DEP0000163DA - Förderband - Google Patents
FörderbandInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Förderband, insbesondere zum Transport von Schüttgut, das aus natürlichem oder künstlichem Kautschuk oder kautschukähnlichen Verbindungen mit Gewebeeinlagen verschiedener Breite besteht, und vorzugsweise für den Untertagebetrieb im Bergbau zur Abförderung von Kohle, Erzen u.dgl. bestimmt ist.
Bei Förderbändern dieser Art ist auf eine besondere Beanspruchung der Kanten Rücksicht zu nehmen, die in Hinsicht auf die Art der Beanspruchung und des Einbaues besonderem Verschleiss ausgesetzt sind, sodass mitunter dieses Moment ausschlaggebend für die Anwendbarkeit eines Förderbandes im Bergwerksbetrieb überhaupt ist. Man hat deshalb bereits zahlreiche Versuche gemacht, die Kanten der Förderbänder besonders zu schützen, da durch eine Beschädigung der Bandkante nicht nur die ausnutzbare Breite des Bandes beeinträchtigt wird, sondern auch die Gewebeeinlagen hierdurch teilweise freigelegt werden und durch Eindringen von Feuchtigkeit die Gewebe, besonders bei geringer Nassfestigkeit und schlechterer Haftung des Kautschuks an der Faser, zu einem Aufblättern und Abplatzen der Schichten führen. In erster Linie hat man zu diesem Zweck die Kanten mit einem einfach umgelegten verstärkten Saum ausgestattet oder auch Bänder aufgenietet, hierdurch jedoch die grosse Gefahr in Kauf nehmen müssen, dass die Bänder an dem etwa dickeren Saum
eingerissen werden und die abgerissenen Stücke bei der Bewegung des Bandes durch Verklemmung den Betrieb oder als schlagende Teile die Bedienung gefährden.
Durch nach einem anderen Vorschlag aufgenietete Beschlagteile wird das Bandmaterial geschwächt und die Befestigungslöcher beiten oft besonderen Anlass zum Einreissen. Ganz allgemein hat sich gezeigt, dass Kanten aus bandfremdem Material, z.B. Metall, für einen wirksamen Kantenschutz unbrauchbar sind. Aus diesem Grunde hat man nach anderen Vorschlägen die Bandkanten mit aus gleichem Material bestehenden besen- oder zickzackförmigen Längsstreifen versehen, die zwar eine nachgiebige Führung des Bandes ergeben, aber den verhältnismässig grossen, die Kanten beanspruchenden Kräfte im Betrieb nicht gewachsen sind. Die Gesamtoberfläche des Bandes quer zur Laufrichtung überziehende Schichten aus Kordfäden ergeben zwar anfänglich einen gewissen Schutz und verhindern ein Einreissen über das ganze Band, stellen aber keine befriedigende Lösung einer einwandfreien Kantensicherung dar.
Gemäss der Erfindung wird dagegen vorgeschlagen die Anordnung der Gewebeteile in mehreren übereinanderliegenden Einlagen derart, dass abwechselnd oder gruppenweise breitere Einlagen einerseits und schmälere Einlagen andererseits vorgesehen werden, die dem die Kante bildenden Kautschuk eine Verzahnungshaftung ermöglichen.
Es ist zwar eine Anordnung bekannt, bei welcher Gewebeeinlagen verschiedener Breitenabmessungen im inneren eines aus Gummimasse bestehenden Bandes eingelegt sind, wobei jedoch im Bereich der Bandkante diese Gewebeeinlagen stufenförmig liegen. Hierdurch wird die Bandkante ziemlich zäh und nachgiebig, das Kantenmaterial fasst die Kante jedoch nur in zunehmender bzw. abnehmender Breite, und die Kante verhält nich danach bei einer auf Einreissen gerichteten Beanspruchung im wesentlichen nicht anders als eine gegenüber dem Gewebe gerade begrenzte, z.B. im Querschnitt quadratische oder rechteckige Kante.
