DEP0001655BA - Verfahren und Vorrichtung zum Kühlen von Räumen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Kühlen von Räumen.Info
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Description
-JUr. HSLLlGEFc
Patentanwalt
Patentanwalt
Berlin-Zehlendorf, den 15.4»5© 3chwe itaerstr* 36 Mein Zeichen
Jon·Alfred Sichter, Berlin 0 17» Warscbauerstr.35
Verfahren und Torrichtung HUSi Kühlen -von
Räumen.
Es sind HiIhI-und Gefrierräume bekannt* in denen Dder nebea denen ein Yerdampfer einer in bekannter ?eise ausgebildeten Kälte*
anlag© angeordnet ist, über decsen Fühlfläehen die Raumluft durch einen Ventilator umgewälst wird. Fine Anlag© dieser "bekannten Art
ist in Abbildung 1 und 2 in Ansicht und Aufsicht sohematisch dar* gestellt.
im der Wand des Kühlraum© s ist ein Verdampfer 1 angebracht, der aus glatten Eöhr©& ader aus Pvippenrohren ©der aus Rohren mit
aufgesetzten Lamellen in üblicher Peise bestehen kann und durch
eine Luftleitwahd rom Kühlraum getrennt ist* unter dem Verdampfer 1 si-tsst eine Tropfrinne 5» während an der Decke des Eühlraumes ober=
halb des Verdampfers ein Ventilator 4 angeordnet ist« Der Vcrdamp« fer i&t in das System, einer Kältemaschine in der üblichen Aeise an«
geschlossen und überträgt die erzeugte Kälte oders besser gesagt, bimdeb di® suströmende »'/arme der umgewälzten Luft und kühlt damit
den Raum, in dem das Kühlgut gelagert ist.
Bei den Ter&fern Üblicher Bauart rechnet man entspre« chend der Luftgeocb^indigteit von 1 bis 3w'bbo mit Wärmeübergangs«
zahlen, die zwischen 8 und 12 SE/qm-~st~°a liegen. Die E1UbIflache des Verdampfers muß verhältnisiaaßig groß sein, darait bei der ange«
führten Luftgeschwindigkeit eine genügende S<©übertragung gewähr« leistet ist. Dabei ab^r schlägt sich die Luftfeuchtigkeit in Form von
Seif an d©xi bohren besw. Lame ilen nieder und die Wärmeübertragung wird ssunehmead geringer, do daS nach kurzer Betriebsaeit der ver»
dämpfer ruhen laiaS« Bei Eühlanla^pn, bei denen die tiefste Tempara* tar über dem Gefrierpunkt liegt, taut dann der Reif auf den Kühl=
flächen ab und sammelt sich als Schwitzwasser in der feopfrinne 5,
Bei Ge frier räume η 7/ürde infolge der niedrigen Temperaturen des !Kühlraum©s der Seif überhaupt nicht abtauen« Um Irotadem die
lühl'flSchen wieder von Seif frei %a machen, werden die Vors at swan« de 2 isoliert und die in ihnen vorgesehenen Luft Öffnungen mit KLap=
pen versehen. Ton Zeit au Zeit werden nun die Luftwände mittels der vorgehenen Klappen nach dem Gefrierraum abgeriegelt} eine mrcei? dem
Kühlsystem angebracht® leitung oder eine über df m Kühlsystem be« findliche 7asse;rberieselungBanlage wird in Tätigkeit gesetzt "und
taut den Heif von den Hohren ab.
