DEP0006760DA - Träger, insbesondere für den Grubenausbau - Google Patents
Träger, insbesondere für den GrubenausbauInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Träger und Stützen, die sich besonders zur Verwendung als Kappen im Abbaustreb und als Ober- und/oder Unterstempel von Grubenstempeln eignen.
Allgemein ist erfindungsgemäß der Träger bzw. die Stütze aus zwei oder mehreren Profilstäben zusammengesetzt, die durch Verschweißen, Verbolzen, Verpressen oder sonstwie miteinander verbunden sind und als oder zum Teil aus Stahl, Leichtmetall oder einem sonstigen Werkstoff bestehen.
Im einzelnen besteht die Erfindung in geeigneten, besonders druck- und biegefesten Formen der Profilstäbe, günstigen Kombinationen aus Stahl und Leichtmetall sowie zweckmäßigen Lösungen für die Vereinigung der Teile miteinander, wie sie des näheren im folgenden unter Bezugnahme auf die Abb. 1 bis 31 der anliegenden Zeichnung erläutert sind.
Abb. 1 zeigt eine teilweise Schnittansicht eines aus dem Oberstempel a, dem Unterstempel b und dem Schloss c bestehenden Grubenstempels. Der Oberstempel besteht beispielsweise aus einem Leichtmetall -I- Stab mit Verstärkungslängs- und querrippen und Auflagen d aus Stahl. Die Stahlauflagen werden verwendet, um eine gefährliche Funkenbildung, wie sie bei der starken Reibung des Oberstempels a in dem aus Stahl bestehenden Schloss c eintreten kann, zu vermeiden. Die Stahlauflagen d können dadurch mit dem I-Stab aus Leichtmetall verbunden werden, dass ihre Bänder um die Flanschen des I-Stabes gefalzt werden, wie die Abb. 1 und 27 zeigen. Sie können aber auch, wie in Abb. 2 gezeigt, mit Ansätzen f in das Material des I-Stabes in warmen Zustand eingepresst werden. Das Schloss c besitzt an der Unterseite einen kastenförmigen Ansatz g, der über den Unterstempel b passt, welcher aus Leichtmetall bestehen kann und dann beispielsweise durch Bolzen oder Nieten mit dem Ansatz g verbunden wird. Die Abmessungen von Ansatz g und Unterstempel können natürlich auch so sein, dass der Ansatz g nicht über, sondern in den Stempel b greift.
Die Abb. 3-9 zeigen Kastenprofile, wie sie sich vornehmlich zur Verwendung als Stahlkappe im Abbaustreb eignen, aber zum Teil auch als Ober- und Unterstempel von Grubenstempeln geeignet sind. Gemäß Abb. 3 sind zwei M-Stäbe an ihren Flanschenkanten zusammengeschweißt, wobei die mittleren Stege sich als eine wesentliche Verstärkung des entstehenden Kastenprofils auswirken. Das Kastenprofil der Abb. 4 besteht aus einem U-Stab mit einem an seine Flanschenkanten angeschweißten Flachstab. Gemäß Abb. 5, 6 und 7 besteht der Träger aus zwei mit ihren Flanschen ineinander gestülpten U-Stäben die bei h miteinander verschweißt sein können. Wie Abb. 6 zeigt, kann der Steg des äußeren U-Stabes mit Arrettierungen i für die Flanschenenden des inneren U-Stabes versehen sein. Die Stäbe können auch durch Einpressungen k zusammengehalten werden. Das Kastenprofil der Abb. 8 ist aus drei an den Flanschen miteinander verschweißten I-Trägern zusammengesetzt. Abb. 9 zeigt ein Profil aus einem M-Stab, der ähnlich wie in Abb. 4 durch einen Flachstab abgeschlossen ist. Gemäß Abb. 10 und 11 sind zwei U- bzw. M-Stäbe mit den Rücken ihrer Stäbe zusammengeschweißt. Der Träger der Abb. 12 ist aus zwei I-Stäben zusammengesetzt, die als Verstärkungen bzw. Versteifungen Längsmittelrippen besitzen. Die Ausführungen der Abb. 13 und 14 entsprechen im wesentlichen demjenigen der Abb. 3 bzw. 12, nur dass die Hauptstege der Stäbe im Gebrauch in senkrechten Ebenen liegen. Der Träger der Abb. 15 besteht aus einem I-Stab mit zwei aufgeschweißten Flachstäben. Der Träger der Abb. 16 entspricht etwa dem der Abb. 4, nur bei der Anwendung um 90° verdreht.
Es ist manchmal erwünscht, dass an den Gleitflächen zwischen dem Oberstempel und dem Schloss von Grubenstempeln eine starke Reibung entsteht. Um dies zu erreichen, können die Flächen der für den Oberstempel verwendeten Stützen durch entsprechende Formgebung unter Bildung von Nuten oder Vertiefungen vergrößert werden, wie dies in Abb. 17, 18, 19 und 26 dargestellt ist.
Der Träger bzw. die Stütze der Abb. 20 besteht aus zwei U-Stahlstäben mit einem mittleren Verstärkungs- und Versteifungssteg m, vorzugsweise aus Leichtmetall. Ein Profil hoher Druck- und Biegefestigkeit ist auch dasjenige gemäß Abb. 21, welches aus einem inneren und einem äußeren Paar von U-Stäben besteht. Von
diesen Stäben können die inneren aus Leichtmetall und die äußeren aus Stahl bestehen, oder umgekehrt. Die Stoßfugen liegen wie gezeigt, in zwei verschiedenen, sich kreuzenden Ebenen.
