DEP0009523MA - - Google Patents

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DEP0009523MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 7. April 1953 Bekanntgemacht am 19. Januar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bei Kaltwalzen nimmt die Härte einer äußeren Randschicht nach dem Innern zu rasch ab, wobei sich jedoch auch im Kern der Walze noch ein vergütetes Gefüge befindet. Trotz ihrer Härte unterliegt die äußere Arbeitsfläche der Walze einem allmählichen Verschleiß, der so lange durch Nachschleifen od. dgl. ausgeglichen werden kann, bis die vorhandene Resthärte nicht mehr genügt.
Man hat versucht, derartige Kaltwalzen durch erneutes Härten aus dem Ofen wieder brauchbar zu machen. Diese Art der Nachhärtung ist aber außerordentlich schwierig und nur unter den seltensten Fällen erfolgreich. Bei der Abschreckbehandlung gehen die Walzen entweder zu Bruch oder sie verziehen sich insbesondere an den Zapfen so stark, daß sie nicht mehr verwendet werden können. Es bleibt dann nichts anderes übrig, als die mit großem Aufwand hergestellten Walzen als Schrott einzuschmelzen.
Es ist auch schon versucht worden, gebrauchte Kaltwalzen durch Brenn- oder Induktionshärten wiederverwendbar zu machen. Dabei ergab sich aber, daß man die Walzen zwar verzugsfrei zu härten vermag, bei den üblichen E-rhitzu-ngsgeschwindigkeiten jedoch Härterisse auftreten und vor allem die für die Kaltwalzen erforderliche Einhärtetiefe nicht erreicht werden kann. Setzt man beim Härten die Erhitzungsgeschwindiigkeit herab,
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so kann man zwar eiine ausreichende Härtetiefe erzielen, jedoch erwärmt sich dabei der Kern der Walze so stark, daß das Vergütungsgefüge verlorengeht und die verbleibende Kernhärte den auftretenden Betriebsbeanspruchungen nicht mehr gewachsen ist.
Gegenstand dieser Erfindung ist nun ein Verfahren, das es gestattet, gebrauchte Kaltwalzen einwandfrei nachzuhärten und die Gesamtlebensdauer solcher Walzen damit wesentlich zu verlängern. Das Verfahren besteht darin, daß zunächst der Kern der Walze seiner ganzen Länge nach ausgebohrt, die Walze dann von ihrer Arbeitsfläche her durch Härtebrenner oder Induktionsspulen so .lange gleichmäßig erhitzt wird, bis sich ihr gesamter Querschnitt auf einer Temperatur von etwa 350 bis 4500 C befindet, danach zunächst die Arbeitsfläche und in unmittelbarem Anschluß daran die Oberfläche der' Innenbohrung durch an sich bekanntes Oberflächenhärten gehärtet werden.
Mit Hilfe von Brennern oder Induktionsspulen
^ geringer Leistung wird erfindungsgemäß die Arbeitsfläche der Walze nach dem Umlauf- oder Pendelverfahren zunächst langsam und ohne Rücksieht auf das Vergütungsgefüge des Kernes in der Weise erhitzt, daß ihr gesamter Querschnitt eine Temperatur von etwa 350 bis 4500 C, zweckmäßig eine Temperatur von etwa 4000 C annimmt. Nachdem diese Temperatur erreicht ist,- wird die Leistung des Brenners oder der Induktionsspule so weit erhöht, daß die Oberfläche der. Walze in der gewünschten Tiefe schnell auf eine Temperatur von 8oo bis 8500 C kommt. Anschließend geschieht die Abschreckung der Arbeitsfläche der Walze nach dem Umlauf- oder Umlaufvorschubverfahren.
Die Abschreckung wird dabei so durchgeführt, daß nur die zu härtende Randschicht abgekühlt wird, während im Kern noch eine gewisse Temperatur zurückbleibt. In diesem Zustand wird nun sofort anschließend die Innenhärtung der Bohrung nach dem Umlaufvorschubverfahren vorgenommen. Dadurch steigt die Festigkeit der Walze so stark an, daß mindestens die gleichen Werte wie bei einem vergüteten Kernquerschnitt erzielt werden.
Nach dem erfmdungsgemäßen Verfahren kann man auf gebrauchten Kaltwalzen wieder eine Oberflächenhärteschicht von S bis 10 mm Tiefe und mehr ohne weiteres erzielen und auch den Kernwerkstoff so weit vergüten, daß die Walzen wieder voll gebrauchsfähig werden. 50*

Claims (1)

  1. Patentanspruch: '
    Verfahren zum Nachhärten gebrauchter Kaltwalzen, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst der Kern der Walze seiner ganzen Länge nach ausgebohrt, die Walze dann von ihrer Arbeitsfläche her durch Härtebrenner oder Induktionsspulen so lange gleichmäßig erhitzt wird, bis sich ihr gesamter Querschnitt auf einer Temperatur von etwa 350 bis 4500 C befindet, danach,zunächst die Arbeitsfläche und in unmittelbarem Anschluß daran die Oberfläche der Innenbohrung durch an sich bekanntes Oberflächenhärten gehärtet werden.
    1 509 629/78 1.56

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