DEP0009141MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 5. Februar 1953 Bekanntgemacht am 21. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft die Herstellung fluorierter organischer Verbindungen: durch chemische Reduktion
anderer organischer Fluorverbindungen. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf dlie Herstellung
von. Monochlordifluoirmeithan sowie anderer
fluorierter Methane aus Diehloirdifluormethan.
.Die vorstehenden Aufgaben werden gemäß der
Erfindung durch Reduktion, von Dichlordifluo'rmethan
mit metallischem Zink in wäßrigem Medium bei einer Temperatur von 45 ° C oder weniger in
einem "geschlossenen Behälter unter dem sich einstellenden
Reaktionsdruck oder einem höheren Druck erfüllt.
Bei einer bevorzugten Ausfühningsform der Erfindung
wird dem wäßriglen Medium Ammoniumchlorid
als Katalysator zugesetzt. Die folgenden Beispiele erläutern einige Ausführungsformen, der
Erfindung.
In ein 250 ecm fassendes Reaktionsrohr aus rostfreiem
Stahl wurden 0,5 Mol CCl2F2, 0,25 Mol
Zinkstaub, 0,25 Mol Ammoriiiunichlorid als Katalysator
und 100 ecm· Wasser eingebracht. Das Rohr
wurde dicht verschlössen und 7 Stundein blei einer
Temperatur von 45 ° in Bewegung gehalten. Die
609 546/480
P 9141 IVb/12 ο
erhaltene Gasphase ergab bed einer Analyse die folgenden, in Molprozent ausgedrückten. Mengenverhältnisse,
bezogen auf das zu, Beginn anwesende CCl2F2.
. CCl2F2 .78,9
CHClF2 . .. 2,2
CH2F2 n)3
CF3Cl 0,6
In ein 250 ecm fassendes Reaktionsrohr aus rostfreietn
Stahl würfen 0,5 Mol CCl2F2, 1 Mol Zinkstiaub,
ι Mol Ammaniumchlorid. als Katalysator
und ιό ο ecm Wasser eingebracht. Das Rohr wurde dicht verschlossen ufid-7 Stunden bei.45° C in Bewegung
gehalten. Die gebildete Gasphase ergab bei einer Analyse die folgenidien, in, Molproizent ausgedrückten
Mengenverhältnisse, bezogen auf dlas zu Beginn anwesende CCl2F2.
CCl2F2 76,7
CHClF2 3,7. .
CH2F2 13,2
CHF3 1,2
Ein 250 ecm fassendes Reaktionsrohr aus rostfreiem
Stahl wurde mit 0,5 Mol CCl2F2, 0,25 Mol
Zinkstaub, 0,25 Mol Ammoniumchlo'rid und: 1.00 ecm
Wasser' beschickt. Das Reaktionsrohr würdei mit Stickstoffgas unter einen: Druck von/etwa 140 at
gesetzt und dann verschlossen, worauf es 7 Stunden bei;45° in Bewegung gehalten wurde. Die erhaltene
flüssige Phase ergab1 bei der Analyse die folgenden, ■
in Molprozent ausgedrückten, Mengenverhältnisse, bezogen auf das zu Beginn anwesende C Cl2 F2.
CCl2F2 93,7
CHClF2 .:.. 2,8
CH2F2 3,4
Beispiel 4 ; , ■
Die gleiche Einrichtung und dieselben Mengen-Verhältnisse
der Reaktibnstedlnehmer wile im Beispiel ι wurden, verwendet. Das Reaktionsrohr
wurde dicht verschlossen und 1Zi Stunde bei 300 in
Bewegung gehalten. Die erhaltene Dampfphase ergab bei der Analyse die folgenden, in Molprozent
'50 ausgedrückten Mengenverhältnisse, bezogen, auf das zu Beginn anwesejnde C Cl2F2.
: CCl2F2 ........... 87,2 ·
CHClF2 ..........I....... 0,3
CH2F2 .......: 1,9
(Bei längerer Reaktionszeit wurden, natürlich
— entsprechend Beispiel 1 — höhere Ausbeuten
erhalten werden.)
■, ■ ..
