DEP0006814DA - Gewinnungsanlage für Torf - Google Patents

Gewinnungsanlage für Torf

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Publication number
DEP0006814DA
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DE
Germany
Prior art keywords
mixer
peat
shafts
extraction device
slurry
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Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Dopp
Ludwig Dr.-Ing. Rasper
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Luebecker Maschinenbau GmbH
Original Assignee
Luebecker Maschinenbau GmbH
Publication date

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Description

Bei der maschinellen Torfgewinnung ist es bekannt, Bagger mit kleiner Leistung und sehr labiler Lagerung des Grabgerätes zu verwenden. Derartige Geräte sind auch mit Torfstrangformmaschinen und Solenablegerbrücken zusammen angewandt worden, wobei diese auf besonderen Wegen entsprechend dem Grabgerät verfahren werden.
Bei diesen kombinierten Anlagen werden zuweilen senkrechte Püttenwände gebaggert, wodurch sich naturgemäß der Nachteil ergibt, dass je nach der Standfestigkeit des Moores des öfteren Ausbrüche vorkommen und damit unvermeidbare Betriebsstörungen hervorgerufen werden. Ein weiterer Nachteil der bekannten Geräte besteht in der durch die Arbeitsweise gegebenen Leistungsbeschränkungen, da bei einer größeren Baggerleistung eine praktische und zufriedenstellende Abnahme der Sodenbretter von der Torfstrangformmaschine und die Weitergabe in den Etagentransportwagen nicht möglich ist.
Die bekannten kombinierbaren Anlagen genügen bei größeren Baggerleistungen nicht mehr den gestellten Anforderungen.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die Nachteile der bekannten Bagger zu vermeiden. Gemäß der Erfindung ist am Baggeraufbau eine Breitorfmischanlage vorzugsweise lösbar angebaut. Dabei können Bagger unterschiedlicher Arbeitsweise und Konstruktion - vornehmlich Eimerketten - oder Schaufelradbagger - Anwendung finden, die im Hoch- oder Tiefschnitt arbeiten und z.B. auf Raupen und Gleisen laufen können. Der von dem Bagger aufgenommene Torf wird unmittelbar in das Breitorfmischwerk entleert. Dort wird der
Torf gegebenenfalls unter Zuführung von Wasser aufgeschlossen, d.h. der kolloidale Zustand wird gelöst, so dass der Torf z.B. nach dem Ausbreiten auf dem Trockenfeld schneller austrocknen kann. Die unmittelbare Verbindung der Baggerung mit der Verarbeitung in der Breitorfmischanlage vermeidet die umständliche und nachteilige Verwendung von Sodenbretter und den Abtransport dieser Bretter.
Die erfindungsgemäße Kombination gestattet eine laufende Förderung, bei der der verarbeitete Torf ohne Schwierigkeiten z.B. in unter dem Auslauf des Breitorfmischwerkes bereitstehende Förderwagen oder unter Einschaltung einer Dickstoffpumpe in eine Druckleitung fortlaufend abgegeben werden kann, so dass eine Unterbrechung zwischen der Aufnahme durch die Fördergefäße, dem Torfaufschluss in der Anlage und der Förderung zum Trockenfeld nicht eintreten kann. Weiterhin ergibt sich noch der Vorteil, dass durch den Einbau der Breitorfmischanlage am Baggeraufbau Gegengewichte gespart werden.
Die lösbare Aufgabe der Breitorfmischanlage hat den Vorteil, dass das Gerät nach der Abnahme der Mischanlage zur Baggerung von insbesondere schwer zu baggerndem Material, wie z.B. von Ton, Lehm, Sand, Kies, Mutterboden usw., verwendet werden kann.
Bei der neuen Anlage kann der Böschungswinkel unterschiedlich eingestellt werden.
Eine einfache Bauform ist gegeben, wenn der Bagger und die Breitorfmischanlage von einem gemeinsamen Antriebsaggregat betrieben werden.
Die Breitorfmischanlage kann in unterschiedlicher Art ausgebildet sein. Vorteilhaft kann die Anlage mehrere, gruppenweise untereinander angeordnete, vorzugsweise mit Schneidmessern versehene Mischerwellen enthalten. Dabei können die Mischerwellen derart ausgebildet sein, dass die oberen Vormischerwellen das Fördergut von der Mitte nach den Seiten und die unteren Nachmischerwellen das Gut von den Seiten nach der Mitte fördern, wobei vorzugsweise die beiden Mischräume, durch eine Wand getrennt, nur an den Enden der Mischerwellen miteinander in Verbindung stehen.
