DEP0007424MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 4. April 1952 Bekanntgemacht am 24. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft die Herstellung von Seifen mit hohem Wasser- und Salzgehalt, die trotzdem
die Eigenschaften pilierter Seife besitzen.
Pilierte Seifen besitzen leicht erkennbare Eigenschaften,
die sie von anderen handelsüblichen Seifen unterscheiden und für viele Zwecke sehr geeignet
machen. Diese Eigenschaften sind. unter anderem eine gleichmäßige Struktur, eine feste Konsistenz,
ein glatter, wachsartiger Griff, eine glatte Oberfläche, eine im wesentlichen in einer einzigen Richtung
auftretende Korn- oder Kristallorientierung, Transparenz (wenn kein weißendes Mittel zugesetzt
wurde). Diese Seifen schrumpfen oder verziehen sich beim Altern und Austrocknen der Riegel nicht,
sie quellen in Wasser, nehmen jedoch nach dem Trocknen im wesentlichen wieder die frühere Form
und das frühere Aussehen an, lösen sich schnell in Wasser, besonders beim Reihen, und besitzen daher
ein sehr großes .Schaumbildungsvermögen. Weitere Eigenschaften, die nachstehend besprochen werden,
sind das Vorliegen der Seife in der /J-Kristallphase
und die Erniedrigung des »Taupunkts« der Flüssigkeit in dem Seifenriegel.
Pilierte Seifen werden gewöhnlich so hergestellt, daß man eine Seife mit geringem Feuchtigkeitsund
Elektrolytgehalt (z. B. 10 bis 15% Wasser und 0,4 bis 0,6 % Salz) »piliert«, d. h., daß man
die weitgehend erstarrte, jedoch noch plastische Seife zwischen einer Reihe rotierender Walzen
hindurchlaufen läßt, wobei aufeinanderfolgende Walzenpaare dieser Reihe jeweils mit höheren
Geschwindigkeiten und mit engerem Spiel um-
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laufen, so daß die Seife mechanisch bearbeitet, Scherungskräften ausgesetzt und verfestigt wird.
Die austretenden Seifenplatten oder -bänder werden dann weiter mechanisch bearbeitet, quer gequetscht
und verfestigt, indem man sie durch eines oder mehrere Mundstücke abnehmender Größe preßt,
und zwar durch den Druck einer in einer geschlossenen Trommel umlaufenden Förderschraube.
Die zusammenpressende Wirkung der Schraube
ίο auf die Seife und das Ausdrücken durch das
Mundstück ist als Kneten und Auspressen bekannt. Die mechanische Bearbeitung bewirkt einen Temperaturanstieg,
welcher je nachdem durch Zuführung oder Ableitung von Wärme geregelt werden kann. Die kombinierte Wirkung der Temperatur
und des Auspressens unter Druck bewirkt eine Verdichtung der Seife und hat zur Folge, daß sie
als homogener, zusammenhängender, leicht plastischer Riegel aus dem Mundstück austritt. Dieser
Riegel wird dann in geeignete Längen geschnitten und mit einer Prägung versehen.
Bisher wurden pilierte Seifen nur aus Seifen mit geringem Wasser- und Elektrolytgehalt hergestellt.
Der Seiferikerii des Kessels, d. h. die sogenannte »Kesselseife«, die bei dem gewöhnlichen Seifensieden
durch Absetzen über Leimniederschlag erhalten wurde, enthält etwa 0,4% oder mehr
Natriumchlorid und bis zu etwa 0,1 °/» Natriumhydroxyd
oder Na2CO3, besitzt jedoch für Pilierzwecke
einen ausnehmend hohen Wassergehalt, nämlich für gewöhnlich etwa 30 bis 32% H2O.
Ein Pilieren solcher Seifen hat sich als unzweckmäßig erwiesen·, da die Flocken zusammenkleben,
die ausgepreßten Riegel zu weich sind und die Seife nicht die günstigen Eigenschaften pilierter
Seifen aufweist. Vor dem Pilieren ist daher für gewöhnlich eine Trocknung erforderlich, wodurch
der Wassergehalt auf etwa 10 bis 15 °/o erniedrigt
wird. Dadurch wird natürlich die Seifenherstellung verteuert.
Gegenstand der Erfindung ist die Herstellung einer pilierten Seife mit hohem Feuchtigkeitsgehalt,
indem Seifenflocken und -riegel mit hohem Feuchtigkeits- und Elektrolytgehalt hergestellt werden,
die dennoch die Eigenschaften pilierter Seife besitzen. Ferner« betrifft die Erfindung gefüllte
Seifen mit den Eigenschaften pilierter Seifen.
Gemäß der Erfindung werden die obigen Aufgaben dadurch gelöst, daß man eine plastische,
feste Mischung von Seife, Wasser und Elektrolyt mechanisch bearbeitet und kompakt macht, d. h.
indem man unter Druck quer quetscht (Scherungskräften. aussetzt). Die relativen Mengenverhältnisse
der Bestandteile und die Temperatur der Mischung werden dabei, wie nachstehend beschrieben, so geregelt,
daß man ein Erzeugnis mit den gewünschten Eigenschaften erhält.. Allgemein gesprochen, kann
die erfindungsgemäße Seife als pilierte Seifenzusammensetzung bezeichnet werden, die sich von
bisher bekannten pilierten Seifen durch einen wesentlich höheren Gehalt, an Wasser und Salz
oder einen anderen geeigneten Elektrolyt unterscheidet.
Die Erfindung erschließt der Herstellung von Seifenerzeugnissen mit sehr günstigen Eigenschäften
einen weiten, neuen Bereich von Zusammensetzungen.
Fig. ι bis 5 der Zeichnung zeigen graphische Darstellungen, aus denen die Mengenverhältnisse
des in den erfindungsgemäßen Seifen enthaltenen Wassers und Elektrolyts zu entnehmen sind. Der
Elektrolyt in Fig. 1 ist Natriumchlorid, in Fig. 2 Tetranatrium-pyrophosphat, in Fig. 3 Pentanatrium-tripolyphosphat,
in Fig. 4 Trinatriumorthophosphat und in Fig. S Natriumsilikat.
Die Erfindung wird zunächst in bezug auf eine ternäre Mischung von Seife, Wasser und Elektrolyt
beschrieben, in der die Seife die Natriumseife einer Mischung von 80% Talg und 20% Kokosnußöl
und der Elektrolyt Natriumchlorid ist. Anschließend wird die Erfindung dann allgemeiner
erläutert.
Die bei den erfindungsgemäßen Verfahren verwendete Seife kann nach dem üblichen Seifensiedeverfahren
im Kessel unter Reinigung durch Absetzen und Trennen in nicht miteinander mischbare
Phasen oder nach dem Fachmann bekannten halbwarmen oder kalten Verfahren hergestellt
werden. Sie kann auch durch kontinuierliche Verseifung von Fettsäuren unter Druck, wie sie in
der USA.-Patentschrift 2 159 397 beschrieben ist, oder nach einem beliebigen anderen Verfahren erhalten
werden. Die Seife kann auf beliebige Weise auf den gewünschten Wassergehalt eingestellt oder
gegebenenfalls ohne Regelung des Wassergehaltes verwendet werden, wenn sich derselbe bei der Herstellung
der Seife günstig ergibt. Wenn Wasser entfernt werden soll, kann dies auf gängige Weise
geschehen, z. B. durch teilweises Trocknen von Flocken in einer Trockenkammer oder durch Versprühen
der geschmolzenen Seife bei hoher Temperatur und Druck in eine unter niedrigerem Druck
stehende Verdampfungskammer, wobei Wasser verdampft wird. Die Bedingungen werden dabei so
geregelt, daß man den gewünschten Wassergehalt erzielt. Teilweise getrocknete Seife kann auch in
einer Mischvorrichtung (Crutscher) in einem geeigneten Mengenverhältnis mit geschmolzener,
nicht getrockneter Seife gemischt werden, bis sie gleichmäßig und homogen ist und den gewünschten
Wassergehalt besitzt. Wenn andererseits der Wassergehalt der ursprünglichen Seife zu niedrig
ist, kann dem dadurch abgeholfen werden, daß man eine Wasserlösung des Elektrolyts, z. B. von
Natriumsilikat, vor dem Abkühlen und Erstarren der geschmolzenen Seife mit derselben vermischt.
Elektrolyt kann der Seife entweder, wenn nötig, in trockener Form oder in Lösung zugegeben
werden. Zweckmäßig, jedoch nicht notwendiger- ■ weise, wird er mit der geschmolzenen Seife in einer
Mischvorrichtung vermischt.
Behandlung im plastischen, festen Zustand
Wie vorstehend ausgeführt, besteht das erfindungsgemäße
Verfahren in der mechanischen
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Behandlung eines in einem plastischen, festen Zustand befindlichen Seife-Salz-Wasser-Systems, das
unter Druck verformt werden kann, jedoch unter der Wirkung der Schwerkraft allein im wesentliehen
nicht fließfähig ist oder ohne Anwendung eines beträchtlichen Druckes nach erfolgter Trennung
bei Berührung nicht wieder sich zusammenschließen kann. Die gewünschte Plastizität kann
auf beliebige Weise erzielt werden, indem man
ίο z. B. einen dünnen Film über eine Kühlwalze
laufen läßt und ihn zu Flocken oder Bandform abkühlt oder durch Abkühlen unter Rührung z. B.
in einer kontinuierlich arbeitenden Kühlvorrichtung (z. B. einem »Votator«), wie sie in der USA.-Patentschrift
2 295 596 beschrieben ist. In diesem Falle wird die Seife, für gewöhnlich in Form von
Bändern, Platten, Fäden oder Zylindern mit kleinem Durchmesser, je nach der Größe und Form
des Mundstücks oder der Mundstücke, ausgepreßt.