üblicherweise arbeiten die ICäXteanlagen etwa 2o i<&nes ifäh x&nß. die dareuf folgenden 4o lila« sum Abtauen dienen« Die Kalt®*=
m&SöMÄ wird also praktisch säur etwa 1/3 der 2®it ausgenutzt (täglich etwa 8-io stunden), während 2/3 der Zelt (täglich 16-14
Stunden) auf das Abtauen entfallen. Zur Brsielung einer be* stimmten Mlteleistung muß also die Kältemaschine etwa dreimal
so groß bemessen werden, als wenn si« kontinuierlich arbeiten
Ä'ürde man bei diesen bekannten Ausführungsformext den dämpfer kleiner machen, so müßte zur Erzielung der gleichen Kai*
teleistung die Temperatur· in den Tterdampferrohren niedriger sein, so daß sich mehr Feuchtigkeit oder Heif abscheidet, was au einem
sehr unerwünschten Austrocknen des Kühlgutes» also au hohen Kühl» raumverlusten führt* hin aweiter Hachteil besteht darin, daß der
Tsrdampfer, namentlich bei eng gestellten Bohren vollkommen ver* eist-j so daß die Anlage iron Zeit zu Zeit außer Betrieb ^esetst
werden muß, bis die Vereisung wieder beseitigt ist» Dies führt eu schädlichen Schwankungen der Mhlraumtemper&tur, Das Bestreben geht
also stet« dahin, den Verdampfer so ^roB wie möglich zu machen*
Der Anmelder hat nun diese Anschauungen als ein technisch nicht begründetes Vorurteil erkaant und sich erstmalig entschlossen,
den verdampf©r wesentlich kleiner al« bisher 1blich m machen, Gleichseitiar hat er i?ie Qeschwindi^keit der umgewälzten Luft beim
Durchströmen dei'Verdampf&rs erheblich gesteigert und verwendet bei» apielsweise Luftgeschwindigteiten Ton 6-12ia/sec, Grundsätalich wird
nach der Erfindung die Luftgeschwindigkeit ss groß gewählts daß sich T9"?aer Schwitzwasser noch Reif aß de ι HtÖiren fssbsetsen kanne
Durch eine entsprechend versetzte Anordniang der Terdampferrohre und enge ;>uerschnitt® mactxaa^ix^ awische-n. den Rohren läßt sieh die=
ses Ziel auch schon bei geringeren Luftgeschwindigkeiten erreichen.
Dieses Verfahren hat den Torteil, daß infolge der hohen Luftgeschwindigkeit and der stän-ij-g von Heif frei bleibenden Rohre,
färmeübergangäsahlen nach den heutigen Erfahrungen der i%chnik je nach Luftgeschwindi^fceit bis 1oo WE/q,m-Bt-°O erreicht werden können*
Damit ergibt sich ©ine wesentlich kleinere Verdampferoberflache,
die
ganz bedeutende Ersparnisse as Material, Platz und Bersfc®!lungs-
aur Folge hat* Bei der ^©messung der Kälte mas slain© bra.iieh.fc auch keine Hucksicht me br auf die ge it für das Abtauen dee ?er«
cppfer^s genommen zu werden* Die lig±tocs±x|5& Fühlanlage braucht nur so groß bemessen sra werdenj daB die E3i3.temascM.ne bei ununter*
brochensia Betrieb die erforderliche Kälteleistung für maxtisal® Beschickung im Hochsoioiaer emeugtw In der Praxis brauch!» man also
die Kältemaschine nach de ti· neuen Erfahren nur noch ein drittel bis halb ao groß su bauen wie bei Kühlanlage η bekanntem? Bauart
und gleicher Leistung»
i®ii®^ ist noch zu berüeJtsiclitigeii» daB sröBere AnIaE^a5 di®
wegen Ihrer Groß© mn? als waesergekütilte Anlagen gebaut werden könn^sn, nuii, ^wenn sie nach dieaeai Verfahren erstellt werden^
als luftgeiEühlte iinlage sebaüt werden kBim©iL} wodurch weitere Hör«*
steHuogs-oind ^e'briebskoafcen trs^art werden»
In weiterer Atiafeetaltuag des Irfindun^spTSdankens wird di« aus d©E Verdampfer abströmende Jjntt über Iralll'laclie» oder dergl*
Xn einen MÜsehraum geführt» Dabei nimmt die X/taft unter ruEu£ ilrrer ^eacMindigkeit eine relati-ys Feuchtigkeit von
wobei nur die darüber hinausgehende Feuchtigkeit aasfällt, W rend die Luft bei den b©kann.ten Ausführungen armen ö® -nach der
peTatuT der yerdampfsrrohre oine relative 5"©uchtigfc©it «wischsm
85 und 95/5 hat# strömt somit; lie Luft "bei &€r neu©n Äusführimgs«
form mit 1oo^ ig©r Luftfeuchtigkeit wieder in den Iiühlraums so daß ein Axisbroclsinen dea iTühl^tes nicht mehr stattfindet. Bs wird
also der ideale Zustand d@r modernen Kühlung » möglichst fet^ehte Luft bei tiefer lemperatur, Tollkosmen erreicht» Hur die durch
Diffusion der Wände eintretende Luftfeuchtigkeit und die duroh öffnen der iür hereinkommende Luftfeuchtigkeit wird als "Reif oder
SchwitBwass&r abgeschieden» w&hrend die natürliehe Peuchtigkeit des luhlgutes restlos erhalten bleibt.