Bei einer derartigen Breitorfmischanlage wird der oben in die Mitte zugeführte Torf zunächst von den Vormischerwellen innerhalb des oberen Raumes unter Bearbeitung nach außen gefördert, dort fällt er in den unteren Raum und wird dort von den Nachmischerwellen zur Mitte gedrückt und kann dann nach unten aus dem Mischerwerk herausfallen.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung am Beispiel eines Tiefbaggers schematisch in Seitenansicht und Grundriss dargestellt.
An dem Tiefbagger a, der mit seiner heb- und senkbaren Eimerleiter, wie in der Seitenansicht dargestellt, eine 45°-Böschung herstellen kann, ist eine Breitorfmischanlage b angebaut. Der von den Eimern c aufgenommene Torf wird an der Entleerungsstelle - in dem beschriebenen Fall am Antriebsturas d - aus den Eimern geschüttet und fällt dem Breitorfmischwerk unmittelbar zu. Dort wird der Torf gegebenenfalls unter Zuführung von Wasser aufgeschlossen, d.h. die Kolloidverbindung, die die Torffasern bilden, werden gelöst und gestatten ein schnelleres Austrocknen des Torf nach dem Ausbreiten auf dem Trockenfeld.
Unter der Eimerentleerungsstelle ist das Breitorfmischwerk symmetrisch angeordnet, das aus einem geschlossenen Behälter mit einer waagerechten Zwischenwand besteht und zwischen mehreren Vormischerwellen h und zwei oder mehrere Nachmischerwellen 1 enthält, die mit hoher Umdrehungszahl laufen. Die oberen Vormischerwellen sind mit Schneid- messern besetzt, die den Torf- in Pfeilrichtung: siehe Zeichnung "Grundriss" - beiderseitig jeweils von der Mitte nach außen fördern. An den äußeren Behälterseiten sind in der Zwischenwand des Kastens Öffnungen vorgesehen, durch die der Torf den darunter liegenden Nachmischerwellen zufällt. Die unteren Nachmischerwellen sind ebenfalls mit Schneidmessern besetzt, die den Torf im unteren Behälterteil - in Pfeilrichtung: siehe Zeichnung "Grundriss" - gegenläufig zur Mitte fördern.
In der Mitte des oberen Behälterteiles ist eine Öffnung e zur Beschickung und im unteren Behälterteil in der Mitte eine Öffnung f zur Entleerung vorgesehen. Die untere Öffnung kann durch eine Klappe verschlossen werden.
Durch die Verbindung des Baggers mit eingebautem Breitorfmischwerk ist eine laufende Förderung möglich, da die Förderwagen g unter dem Auslauf des Breitorfmischwerkes bereit stehen, so dass eine Unterbrechung zwischen der Aufnahme durch die Fördergefäße, dem Torfaufschluss innerhalb der Breitorfmischanlage und der Verladung in die Förderwagen nicht eintreten muss. Eine besonders vorteilhafte Lösung stellt die Abförderung des Breitorfes durch Druckrohrleitungen dar.
Für die Zuführung des Mischwassers, das z.B. aus Moor genommen werden kann, kann auf dem Bagger eine Kreiselpumpe vorgesehen sein. Die Saugrohrleitung wird bei Verwendung von Eimerbaggern z.B. an der Eimerleiter ins Wasser geführt und der Saugstutzen von einer besonderen verstellbaren Aufhängung gehalten.

Claims (4)

1. Gewinnungsgerät für Torf und dergleichen, gekennzeichnet durch eine am Baggeraufbau, vorzugsweise lösbar angebaute, Breitorfmischanlage, wobei vorzugsweise der Bagger und die Breitorfmischanlage von einem gemeinsamen Antriebsaggregat antreibbar sind.
2. Gewinnungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Breitorfmischanlage mehrere, gruppenweise untereinander angeordnete, vorzugsweise mit Schneidmessern versehene, Mischerwellen enthält.
3. Gewinnungsgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischerwellen derart ausgebildet sind, dass die oberen Vormischerwellen das Fördergut von der Mitte nach den Seiten und die unteren Nachmischerwellen das Gut von den Seiten nach der Mitte fördern, wobei vorzugsweise die beiden Mischräume, durch eine Wand getrennt, nur an den Enden der Mischwellen miteinander in Verbindung stehen.
4. Gewinnungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass unter Zwischenschaltung einer Dickstoffpumpe und kugelgelenkig angeordneter Verbindungsrohre der Breitorf in Druckleitungen auf das räumlich weit von der Gewinnungsstelle entfernte Trockenfeld gepumpt wird.

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