Es ist auch nicht immer notwendig, daß das Seife-Salz-Wasser-System
schon zu Beginn der mechanischen Bearbeitung homogen ist, da in vielen Fällen durch eine solche . Behandlung ein heterogenes
System homogen gemacht werden kann. Die folgende Beschreibung soll die Bedingungen, die
gemäß der Erfindung für die plastischen, festen Systeme gelten, erläutern.
Es wurde' früher angenommen, daß die gewöhnlich
im Haushalt verwendeten Seifenriegel vollständig fest seien, wobei der Wassergehalt als
Hydratwasser in die Kristallstruktur eingebaut ist. Neuere Untersuchungen haben dagegen gezeigt,
daß bei gewöhnlichen Gebrauchstemperaturen Seifenriegel, wenn sie nicht äußerst trocken sind,
für gewöhnlich aus festen Seifenkristallen bestehen, welche eine kleine Menge einer verdünnten,
flüssigen Lösung von Seife in Wasser, bekannt als Leimniederschlag, enthalten, und daß nur beim
Abkühlen auf einige Grad unter Null diese Flüssigkeit zu Eis gefriert und der Riegel so vollständig
fest wird. Bei genügend niedrigen Temperaturen, die sogar über dem Schmelzpunkt von Eis liegen
können, sind solche Riegel spröde und bröckelig, während sie bei höheren Temperaturen infolge teilweiser
Umwandlung der Seifenkristalle in Leimniederschlag plastischer sind. Beim weiteren Erwärmen
. gut über Raumtemperatur werden die Kristalle fortschreitend weniger, und der Leimniederschiag
wird durch eine andere nicht feste Phase ersetzt, welche (je nach der Seifenzusammensetzung
und der Temperatur) entweder aus dem reinen Seifenkern mit niedriger Viskositiät oder als
Leimseife mit hoher Viskosität bestehen kann. Wenn die Temperatur dieses zweiphasigen Feststoff-Flüssigkeits-Systems
noch weiter ansteigt,, werden immer mehr feste Kristalle in Flüssigkeit
umgewandelt, und unter Umständen verschwindet die feste Phase ganz.
Die Erfindung betrifft weder ein vollständig flüssiges System, noch wird sie bei Temperaturen
durchgeführt, bei denen die Seife eine sirupöse Beschaffenheit hat, wie z. B. eine in der USA.-Patentschrift
2 295 594 beschriebene Mischung aus im wesentlichen Seifenkristallen und dem im Kessel
gebildeten Seifenkuchen. Die Erfindung wird auch nicht bei Temperaturen durchgeführt, bei denen
die Seife weich genug ist, um bei niedrigem Druck, z. B. etwa 0,35 bis 1,75 kg/cm2, wie in der USA.-Patentschrift
2 377 424 ausgepreßt zu werden. In solchen Systemen ist die Fließfähigkeit zu groß,
um eine Anwendung der erforderlichen Scherungskräfte zu erlauben. Die erhaltenen. Seifen, welche
keiner Querquetschung ausgesetzt waren und keine inneren .Spaltflächen aufweisen, was für das
Pilieren, Kneten und Auspressen von plastischen, festen Seifen charakteristisch ist, weisen auch
wichtige Eigenschaften der pilierten Seifen nicht, auf. Um diese Eigenschaften in den erfindungsgemäßen
Zusammensetzungen mit hohem Feuchtigkeits- und Salzgehalt zu erzielen, müssen dieselben
Scherungskräften, wie sie bei einer unterschiedlichen
Bewegung im· plastischen,- festen Zustand unter hohem Druck auftreten, ausgesetzt werden.
Diese Drücke können z. B. durch Walzenrollen oder durch Kneten und Auspressen ausgeübt werden
und liegen bei etwa 7 kg oder mehr je Quadratzentimeter. Vorzugsweise arbeitet man bei einer
Temperatur, bei welcher das Seife-Wasser-Elektrolyt-System
zu einem großen Teil aus Seifenkristallen und nur zu einem kleinen Teil aus verdünntem
Leimniederschlag besteht, da die Eigenschaften pilierter Seife in solchen Systemen am leichtesten
und besten zu erzielen sind. In einigen Systemen jedoch, die eine große Menge Kristalle und einen
kleinen Anteil Seifenleim enthalten, ist die Viskosität oder Plastizität so, daß die erfindungsgemäßen
Scherungskräfte und Drücke und somit die Erzielung der Eigenschaften pilierter Seife aufgehoben
werden. In der Regel wird daher das erfindungsgemäße Verfahren bei Temperaturen durchgeführt, bei welchen der Seifenkern sich nicht
in stabilem Gleichgewicht befindet, d. b. bei Temperaturen unterhalb der Erstarrungstemperatur des
Systems, jedoch oberhalb der Temperatur, bei der es bröckelig wird und bei der das System sich aber i°5
in einem plastischen, festen Zustand befindet. Es besteht dabei im wesentlichen aus einer Mischung
eines großen Anteils fester Seifenkristalle mit einem kleinen Anteil einer nicht festen Seifenphase,
die bei diesen Temperaturen stabil ist und no entweder aus Leimniederschlag (nigre) oder
Seifenleim bestehen kann.
Die Mindesttemperatur, bei welcher der reine Seifenkern stabil existieren kann, kann für eine
bestimmte Seifenzusammensetzung auf verschiedene Weise bestimmt werden. Eine Möglichkeit
bietet die bekannte dilatometrische Methode, da sowohl das Auftreten als auch das Verschwinden
der reinen Seife von einer Änderung der Neigung der Volumentemperaturkurve des Systems begleitet
ist.
Die Seife kann gemäß der Erfindung nur befriedigend mechanisch bearbeitet und verdichtet
werden, wenn sie sich im wesentlichen in dem oben beschriebenen plastischen, festen Zustand befindet.
Das erfindungsgemäße Verfahren besteht
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darin, daß man die Seife in diesem Zustand mechanisch
durchknetet, quer quetscht und verdichtet, was z. B. beim Durchlaufen zwischen üblichen
Walzenrollen erfolgt. Diese mechanische Bearbeitung kann jedoch auch.auf eine beliebige andere
Weise durchgeführt werden. Die Wirkung der Walzenrollen kann dadurch vervollständigt werden,
daß man die Seife durch Kneten und Auspressen weiter verdichtet und bearbeitet. Tatsächlich ergibt
ίο ein oft wiederholtes Auspressen unter hohem Druck
durch kleine Mundstücke eine mechanische Bearbeitung, Querquetschung und Verdichtung, die
in ihrer Art und Wirkung den beim Durchlaufen durch eine Reihe von Walzenrollen erzielten Ergebnissen
gleichen. Die Ursache hierfür liegt in dem linearen Fluß der Seife unter Druck, wobei
wahrscheinlich benachbarte Schichten mit verschiedenen relativen Geschwindigkeiten fließen. Gemäß
der Erfindung wird daher Seife in Flockenform,
2.0 welche die Eigenschaften pilierter Seife besitzt, hergestellt, indem man sie über und zwischen
Walzenrollen laufen läßt oder indem man sie wiederholt durch einen engen Schlitz · auspreßt.
Seife in Riegelform wird gemäß der Erfindung durch Walzen, Kneten und Auspressen oder in
anderen Formen, wie z. B. Fäden oder spaghettiartigen Gebilden, durch geeignete Wahl der Größe
und Form des Mundstückes, durch das sie ausgepreßt wird, erhalten.
Kristalline Phasen in Seifen
Zum Verständnis der durch die erfindungsgemäße mechanische Bearbeitung und Verdichtung
erzielten Ergebnisse ist eine kurze Besprechung der Phasenbeziehungen in Seifen erforderlich. Man
weiß, daß die feste handelsübliche Seife in mindestens drei verschiedenen kristallinen Phasen vorkommt,
die mit β, δ und ω bezeichnet werden und ineinander umgewandelt werden können. Diese
Phasen treten entweder in dem Endprodukt oder in bestimmten Stadien des Herstellungsverfahrens
■ auf, und zwar manchmal allein und manchmal in
Mischungen miteinander. Ganz allgemein kann gesagt werden, daß die ß-Phase durch mechanische
Bearbeitung von Seifen gewöhnlicher Zusammensetzung mit verhältnismäßig niedrigem Feuchtigkeitsgehalt
bei geeigneter Temperatur, die co-Phase durch stetiges Abkühlen ohne Rührung aus dem
geschmolzenen Zustand und die <3-Phase durch hohes Molekulargewicht, hohen Wassergehalt
und niedrige Temperaturen, wie z. B. beim Erstarren von Leimniederschlag, begünstigt wird.
