DEM0025068MA - - Google Patents
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Description
Tag der Anmeldung: 4. November 1954 Bekanntgiemacht am 16. Februar 1956
■ Die Erfindung betrifft eine Anlage zum Erzeugen von warmen Druckgasen mittels einer selbstzündenden
Brennkammer.
Es sind bereits Gaserzeugungsanlagen beispielsweise zum Antrieb von nachgeschalteten Turbinen
bekannt, welche im wesentlichen aus einer selbstansaugenden, pulsierenden Brennkammer bestehen.
Derartige Anlagen haben jedoch den Nachteil, daß infolge des für den pulsierenden Betrieb derartiger
Brennkammern erforderlichen stöchiometrischen Verhältnisses der Mischung von Kraftstoff und
Luft am Brennkammeraustritt sehr hohe Gastemperaturen auftreten, wodurch die Verwendungsmöglichkeit
des anfallenden Gases stark beeinträchtigt wird. Um insbesondere bei der Wahl des Werk-Stoffes
der Schaufeln der nachgeschalteten Turbine in dieser Hinsicht keinen Beschränkungen unterworfen
zu sein, hat man daher bereits. vorgeschlagen, den heißen, aus der Brennkammer strömenden
Gasen kühlere Luft, entweder kontinuierlich mittels eines Ejektors oder absatzweise beizumischen. Die
absatzweise Beimischung von Luft wird vorgenommen, indem an die pulsierend arbeitende Brennkammer
ein Rohr angeschlossen wird, welches z.B. über einen Diffusor in einen Aufnehmer mündet.
An der Übergangsstelle von Brennkammer und Brennrohr wird die Mischluft dabei über eine die
Rückströmung der Luft verhindernde Vorrichtung,
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z. B. Rückströmdrosseln, zugeführt. Das Ansaugen und Verdichten der Mischluft erfolgt durch die
aus dem Schubrohr austretenden. Druckwellen und die Mischung von heißem Abgas und kühler, verdichteter
Brennluft größtenteils im nachgeschalteten Aufnehmer. Durch die Luftbeimischung werden
zwar die in der Brennkammer entstehenden Druckwellen geschwächt, doch geht deren Energie
durch Impulsübertragung auf die kühlere Mischluft über und bewirkt eine entsprechende Verdichtung.
Der Wirkungsgrad einer derartigen Brennkraftanlage ist gegenüber einer mit kontinuierlicher
Luftbeimischung oder ohne Luftbeimischung bereits beträchtlich besser, weil das Wärmegefalle des
L5 heißen Treibgases besser genutzt werden kann. Die
Wirkungsgradverbesserung ist dabei um so größer, je mehr kalte Luft beigemischt werden kann, da
diese nur auf einen geringeren Druck, der gleich dem Entspannungsdruck für das heiße Treibgas ist,
" verdichtet werden muß. Nun hat aber eine starke Luftbeimischung den Nachteil, daß die im Brennraum
rücklaufenden Unterdruckwellen derart geschwächt werden, daß Stoßwellen nicht mehr auftreten,
die intermittierende Zündung aussetzt und die Brennkammer stillgesetzt wird.
Um diesen Nachteil zu beheben^ wird erfindungsgemäß
vorgeschlagein, bei einer Anlage zur Erzeugung warmer Druckgase mittels einer selbstansaugenden
Brennkammer an einen gemeinsamen Brennraum mindestens zwei Brennrohre anzuschließen,
von denen wenigstens eines mit einer intermittierenden Luftbeimischvorrichtung versehen
ist. Durch diese Maßnahmen wird einerseits die Temperatur der Nutzgase wesentlich verringert
und andererseits die Selbstzündung des Gemisches in der Brennkammer durch das Brennrohr ohne
Luftbeimischeinrichtung sichergestellt. Bei Brennkraftanlagen, bei denen eine größere Zahl von
Brennrohren mit Luftbeimischvorrichtung vorhanden ist, wird zweckmäßigerweise im Brennraum
eine intermittierend arbeitende Fremdzündvorrichtung vorgesehen, die beispielsweise durch eine elektronische
Druckgebereinrichtung gesteuert wird. Damit wird auf alle Fälle das Aussetzen der Zündung
bei einer Vielzahl von Brennrohren mit Luftbeimischung verhindert.
' Die Erfindung wird nachstehend an Hand zweier Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt
Fig. ι eine Druckgasanlage mit mehreren Brennrohren,
Fig. ι eine Druckgasanlage mit mehreren Brennrohren,
Fig. 2 eine Druckgasanlage mit mehreren Brennrohren und Verdichtung der Luft.
