DEP0009777DA - Befestigung von biegefähigen Teilen, z. B. Stanzteilen aus Metall, ohne zusätzliche Verbindungsmittel in Ausnehmungen von Körpern, insbesondere aus keramischen Baustoffen - Google Patents
Befestigung von biegefähigen Teilen, z. B. Stanzteilen aus Metall, ohne zusätzliche Verbindungsmittel in Ausnehmungen von Körpern, insbesondere aus keramischen BaustoffenInfo
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Description
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, biegefähige Teile, z.B. Stanzteile aus Metall, in Ausnehmungen von Körpern, insbesondere aus keramischen Werkstoffen, ohne die Verwendung zusätzlicher Hilfsmittel zu befestigen. Besondere Löt-, Kitt-, Schweiß-, Niet- oder Schraubverbindungen sollen vermieden werden.
Gemäß der Erfindung sind die zu befestigenden Körper derart mit Ansätzen, Lappen o.dgl. versehen und werden in Ausnehmungen so eingedrückt, daß sie ein Übermaß gegenüber den Ausnehmungen aufweisen und unter Preßsitz festgehalten sind. Zweckmäßig sind die Ansätze, Lappen o.dgl. derart geformt, daß sie beim Eindrücken der gegenüberliegenden Kanten zur Preßanlage kommen und auch ihre Grundfläche plan zum Aufliegen kommt.
Die erfindungsgemäße Befestigungsart hat ein vielseitiges Anwendungsgebiet und ist vorteilhaft geeignet für die Befestigung von Geräteteilen, Klemmen, Lagerböcken u.dgl. Besondere Vorteile ergeben sich durch eine flache Bauweise und dadurch, daß die Ausnehmungen, in welchen die Befestigung durch Eindrücken erfolgt, ohne Hinter- bzw. Seitenpressung, sowie ohne durchgehende Löcher herstellbar sind. Es ergibt sich eine werkstoffarme Bauart bei einfachster Montage. Die Körper, in welche die Teile eingedrückt werden, können rückseitig geschlossen sein, was besonders bei Sockeln für elektrische Installationsgeräte sehr erwünscht ist.
In den Figuren 1 - 9 ist die Erfindung an verschiedenen Ausführungsbeispielen erläutert. Die Figuren 1 - 3 zeigen einen Sockel 1 aus keramischem Werkstoff, der eine Ausnehmung 2 aufweist, in welcher der Stanzkörper 3 befestigt werden soll. Dieser
weist zwei Befestigungslappen 4 u. 5 auf, die mit ihren Enden nach oben umgebogen sind. Der Körper3 wird in die Ausnehmung 2 eingelegt und danach durch den Stempel 6 eingedrückt. Hierdurch werden die Lappen 4 u. 5, wie dies insbesondere aus Figur 3 zu ersehen ist, derart niedergedrückt, daß sie zunächst eine Verdoppelung der Befestigungslappen ergeben, und im vorliegenden Falle an den acht Stellen 7 - 14 unter Preßsitz zur Anlage kommen. Die gegenüberliegenden Kanten (7 u. 8 usw.) stützen sich gegenseitig ab, so daß ein Zurückgehen des Materials und damit eine Verminderung des Preßsitzes nicht eintreten kann. Die Befestigungslappen 4 u. 5 erhalten dementsprechend bei ihrer Eindrückung ein Übermaß gegenüber den Ausnehmungen, in die sie eingedrückt werden. Dadurch, daß die Lappen 4 u. 5 schräg nach oben gebogen sind, können sie bequem in die Ausnehmungen eingelegt werden. Hierbei kommt die Grundfläche der einzudrückenden Teile plan zur Anlage.
Aus den Figuren 4 - 6 ist zu ersehen, daß die Enden der Befestigungslappen verschieden geformt sein können. Sie weisen jedoch immer so eine Gestalt auf, daß die zunächst in die Ausnehmung 2 bequem eingelegt werden können und erst durch das Eindrücken ein Übermaß erhalten, wodurch der für die Befestigung erwünschte Preßsitz erzielt wird. An dem eigentlichen Befestigungsteil 3 können unmittelbare Fortsetzungen 15 in beliebiger Form angebogen sein.
Die Figuren 7 - 9 zeigen ein Ausführungsbeispiel bei einer Kontaktfeder 16, an die unmittelbar ein Befestigungsteil 17 angebogen ist, der wiederum in zwei besonderen Befestigungslappen 18 u. 19 endigt. Die Kontaktfeder 16, Klemmschraube 21 und Gewindeträger 24 sollen an dem Sockel 20 befestigt werden. Hierzu sind in dem Sockel 20 Ausnehmungen 22 vorhanden, in welche die Befestigungslappen 18 u. 19 unter Umbiegung ihrer Enden, bzw. unter Verdoppelung eingedrückt werden. Wie aus Figur 8 zu ersehen ist, haben sich die Lappen 18 u. 19 umgebogen und liegen unter Preßsitz an den Wänden der Ausnehmung 22 an. Dadurch erfolgt ein Abschluß der Ausnehmung 23, in welche eine Mutter 24 als Gewindeträger für die Schraube 21 eingelegt ist.
Claims (3)
1.) Befestigung von biegefähigen Teilen, z.B. Stanzteilen aus Metall, ohne zusätzliche Verbindungsmittel in Ausnehmungen von Körpern, insbesondere aus keramischen Baustoffen, dadurch gekennzeichnet, daß die zu befestigenden Teile mit Ansätzen, Lappen o.dgl. versehen sind, die in Ausnehmungen so eingedrückt werden, daß sie ein Übermaß gegenüber den Ausnehmungen aufweisen und unter Preßsitz festgehalten sind.
2.) Befestigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansätze, Lappen o.dgl. an ihren Enden derart geformt sind, daß sie beim Eindrücken an gegenüberliegenden Kanten zur Preßanlage kommen und die Grundfläche des einzudrückenden Teiles plan aufliegt.
3.) Befestigung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß beim Eindrücken durch teilweise Verdoppelung des Materials eine Verstärkung eintritt.
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