DEN0009223MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 20. Juli 1954 Bekanntgeiaacht am 26. Juli 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 21a2 GRUPPE 36h INTERNAT. KLASSE H04m —
N 9223 Villa/21a2
Lodovicus Franciscus Dert und Rainer Ananda Schraivogel,
Hilversum (Niederlande)
sind als Erfinder genannt worden
N. V. Philips' Gloeilampenfabrieken, Eindhoven (Niederlande)
Vertreter: Dipl.-Ing. K. Lengner, Patentanwalt, Hamburg 1
Schaltungsanordnung zur Pegelregelung
entsprechend einem Steuersignal bei einer Fernmeldeanlage zur Übertragung von Signalen über ein koaxiales Kabel
Die Priorität der Anmeldung in den Niederlanden vom 24. Juli 1953 ist in Anspruch genommen
Die Erfindung bezieht sich auf «ine Schaltungsanordnung
zur Pegelregelung entsprechend einem Steuersignal bei einer mit einem Koaxialkabel verbundenen,
Signalübertragungsanlage, z. B. einer Trägerfrequenzfernsprechapparatur, einem Fernsehübertragungssystem
od. dgl.
In der Praxis besteht bei derartigen Einrichtungen, die zur Übertragung eines breiten Frequenzbandes,
z. B. von einigen MHz, eingerichtet sind, ein Bedürfnis nach einer Pegelriegeleinrichtung, um
Pegeländerungen in den Übertragungssignalen auszugleichen, die im wesentlichen durch Dämpfuingsänderungem
des Koaxialkabels, z. B. auf Grund von Witterungsieinflüssen, Temperaturänderungen
od. dgl., entstehen. Hierbei haben die Dämpfungsänderungen einen stark . frequenzabhängigen
Charakter; es wurde z.'B. gemessen, daß bei einer Kabellänge von 18 km und einer Temperaturände-
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rung yon 230 C bei 60 kHz bzw. 4000 kHz Dämpfungsänderungen
von 0,56 bzw. 3,9 db auftreten.
Um den Frequenzgang eines Verstärkers zu beeinflussen, ist es bekannt, ein Entzerrungsnetzwerk
anzuwenden, das aus einer einstellbaren T-Schaltung besteht. AVeiterhin ist es in Trägerfrequenzfernsprechanlagen
bekannt, die Dämpfungsänderungen der Übertragungsleitung mittels eines mit
einem Pegelregelmotor verbundenen Pegelreglers auszugleichen, wobei der Pegelregelmotor durch
einen Pilotton gesteuert wird.
Die Erfindung betrifft eine besonders vorteilhafte Pegelregeleinriehtung bei einer mit einem
Koaxialkabel verbundenen Signalübertragungsanlage.
Die Schaltungsanordnung nach der Erfindung weist das Merkmal auf, daß die Pegelregelöinrichtung
mit einer Kabelnachbildungsimpedanz versehen ist, die eine Anzahl parallel zum koaxialen
Kabel geschalteter Dämpfungszweige enthält, die aus je einem Reihenwiiderstand und einem veränderlichen
Reihenkondensator mit voneinander verschiedenen Zeitkonstanten bestehen, während' die
Rotoren dieser Reihenkondensatoren auf einer gemeinsamen Welle angeordnet sind, die mit einem
entsprechend dem Steuersignal gesteuerten Antriebsmechanismus gekuppelt ist, so daß beim Antreiben
der gemeinsamen Welle die Größe der Reihenkondensatoren gleichsinnig geändert wird.
Durch Anwendung der erfindungsgemäßen Maßnahme wird über das ganze Übertragungsgebiet
und über das ganze Regelgebiet ein überraschend guter Ausgleich der Dämpfungsänderungen des
koaxialen Kabels erzielt, während der Aufbau der Pegelregeleinriohtung besonders einfach ist. Hierbei'
können die einstellbaren Reihenkondeiasatqren aus einem Mehrfachkondensator von üblicher Bauart
bestehen.
