DEP0000329MA - Verfahren zur Beleuchtung durch miteinander zusammengeschaltete elektrische Entladungslampen. - Google Patents
Verfahren zur Beleuchtung durch miteinander zusammengeschaltete elektrische Entladungslampen.Info
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Description
Bei den elektrischen Entladungslampen findet die Lichterzeugung trägheitslos nach Maßgabe der an sie angelegten elektrischen Spannungen statt. Bei der nach einer Sinuskurve verlaufenden Spannung des Wechselstroms ist die Lichterzeugung demnach intermittierend. Die für das menschliche Auge hohe gebräuchliche Periodenzahl 50 läßt das Auge diese Lichtunterbrechungen nicht wahrnehmen. Für manche technischen Zwecke ist es aber von großer Bedeutung, daß die Lichterzeugung eine ununterbrochene ist. Wenn nämlich durch elektrische Entladungslampen beispielsweise umlaufende Maschinen beleuchtet werden, kann eine Art Stroboskopwirkung auftreten, d.h. es kann der Eindruck entstehen, als ob ein umlaufender Maschinenteil stillstände oder nur sehr langsam umliefe. Hierdurch können schwere Unfälle hervorgerufen werden.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens zur Beleuchtung durch elektrische Entladungslampen, bei denen ein wirklich ununterbrochener Lichtstrom erzeugt wird, so daß die geschilderten Nachteile vermieden werden.
Die Erfindung besteht in solcher Schaltung der elektrischen Entladungslampen, daß die an sie angelegten Spannungen einen Phasenunterschied haben.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung erläutert.
Fig. 1 zeigt die Wirkung des Anschlusses von elektrischen Entladungslampen in der üblichen Weise an das Netz von Drehstrom oder Wechselstrom.
Die Kurve 7 gibt die Sinuskurve wieder, nach der die Spannung verläuft. Die Kurve 8 stellt die wirkliche Lichterzeu-
gung dar. Die Perioden der Lichterzeugung sind kürzer als die Perioden der Spannung, weil die Lichterzeugung an das Vorhandensein einer gewissen Mindestspannung gebunden ist. Infolge der trägheitslosen Lichterzeugung entstehen die lichtlosen Zeiträume, die zwischen den Kurventeilen 8 liegen und in der Zeichnung mit 9 bezeichnet sind. Aufgabe der Erfindung ist die Überbrückung dieser lichtlosen Zeiträume 9 durch lichterfüllte Zeiträume.
Nach Fig. 2 geschieht dies in der Weise, daß die an die Entladungslampen angelegten Spannungen einen Phasenunterschied haben. Gemäß Fig. 2 beträgt dieser Phasenunterschied 120°. Die Kurven 10 und 11 entsprechen Spannungen, während die Kurven 12 und 13 die wirkliche Lichterzeugung wiedergeben. Man erkennt, daß die toten Perioden 14 der Kurve 12 ausgeglichen werden durch die oberhalb der Nullinie liegenden Perioden der Kurve 13.
Die Schaltung nach Fig. 2 setzt das Zusammenschalten von drei Entladungslampen voraus. Werden diese drei Lampen nach Fig. 3 in einer Ebene angeordnet, so tritt durch die Schattenwirkung ein Lichtverlust ein. Statt der theoretischen Lichtausbeute von 3 x einer Leuchtröhre beträgt die praktisch nutzbare Lichtausbeute nur etwa 2,2 x der Lichterzeugung einer Leuchtröhre. Der prozentuale Verlust durch die erwähnte Schattenwirkung ist wesentlich geringer bei Anordnung von nur zwei Entladungslampen in einer Ebene, wie dies etwa Fig. 4 zeigt. Diese Anordnung verlangt aber eine andere Schaltung. Nach einer Ausführungsform der Erfindung werden die gemäß Fig. 4 zusammengeschalteten beiden Entladungslampen mit Zweiphasenstrom betrieben, der nach der Scott'schen Schaltung von einem Dreiphasensystem erzeugt wird. Die Scott'sche Schaltung ist im Prinzip in Fig. 5 dargestellt. R, S und T sind die drei Klemmen des Drehstromnetzes. Mit I und II sind die Sekundärwicklungen von Transformatoren dargestellt, an die die beiden Leuchtröhren angeschlossen werden. Die primäre Wicklung des einen Transformators ist mit der Mitte der primären Wicklung des anderen Transformators verbunden. Demnach haben die Spannungen der beiden Sekundärwicklungen einen Phasenunterschied von 90°. Die Wir-
kung dieser Schaltung erkennt man aus Fig. 6. Die Spannungskurven sind mit 15 und 16, die Lichtkurven mit 17 und 18 bezeichnet. Man sieht, daß zu jeder Zeit die Lichtkurve einen positiven Wert über der Nullinie hat.
Für den Erfindungsgedanken ist es unwesentlich, ob die Entladungslampen mit Gasen, Dämpfen oder Gas-Dampfgemischen gefüllt sind.
Claims (2)
1) Verfahren zur Beleuchtung durch miteinander zusammengeschaltete elektrische Entladungslampen, gekennzeichnet durch solche Schaltung der Lampen, daß die an sie angelegten Spannungen einen Phasenunterschied haben.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei miteinander zusammengeschaltete Entladungslampen mit Zweiphasenstrom betrieben werden, der nach der Scott'schen Schaltung (Fig. 5) von einem Dreiphasensystem erzeugt wird.
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