Unterschiede in der Kristallstruktur äußern sich in Unterschieden der physikalischen Eigenschaften der Phasen. Ferguson, Ro s eve ar und Stillman (Ind. Eng. Chem., 35, S. 1005 [1943]) geben Daten an, welche das für drei Proben derselben' Seife erläutern, wobei jede Probe verschieden bearbeitet wurde, um eine verschiedene Kristallphase zu erhalten. Ihre Ergebnisse zeigen, daß Seife, welche sich nach dem Walzen und Kneten in der /S-Phase befindet, viel fester und leichter löslich ist und auch leichter schäumt als eine Seife, die sich in einer der beiden anderen obengenannten Phasen befindet. Außerdem unterscheidet sie sich durch ihre größere Neigung zum Quellen beim Einweichen in Wasser. Beim Walzen und Kneten erhielten die genannten Autoren die /?-Phase unter Bedingungen, welche eine Orientierung und ein Zusammenpressen der Kristalle bewirkten. Wenn die Bedingungen zur Erzielung der /?-Phase so sind, daß die Kristalle nicht zusammengedrückt, miteinander verbunden oder parallel orientiert werden (z. B. beim Abschrecken und mechanischen Bearbeiten der halbgeschmolzenen, in zähflüssigem Zustand befindlichen Seife), schäumt die Seife weniger leicht, optische Unregelmäßigkeiten treten auf, die Transparenz und die charakteristischen Eigenschaften der wachsartigen, pilierten Seifen gehen verloren, und die Riegel zerfallen leicht in Wasser und sind allgemein viel weicher.
Unterschiede in der Kristallstruktur äußern sich in Unterschieden der physikalischen Eigenschaften der Phasen. Ferguson, Ro s eve ar und Stillman (Ind. Eng. Chem., 35, S. 1005 [1943]) geben Daten an, welche das für drei Proben derselben' Seife erläutern, wobei jede Probe verschieden bearbeitet wurde, um eine verschiedene Kristallphase zu erhalten. Ihre Ergebnisse zeigen, daß Seife, welche sich nach dem Walzen und Kneten in der /S-Phase befindet, viel fester und leichter löslich ist und auch leichter schäumt als eine Seife, die sich in einer der beiden anderen obengenannten Phasen befindet. Außerdem unterscheidet sie sich durch ihre größere Neigung zum Quellen beim Einweichen in Wasser. Beim Walzen und Kneten erhielten die genannten Autoren die /?-Phase unter Bedingungen, welche eine Orientierung und ein Zusammenpressen der Kristalle bewirkten. Wenn die Bedingungen zur Erzielung der /?-Phase so sind, daß die Kristalle nicht zusammengedrückt, miteinander verbunden oder parallel orientiert werden (z. B. beim Abschrecken und mechanischen Bearbeiten der halbgeschmolzenen, in zähflüssigem Zustand befindlichen Seife), schäumt die Seife weniger leicht, optische Unregelmäßigkeiten treten auf, die Transparenz und die charakteristischen Eigenschaften der wachsartigen, pilierten Seifen gehen verloren, und die Riegel zerfallen leicht in Wasser und sind allgemein viel weicher.
Die verschiedenen kristallinen Phasen der Seife können durch ihre charakteristischen Röntgenstrahlbeugungsringe,
die für eine gegebene Phase selbst bei Änderungen der Zusammensetzung der Fettkomponente, des Wasser- oder des Elektrolytgehalts
praktisch gleichbleiben, voneinander unterschieden und identifiziert werden, obwohl die genannten
Änderungen bestimmend für die Phase, die sich bildet, sein können. Ein einfaches Identifizierungssystem
gründet sich auf die charakteristischen, in Tabelle I gezeigten kurzen Gitterabstände,
die der obengenannten Arbeit von Ferguson, Rosevear und Stillman entnommen sind.
Zur Identifizierung dienende
Röntgenstrahlbeugungsringe
Röntgenstrahlbeugungsringe
ß
δ
δ
Ringdurchmesser
6,35
6,05 und 4,65
5,85
Gitterabstand
d/n°A
d/n°A
2,75
2,85 und 3,55
2,95
Die Identifizierungsringe für die α-Phase wurden weggelassen, da diese Phase kaum in einer handelsüblichen
Seife aufzufinden war. no
Nicht nur die An- oder Abwesenheit einer Phase wird durch die An- oder Abwesenheit ihres entsprechenden
Identifizierungsringes oder ihrer -ringe angezeigt. Die relativen Mengenverhältnisse der in
zwei oder mehr koexistenten Phasen vorliegenden Seife können bei einer unbekannten Probe aus der
relativen Intensität der Identifizierungsringe geschätzt werden. Wenn z. B. die ω-Phase fortschreitend
in die /9-Phase umgewandelt wird, nimmt mit fortschreitender Umwandlung die relative
Intensität des 5,85-cm-Ringes ab und die relative Intensität des 6,35-cm-Ringes zu. Um solche Schätzungen
mit einem gewissen . Genauigkeitsgrad durchzuführen, werden zunächst bekannte Mischungen
der Phasen, jede so rein als möglich, als »Standardproben« getestet und die relativen Inten-
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sitäten der charakteristischen Ringe vermerkt. Die relativen Intensitäten der Ringe der Beugungsbilder der unbekannten Probe werden dann mit
diesen Standardproben verglichen. Zum Beispiel enthält eine Mischung der ß- und ω-Phase, die annähernd
gleiche Intensitäten der 6,35-cm- und der 5,85-cm-Ringe ergibt, tatsächlich etwa 75°/<* der
ß- und 2^% der ω-Phase. Eine vorwiegend die
/J-Phase, jedoch weniger als 5 °/o der ω-Phase enthaltende Seife zeigt deutlich den /J-Ring, während
der ω-Ring kaum wahrzunehmen ist. Um andererseits wahrnehmbare /?-Ringe in einer vorwiegend
aus der ω-Phase bestehenden Seife zu erhalten, müssen etwa 15 oder 20% /?-Seife zugefügt werden.
Eine fortschreitende Umwandlung einer Phase in eine andere äußert sich in einer fortschreitenden
Änderung bestimmter physikalischer Eigenschaften, wie in Tabelle II gezeigt. Hier wurde aus
80% Talg und 20°/o Kokosnußöl im Seifensiedekessel ein Seifenkern- oder -kuchen hergestellt. Er
wurde zu einem Wassergehalt von 1S 0Zo getrocknet,
worauf sich die erhaltenen Teilchen in der ω-Phase befanden. Eine fortschreitende Umwandlung in die
/S-Phase durch ein steigendes Maß der Bearbeitung und Verdichtung wurde dadurch erreicht, daß man
gleiche Teile der obigen Seife mehrmals bei Raumtemperatur und unter Druck durch ein schlitzförmiges
Mundstück auspreßte, so daß man Seifenriegel erhielt: Die Festigkeit dieser Riegel oder
ihre Bruchfestigkeit wurde mit einer Mullenprüfvorrichtung (eine in der Papierherstellung zur
Festigkeitsprüfung verwendete Vorrichtung) bestimmt. Die Abnutzungsgeschwindigkeit der Riegel
wurde durch eine mechanische Behandlung mittels einer rotierenden Bürste unter fließendem Wasser
bestimmt.
| Phasenzusammensetzung | Röntgenanalyse) | Abnutzungs | (Festigkeit | |
| Anzahl der | (bestimmt durch | geschwindigkeit | Mullen) | |
| Auspressungen | %<». | (rotierende Bürste) | kg/cm2 . | |
| 0U ß | 85 | (Arbitrary-Einheiten) | 2,0 | |
| ■ ■ 1 2 | 15 | ■ 70 | 2,2 | 3,i |
| 12 | 30 | 30 | 3,5 | 4,8 |
| 24 | 70 | 0 | 4,6 | 6,4 |
| 8O | IOO | 0 | 5,2 | 7,o |
| TOO | 100 | 5,4 |
Obwohl die mechanische Bearbeitung und Druckbehandlung ' gemäß der Erfindung die Seifen mit
hohem Feuchtigkeits- und Eiektrolytgehalt, die hier in Betracht kommen, vorwiegend in die
/?-Phase umwandeln und obwohl das Vorliegen dieser Seifen hauptsächlich in dieser Phase wesentlich
ist, damit sie die Eigenschaften pilierter Seife in bezeichnendem Maße besitzen, bedeutet
das natürlich nicht, daß eine mechanische Bearbeitung jeder beliebigen Seife dieselbe notwendiger-1
weise in die /?-Phase umwandelt. Zum Beispiel wurde eine nur 6 bis 7% Wasser enthaltende und
vorwiegend in der /?-Phase vorliegende Seife unter geeigneten Auspreßbedingungen in die ω-Phase
umgewandelt, woibei die Festigkeit, die Abnutzungsgeschwindigkeit, das Schaumbildungsvermögen
usw. abnahmen. Andererseits kann ein in der /?-Phase vorliegender, in einer Form erstarrter
'Riegel mit hohem Feuchtigkeitsgehalt in Abwesenheit von zugesetztem Elektrolyt durch Auspressen
oder Kneten in. einen weichen cS-Riegel umgewandelt
werden. Darüber hinaus erhöht eine mechanische Bearbeitung als solche das Schaumbildungsvermögen
einer in der ω-Phase vorliegenden Seife nicht merklich. Nur wenn eine solche Bearbeitung
eine Umwandlung in die /?-Phase bewirkt, erzielt man eine Verbesserung. Das hängt jedoch sowohl
von der Zusammensetzung der Seife als auch von der Temperatur, der Dauer und dem Grad der
Bearbeitung und Verdichtung ab.