Durch die Anordnung jedoch derart, dass einzeln oder gruppenweise die Gewebeeinlagen in der Dickenrichtung gesehen breiter oder schmäler sind, wird eine Verzahnungswirkung erreicht,
sodass die Kante bei der erwähnten Beanspruchung infolge ihrer Verankerung auf wesentlich vergrösserter Oberfläche mit wechselnden Haftflächenbreiten eine erheblich grössere Verbindungsfestigkeit mit dem Band besitzt. In der Anordnung selbst können die weniger breiten Gewebeeinlagen aussen und die breiteren im Inneren des Einlagenpaketes angeordnet sein, oder auch umgekehrt. Es hängt auch im wesentlichen von den Beanspruchungsverhältnissen ab, ob in der Dickenrichtung ein gleichmässiger oder ungleichmässiger Wechsel in der Zahl und der Breite der Gewebeeinlagen vorgesehen ist.
Nach einer weiteren Ausbildungsform des Erfindungsgegenstandes können die Längskanten der einzelnen Gewebeeinlagen auch in Bandlängsrichtung in ihrer Breite abwechseln, beispielsweise wellenförmig ausgebildet werden, und durch versetzte Lagerung der Bänder eine Überschneidung der Wellen erreicht werden, wodurch die Aussenkanten der Einlagen, die von der Gummimasse der Kanten umfasst werden, um einen verhältnismässig grossen Prozentsatz verlängert sind und damit die auftretenden Kräfte pro Längeneinheit des Bandes entsprechend verringert werden.
Zusammenfassend werden durch den Vorschlag der Erfindung die aus Gummimasse bestehenden Kantenstreifen nicht in einer ebenen oder gleichförmig ausgebildeten, z.B. abgestuften Verbindungsfläche mit dem durch Einlagen bewehrten Mittelteil stumpf verbunden, sondern es wird durch vor- und zurückspringende Verbindungsflächen eine Verzahlung in der Längs- und Querrichtung oder in beiden Richtungen erreicht, wodurch auch bei höheren Beanspruchungen ein Abreissen der Kanten und damit ein Freilegen der Einlagen und die Gefahr des weiteren Aufblätterns usw. praktisch verhindert ist.
Zur Herstellung der Kantensicherung an Förderbändern geht man gemäss der Erfindung derart vor, dass man nach dem Aufbringen einer oder mehrerer Gewebeeinlagen auf eine Unterlage aus Kautschuk oder Kautschukaustauschstoffen mit entsprechenden Zwischenlagen oder in entsprechend vorbereiteter Form die Kante als mit Nut und/oder Feder ausgestattete Profilgummileiste oder als Einzelstreifen entsprechender Breite seitlich in die durch die Gewebeeinlagenpakete gebildeten Zahnlücken einsetzt und nach entsprechender Vereinigung sämtlicher Teile das Ganze vulkanisiert.
Die Herstellung kann auch derart erfolgen, dass zunächst einzelne Gewebeeinlagen verschiedener Breite auf der Unterlage des Bandmaterials aufgelegt werden, worauf das Einlegen des z.B. als Profilgummileiste ausgebildeten Kantenstreifens ein- oder beiderseits erfolgt und hierauf noch weitere Gewebeeinlagen und die obere Lage des Bandmaterials, die sogen. Deckschicht, aufgebracht werden, und die so zusammengebauten Lagen mit Kantenschutz dem Vulkanisationsprozess unterworfen werden. Grundsätzlich kann die Kante auch mehrteilig ausgebildet werden, wenn es sich um Verzahnungen in der Längsrichtung und in der Dickenrichtung handelt.