Die Erfindung und ihre Vorzüge werden an Hand zweier in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
Fig. ι zeigt eine Verstärkerstation für den Trägerfrequenzfernsprechverkehr über ein koaxiales Kabel, das' mit einer Pegelregeleinriehtung
gemäß der Erfindung ausgestattet ist.
Fig. 2 zeigt eine Verstärkerstation für Fernsehübertragung über ein koaxiales Kabel mit einer
Pegelregeleinriehtung, die eine Abwandlung der in Fig. ι dargestellten Regeleinrichtung darstellt.
In Fig. 3 sind Frequenzdämpfungscharakteristiken zur Erläuterung der in den Fig. 1 und 2 dargestellten
Pegelregeleinriehtung gemäß der Erfindung wiedergegeben.
Die in Fig. 1 dargestellte Verstärkerstätion bildet
einen Teil einer Trägerfrequenzfernsprechanlage;
die über ein'koaxiales Kabel 1, 1' z.B.
960 Sprechkanäle im Frequenzband von 60 kHz bis 5 MHz überträgt.
Die empfangenen, vom koaxialen Kabel 1 stammen
den Trägerfrequenzfernsprechsignale werden über einen Entzerrer 2 dem Eingangstransformator
3 eines Leitungsverstärkers 4 zugeführt, dessen Ausgangs'kreis an das koaxiale Ausgangskabel 1'
angeschlossen ist. Um Pegeländerungen; auszugleichen,, die durch Dämpfungsänderungen im Übertragungsweg
herbeigeführt werden, ist in der Verstärkerstation zwischen dem Entzerrer 2 und dem
Eingangstransformator 3 des Leitungsverstärkers 4 eine Pegelregeleinriohtung 5 angeordnet, die von
einem mitsamt den Sprechsignalen über das koaxiale Kabel 1 gesandten Steuersignal mit einer
Frequenz von z. B. 4 MHz gesteuert wird. Das mitgesandte
Steuersignal von 4 MHz wird nach Verstärkung im Leitungsverstärker 4 einem an den
Leitungsverstärkerausgang angeschlossenen Steuerempfänger 6 zugeführt, der aus der Kaskadenschaltung
eines auf die Steuerfrequenz abgestimmten Kreises 7, eines Steuerverstärkers 8 und
einer Gleiehrichterschaltung 9 besteht. Dem Ausgangskreiis
dieser Gleichrichterschaltung wird dabei eine zur Pegelregelung dienende Regeigleiehspannung
entnommen.
Die Pegelregeleinriohtung 5 ist gemäß der Erfindung mit einer Kabelnaohbildungsimpedanz ausgestattet,
die aus drei parallel geschalteten Dämpfungszweigen 11, 12, 13 mit je einem Reihenwiderstand
14, 15, 16 und einem .veränderlichen Reihenkondensator
17, 18, 19 besteht; die Rotoren dieser
Reiheinkondensatoren sind, wie in der Figur schematisch
dargestellt ist, auf einer gemeinsamen Welle angeordnet, die mit einem entsprechend dem
Steuersignal gesteuerten Antriebsmechanismus 20 verbunden ist.
Die D ämpfungs zweige 11, 12, 13 haben unterschiedliche
Zeitkonstanten, und die Dämpfungszweige mit ihren der Größe nach aufeinanderfolgenden
Zeitkonstanten tragen im wesentlichen in anschließenden Frequenzteilbändern zur Neigung
der Dämpfungscharakteristik bei; bei maximaler Kapazität der Regelkondensatoren 17, 18, 19
betragen diese Zeitkonstanten z. B. 3 · io~~8 bzw.
26 · io~8 bzw. 245 · ΐο~8 Sekunden. Es zeigt sich
hierbei, daß die Gesamtdämpfungscharakteristik der drei Dämpfungszweige über das ganze zu übertragende
Frequenzband von 60 kHz bis 4 MHz genau dem frequenzabhängigen Verlauf einer Dämpfungsä,nderung im Übertragungsweg entspricht.