Swei Ausführungsbeispiele der Srfindiing sind in jlbbaj> mnd beBW« Abb, 5 &n& δ in iVasicht und AufsiLcht dargestellt»
laoh Abbildung 3 und 4 ist an der "Decke eines Suhlraumes ©in kleiner Steilrohrverdampfer 5 Bit versetzen Bohrreihön und
Querbeaufschla^ung eingeb'aut. Der Ventilator 6 treibt die Luft mit so hoher Geschwindigkeit durch de η Verdampfer t daB sieh weder
Bchwitswasser noch 2eif an den Rohren festsetzen kann, so daB der
Verdampfer
Terdampfer praktiach imuiaterbrochen arbeiten kaniu Das abgeschie* dene Tauwasser b?>i iühlanlag^n (+Temperaturen) oder der abgeschie»
dene Reit "b&zw* ^cnnee"bei Gefrieranlagen (-»Ssrnperaturen ) wird in einem dahinter geschaltefrea Abscheider 7 üblicher Bauart auf»
gefangens während die Luft ungehindert in den Kühlraum strömen j£ana9 "wobei ein Mischraum vorgesehen werden kaanj in dem die Luft
ihre Geschwindigkeit vermindert und eine gleichmäßige Luftfeueh« "biglceiT- von leojS annimmt? nur die dörüber liinausgehende !Fetiohtige
keit fällt aus·
let die Möglichkeit vorhanden, den Luftkanal in seinem Quer· sdhnitt genügend groß zu halten (vergl« Abb* 5 ^^d G)9 danaa kann
auf den Abscheider 7 verzichtet wardens bei der geringen Luft?» geschwindigkeit fällt' dann Schwitzwasser-oder Seif nach unten und,
die au 1©©!$ gesättigte Luft strömt durch Schlitze üblicher Kon® atrukticm nach dem Kühlraum aba
lach diesem ,Erfahren kann jede Kälteanlage, auch die größte, gebaut werden, wobei d^i« Ausführungsf ora des Eühlers den Abmessun«
gen angepaßt werden maß, Is ist auch nach diesem Ferfahres yawe« sentlich, ©b die ?®rdampftragstemperatur bei + Graben oder bei
«Graden liegt, immer wird Self* besir« Schn©©amsats vermieden und bei allen in der Kältetechnik vorkommenden Betriebstemperaturen
einwandfreies Arbeiten gewthrl@isii©te Das Prinzip bleibt 3Θα-0<Λ
genau das Gleiche} es werden stets die gleichen Vorfcelle ersielt„ die in einer Kühlung mit gesättigter Luft und in wesentlich ver»
ringerten Baukosten bestehen* Dabsi hat die Erfahrung geseigtj daß ä±e Kosten für die Herstellung und den Betrieb der grSBer©ii
Tentilatoren verhältnismäßig gering sing und die Vorteile der Erfindung nicht merklich schmälerm«
Claims (3)
- Patentansprüche
- 1« Verfahren sum Kühlen von Säumen mit einem Verdampfer und einem der Luftumwälzung dienende^ ventilator5 dadurch gekennBeiehnetj daß die tungfcwälaste Luft mit eiser solchen Sesohwiadigkeit über die Kühlflächen des ^rdaanpfers geführt wird, daß die dabei aus der Ijuft sish ausscheidende feuchtigkeit (Beif, Schnee) durch di© Luftströmung an einem festsetzen, auf den Kühlflächen gehindert wird» 2* Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekenriEsichnet, daß die von dem Verdampfer· abströmende Luft über Prallflachen oder dergl» in ©inen ^üschraura seführt wirds wo"bei sio uuter Verminderung ihrer Geschwindigkeit eine relative feuchtigkeit von 1oo$ annimmt, wäh* rend nur die darüber hinausgehende ü?©uchtigk«itsmfenge ausfällt*
- 3 β Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekemaseichnet* daß der fenti-lator (6) gegenüber den bis* her üblichen Ausführungsformen überdimensioniert ist, während der Verdampfer 5 merklich kleiner gehalten wird und eine engere iuaor mung der sweckmäßig vereetaten Kühlrohre aufweist, als bei einer ohne Ventilator arbeitenden4* Vorrichtung nach Anspruch 3 dadurch ge kennzeichnet, daß hinter dem Verdampfer (5) Prallf lachen (7)% Beruhigungebleche oder ein erweiterter Raum mit Austrittsoffnungen für die gekühlte Luft angeordnet sind«
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