Ein 250 ecm fassendes Reaktionsrohr aus rostfreiem)
Stahl wurde mit 0,5 Mol CCl2F2, 0,25 Mol
Zink und 100 ecm Wasser, beschickt. Das Rohr
wunde dicht verschlossen und 7 Stunden; bei 45° in Bewegung1 gehalten. Die erhaltene. Dampfphase
ergab bei der Analyse die folgenden,, in Molprozent ausgedrückten Mengenverhältnisse, bezogen, auf
das zu, Beginn anwesende CCl2F2.
CCl2F2 .63,6 l
CHClF2 1,4
Die in den vorstehenden Beispielen beschriebe-, nen Verfahren können, auch kontinuierlich durchgeführt
werden, z. B indem man einen. Autoklav als Reaktionsgeifäß mit einer Fraktionierkolonne und
einem Kondensator versieht, sot daß man eine gewöhnliche
Destillationsappiairatur erhält. Diese wird laufend beschickt, und, es werden, laufend aus dem
Kondensator die'Produkte abgeführt. Die Mengenr
Verhältnisse von CHClF2 zu CH2F2 in diem Reaktiomsprodukt
können, durch Änderung der Verfahrenisva.ria.blen,
in der Destillationisapparatur, wie z.B. Zuführungsgeschwindägkeit, Rückfluß geschwindigkeit,
Druck, Temperatur usw., so eingestellt .werden, daß man, optimale Bedingungen, zur Erzielung
dies gewünschten, Verhältnisses von. CHClF9
zu CH2F2 erhält.
In den Beispielen 1, 2, 4 und 5: entstehen die
Drücke im Innern, des Schütteilrohrs von. selbst und liegen, im Bereich von 10 bis 30 at. Der Druck ist
im allgemeinen bei dem ernnduingsgemäßen1 Verfahren
kein wichtiger Faktor, obwohl er in manchen; Fällen d!azu beitragen' kann, die Entstehung
bestimmter Halogenverbindungen selektiv 95'
zu verhindern.
Die eirfindungsgemäßen Umsetzungen werden bei
45° C und, weniger durchgeführt. Bei höheren Temperaturen
entstehen immer mehr Kohlenoxyde, bis die Bildung der gewünschten. Halogenverbindungen
keine praktische Bedeutung mehr hat, Andererseits kann die Temperatur bis herab zum Erstarrungspunkt
des- wäßrigen Mediums in der Schütte!röhre
erniedrigt werden, wobei, noch, wesentliche. Mengen der gerwünschten Produkte bis zur Erstarrung dies
Reaktionsmediums an dessen. Gefrierpunkt gebildet werden. ..·.-.
Wo in den, Beispielen mit Schüttelröhren, ge^
arbeitet' wurde, betrug die Kontaktzeit 7 Stunden. Bei längerer Kontaktzeit können im allgemeinen
größere Umsetzungen, erzielt werden,
Die in den Beispielen erhaltenen Reaktionsprodukte können nach dien üblichen, dem Fachmann
bekannten fraktionierten Niadertemperaturdestliillationen
aufgearbeitet und abgetrennt werden.
Claims (4)
- Patentansprüche: .i. Verfahren zur Herstellung von Fluoralkanen. durch chemische Reduktion von Dichlordifluormethan, dadurch gekennzeichnet, daß man Dichlordifluormerthan: in. wäßrigem Medium bei einer Temperatur von 45° C oder weniger in einem geschlossenen Behälter unter dem sich von selbst einstellenden Reaktiotis-546/480P 9141 IVb/12 οdruck oder bei höherem Druck mit metallischem Zink in, innige Berührung bringt.
- 2. Verfahren nach Anspruch, i, dadurch, gekennzeichnet, daß dem wäßrigen Medium Ammoniumchlorid als Katalysator zugesetzt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch ι oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Monochlordifluormethan aus dar Reaktionsmischung entfernt wird. ίο
- 4. Verfahren, nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man, die ganze. Mischung in einer druckfesten, Destillatiioaisapparatur zur Reaktion bringt und die bei der Reaktion gebildeten Fluoralkane als die niedriger siedenden, Bestandteile abdiestlilliert und sammelt.
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