Bei der dargestellten Schaltungsanordnung sind
die eine kleinere Zeitkonstante als der Zweig 13
aufweisenden Zweige 11, 12 über einen Kopplungstransformator
21 an die koaxiale Leitung 1 ange-» schaltet; der Reihenkondensator 19 des Dämpfungszweiges 13 mit der größten Zeitkonstante liegt
zwischen den Enden der Sekundärwicklung eines Kopplungstransformators. 22, dessen Primärwicklung
über den Reihenwiderstand 16 mit der koaxialen Leitung ι verbunden ist. Der transformatorische
Anschluß der Kondensatoren 17, 18, 19 an
das koaxiale Kabel 1 hat zur Folge, daß bei geeigneten Übersetzungsverhältnissen der Transformatoren
21 und 22 Kondensatoren kleiner Kapazität verwendbar sind, was den wichtigen Vorteil
hat, daß die Pegelregeleinriehtung in einem kleinen Raum untergebracht werden kann; z. B. ist in der
Praxis die Pegelregeleinriohtung als Baueinheit in
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einem rechteckigen Behälter von 4,5-10-8 cm3 angeordnet.
Außerdem erlaubt diese Maßnahme die Verwendung von im wesentlichen, gleichbemessenen
Kondensatoren.
Der Transformator 21 zum Anschluß der Zweige
11 und 12, die nur bei den hohen Frequenzteilbändern wirksam sind, ist als Spartransformator
ausgebildet, um die Streuinduktivität auf das Geringstmaß herabzusetzen. Gerade die Streuinduktivität
verursacht nämlich bei den höheren Signalfrequenzen eine unerwünschte Beeinflussung der
Dämpfungischarakteristikani. Der Transformator 22
zum Anschluß des Dämpfungszweiges 13 mit der größten Zeitkonstante besitzt voneinander kapazitiv
abgeschirmte Wicklungen, um eine Beeinflussung der DämpfungscharakterLstik bei den niedrigeren
Signalfrequenzen durch unerwünschte Transformatorkapazitäten auf ein Minimum herabzusetzen.
Bei der Einstellung der gemeinsamen Rotorwelle der Regelkondensatoren werden die Verhältnisse
der ZeitkooiStanten der Dämpfungszweige 11, 12, 13
unverändert beibehalten, und es wird im \vesentlichen nur die Kurve der Dämpfung als Funktion
der Frequenz geändert. Der unerwünschte Einfluß unerwünschter Impedanzen auf die durch den
Dämpfungszweig 13 bestimmte Dämpfungscharakteristik,
die sich insbesondere bei geringen Werten des Regelkondensators 19 bemerkbar macht, ist in
der dargestellten Schaltungsanordnung dadurch , weitgehend herabgesetzt, daß parallel zur Primärwicklung
des Transformators 22 eine Korrektionsimpedanz in Form eines gedämpften Reihenkreises
23 mit einer Abstimmfrequenz z. B. von 400 kHz geschaltet ist.
Fig. 3 zeigt einige Dämpfungscharakteristiken zur Erläuterung der geschilderten Pegel regeleinrichtung.
In dieser Figur stellen die Kurven a, b und c Dämpfungscharakteristiken der Pegelregeleinrichtung
dar, bei der die Dämpfung über dem Logarithmus der Frequenz bei verschiedenen Lagen der
gemeinsamen Rotorwelle der Regelkondensatoren 17, 18, 19 aufgetragen ist. Hierbei stellen die Kurven
α bzw. c die Dämpfungsoharakteristiken bei
der Maximal- bzw. Minimalkapazität der Kondensatoren 17, 18 und 19 dar; die Kurve & zeigt den
Dämpfungsverlauf bei einem Zwischenwert.
