DEP0002662DA - Herstellung von Kunststeinmassen - Google Patents
Herstellung von KunststeinmassenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Kunststeinmassen insbesondere für Leichtsteine mit kieselsäurehaltigen Bestandteilen. Durch sie soll die Aufgabe gelöst werden, einerseits die Fertigungskosten zu senken, anderseits die Güte der erzeugten Kunststeine zu verbessern. Bei den bisher bekannten Kunststeinmassen werden die kieseligen Bestandteile in Form von Sand oder Quarzmehlen zugegeben. Die Aufbereitung des Sandes, namentlich aber die Feinaufbereitung der mehlartigen Bestandteile, ist umständlich und kostspielig.
Demgegenüber besteht das Neue der Erfindung im wesentlichen in der Verwendung von Abrieben kieselsäurehaltiger Gegenstände, insbesondere von Glasschleifereiabrieben. Diese Abriebe lassen sich ohne weiteres verwenden, sie bedürfen also keiner besonderen Aufbereitung, wie Vermahlen, Sieben o.dgl. Hierdurch wird die Kunststeinherstellung verbilligt. Weiter besteht der Vorteil, daß der Feinheitsgrad der Schleifereiabriebe den der bisher verwendeten, künstlich hergestellten mehligen Zuschläge noch übertrifft. So gingen bei einem Siebversuch 95% des Abriebes durch ein Sieb mit einer Maschenweite von 0,04 mm.
Der Abrieb der Glasschleifereien, der sich im wesentlichen aus Schleifscheiben- und Glasabrieb zusammensetzt, kann z.B. als Zuschlag zu Schwerbetonmischungen verwendet werden. Mit besonderem Vorteil eignet er sich aber zur Herstellung von Leichtsteinmassen und zwar sowohl von Zementleichtbeton, insbesondere mit nachträglicher Dampfhärtung, als auch von Kalkleichtsteinen, insbesondere unter Bildung von Kalziumhydrosilikat. Gerade bei diesen Leichtsteinen begünstigt der grosse Feinheitsgrad der Abriebe die Erzielung hoher Festigkeitswerte. Ausserdem lassen sich durch den hohen Fein-
heitsgrad und durch die weitgehend gleichmässige Körnung bei guten Druckfestigkeiten wesentliche Bindemittelmengen einsparen, wodurch zugleich die Güteeigenschaften insbesondere hinsichtlich Schwindneigung undWasserundurchlässigkeit verbessert werden.
<NichtLesbar>
Ferner wird ein wesentlicher wirtschaftlicher Fortschritt insofern erzielt, als die in grosser Menge anfallenden Schleifereiabriebe, die bisher als wertloser Abfall behandelt wurden, einer nutzbringenden Verwertung zugeführt werden.
Beispiel
Zur Herstellung eines Kubikmeter Leichtbeton kann beispielsweise folgendes Mischungsverhältnis gewählt werden:
Zement 200 kg
Schleifereiabriebe 220 kg
Wasser 200 Liter
Treibmittel 2 Liter.
Die hierzu verwendeten Abriebe einer Glasschleiferei hatten etwa folgende Kieselsäure-Gehalte:
freie SiO(sub)2 60%
gebundene SiO(sub)2 25%.
Der so hergestellte Leichtbeton hat ein Raumgewicht von etwa 500 kg/m(exp)3 bei einer Festigkeit von etwa 35 kg/cm(exp)2.
Die Erfindung ist natürlich nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, vielmehr sind noch mancherlei Abänderungen desselben sowie andere Ausführungen und Anwendungen möglich. So könnten die Mischungsbestandteile der Kunststeinmasse je nach dem Verwendungszweck und je nach der gewünschten Rohwichte und Festigkeit andere Zusammensetzungen haben. Ebenso könnten Schleifereiabriebe anderer Herkunft eine abweichende Zusammensetzung ihrer Bestandteile und andere SiO(sub)2-Gehalte ergeben.
Claims (4)
1.) Verwendung der Abriebe kieselsäurehaltiger Gegenstände, insbesondere der Glasschleifereiabriebe, zur Herstellung von Kunststeinmassen.
2.) Verwendung der Abriebe nach Anspruch 1 bei der Herstellung von Leichtsteinen, insbesondere mit Kalk, Zement, Gips, <Nicht lesbar> Lehm und anderen Bindemitteln.
3.) Verwendung der Abriebe nach Anspruch 1 bei der Herstellung von Zementleichtbeton, insbesondere mit nachträglicher Dampfhärtung.
4.) Verwendung der Abriebe nach Anspruch 1 bei der Herstellung von Kalkleichtsteinen, insbesondere unter Bildung von Kalziumhydrosilikat.
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