Grundlagen für die Eirireihung der erfmdungsgemäßen.
Seifen, unter die pilierten. Seifen.
Wie vorstehend betont, ist es zur Erlangung der Eigenschaften pilierter Seife unerläßlich, daß ein
Teil der Seife in der /?-Ph,ase vorliegt. Obwohl in
einigen Fällen handelsübliche pilierte Seifen bisher weniger als 50% der /?-Phase enthielten, und zwar
wahrscheinlich infolge unvollständigen Pilierens, müssen, doch etwa 50%: oder mehr der erfindungsgemäßen
Seife in der /J-Phase' vorliegen, damit die
Seife die Eigenschaften pilierter Seifen in dem gewünschten Maße aufweist und eindeutig als pilierte
Seife zu erkennen ist. Die typische Festigkeit, Transparenz, der Glanz, die Wachsartigkeit, das
reversible Quellen in Wasser usw., was piJierten Seifen, eigen ist, kann jedoch auch einer vorwiegend
in der /?-Phase vorliegenden Seife fehlen, Zum Beispiel
ist eine gemäß der USA.-Patentschrift 2 29s 594 hergestellte Seife weitgehend in der
,(S-Phase, besitzt jedoch trotz ihres großen Schaumbildungsvermögens und ihres hohen, /?-Gehaltes
nicht die Eigenschaften pilierter Seife. Bei diesem Verfahren, wird geschmolzenei Seife unter Rühren
rasch abgekühlt, während sie sich noch in einem
teigigen, zähen Zustand befindet. Das gemäß diesem Verfahren, erhaltene Produkt ist weicher und undurchsichiger
als eine pilierte Seife.
, Die erfindungsgemäßen Seifen, können in einigen Fällen nur .schwer in bezug auf die Eigenschaften
, Die erfindungsgemäßen Seifen, können in einigen Fällen nur .schwer in bezug auf die Eigenschaften
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ρiüerter Seife genau mit nach anderen Verfahren
hergestellten Seifen der gleichen Zusammensetzung verglichen werden, da es in einigen Fällen; unmöglich
ist, nach anderen Verfahren zusammenhängende, homogene Riegel mit hohem Feuchtigkeits-
und Salzgehalt herzustellen. Aus bestimmten
anderen Zusammensetzungen mit hohem Feuchtigkeits- und Salzgehalt können nach anderen Verfahren
(z. B. durch Erstarrenlassen in einer Form
ίο oder gemäß der "USA.-Patentschrift 2 377 424) zusammenhängende,
homogene Riegel erhalten werden, jedoch fehlen diesen die Eigenschaften pÜierter
Seife, wie Glanz, Transparenz, Festigkeit! und reversibles Quellvermögen in Wasser. Im Falle von
Zusammensetzungen, mit hohem Feuchtigkeits- und Salzgehalt, welche nach anderen, als dem erfin,-dungsgemäßen
Verfahren zu Riegeln geformt werden können, zeigt ein direkter Vergleich der so hergestellten
Riegel mit den erfindungsgemäßen Rie?-
2ö geln in bezug auf Glanz, Transparenz, Festigkeit
und reversibles Quellvermögen in. Wasser die Wirksamkeit der erfindungsgemäßen, Querquetschung
und Druckbehandlung zur Erzielung von Eigenschaften pilierter Seife.
a5 Zur Bestimmung der Transparenz ist die in der
USA.-Patentschrift 2 295 594 beschriebene Methode geeignet, wobei der Einfachheit halber die
Undurchsichtigkeit anstatt der Transparenz gemessen wird. Das Verfahren wird so ausgeführt, daß
man von der Seife eine etwa 1,5 mm dicke Scheibe abschneidet und mit einem Reflektometer den Betrag
des unter Standardbelichtungsbedingungen reflektierten, Lichtes mißt, a) wenn die Scheibe auf
einem schwarzen Untergrund, und b) wenn sie auf einem weißen Untergrund liegt. Die erste Ablesung,
multipliziert mit 100 und dividiert durch die zweite Ablesung, wird der Undurchsichtigkeitswert
der Seife genannt und ist der reziproke Wert der Transparenz. In dem in dem vorstehenden
Patent genannten, Beispiel besitzt das dort erhaltene Erzeugnis einen Undurchsichtigkeitswert von 89,
verglichen mit einem solchen von. 70 für die gleiche pilierte Seife, trotzdem ein Röntgenbeugungsdiagramm
ergab, daß beide Seifenproben, den gleichen /?-Gehalt hatten. Gemäß der Erfindung
wurden Undurchsiehtigkeits.werte bis herab zu 27 erhalten, wobei die Werte für gewöhnlich
zwischen diesem allgemeinen Bereich und dem Bereich von etwa 70 liegen, der in der
obigen Patentschrift für eine pilierte Seife mit niedrigem Feuchtigkeits- und Elektrolytgehalt angegeben
ist.
Die Festigkeit, von Seifenriegeln kann leicht mit
einer Mullenprüfvorrichtung gemessen werden.
Tabelle III zeigt zur Erläuterung Undurchsichtigkeits- und Festigkeitswerte von zwei Proben derselben
Seife (So0/» Talg, 20% Kokosnußöl), wobei eine Probe in einer Form erstarrt war (d. h. man
ließ die Probe durch ,langsames Abkühlen aus dem geschmolzenen Zustand ohne Rühren erstarren)
und die andere Probe ausgepreßt worden war, bis sie im merklichen Maße die Eigenschaften, pilierter
Seife besaß.
erstarrt ausgepreßt
%NaCl 3,2 - 3,2
%H20 ........; 27,2 25,6
Festigkeit (Mullen), ,
kg/cm2 0,63 1,05.
Undurchsichtigkeit, % ..... 85,4 55,2
Zur Bestimmung der Lösungsgeschwindigkeit kann ein. Riegel der betreffenden Seife gleichmäßig
mit einem nassen Schwamm gerieben und die Menge der bei jedem Strich abgeriebenen Seife bestimmt '
werden. Auf die gleiche Weise kann man die Leichtigkeit der Schaumbildung messen, indem man die
Anzahl Reibungen mit einem nassen Schwamm zählt, die notwendig sind, um die Seifenkonzentration
in einem gegebenen, Wasservolumen bestimmter Härte bis zu dem Punkt zu erhöhen,, an
dem sich ein stabiles Seifenwasser bilden kann,
Untersuchungen des Verhaltens der in den Seifen
anwesenden Flüssigkeit beim Gefrieren und Schmelzen zeigen, brauchbare Wechselbeziehungen
mit den Eigenschaften pilierter Seife. Wenn, eine undurchsichtige, nicht pilierte Seife, gleichgültig, ob
sie sich ursprünglich in der ω-, <5- oder ß-Phase befindet,
Scherungskräften und hohem Druck ausgesetzt
wird, so< daß Eigenschaften pilierter Seife erzeugt werden, ändert sich der Zustand mindestens
eines Teiles der in dem System anwesenden Flüssigkeit. Diese Änderung wird so· gedeutet, daß die
Flüssigkeit, die bei gewöhnlichen Temperaturen als eine isotropei, verdünnte Seifenlösung vorliegt,
durch die mechanische Bearbeitung und Verdichtung in, eine innigere Verbindung mit den vorhandenen
festen, Seifenkristallen, gebracht wird, indem sie durch Adsörptionskräfte fester und, dichter an
dieselbe »gebunden« wird, Der Dampfdruck der Flüssigkeit wird erniedrigt, und ihr Verhalten beim
Erstarren ändert sich. Die vorgehenden Änderungen, können am leichtesten, durch dilatometrische
Messungen wahrgenommen und verfolgt werden, welche die beim allmählichen Erwärmen solcher
Systeme auftretenden Volumenänderungen zeigen. Die Seife wird zuerst durch, Einbringen, in ein Bad
aus Alkohol und. Trockeneis mit, einer Temperatur von, etwa —700 C gefroren, wobei die Phase der
Seifenkristalle durch diese Behandlung nicht beeinflußt
wird. Röntgenbeugungsdiagramme solcher gefrorenen Systeme zeigen nicht nur die für die
Phase der Seife charakteristischen, sondern, auch die für Eis charakteristischen. Ringe, woraus hervorgeht,
daß Wasser in dem System gefroren, ist. Beim allmählichen Erwärmen des gefrorenen
Systems beobachtet man zunächst eine nahezu lineare Ausdehnung (infolge der Ausdehnung sowohl des Eises als auch der Seifenkristalle), die
allmählich mit fortschreitendem Schmelzen des Eises einer resultierenden, Kontraktion weicht.
Nach beendetem Schmelzen (das von einem Verschwinden der für Eis charakteristischen Rön.tgenbeügungslinien
begleitet ist), erscheint in der dilatometrischen Kurve plötzlich, ein Knick, der bei
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einem weiteren Temperatüranstieg von, einer Wiederaufnahme der linearen Ausdehnung auf
Grund der Ausdehnung der nun nebeneinander vor-. liegenden Seifenlösung und Seifenkristalle gefolgt
ist. Der scharfe Knick in der Kurve infolge des Vorzeichenwechsels der Volumenänderung bezeichnet
das Verschwinden der letzten Spür von. Eis. Die Temperatur, bei der dies erfolgt, wird der
»Taupunkt« genannt.