In der Figur zeigt die punktierte Kurve d eine
gemessene Dämpfungsänderung des koaxialen Kabels 1, die der Dämpfungscharakteristik α der
Pegelregeleinrichtung entspricht. Es zeigt sich, daß die Kurve d, deren Verlauf in großer Annäherung
der Wurzel aus der Frequenz proportional ist, genau der Dämpfungskurve α der Pegelregeleinrichtung
entspricht; z. B. sind die gegenseitigen Abweichungen dieser beiden Dämpfungscharakte-.
ristiken α und b über das ganze zu- übertragende
Frequenzband kleiner als ο, ι db.
Um einen weiten Regelbereich zu erhalten, werden Kondensatoren mit einem großen Verhältnis
zwischen der maximalen und der minimalen Kapazität, insbesondere einem solchen größer
als 10, verwendet; der Regelbereich der dargestellten Pegelregeleinrichtung ist nämlich im wesentlichen
durch das Verhältnis zwischen der Maximal- und der Minimalkapazität der Kondensatoren 17,
18, 19 bedingt. ·
Zur Erläuterung der geschilderten Pegelregelemrichtung werden nachstehend einige Daten einer
in der Praxis bewährten Apparatur gegeben.
Übersetzungsverhältnis des Transformators 21 1:2
Streuselbstinduiktion des Transforma.-
tors 21 ; 0,13 μΆ
Widerstand 14 650 Ω
Kondensator 17 400 pF
Widerstand 15 150 Ω
Kondensator 18 200 pF
Übersetzungsverhältnis des Transforma-
tors 22 -ι: 6
Widerstand 16 290 Ω
Kondensator 19 \ 234 pF
Verhältnis zwischen der Maximal- und
Minimalkapazität der Kondensatoren
17,18,19 etwa 36
Die hier beschriebene Pegelregeleinrichtung dient zum Ausgleich von Pegeländerungen in einem koaxialen
Kabel von 18 km Länge mit einer Dämpfung von 4,8 db/km bei 4 MHz und 25° C.
Die Pegelregelung erfolgt bei der dargestellten Schaltungsanordnung mittels des Regelmotors 20,
der über parallel geschaltete Zweige 24, 25 an den Klemmen 26 einer nicht dargestellten Stromquelle
liegt. In jedem Zweig 24, 25 befindet sich ein Arbeitskontakt 27, 28 eines verzögert abfallenden
Maximal- bzw. Minimalrelais, deren Erregerwicklungen 29 bzw. 30 im Ausgangskreis der Gleichrichterschaltung
9 liegen.
Sinkt der Pegel des Steuersignals unter einen gewissen Grenzwert ab, so spricht das verzögert
abfallende Minimalrelais 28, 30 an, wodurch der Regelmotor 20 in den Stand gesetzt wird, die
Pegel regeleinrichtung 5 auf Minimaldämpfung einzustellen. Im umgekehrten Fall spricht das
Maximälrelaiis an, und die Pegelregeleinrichtung wird auf Maximaldämpfung eingestellt. Während
des Regelvorgangs ändert sich der Pegel über das ganze Frequenzband sehr allmählich, was eine be-.
sonders ruhige Pegelregelung ergibt.
Die Pegelregelung kann auch derart erfolgen, daß die Ausgangsspannung der Gleichrichterschaltung
nach Verstärkung in einem Leistungsverstärker dem Regelmotor 20 als Betriebsspanmung
zugeführt wind. Bei einer solchen Pegelregelung ist erreichbar, daß die Summe der Kabeldämpfung
und der Dämpfung der Pegelregeleinrichtung im wesentlichen konstant gehalten wird,
d. h., daß die Dämpfungsänderungen des Kabels hier praktisch völlig ausgeglichen werden.
Auch besteht die Möglichkeit, eine sogenannte Programmregelung zu verwenden, bei der die
Pegelregeleinrichtung 5 unimittelbar aus einer Endstation mittels einer z. B. über ein besonderes
Kabel1 geschickten Steuerfrequenz gesteuert wird.
