gleichen Material bestehen wie das zur Zerkleinerung gelangende Mahlgut.
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