ίο In festen, mehr als etwa 40 % Wasser enthaltenden
Seifen nähert sich der Taupunkt dem Gefrierpunkt von Wasser. Mit abnehmendem Wassergehalt
nimmt jedoch auch der Taupunkt ab-, und die Ab^- weichung von o° C -wird leicht meßbar. Eine bloße
Umwandlung einer Phase in die andere, wie z. B. aus der ω- in die undurchsichtige /f-Phase, ist nicht
, von, einer Änderung des. Taupunktes begleitet. Die erfindungsgemäße Druck- und Querquetschbehandlung,
auf Grund deren man die Eigenschaften
ao pilierter Seife erzielt, bewirkt jedoch eine leicht
wahrnehmbare ,Erniedrigung des Taupunkts. Der Betrag dieser Änderung zeigt die Wirksamkeit der
Behandlung an.
Die Kristalle pilierter Seifen sind vorwiegend in der Auspreßrichtung orientiert, wie mikroskopisch
mit polarisiertem Licht gezeigt werden kann. Man untersucht dabei einen zwischen gekreuzten Nicoischen,
Prismen angeordneten dünnen Seifenschnitt (dessen, Breitflächen im wesentlichen parallel der
Auspreßrichtung sind), wobei der Seifenschnitt zu-, erst in, die Stellung maximaler Lichtauslöschung
gebracht und dann um 45° aus dieser Stellung gedreht
wird.
Die Erhöhung der Lichtdurchlässigkeit, in der zweiten Stellung zeigt die Orientierung der
Teilchen, der Probe und unterscheidet pilierte und ausgepreßte Seifen von in einer Form erstarrten
Seifen.
Vorstehend wurden Methoden zum Messen bestimmter Eigenschaften pilierter Seife beschrieben.
Andere solche Eigenschaften, die weniger leicht quantitativ gemessen werden, können, sind: Eine
gleichmäßige: Struktur, ein glatter, wachsartiger Griff, Glanz, die Neigung, beim Einbringen, in
+5 Wasser zu. quellen, jedoch nach dem Trocknen im
wesentlichen, die ursprüngliche Form und das Aussehen wieder anzunehmen, und das Fehlen von, Verwerfungen,
beim Altern. Das sind Eigenschaften, die beim Vergleich des erfindungsgemäßen Erzeugnisses
mit erstarrten. Seifen der gleichen Zusammensetzung leicht erkennbar sind.
Die meisten, Beobachtungen, die als Kriterien für das Vorhandensein oder NichtVorhandensein
charakteristischer Eigenschaften pilierter Seife gelten, können,, können leichter an Seife in. Riegelform
als an Seife in Flocken- oder in einer anderen zerkleinerten Form vorgenommen werden. Indessen
können Vergleiche der Lösungsgeschwindigkeiten, der Transparenz und der Festigkeit auch an Seifenflocken,
gemacht werden, und Röntgenstrahluntersuehungen zur Bestimmung der Phase sowie
dilatoinetrische Meßreihen, zur Bestimmung des Taupunktes sind unabhängig von der Form der
Seife. Die. Erfindung betrifft vorwiegend Seife, mit
den Eigenschaften pilierter Seife, die sich jedoch in
besonderer Form, wie z. B. Flocken, Körnern, Pulver, größeren Stücken, Fäden usw., ebenso gut
wie in der für pilierte Seife üblichen, Riegelform befinden kann.
Elektrolyt- und Wassergehalt der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
Im Gegensatz zu den, bisherigen, Verfahren, bei denen, pilierte Seifen aus weniger als etwa 20%
Wasser und weniger als etwa 1 %, Natriumchlorid
enthaltenden. Seifen hergestellt werden, erhält man
gemäß der Erfindung pilierte Seifen, mit bis zu 35 oder 40%· Wasser und einem hohen Salzgehalt. Der
wesentliche Punkt der Erfindung liegt in dem Verhältnis zwischen Wasser-, Salz- und Seifengehalt.
Die Erfindung basiert daher auf dem möglichen Verhältnisbereich der genannten. Komponenten,
innerhalb' dessen, pilierte Seifen gemäß der Erfindung hergestellt werden, können. Wenn bei einem
hohen Wassergehalt der Salzgehalt zu niedrig ist, erhält man für gewöhnlich eine weiche, undurchsichtige
Seife in der cS-Phase, die nur schwach quillt
und, beim Einlegen in Wasser Sprünge bekommt, die sich nur schlecht löst und kaum schäumt, da
von dem feuchten Riegel nur schwer Seife abgerieben werden kann. Wenn andererseits der Salzgehalt
zu hoch ist, erhält man einen undurchsichtigen "Riegel, der leicht schrumpft, beim Einweichen
wenig Wasser aufnimmt oder kaum quillt, nicht leicht löslich, ist, schlecht schäumt und für gewöhnlich,
vorwiegend in der ω-Phase vorliegt. Die Grenzgehalte an Salz und Wasser von Seifen, die gemäß
der Erfindung in eine pilierte Seifenart umgewandelt werden können, werden nachstehend, ausführlicher
besprochen.
Die Einstellung des Salz- und Wassergehalts der erfindungsgemäßen Seifen auf ein geeignetes Verhältnis
und eine mechanische Bearbeitung und Verdichtung des soi eingestellten Systems zur Umwandlung
in die /5-Phase, genügen, allein zur Erzielung
einer pilierten Seife nicht. Es muß außerdem die Temperatur in einem optimalen Bereich gehalten
werden. Es hat sich gezeigt, daß die Erfindung nur schwierig unterhalb etwa 270 C oder oberhalb
etwa. 52°' C durchführbar ist. Es sind dies die ungefähren
Grenzen, innerhalb' deren Seifen, mit der
plastischen, festen, Beschaffenheit erzeugt werden können, welche Pilieren, Kneten, Auspressen und
ähnliche Behandlungen unter Anwendung von Scherungs.kräften erlauben,. Wenn, die Seife wahrend
der mechanischen Bearbeitung zu hart ist, wird sie nicht durch, den Druck zu einer zusammenhängenden
Masse zusammengepreßt. Wenn, sie zu weich ist (z. B. wenn sie beweglich ist oder wenn
die Form durch die Einwirkung der Schwerkraft oder durch leichten Druck beeinflußt werden kann),
so fehlen dem Endprodukt wichtige Eigenschaften pilierter Seife, z. B. Transparenz, Glanz, Wachsartigkeit,
eine wesentliche Orientierung derTeilchen oder Kristalle: in einer Richtung, Festigkeit und
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eine merkliche Fähigkeit, beim Einlegen in Wasser : dasselbe aufzusaugen. Die Grenzteniperaturen sowie
die optimale Temperatur hängen in jedem ■einzelnen, Fall von dem Salz- und Wassergehalt sowie
von der Zusammensetzung der Fettkomponente der Seife ab. In der Regel ist die zur Erzielung einer
ρ liierten, Seife mit hohem Feuchtigkeitsgehalt erforderliche Temperatur um so höher, je höher der
Titer der Fettsäuren der Seife ist.
ίο In den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
kann das Natriumchlorid durch eine entsprechende Menge jedes anderen mit Seife verträglichen, Natriumsalzes
ersetzt werden, Unter »seifeverträgliches« Salz ist ein solches zu verstehen, welches
die Seife nicht in Fettsäure oder eine saure Seife umwandelt. Saures Natriumsulfat und primäres
Natriumorthophosphat sind Beispiele für mit Seife nicht verträgliche Salze, während seifeverträgliche
Salze unter anderem sind: Natriumchlorid, Natriumcarbonat, tertiäres Natriumorthophosphat, Tetranatriumpyrophosphat,
Pentanatriumtripolyphosphat, Borax und die verschiedenen handelsüblichen Arten von, Natriumsilikat, bei denen das Verhältnis
von SiO2 zu Na2O zwischen etwa 2:1 und etwa
'4:1 liegt. Viele dieser seifeverträglichen Natriumsalze
werden verbreitet als Seifenfüllstoffe verwendet, welche das Aufweichen in Wasser erleichtern,
die laugende Wirkung und die Waschkraft erhöhen oder andere günstige Eigenschaften besitzen.
Ein Gegenstand der Erfindung ist daher die Schaffung gefüllter Seifen, welche in bezeichnendem
Maß die typischen Eigenschaften pilierter Seifen besitzen. ,
Diese seifenverträglichen Salze haben im unterschied!
ichen Grade die Fähigkeit, geschmolzene Seife in dem Kessel auszusalzen, wobei die dazu
erforderlichen absoluten. Mengen für verschiedene Salze und verschiedene Seifen verschieden sind.