Will man Träger oder Stützen verwenden, die in der Hauptsache aus Leichtmetall bestehen, so wählt man die Ausführungen der Abb. 22-27, die einen mittleren Kern n geeigneten Querschnitts aus Leichtmetall und einen Mantel oder Auflagen d aus Stahl besitzen. Die Auflagen können auflegiert oder aufgeschweißt werden, sie können durch Einpressungen (Abb. 22, 23) oder durch Vorsprünge und Ansätze (Abb. 2, 24, 25, 26) im warmen Zustand mit dem Kern verbunden sein oder ihre Ränder durch Umfalzen (Abb. 27) mit dem Kern fest verbunden werden.
An Stelle von Stahl können auch andere Metalle mit hohem Reibungskoeffizienten für die Mäntel oder Auflagen Verwendung finden.
Die verschiedenen Profile gemäß Abb. 28 bis 31 werden vorwiegend für Träger, und zwar für Kappen verwendet. Hierbei kann die Stahlkappe aus zwei Hälften gepresst oder geschlagen werden, sodass in oder an den Profilen vorzusehende Rippen und Butzen o o.dgl. mit eingepresst oder eingeschlagen werden. In den Ausführungen der Abb. 28, 30, 31 greifen die Flanschen der Profile durch schräge oder abgesetzte Flächen derart übereinander, dass die miteinander vernieteten, verbolzten oder Verschraubten Profile bei Belastung wie ein Träger aus einem Stück wirken. Bei der Ausführung der Abb. 29 sind zwei I-Profile durch Zwischenstücke p so zu einem Träger verbunden, dass zwischen den Flanschen ein Spielraum bleibt.
Soweit die Profile als Kappen Verwendung finden, können sie an den Rändern mit Zähnen r o.dgl. versehen sein, die Arrettierungen für die Köpfe der unter Kappen zu setzenden Stempel bilden, vgl. insbesondere Abb. 5 und 8.
Claims (16)
1. Träger, insbesondere für den Grubenbau, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus mehreren Profilstäben zusammengesetzt ist, die durch Verschweißen, Verbolzen, Verpressen o.dgl.
miteinander verbunden sind und ganz oder zum Teil aus Stahl, Leichtmetall oder einem sonstigen Metall bestehen.
2. Träger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger einen kastenförmigen Querschnitt hat und aus einem U-, I- oder M-Stab und einem an die Flanschenkanten des letzteren angeschweißten Flachstab besteht (Abb. 4, 9, 15, 16, 23).
3. Träger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger einen kastenförmigen Querschnitt hat und aus zwei U-Stäben besteht, die mit ihren Flanschen ineinander gesetzt sind (Abb. 5, 6, 7).
4. Träger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die aneinanderliegenden Flanschen der U-Eisen Einpressungen aufweisen (Abb. 7).
5. Träger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger einen kastenförmigen Querschnitt hat, der durch wenigstens einen in einer mittleren Längsebene verlaufenden Steg verstärkt ist (Abb. 3, 8, 9, 13, 14, 15, 17, 18, 19, 20, 23).
6. Träger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus zwei M-Stäben besteht, die mit ihren Flanschenkanten aneinandergeschweißt sind (Abb. 3, 13, 12, 18, 19).
7. Träger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus zwei mit ihren Flanschen verschweißten U-Stäben und einem in Längsmitte parallel zu den Flanschen besteht (Abb. 20).
8. Träger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus einem U-Stab, einem auf dessen Flanschen aufgeschweißten Flachstab und einem in den so gebildeten Kasten eingesetzten Kreuzstab besteht (Abb. 23).
9. Träger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus drei an ihren Flanschenkanten miteinander verschweißten T-Stäben besteht (Abb. 8).
10. Träger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus zwei ineinandergesetzten, von je zwei mit den Flanschen zusammengeschweißten U-Stäben gebildeten Kastenprofilen besteht, deren Schweißnähte in sich kreuzenden Ebenen liegen (Abb. 21).
11. Träger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus zwei U-, M- oder ähnlichen Flanschenprofilen zusammen-
gesetzt ist, die an ihren Stegbrücken miteinander verschweißt sind (Abb. 10, 11, 12).
12. Träger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus einem Leichtmetall-Voll- oder Hohlstab mit an entgegengesetzten oder allen Seiten vorgesehenen Auflagen aus Stahl oder anderem Metall besteht, die mit dem Kern durch Pressen, Falzen oder Einbettung von Ansätzen verbunden sind (Abb. 2, 22, 24, 25, 26, 27).
13. Träger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus zwei mit Rippen, Butzen o.dgl. versehenen, vorzugsweise durch Schlagen oder Pressen hergestellten Flanschenprofilstäben besteht, die derart durch Bolzen, Nieten o.dgl. gekuppelt sind, dass die Flanschen sich mit entsprechend abgesetzten oder abgeschrägten Teilen übergreifen, dass der Träger in der Hauptbelastungsachse wie ein solcher aus einem Stück wirkt (Abb. 28, 30, 31).
14. Träger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus zwei I-Stäben besteht, die durch Zwischenstücke derart miteinander verbunden sind, dass zwischen den Flanschen der beiden Stäbe ein gewisser Abstand bleibt (Abb. 29).
15. Träger nach Anspruch 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass entgegengesetzte Seiten des Trägers zur Erzielung einer größeren Reibungswirkung (Nutenreibung) Längsrippen,
-nuten oder -vertiefungen aufweisen (Abb. 14, 17, 18, 19, 26).
16. Aus in Ober- und Unterstempel von Stützen gemäß Anspruch 1 gebildeten Grubenstempel, dadurch gekennzeichnet, dass das Stempelschloss an seiner Unterseite einen kastenförmigen Ansatz aufweist, der über oder in den Unterstempel passt.
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