Durch die Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, und zwar zeigen
Fig. 1 bis 3 einen Querschnitt durch Förderbänder mit verschieden ausgebildeter Kante,
Fig. 4 eine Draufsicht, wobei z.T. die obere Lage des Bandes aufgerissen ist,
Fig. 5 eine Darstellung ähnlich der gemäss Fig. 4,
Fig. 6 eine perspektivische Darstellung, die ein Zwischenstadium des Herstellungsverfahrens zeigt.
In dem Förderband Fig. 1 sind drei Gewebeeinlagen 2 breiterer Abmessung und zwei Einlagen 3 weniger breiterer Abmessung angeordnet, und zwar derart, dass die breiteren Einlagen 2 in das Kantenmaterial 4 zahnartig eingreifen.
Etwas hiervon abweichende Ausbildungsformen veranschaulichen die beiden nächsten Figuren, wobei ebenfalls die Gewebeeinlagen mit dem Kantenmaterial 4 verzahnt sind.
Aus der Draufsicht gemäss Fig. 4 ist zu ersehen, dass nach einer weiteren Ausbildungsform gemäss der Erfindung die Aussenkanten der Gewebeeinlagen wellenförmig ausgebildet sind, und zwar derart, dass jeweils die Teile der einen Gewebeeinlage 5, die einem Wellenberg 6 entsprechen, mit den Teilen der folgenden Gewebeeinlage 7 zusammenfallen, die einem Wellental 8 entsprechen usf., wobei ebenfalls diese Anordnung bei einzelnen Gewebeeinlagen getroffen sein kann oder bei Gruppen mehrerer.
Gemäss Fig. 5 kann auch jeweils ein Wellenberg und ein Wellental zusammenfallen, dagegen ähnlich den Fig. 1 bis 3 die Breitenabmessung der in der Dickenrichtung einander folgenden Gewebeeinlagen verschieden sein.
Gemäss Fig. 6 ist ersichtlich, wie auf die Unterlage 10 aus Kautschuk o.dgl. Gewebeeinlagen 9 verschiedener Breiten mit den Zwischenlagen aufgelegt sind und der Kantenstreifen 11 als Profilstreifen derartig aufgesetzt wird, dass er auf der Unterlage aufsitzend die unteren beiden Gewebelagen umgreift und nach Auflegen der nicht dargestellten Deckschicht in der Dickenrichtung eine Art Verzahnung mit dem Band eingeht.
Claims (5)
1.- Förderband, insbesondere zum Transport von Schüttgut, das aus natürlichem Kautschuk oder kautschukähnlichen Verbindungen mit Gewebeeinlagen verschiedener Breite besteht, gekennzeichnet durch die Anordnung der Gewebeeinlagen derart, dass abwechselnd entweder einzeln oder gruppenweise breitere Einlagen neben weniger breiten Einlagen liegen und im Bereich der Kante zwischen den Gewebeeinlagen einerseits und dem Kantenmaterial andererseits eine Verzahnungswirkung besteht.
2.- Förderband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die weniger breiten Gewebeeinlagen aussen und die breiteren Einlagen im Inneren des Einlagenpaketes angeordnet sind (Fig. 3), oder umgekehrt (Fig. 2).
3.- Förderband nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Längskanten der Gewebeeinlagen in Bandrichtung wellenförmig ausgebildet sind (Fig. 4, 5).
4.- Förderband nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch die Anordnung der Gewebeeinlagen derart, dass abwechselnd entweder einzeln oder gruppenweise die Teile der Einlagen, die einem Wellental zugeordnet sind, neben solchen der benachbarten Einlagen, die einem Wellenberg zugeordnet sind, liegen (Fig. 4).
5.- Verfahren zur Herstellung des Förderbandes nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass nach Aufbringen einer oder mehrerer Gewebeeinlagen auf die untere Lage des Bandmaterials das Kantenmaterial (11) eingelegt, hierauf die Deckschicht aufgelegt und anschliessend das Ganze dem Vulkanisationsvorgang unterworfen wird (Fig. 6).
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