Die Mengen, jedes Salzes sind jedoch im Verhältnis zueinander-, unabhängig von der besonderen verwendeten
Seife, praktisch dieselben. Auf ziemlich die gleiche Weise beeinflussen diese Salze diejenigen
Eigenschaften plastischer fester Seifen, mit hohem Feuchtigkeitsgehalt, welche dafür verantwortlich
sind, ob durch Querquetschung und Druckbehandlung der Seife die Eigenschaften pilierter Seife verliehen
werden, können oder nicht,
Zur Durchführung der Erfindung mit. 20 bis 40 °/oiWasser enthaltenden Seifen ist es in der Regel
notwendig, den Salzgehalt auf etwa. 1 bis 12 Gewichtsprozent
einzustellen. Der Rest ist im wesentlichen, alles Seife. Die verschiedenen Salze besitzen
eine verschiedene Wirksamkeit in bezug auf die
Eigenschaften pilierter Seife. Für jedes gilt ein be-, stimmter Verhältnisbereich von Salz zu Seife zu
Wasser, innerhalb' dessen durch Querquetschung und Druck die Eigenschaften pilierter Seife erzielt
werden können. Diese Bereiche können durch graphische Darstellungen angezeigt werden, in
denen der Salzgehalt ais Ordinate gegen den
Wässergehalt als Abszisse aufgetragen ist. Durch Subtraktion, der Summe aus Salz- und Wassergehalt
von 100 % ergibt sich der annähernde Prozentgehalt an, reiner Seife, der noch kleinere Korrekturen
von Bruchteilen von Prozenten für GIycerin, unversedfbare Stoffe, Carbonatalkali usw.,
was noch in, der Seife enthalten, sein kann, benötigt.
Fig. i, 2, 3, 4 und 5 sind solche graphische Darstellungen
für fünf übliche Salze, nämlich Natriumchlorid, Pentanatriumtripolyphosphat, Tetranatriumpyrophosphat,
tertiäres Natriumorthophosphat und Natriumsilikat. Fig. 5 ist ganz allgemein für Natriumsilikate1
verwendbar, bei denen das Verhältnis von SiO2 zu Na2O zwischen ~ 2,5:1 und etwa
3,5 : ι liegt. In jeder der graphischen Darstellungen
ist eine Fläche A zu sehen, innerhalb derer der Anwendungsbereich
der Erfindung liegt. Bei höheren Salz- oder Wassergehalten kann die Erfindung nur
schwierig oder überhaupt nicht durchgeführt werden, da. den durch die Querquetschung und die
Druckbehandlung erhaltenen Erzeugnissen die bezeichnenden Eigenschaften pilierter Seife fehlen,
Die Anwendung der graphischen Darstellung wird nachstehend unter Bezug auf Fig. 1 erläutert. Wenn
eine pilierte Seife mit einem Feuchtigkeitsgehalt von beispielsweise 35% hergestellt werden, soll,
sollte der Salzgehalt auf 1,6 bis 4,35% eingestellt werden.
Diese graphischen Darstellungen sollen, als Anleitung
für die Behandlung der typischen, erfindungsgemäßen Seife dienen, wobei die optimalen Werte
in jedem einzelnen Fall leicht nach den vorstehend erwähnten Eigenschaften der Erzeugnisse'beurteilt
werden können. Allgemein gesprochen liegen für jeden, beliebigen Feuchtigkeitsgehalt gemäß der Erfindung
die geeigneten Salzgehalte auf und dicht an einer geraden Linie, die vom Ursprung (20 % Feuchtigkeit,
ι °/V Salz) zu der diagonal entgegengesetzten Ecke der Flächet führt, Salzgehalte, die weiter
von dieser Linie entfernt liegen, sollten mit einer
gewissen Vorsicht angewendet werden,
Geeignete Fettausgangsprodukte für die
erfindungsgemäßen Seifen
erfindungsgemäßen Seifen
Obwohl vorstehend auf eine Natriumseife aus 80% Talg und 20% Kokosnuß öl Bezug genommen
wurde und man mit dieser Zusammensetzung einen Seifenriegel mit hohem Feuchtigkeitsgehalt mit besonders günstigen Eigenschaften erzielt, sind auch
Zusammensetzungen von etwa 70 bis 85 % Talg und etwa, 15 bis 30% Kokosnußöl für solche Seifenriegel
gut geeignet. Diese Seifen werden, zweckmäßig bei etwa, 38 bis 5201C ausgepreßt oder piliert
und können, wenn sie bei diesen Temperaturen mechanisch bearbeitet und verdichtet werden, vorwiegend
in, die /3-Phase umgewandelt werden (d. h. zu mehr als 50%, wie durch Röntgenanalyse bestimmt
wurde), und man kann, dabei die typischen Eigenschaften pilierter Seife erzielen. Bei steigenden
Mengen, von Kokosnußöl, über etwa ein Drittel der Fettzusammensetzung, wird es-1 immer schwie^
riger, die Seife in eine pilierte Seife umzuwandeln,, obwohl noch Zusammensetzungen mit bis zu 50%
Kokosnußöl verwendet werden können. Wenn der Prozentgehalt an Kokosnußöl in dem Ausgangsfett
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50 %■ weit übersteigt, liegen die so· erzielten Seifen
in vielen Fällen nicht mehr vorwiegend in der /?-Phase vor oder besitzen nicht mehr die beschriebenen
Eigenschaften pilierter Seife.
In der Beschreibung wird Kokosnußöl als spezifisches
Beispiel erwähnt, es gelten jedoch im allgemeinen die gleichen Erwägungen auch für andere
Öle der Kokosnußölgruppe. Unter Ölen, der Kokoenußölgruppe
sind alle pflanzlichen Samenöle oder Fette zu verstehen, bei denen mindestens 50 Gewichtsprozent
der gesamten Fettsäuren, aus Laurin-. und bzw. oder Myristinsäure bestehen. Diese öle
(von denen viele Beispiele in Hilditchs »The Chemical
Constitution of Naturel Fats«, 2. Ausgabe [1947], S. 198 bis 205, gegeben sind) werden, für
gewöhnlich aus den Samen der Glieder der botanischen Familien, der Lauraceen (z. B. Tangkallakkernöl),
der Myristiceen (z. B. Ucuhubanusöl), der Vochysiaeeen (z. B. Jabotykernöl), der Salvadaraceen
(z. B. Khakankernöl), der Simarubaceen (z. B. Dikanußöl) und insbesondere der Familie der
Palmen gewonnen. Kokosnußöl ist das beste Beispiel für ein aus dem Samen eines Gliedes der
Paiknenfamilie gewonnenes öl. Andere nicht beschränkende
Beispiele solcher öle sind jedoch auch Murumuruöl,. Tucumaöl, Cohuneöl, Urikuryöl,
Babassuöl und Palmkernöl.
, Der Faktor, der dafür verantwortlich ist, ob ein bestimmtes Fett eine Seife ergibt, die leicht vorwiegend
in die /?-Phase umgewandelt werden kann
und die typischen Eigenschaften pilierter Seife besitzt, ist nicht die besondere Herkunft des Fettes,
sondern vielmehr die Zusammensetzung der Gesamtheit der darin enthaltenen Fettsäuren. Während
es so möglich ist, die Erfindung mit Seifen durchzuführen, welche aus mehr als 50 Gewichtsprozent
von Ölen der Kokosnußölgruppe enthaltenden Ausgangsmischungen hergestellt wurden, haben
sich doch im allgemeinen Schwierigkeiten bei Durchführung der Erfindung ergeben, wenn mehr
als etwa 40 Gewichtsprozent der Fettsäuren der .Seife gesättigte Fettsäuren mit weniger als
16 Kohlenstoffatomen waren. Talg, weiche Fette
und Palmöl sind Beispiele für Fette, welche entweder
allein oder in Mischung miteinander oder mit Kokosnußöl zur Herstellung der erfindungsgemäßen
Seife verwendet werden können. Stark ungesättigte pflanzliche oder Fischöle werden teilweise
hydriert, wenn sie in wesentlicher Menge in dem Ausgangsfettprodukt verwendet werden sollen,
da ohne Hydrierung die aus ihnen gewonnene Seife für die erfindungsgemäße Behandlung zu weich ist.
Sie können indessen auch in begrenzten Mengen mit anderen stärker gesättigten Fetten gemischt
werden. In der Regel soll die zur Durchführung der Erfindung geeignete Seife aus Fetten mit einer
Jodzahl über 25 gewonnen werden, welche nicht mehr als 40% gesättigte Fettsäuren mit weniger
als 16 Kohlenstoffatomen und mindestens 20 Gewichtsprozent
gesättigte Fettsäuren mit 16 bis 22 Kohlenstoffatomen enthalten.
Wie bei der Herstellung, der üblichen pilierten Seifen ist auch gemäß der Erfindung ein beschränkter
Ersatz des Natriums durch Kalium als Kation der Seife zulässig, solange dieser Ersatz nicht so
weitgehend ist, daß dadurch dem Erzeugnis die charakteristischen Eigenschaften pilierter Seife
verlorengehen. Auf die gleiche Weise kann ein Teil der Natriumsalze durch Kaliumsalze ersetzt werden.
Gleiche Erwägungen gelten für andere seifenbildende Kationen, wie z. B. für das Ammoniumion
oder substituierte Ammoniumionen (z. B. Triäthanolaminseif en).