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Um eine ruhige Regelung, insbesondere für eine ungestörte Telegraphieübertragung, zu erreichen,
soll die Regelgesohwindigkeit bei der dargestellten Schaltungsanordnung gering, z.B. etwa 0,1 db/Sek.,
gewählt werden.
Bei der dargestellten Schaltungsanordnung ist die Pegelregeleinrichtung 5 als ein Zweipolnetzwerk
ausgebildet, bei dem eine sehr genaue Anpassung der Kabelimpedanz an die Pegelregelein-
richtung nicht ohne weiteres durchführbar ist. Im allgemeinen werden durch Anpassungsfehler herbeigeführte
Reflexionen für den Telegraphic- und Fernsprechverkehr nicht hinderlich sein; diese
können in beträchtlichem Maße noch dadurch herabgesetzt werden, daß die Pegelregeleinriichtung 5
auf die in der Figur dargestellte Weise über das Entzerrernetzwerk 2 an das koaxiale Kabel angeschlossen
wird. Bei einer Fernsehübertragung aber sollen Anpassungsfehler weitgehend vermieden
werden, was auf die in Fig. 2 dargestellte Weise erfolgen kann.
Fig. 2 zeigt eine Verstärkerstation für Fernsehübertragung mit z. B. einem Frequenzband von
300 kHz bis 6 MHz über ein koaxiales Kabel, deren Aufbau im wesentlichen der bereits an Hand
von Fig. ι beschriebenen Apparatur entspricht. Entsprechende Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Bei dieser Ausbildung ist die Pegelregeleinrichtung S als Vierpolnetzwerk ausgebildet; hierbei
bildet nämlich der Dämpfungszweig 31 mit dem Reihenwiderstand 32 und dem veränderlichen
Reihenkondensator 33 den Querzweig eines überbrückten T-Filters, dessen aus Widerständen 34, 35
bestehende Reiihenimpedanzen durch die Parallelschaltung eines festen Widerstandes 36 und einer
veränderlichen Selbstinduktion 37 mit einem Einstellorgan überbrückt sind, das auf der gemeinsamen
Antriebswelle der Kondensatoren 33, 18, 19 angeordnet ist. Der Dämpfungszweig 31 und der
Längszweig mit dem Parallelwiderstand 36 und der Parallelselbstinduktionen 37 bilden dabei reziproke
Impedanzen.
Es ist festgestellt worden, daß durch die Ver-Wendung
des erwähnten Vierpolnetzwerkes Reflexionserscheinungen weitgehend vermieden werden. Der Einfluß eines unrichtigen Abschlusses
des überbrückten T-Filters durch die Dämpfungszweige 12, 13 kann noch beträchtlich dadurch her-
abgemindert werden, daß in Reihe mit dem Widerstand 34 eine Koifrektionsimpedanz 38 angeordnet
wird. Diese besteht z. B. aus einem Widerstand.
Um restliche Reflexionserscheinungen, zu verringern,
kann ein zweiter Dämpfungszweig in ein überbrücktes T-Filter aufgenommen werden. Bei
einer besonders günstigen Ausbildung eines solchen Netzwerkes bilden die beiden Dämpfungszweige
die Querzweige eines überbrückten T-Filters, und der Längszweig besteht aus der Reihenschaltung
zweier Netzwerke, die je aus der Parallelschaltung eines Widerstandes und einer Selbstinduktion aufgebaut
sind.
Es hat sich in der Praxis gezeigt, daß eine solche Pegelregeleinrichtung eine ausgezeichnete Fernsehübertragung
ermöglicht.
