DEP0009265MA - - Google Patents

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DEP0009265MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 24. Februar 1953 Bekanntgemacht am 27. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kugelquetschmühle mit Luftsiehtung und einem den oberen Mahlring belastenden, unter Federwirkung stehenden und durch Widerlager gegen Umfangsdrebung gesicherten Druckring.
Die bekannten mit seitlichen Führungen oder Widerlagern für den Druckring versehenen Kugelquetschmühlen haben den Nachteil, daß, da die Widerlager im Mahlraum liegen, also sich im Bereich des Mahlstaubes befinden, ein verhältnismäßig schneller Verschleiß zu verzeichnen ist. Hinzu kommt, daß durch diese Lage der Widerlager die aufsteigende Luftströmung in der Mühle unliebsam behindert wird und ferner der obere Mahlring vielfach nur eine beschränkte Bewegungsfreiheit hat.
Die Erfindung vermeidet die vorstehend in großen Zügen wiedergegebenen Nachteile der bekannten Ausführungen vor allen Dingen dadurch, daß die Widerlager außerhalb des Mahlraumes liegen und gegenüber diesem staubdicht angeordnet sind. Sie sind daher nicht mehr der Einwirkung des Mahlstaubes unterworfen, so daß die Verschleißerscheinungen wesentlich vermindert sind.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung besteht jedes Widerlager in an sich bekannter Weise aus zwei senkrechten Führungen
609 620/254
P 9265 111/50 c
und je einer zwischen diesen Führungen beweglichen Rolle, welche auf je einem staubdicht, durch Öffnungen der Mahlraumwand nach außen ragenden, radialen, am Drückring befestigten Arm drehbar gelagert sind.
Fernerhin liegen vorteilhaft im Sinne der Erfindung die die Rollen tragenden Arme über dem Druekring und sind an ihm durch Verbindungsstücke befestigt. Dadurch wird erreicht, daß der
ίο Druckring und damit de,r obere Mahlring drang- und zwanglos Schwing- und Taumelbewegungen' ausführen können. Es wird also durch eine derartige Lage der die Rollen tragenden Arme die Bewegungsfreiheit des Druckringes und des oberen Mahlringes gefördert.
Das Abdichte» der iri der Mahlraumwand vorgesehenen, zum Durchtreten der die Rollen tragenden Arme nach außen dienenden Öffnungen erfolgt vorteilhaft durch elastische Dichtungen. Zwischen den Führungsrollen und diesen Dichtungen kann eine Anpreß- und Pufferfeder vorgesehen sein, wobei die Federn vorzugsweise als die Arme Umgebenden Schraubenfedern ausgebildet sind.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels. Es zeigt Fig. ι einen Teil eines Druckringes nebst einem Widerlager und dem benachbarten Teil des Mühlengehäuses, teils im Längsschnitt, teils in der Ansicht
und .
Fig. 2 einen Querschnitt durch Fig. ι in Richtung der Linie A-A.
Gemäß dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel sind am Umfang des Druckringes 4 seitlich vorstehende Arme 9 vorgesehen, die durch die Wand 7 des Mühlengehäuses nach außen ragen. In der Zeichnung ist nur einer dieser Arme 9 wiedergegeben. Die betreffenden Öffnungen 10, durch die die Arme 9 nach außen ragen, sind durch Dichtungen 11 abgedichtet. Der Arm 9 ist, ■ wie es die Zeichnung schematisch erkennen läßt, durch Verbindungsstücke 12, 13 mit dem Druckring 4 verbunden. Die Verbindung ist dabei vorteilhaft derart, daß der Arm 9 höher als der Druckring liegt. Auf dem außenliegenden Ende jedes Armes 9 sitzt eine Lauf- und Führungsrolle 14, die drehbar auf dem jeweiligen Arm 9 befestigt ist. Zu beiden Seiten der Rolle 14 liegen senkrechte Führungen 15, 16. Jede dieser Führungen sitzt mit ihrem unteren und ihrem oberen Ende an bügelartigen Trägern 17, i'8, die lösbar mit der Wand 7 des Mühlengehäuses verbunden sind.
Zwischen jeder Führungsrolle 14 und der Wand 7 des Mühlengehäuses ist eine Feder 19 vorgesehen, welche die Dichtung 11 gegen das Mühlengehäuse drückt und so bemessen ist, daß sie eine Dämpfung ausübt, wobei jedoch die Bewegungsfreiheit im Widerlager erhalten bleibt.
Bei einer derartigen Ausbildung der Halterung des Druckrdnges 4 kann dieser und damit der obere nicht dargestellte Mahlring Bewegungen in allen Richtungen ausführen, mit Ausnahme der Drehbewegung um die senkrechte Achse. Vor allen Dingen können von dem oberen Mahlring taumelseheibenartige Bewegungen ausgeführt werden, wodurch eine gleichmäßige' Abnutzung und Verringerung seines spezifischen Verschleißes gewährleistet sind. .:■■-..■. : ■.-■■.■■

Claims (8)

  1. Patentansprüche:
    ι. Kugelquetschmühle mit Luftsichtung und einem den oberen Mahlring belastenden, unter Federwirkung'stehenden und durch Widerlager gegen Umfangsdrehung gesicherten Druekring, . dadurch gekennzeichnet, daß die Widerlager (14, 15) außerhalb des Mählraumes und gegenüber diesem staubdicht angeordnet sind.
  2. 2. Kugelquetschmühle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Widerlager in an sich bekannter Weise aus zwei senkrechten Führungen (15) besteht, zwischen denen je eine auf einem staubdicht durch Öffnungen (10) der Mahlraumwand (7) nach außen ragenden radialen, am Druekring (4) befestigten Arm (9) drehbar gelagerte Rolle (14) liegt.
  3. 3. Kugelquetschmühle nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Rollen (14) tragenden Arme (9) über dem Druekring (4) liegen und an ihm durch Verbindungsstücke (12, 13) befestigt sind.
  4. 4. Kugelquetschmühle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Mahlraumwand (7) vorgesehenen Öffnungen (10) zum Durchtreten der Arme' (9) nach, außen durch elastische Dichtungen (n) staubdicht abgeschlossen sind.
  5. 5. Kugelquetschmühle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Führungsrollen (14) und den Dichtungen (11) Anpreß- und Pufferfedern (15) vorgesehen sind.
  6. 6. Kugelquetschmühle nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Federn (15) als die Arme (9) umgebende Schraubenfedern ausgebildet sind.
  7. 7. Kugelquetschmühle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die außerhalb des Mühlengehäuses liegenden Enden der radialen Arme (9) kardanartig gelagert sind.
  8. 8. Kugelquetschmühle nach Anspruch 1, da- no durch gekennzeichnet, daß die außerhalb des Mühlengeliäuses liegenden Enden der radialen Arme (9) kugelgelenkartig in Lagergehäusen gelagert sind, die in parallel zur Mühlenachse verlaufenden Führungen verschiebbar sind.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 840046, 552.643, 192, 554431;. ...
    USÄ.-Patentschriften Nr. 2214832, 2220104.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 609'620/254. 9.56

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