Die folgenden Beispiele erläutern das erfindungsgemäße Verfahren und die danach hergestellten
Reinigungsmittel. In den Beispielen wurde die Querquetschung und der Druck durch Anpressen,
und zwar während desselben erzielt. Bei dieser Behandlungsart können nämlich die Temperatur,
der Feuchtigkeitsgehalt und der Druck genauer innerhalb der gegebenen Möglichkeiten geregelt
und gemessen werden. Natürlich sind indessen auch andere Mittel zur Anwendung von Scherungskräften
unter Druck möglich, wie z. B. Pilieren und Kneten. Wenn nicht anders angegeben, erfolgte das
Auspressen in den Beispielen durch ein schmales, zylindrisches Mundstück, das aus einer mit Seife q0
gefüllten Kammer in eine andere Kammer führte, wobei jeweils eine Wand jeder Kammer beweglich
war und aus der Oberfläche eines hydraulischen Kolbens bestand. Die zwei Kolben bewegten sich
synchron, jedoch wurde der Druck an jedem KoI-ben unabhängig geregelt. Die Seife wird daher aus
der einen Kammer unter hohem Druck in eine andere Kammer mit einem niedrigeren Druck ausgepreßt,
der jedoch ausreicht, um die Seife in einen zusammenhängenden Riegel zu formen, der dann
in der üblichen Weise geprägt werden kann. Wenn eine solche Seife zum Schmelzen erwärmt wird und
man sie dann ohne Durchrühren durch Abkühlen auf Raumtemperatur erstarren läßt, spricht man
von einer »erstarrten Seife«. ■
Nach dem üblichen Siedeverfahren unter Absetzenlassen wurde Seife aus einem Ausgangsmaterial
der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
23,0 Kokosnußöl
20,0% Fischöl, hydriert zu einer Jodzahl von 70 22,8% Talg 1 Die Mischung wurde L15
28,5% Schweinefett \ zu einer Jodzahl von
5,7% Palmöl j 49 hydriert.
5,7% Palmöl j 49 hydriert.
Zu der geschmolzenen Kesselseife, die 0,4 °/o Natriumchlorid und etwa 30% Wasser enthielt,
wurde in einer Mischvorrichtung so viel Natriumchlorid zugegeben, daß der Salzgehalt 2,75% betrug.
Man ließ die heiße Mischung auf Raumtemperatur abkühlen und erstarren. Dann wurde die
Mischung vierundzwanzigmal durch ein schlitz- 125. förmiges Mundstück von 37,50 - 0,78 mm Durch-
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messer aus einer Kammer in eine andere und zurück gepreßt. Der Druck betrug auf der Seite des hohen
Druckes des Mundstückes zwischen 40,6 und 44,8 kg/cm2 und auf der Seite des niedrigen Drukkes
14,7 kg/cm2. Die Kammern, die Kolbenfläche, die Seiten des Mundstücks und ,die Seife wurden
durch einen Wasserkühlmantel auf einer Temperatur von 43,5° C gehalten. Der erhaltene, unter
Druck in der Auspreßkammer gebildete Seifenriegel war glatt, fest, homogen, wachsartig und
transparent. Er schäumte ohne weiteres an den Händen, quoll beim Einbringen in Wasser beträchtlich
und nahm jedoch nach dem Trocknen im wesentlichen seine ursprüngliche Form und sein
früheres Aussehen wieder an. Seine Bruchfestigkeit betrug, gemessen mit der Mullenprüfvorrichtung,
2,03 kg/cm2. Eine Röntgenanalyse ergab, daß er in der /?-Form vorlag, während eine entsprechende
erstarrte Probe zu etwa 50% aus der ß- und zu etwa 5 o°/o aus der co-Phase bestand. Der ausgepreßte
Riegel wurde mechanisch in bezug auf seine Abnutzungsgeschwindigkeit und sein Schaumbildungsvermögen
geprüft, indem man ihn der mechanischen Einwirkung einer von einem Motor angetriebenen
Bürste und einem Wasserstrom unter geregelten Bedingungen aussetzte, worauf man die
während einer bestimmten Zeit in den durch diese Behandlung gebildeten Schaum enthaltene Seifenmenge
bestimmte. Diese Menge war anderthalbmal so groß als im Fall eines anderen Riegels derselben
Seife, der 2,75% NaCl enthielt und im geschmolzenen Zustand in eine Form gegossen worden war,
worauf man ihn ohne Durchrührung langsam auf Raumtemperatur abkühlen ließ. Die Menge war um
92,5% größer als die in einem Parallelversuch mit einer handelsüblichen pilierten, gekneteten und
geprägten Seife der gleichen Fettzusammensetzung erhaltene Menge, wo"bei diese Seife 140A) Wasser,
- 0,38 VoNaCl, 0,12 °/o Na2 CO3- und 0,2°/o Natriumsilikat
enthielt.
Eine andere Probe der geschmolzenen Kesselseife vom Beispiel 1 wurde teilweise getrocknet und in
einer Mischvorrichtung auf einem Natriumchloridgehalt von 1,5 °/o und einem Wassergehalt von
22,2% eingestellt. Diese Seife wurde in einer Form abgekühlt und dann unter den gleichen Bedingungen
wie im Beispiel 1 ausgepreßt, nur mit der Ausnahme, daß der Druck an der Seite des Hohldruckes
47,25 bis 58,8 kg/cm2 und an der Seite des niedrigeren Druckes 13,16 kg/cm2 betrug. Der erhaltene
Seifenriegel war wachsartiger und transparenter wie der vom Beispiel 1 und hielt auch fester zusammen
(Mullentest 4,8 kg/cm2). Er befand sich in der /J-Phase, während sich der entsprechende nur
erstarrte Riegel in der ω-Phase befand. Die Abnutzungsgeschwindigkeit war um 220% größer als
die des handelsüblichen pilierten Riegels. Der ausgepreßte Riegel besaß die Eigenschaften pil.ierter
Seife, wie z. B. Quellen im Wasser, ohne das Auftreten von Sprüngen und ohne zu zerfallen, und
nahm beim Trocknen im wesentlichen wieder seine ursprüngliche Form und sein früheres Aussehen an.
Eine Mischung von 8ofl/o Talg und weichem Fett
gemischt und 20% Kokosnußöl wurde mit kaustischer Soda nach dem üblichen Siedeverfahren
mit Absetzenlassen verseift. Die Fettmischung hatte eine Jodzahl von 47,5, eine Verseifungszahl
von2i4,3 und einenTiter von 38. Zu der geschmolzenen
Seife wurde in einer Mischvorrichtung so viel Salz und Wasser zugegeben, daß die Mischung
32,4°/o Wasser und .3,8% Natriumchlorid enthielt. Man ließ sie in einer Form erstarren und preßte
sie dann vierzigmal bei 32 bis 380 C durch 122 runde Mundstücke mit einem Durchmesser von
0,8 mm. Der erhaltene Seifenriegel war glatt, homogen, transparent, sah wachsartig aus, schäumte
stark, war fest und lag in der /?-Phase vor.
Eine andere Probe der Kesselseife von Beispiel 3
wurde teilweise getrocknet und dann in der Mischvorrichtung auf 26,4% HpO und 3,8% NaCl eingestellt.
Sie wurde dann wie im Beispiel 3 behandelt, nur mit der Ausnahme, daß das Auspressen
bei 54° C einem Druck von 875 kg/cm2 und durch
ein einziges Mundstück mit einem Durchmesser von 0,8 mm erfolgte. Der erhaltene Seifenriegel
glich dem von Beispiel 3 insofern, als er in der /?-Phase vorlag und ähnliche Eigenschaften pilierter
Seife besaß.
Aus 80% einer Mischung aus Talg und einem nicht eßbaren Schweinefett und 20% Kokosnußöl
wurde nach dem üblichen Siedeverfahren unter Absetzenlassen eine Seife hergestellt. Die gemischten
Ausgangsfette für die Seife besaßen eine Jodzahl von 42,6, eine Verseifungszahl von 213,2 und
einen Titer von 38,7. Der geschmolzenen Seife wurde in einer Mischvorrichtung so viel Salz zugefügt,
daß der Wassergehalt der Mischung 29,5 °/o und der NaCl-Gehalt 1,6% betrug. Nach Einbringen
in eine Form und Abkühlung wurde die Seife vierzigmal bei 29,5 bis 35° C durch 122 Mundstücke
mit einem Durchmesser, von 0,8 mm ausgepreßt.
Man erhielt einen transparenten Seifenriegel, der sich glatt und wachsartig anfühlte und aussah, fest
war und stark schäumte, in der /?-Phase vorlag und eindeutig eine pilierte Seife war.
Nach dem üblichen Siedeverfahren wurde aus einer Mischung von Talg, nicht eßbarem Schweinefett
und Kokosnußöl eine Seife hergestellt. Die gemischten Ausgangsfette besaßen einejodzahl von
41,4, eine Verseifungszahl von 213,8 und einen Titer von 39,3. Die geschmolzene Seife wurde in
einer Mischvorrichtung auf einen Wassergehalt von 3i,2°/o und einen Salzgehalt von 2,43% eingestellt.
Man ließ sie in einer Form erstarren und preßte
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sie dann etwa vierzigmal bei 27 bis 320 C und einem Druck von etwa 875 kg/cm2 durch ein Mundstück
von 0,8 mm Durchmesser. Die erhaltene Seife war in /?-Phase und besaß die für pilierte Seife
charakteristischen Eigenschaften, wie Transparenz, Festigkeit; starkes Schaumbildungsvermögen, leichte
Löslichkeit in Wasser, Wasserbindungsvermögen usw.
Beispiel 7
10
10
Talgkesselseife wurde in der Mischvorrichtung mit Wasser und tertiärem Natriumorthophosphat
gemischt, worauf man die Mischung zu einem Endgehalt von 33,5% Wasser, 7,5% Na3PO4 und
0,58% NaCl abkühlen und erstarren ließ. Sie wurde dann vierzigmal bei 270 C unter einem
Vorwärtsdruck von 105 kg/cm2 und einem Druck beim Zurückpressen- von 5,25 kg/cm2 durch ein
Mundstück mit einem Durchmesser von 0,4 mm gepreßt. Der erhaltene Riegel war glatt, homogen,
fest, transparent und leicht löslich in Wasser und lag in der /3-Phase vor.
