DEP0003017BA - Verfahren zur Herstellung von druckfesten Formlingen aus Flugaschen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von druckfesten Formlingen aus Flugaschen.Info
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Description
Die Verwertung der in großen Mengen anfallenden Steinkohlenflugaschen zur Herstellung von druckfesten Steinen oder sonstigen Formlingen scheiterte bisher daran, daß diese Flugaschen weder im trockenen noch feuchten Zustande auch nicht unter Anwendung von Druck abbinden. Das Gleiche gilt auch für schlecht abbindende Braunkohlenflugaschen.
Durch das vorliegende Verfahren ist es auf einfache Weise gelungen, ohne daß ein Glühprozess in der üblichen Weise bei ca. 1000°C durchgeführt zu werden braucht, Steinkohlenflugaschen und auch schlecht abbindende Braunkohlenflugaschen zur Herstellung von druckfesten Steinen o.dgl. zu verwerten.
Der Erfindung liegt der Gedanke zu Grunde die im ausgeglühten oder auch nicht geglühten Zustand zur Verwendung gelangenden durchzufeuchtenden Flugaschen mit Kalk bis zu 10% in Form einer wässrigen Aufschlämmung zu vermahlen, wobei durch das nahe Aneinanderbringen der Reaktionskomponenten auf der feinkörnigen Grundsubstanz Oberflächenzemente gebildet werden, welche die Härte der geformten Steine o. dgl. beim Lagern bewirken.
Die auf diese Weise hergestellten Massen, die nur in Formen ausgestrichen zu werden brauchen, sind wasserbe-
ständig und genügen in Bezug auf Festigkeit den für die Anwendung, z.B. im Innenausbau, für Isolationszwecke u. dgl., zu stellenden Ansprüchen.
Das neue Verfahren läßt sich jedoch besonders vorteilhaft bei der Herstellung von höhere Druckfestigkeiten aufweisenden, dabei wasserbeständigen Steinen, Platten oder sonstigen zu formenden Teilen anwenden, wenn der noch im feuchten Zustande befindliche Formling einem Druck von 300 kg/cm(exp)2 und darüber ausgesetzt wird, sodass durch die dabei erreichte innige Berührung der Reaktionskomponenten auf der feinkörnigen Grundsubstanz eine stärkere Oberflächenzementbildung eintritt, welche die relativ hohe Festigkeit der geformten Teile bei ihrer Lagerung bewirkt.
Ausführungsbeispiel I:
Eine Steinkohlenflugasche wird durchgefeuchtet und dann 24 bis 48 Stunden in einem Silo gelagert, um eine gleichmäßige Verteilung der Feuchtigkeit zu erreichen. Anschließend wird diese Flugasche mit 2% aufgeschlämmten gebranntem Kalk vermahlen und in Formen zu Steinen ausgestrichen. Die hergestellten Formlinge erhärten infolge der durch das nahe Aneinanderbringen der Reaktionskomponenten eingetretenen Bildung der Oberflächenzemente auf der feinkörnigen Grundsubstanz und ergeben bereits nach einigen Tagen oder Wochen Lagerung einen wasserbeständigen Stein, dessen Festigkeit den für die Anwendung im Innenausbau zu stellenden Festigkeitsansprüchen genügt.
Ausführungsbeispiel II:
Die wie im Beispiel I durchgefeuchtete und gelagerte Steinkohlenflugasche wird mit 5% aufgeschlämmten gebranntem Kalk vermahlen und in noch feuchtem Zustande in Formen zu
Steinen, Platten o. dgl. Gegenständen unter Anwendung eines Druckes von 800 kg/cm(exp)2 verpresst. Durch die infolge des Druckes erzielte innige Aneinanderfügung der Reaktionskomponenten ergibt sich eine noch stärkere Oberflächenzementbildung, sodass die Presslinge durch die Lagerung eine Druckfestigkeit erhalten, die der der Mauerziegel entspricht. Dabei sind die nach dem neuen Verfahren hergestellten druckfesten Steine wasserbeständig; je nach der Kornfeinheit und der Dauer der Lagerung läßt sich die Festigkeit in den gewünschten Grenzen beeinflussen.
Claims (2)
1.) Verfahren zur Herstellung von druckfesten Formlingen aus Steinkohlenflugasche oder schlecht abbindenden Braunkohlenflugaschen, dadurch gekennzeichnet, dass die Flugasche durchfeuchtet und mit höchstens 10% Kalk in Form einer wässrigen Kalkhydrataufschlämmung vermahlen und hierauf in Formen ausgestrichen wird.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die noch feuchten Formlinge einem Druck von 300 kg/cm(exp)2 und darüber ausgesetzt werden.
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