Claims (14)
1. Schaltungsanordnung zur Pegelregelung entsprechend einem Steuersignal bei einer Fernmeldeanlage
zur Übertragung von Signaleo über ein koaxiales Kabel, dadurch gekennzeichnet,
daß die Pegelregeleinrichtung mit einer Kabelnaehbildungsimpedanz versehen ist,
die eine Anzahl parallel zum koaxialen Kabel geschalteter Dämpfungszweige enthält, die aus
je einem Reihenwiderstand und einem veränderlichen Reihenkondensator mit voneinander verschiedenen
Zeitkonstanten bestehen, während die Rotoren dieser Reihenkondensatoren auf
einer gemeinsamen Welle angeordnet sind, die mit einem entsprechend dem Steuersignal gesteuerten
Antriebsmechanismus gekuppelt ist, so daß heim Antreiben der gemeinsamen Welle
die Größe der Reihenkondensatoren gleichsinnig geändert wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens drei
Dämpfuirigszweige mit voneinander verschiedenen Zeitkonstanten vorgesehen sind und daß
die Dämpfungszweige mit der Größe nach aufeinanderfolgenden Zeitkonstanten hauptsächlich
in zusammenliegenden Frequenzteilbändern zur Neigung der Dämpfungscharakteristik beitragen.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
der Regelkondensator eines der Dämpfungszweige über einen Transformator gekoppelt ist.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß von Dämpfungszweigen mit verschiedenen Zeitkonstanten der
Dämpfungszweig mit der kleinsten Zei.tkonstante über einen Autotransformator an das
koaxiale Kabel angeschlossen ist und von dem Dämpfungszweig mit der größten Zeitkonstante
der Regelkondensator über einen Transformator gekoppelt ist, der mit einer kapazitiven Abschirmung
versehen ist, so daß die unerwünschten Kapazitäten auf ein Minimum herabgesetzt sind.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2, 3
oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zur Primärwicklung des Kopplungstransformators
für den Regelkondensator des Dämpfungszweiges mit der größten Zeitkonstante ein gedämpfter
Reihenkreis geschaltet ist..
6. Schaltungsanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verhältnis zwischen Maximal- und Minimalkapazität der veränderlichen Reihenkondensatoren
einen großen Wert, insbesondere größer als 10, aufweist.
7. Schaltungsanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
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N 9223 VIIIal21a2
daß mindestens einer der Dämpf ungszweige den Querzweig eines überbrückten T-Filters bildet.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsimpedanzen
des überbrückten T-Filters durch die Parallelschaltung eines Widerstandes und einer veränderlichen
Selbstinduktion überbrückt sind, deren Eimstellorgan mit der gemeinsamen
Rotorwelle der Regelkondensatoren gekuppelt ist.
9. Schaltungsano'rdnung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Querzweig
des überbrückten T-Filters und die Parallelschaltung des Widerstandes und der Regelselbstinduktion
reziproke Impedanzen darstellen.
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, 8
oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß hinter das
überbrückte T-Filter die übrigen Dämpfungszweige geschaltet sind und daß in dem von
diesen Dämpfungszwei'gen abgewandten Längszweig des überbrückten T-Filters eine Korrektiönsimpedanz
zur Impedanzanpassung an die erwähnten Dämpfungszweige geschaltet ist.
11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7,8,9
oder 10, bei der zwei Dämpfungszweige in ein überbrüektes T-Filter aufgenommen sind, dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden Dämpfuogsizweige
den Querzweig des überbrückten T-Filters bilden und der Längszweig sich aus
der Reihenschaltung zweier Netzwerke zusammensetzt, die je aus einer von einem Widerstand
überbrückten Selbstinduktion bestehen,.
12. Schaltungsanordnung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelgeschwindiigkeit der Pegelregeleinrichtung
kleiner als 0,4 db/Sek. ist.
13. Schaltungsanordnung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Pegelregeleinrichtung über einen Entzerrer
an das koaxiale Kabel angeschlossen ist.
14. Schaltungsanordnung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Pegelregeleinrichtung durch den Antriebsmechanismus
beim Absinken des Steuersignals unter einen bestimmten Grenzwert bzw.
beim Übersteigen eines anderen Grenzwertes auf Minimal- bzw. Maximaldämpfung eingestellt
wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 899 372;
W. Klein : »Trägerfrequenztechnik«, 1949, S. 68.
Hierzu τ Blatt Zeichnungen
Family
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