In Fig. 1 bedeutet 1 die Brennkammer, 2 ein selbstansaugendes Brennrohr und 3 ein selbstansaugendes
Brennrohr, dem ein Luftbeimischrohr 4 nachgeschaltet ist. Mit 5 sind die'Rückströmdrosseln
am Brennraum, und mit 6 die Rückströmorgane am Luftbeimischrohr 4 ' bezeichnet. Beide Rohre
werden zweckmäßigerweise durch Zwischenschaltung von Diffusoren 7 in einen Aufnehmer 8 geleitet,
von dem aus die Gase beispielsweise in eine Turbine 9 zur Nutzleistung geführt werden. Dem
jeweiligen Verwendungszweck entsprechend kann das Brennrohr 2 ohne Luftbeimischung auch mit ;
der Atmosphäre verbunden sein und lediglich das oder, bei größeren Anlagen, die mit Luftbeimischung
versehenen Brennrohre 3 in den Aufnehmer 8 geleitet werden. Selbstverständlich können
bei einer größeren Anzahl von Brennrohren mit Luftbeimischungseinrichtung auch mehr als ein
Brennrohr ohne Luftbeimischung vorgesehen werden. Die Längen und Querschnitte der Brennrohre
ohne Luftbeimischung und diejenigen der Rohre mit Luftbeimischung sind, * um einen Betrieb der
Gaserzeugungsanlage zu ermöglichen, selbstverständlich dabei so aufeinander abzustimmen, daß
beide Rohre gleiche Zündfrequenz und gleichen Zündzeitpunkt aufweisen. Zum Anlassen der Anlage
wird in bekannter Weise eine Zündvorrichtung, verwendet. Für den Fall, daß im Zusammenwirken
von einem Brennrohr ohne Luftbeimischung v mit einer Vielzahl von Brennrohren mit Luftbeimischung
infolge der geringeren Amplituden der rücklaufenden Unterdruckwellen nur noch das
Selbstansaugen, aber keine Selbstzündung mehr durch Verdichtungsstöße bewirkt wird, ist im
Brennraum eine intermittierend arbeitende Fremdzündeinrichtung 10 vorgesehen. Der Zündeinsatz
wird dabei zweckmäßigerweise durch eine elektronische Druckgebereinrichtung 11 gesteuert. Sofern
der Druckgeber außerhalb der Querschnittsebene der Zündvorrichtung in Richtung zum offenen
Rohrende hin angeordnet ist, muß die Zündeinrichtung, um den verursachten Zündverzug auszugleichen,
derart mit dem Druckgeber verbunden sein, daß beim Erreichen des steilsten Druckanstieges die
Zündung einsetzt. Man kann jedoch den.Druckgeber auch in der gleichen Ebene wie die Zündvorrichtung
anordnen; die Zündeinrichtung ist dann an den Druckgeber derart anzuschließen, daß bei Erreichen
des niedrigsten Absolutdruckes im Brennraum die Zündung einsetzt.
Um den Wirkungsgrad der vorbeschriebenen Anlage zu verbessern, kann, wie aus Fig. 2 ersichtlich
ist, in bekannter Weise die Luft mit Gebläsen 12 und 13 in den Brennraum bzw. in das oder die
Luftbeimischrohre gedrückt werden. Die Gebläse werden dabei zweckmäßigerweise durch die Nutzturbine
9 angetrieben. .
Claims (11)
1. Anlage zur Erzeugung warmer Druckgase mit einer selbstzündenden Brennkammer, dadurch
gekennzeichnet, daß an einem gemeinsamen Brennraum (1) mindestens zwei Brennrohre
(2, 3) angeschlossen sind, von denen wenigstens eines mit einer intermittierenden
Luftbeimischungseinrichtung (4) versehen, ist.
2. Anlage zur Erzeugung warmer Druckgase nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß
das Mischgas aus dem oder den Luftbeimischungseinrichtungen (4) in einen gemeinsamen
Aufnehmer (8) geführt wird.
3. Anlage zur Erzeugung warmer Druckgase nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
auch die heißen Gase des oder der Brennrohre (2)
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ohne Luftbeimischungseinrichtung in den Aufnehmer (8) geleitet werden.
4. Anlage zur Erzeugung warmer Druckgase nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß
die Längen, und Querschnitte der Brennrohre ohne Luftvorlagerung (2) und diejenigen der
Rohre mit Luftvorlagerung (3) so aufeinander abgestimmt sind, daß beide Rohre gleiche Zündfrequenz
und gleichen Zündzeitpunkt aufweisen.
5. Anlage zur Erzeugung warmer Druckgase nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
im Brennraum (1) eine intermittierend arbeitende Fremdzündungseinrichtung (10, 11) vorgesehen
ist.
6. Anlage zur Erzeugung warmer Druckgase
nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Zündeinsatz (10) der Fremdzündeinrichtung
durch eine elektronische Druckgebereinrichtung (11) gesteuert wird.
7. Anlage zur Erzeugung warmer Druckgase nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckgeber (11) in der gleichen Brennraumquerschnittsebene wie die Zündvorrichtung
(10) angeordnet und die Zündeinrichtung derart mit dem Druckgeber verbunden ist,
daß beim Erreichen des niedrigsten Absolutdruckes die Zündung im Brennraum (8) einsetzt.
8. Anlage zur Erzeugung warmer Druckgase
nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckgeber (11) außerhalb der Brennraumquerschnittsebene der Zündvorrichtung
(10) in Richtung zum offenen Rohrende hin angeordnet ist und die Zündeinrichtung
derart mit dem Druckgeber verbunden ist, daß beim Erreichen des steilsten Druckanstieges die
Zündung einsetzt.
9. Anlage zur Erzeugung warmer Druckgase nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
hinter dem Aufnehmer (8) eine Turbine (9) angeordnet ist.
10. Anlage zur Erzeugung warmer Druckgase
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Brennraumeintritt in an sich be^
kannter Weise ein Gebläse (12) vorgesehen ist.
11. Anlage zur Erzeugung warmer Druckgase
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Luftbeimischrohr (4) ein Gebläse
(13) angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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