, Beispiel 8
Nach dem üblichen Siedeverfahren hergestellte Talgseiife wurde in einer Mischvorrichtung
mit handelsüblichem Niaitriumsilikat mit einem
Si O2-: Na2 O-Verhältnis von 2,58:1 gemischt. Diese
Mischung wurde unter geringem Ausscheiden von Flüssigkeit durch rasches Abkühlen verfestigt und
die feste Seife dann vierzigmal unter Bildung eines Riegels bei 270 C durch ein Mundstück mit 0,4 mm
Durchmesser ausgepreßt. Der Vorwärtsdruck betrug dabei 17,6 kg/cm2 und der Rückwärtsdruck
in der Kammer, in der der Seifenriegel geformt wurde, 7 kg/cm2. Der erhaltene Riegel enthielt
8,5 «/0 festes Silikat, 0,43% NaCl und 36,2VoH2O,
lag in der /?-Phase vor und besaß die charakteristi-
. sehen Eigenschaften pilierter Seife.
Die Kesselseife vom Beispiel 8 wurde in der Mischvorrichtung mit Tetranatriumpyrophosphat,
weiterem Natriumchlorid und Wasser vermischt.
· Diese Mischung wurde ,durch Abkühlen rasch verfestigt,
wobei sich nur wenig Flüssigkeit ausschied, und wurde dann vierzigmal bei 440 C durch ein
Mundstück von 0,4 mm Durchmesser ausgepreßt, wobei der Vorwärtsdruck 7,35 kg/cm2 und der
Rückwärts druck 0,7 kg/cm2 betrug. Der erhaltene Riegel enthielt 10% Na4P2O7, 3,48% NaCl und
37,2°/o H2O. Er befand sich in der /?-Phase und
besaß die charakteristischen Eigenschaf ten pilierter Seife.
Eine andere Probe der Kesselseife vom Beispiel 1 wurde in der Hitze getrocknet und dann in einer
Mischvorrichtung mit Tetranatriumpyrophosphat und Wasser zu einer endgültigen Zusammensetzung
von 5% Na4P2O7, 0,48% NaCl und 22,2% H2O
gemischt. Man ließ die Mischung dann in einer Form erstarren und preßte sie vierzigmal bei einer
Temperatur von 470 C durch ein schlitzförmiges
Mundstück aus, wobei der Druck auf der Seite des hohen Druckes 34,3 bis 44,8 kg/cm2 und auf der
Seite des niedrigen Druckes 8,5 kg/cm2 betrug. Der erhaltene Riegel besaß die typischen Eigenschaften
pilierter Seife.
Eine andere Menge der geschmolzenen Kesselseife vom Beispiel 1 wurde in einer Mischvorrichtung
mit Pentanatriumtripolyphosphat zu einer 5 % Tripolyphosphat und 27,2 fl/o H2 O enthaltenden
Zusammensetzung vermischt. Diese wurde in einer Form bis zum Festwerden abgekühlt und dann
vieründzwanzigmal bei 380 C durch ein schlitzförmiges Mundstück ausgepreßt, und zwar bei
einem hohen Druck von 39,6 bis 42,3 kg/cm2 und einem niederen Druck von 10 kg/cm2. Der erhaltene
Seifenriegel war in der /J-Phase. Er war transparent, fest (Mullenbruchfestigkeitsprüfung
3,2 kg/cm2), wachsartig usw., so daß sich eine typische pilierte Seife ergab.
Dieses Beispiel entspricht Beispiel 11, nur mit der Ausnahme, daß die Endzusammensetzung io%>
Natriumtripolyphosphat und 28,4% Wasser enthielt. Die zum Schluß erhaltene Seife war in der
/?-Phase und besaß die charakteristischen, im Beispiel 11 beschriebenen Eigenschaften pilierter Seife,
obwohl sie etwas weicher war als die Seife vom Beispiel 11.
In den vorstehenden Beispielen kann man auch vorteilhaft an die Stelle des wiederholten beschriebenen
Auspressens eine Pilier- und Knetbehandlung setzen. Es soll jedoch auf eine ausreichende Bearbeitung
der Seife und auf einen nicht zu großen Feuchtigkeitsverlust geachtet werden.
Claims (10)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Verfahren zur Herstellung pilierter Seifen mit hohem Wasser- und Salzgehalt aus einer Mischung von Seife, Wasser und einem seifenverträglichen Natriumsalz als Elektrolyt, wobei die Seife wachsartig und durchscheinend und vorwiegend in der /?-Phase ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Salzgehalt einer in beliebiger Weise gewonnenen Natriumseife, deren Fettansatz ein fettes Öl mit einer Jodzahl von über 25 ist und die mindestens 20% gesättigte Fettsäuren mit 16 bis 22 C-Atomen und nicht mehr • als 40% gesättigte Fettsäuren mit weniger als 16 C-Atomen besitzt, auf 1 bis 12 Gewichtsprozent und der Wassergehalt auf 20 bis 40 Gewichtsprozent eingestellt werden, wobei bei einem höheren Wassergehalt ein höherer Salzgehalt und bei einem niedrigeren Wassergehalt ein niedrigerer Salzgehalt eingestellt wird, und daß man diese Mischung im plastischen festen Zustand bei einer Temperatur zwischen etwa 27 und etwa 520 C, und zwar unterhalb der Erstarrungstemperatur und unterhalb der Temperatur, bei welcher klare Seife in stabilem609 527/513P 7424 IVa/23 eGleichgewicht in dem System existieren kann, jedoch oberhalb der Temperatur, bei welcher die Seife brüchig wird, unter Druck einer Knet- und Verdichtungsbehandlung sowie Scherungskräften aussetzt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Natriumsalz Natriumchlorid), Tetranatpiumpyrophosphat, tertiäres Natriumorthophosphat, Pentanatriumtripolyphosphat, Natri.umsilikat mit einem Si O2-: Na2O-Verhältinis von 2 : ι bis 4 : 1 und zweckmäßig 2,5 : ι bis 3,5 : 1 odier Mischungen, derselben; verwendet werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Natriumchlorid die entsprechenden Salz- und Wassermengen innerhalb einef Fläche liegen, welche in einem Zweikomponentendiagramm durch geradlinige Verbindung der 1 °/o Salz und 20°/o Wasser, 4% Salz und 20 °/o Wasser, 4,5°/o· Salz und 40% Wasser und 1 °/o Salz und 34% Wasser entsprechenden Punkte gebildet wird (Fig. i).
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Tetranatriumpyrophosphat die sich entsprechenden Salz- und Wassermengen innerhalb einer Fläche liegen, welche in einem Zweikomponentendiagramm die geradlinige Verbindung der 1% Salz und 20%> Wasser, 8°/o Salz und 20°/o- Wasser, 8,5 °/o Salz und 27,5% Wasser und ι °/o Salz und 31% Wasser entsprechenden Punkte gebildet wird (Fig. 2).
- 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Pentanatriumtripolyphosphat die sich, entsprechenden Salz- und Wassermengen innerhalb der Fläche eines Zweikomponenten'diagramms liegen, welche durch geradlinige Verbindung der 1 % Salz und 20% Wasser, io°/o Salz und 20% Wasser, 12% Salz und 28% Wasser und 1 %» Salz und 31,5% Wasser entsprechenden Punkte gebildet wird (Fig. 3).
- 6. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Trinatriumorthophosphat die sich entsprechenden Salz- und Wassermengen innerhalb der Fläche eines Zweikomponentendiagramms liegen, welche durch geradlinige Verbindung der 1 °/o Salz und 20% Wasser, 10% Salz und 20% Wasser, 10,5% Salz und 36% Wasser und 1 °A> Salz und 31,5% Wasser entstehenden Punkte gebildetwird (Fig. 4).
- 7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Natriumsilikat die sich entsprechenden Salz- und Wassergehalte innerhalb der Fläche eines Zweikomponentendiagramms liegen, welche durch geradlinige Verbindung der 1 °/o Salz und 20°/o Wasser, 11% Salz und 20% Wasser, 12% Salz und 40% Wasser und 1% Salz und 35% Wasser entsprechenden Punkte gebildet wird (Fig. 5).
- 8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanische Behandlung der Mischung bei einer Temperatur erfolgt, bei welcher die Mischung plastisch fest ist und im wesentlichen aus festen Seifenkristallen und Leimniederschlag oder Seifenleim besteht.
- 9. Verfahren nach Anspruch 1 und 2 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanische Behandlung der Mischung bei einer Temperatur zwischen etwa 27 und 520 C durchgeführt wird.
- 10. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Seife aus einer Mischung von etwa 15 bis 30% Kokosnußöl und etwa 85 bis 70%· Talg hergestellt und daß die mechanische Behandlung der Mischung zwischen etwa 37 und 520 C durchgeführt wird.80Angezogene Druckschriften:
Hefter-Schönfeld, Chemie und Technologieder Fette und Fettprodukte, Bd. IV, S. 208, 209, 365, 246, 247;Ubbelohder Handbuch der Öle und Fette, Bd. 3,Abt. 2, S. 638.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609' 527/513 5. 56
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