DEM0023091MA - - Google Patents

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DEM0023091MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 17. Mai 1954 Bekanntgemacht am 9. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Im Gärgewerbe, vorzugsweise in Bierbrauereien, hat man es als notwendig erkannt, die bei der Gärung auf dem Gärflüssigkeitsspiegel sich bildenden, aus Hefe, Trubstoffen und anderen Stoffen bestehenden, von den Bierbrauern Kräusendecke genannten Rückstände sowohl während des Gärvorganges als auch bei Beendigung desselben zu entfernen, um zu verhindern, daß die nach dem Aufsteigen schließlich wieder in sich zusammenfallenden Krausen sich in der Gärflüssigkeit verteilen und ihr einen unangenehm bitteren Geschmack verleihen.
Sofern die Gärung, wie es bisher meistens üblich war, in offenen Behältern stattfindet, kann die Kräusendecke von der Gärflüssigkeit ohne Schwierigkeit mittels Schöpfkellen oder Abstreifern von Hand entfernt werden. Neuerdings ist man jedoch dazu übergegangen, die Gärung in geschlossenen Behältern durchzuführen, um das sich während des Gärvorganges entwickelnde Kohlensäuregas auffangen und als Nebenerzeugnis nutzbringend verwerten zu können. Aus geschlossenen Gärbehältern läßt sich aber die Kräusendecke nicht in solch einfacher Weise wie aus offenen Gärbehältern entfernen.
So ist es beispielsweise bei einem mit einer waagerechten Decke verschlossenen Gärbehälter bekannt, einen als Schwimmer ausgebildeten Ab-
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streifer zu verwenden, der mit einer im Behälterinneren untergebrachten, jedoch von außen zu bedienenden endlosen Zugvorrichtung verbunden ist.; Dieser Abstreifer bewegt sich bei Betätigung der Zugvorrichtung über den Gärflüssigkeitsspiegel hinweg und ;stößt dabei, die .vor ihm befindliche Kräusendecke durch eine mit einem nach unten öffnenden Absperr- und Überlaufschieber versehene Wandöffnung in einen Abzugskanal. Dieser
ίο Gärbehälter mit der von Hand zu bedienenden Zugvorrichtung hat sich jedoch als nachteilig erwiesen, weil die sich bildende Kräusendecke vom Bedienungspersonal ständig beobachtet und in gewissen Zeitabständen mit der Zugvorrichtung in den Abzugskanal abgestreift werden muß.
Ein anderer bekannter Gärbehälter besitzt eine zur Waagerechten geneigte Deckenfläche und ist mit einer den Behälter quer zu seiner Längsrichtung in einen Flüssigkeits- und einen Kräusensammelraum unterteilenden senkrechten Scheidewand ausgestattet. Die Oberkante dieser Scheidewand reicht bis zur Höhe des durch den tiefsten Punkt der Behälterdecke bestimmten Flüssigkeitsspiegels und bildet dadurch eine beide Behälter— räume miteinander verbindende Durchtrittsöffnung. .. Die beim Gärvorgang im.Flüssigkeitsraum unmittelbar unter der Deckenfläche entstehenden Krausen gleiten unter der Auftriebswirkung der sich bildenden Kohlensäure an der in Richtung zur Scheidewand hin ansteigenden Deckenfläche entlang, gleiten über die Oberkante der Scheidewand und sinken in den Kräusensammelraum. Die Krausen setzen sich an den Wänden des Kräusensammelraumes fest und müssen nach beendetem Gärprozeß entfernt werden, wozu umfangreiche Reinigungsarbeiten bei stillgesetzem Gärbehälter erforderlich sind. Außerdem gelangt mit den ■Krausen Gärflüssigkeit in den Kräusensammelraum, die während des Gärvorganges nicht von den Krausen getrennt und in den Flüssigkeitsraum zurückgeführt werden kann, wie dies für einen wirtschaftlichen Betrieb der Gäranlage erwünscht ist.
Auch bei einer anderen bekannten Gäranlage, bei welcher die Krausen mittels eines Filtertuches von der Gärflüssigkeit getrennt werden, können die Krausen erst nach beendetem Gärvorgang entfernt werden. Diese Gäranlage besitzt eine oberhalb des Gärbehälters angeordnete Auffangkammer für die Krausen, die über eine in der Behälterdecke befindliche kreisrunde öffnung mit dem Gärbehälter verbunden ist. In der Öffnung ist ein Filtertuch ausgelegt,, in dem sich die aufsteigenden Krausen sammeln und das nach beendetem Gärvorgang mit einer von außen zu bedienenden mechanischen Vorrichtung über der Behälterdecke zusammengezogen wird. Hierdurch werden die Krausen aufgefangen, und die in den Krausen noch enthaltene Gärflüssigkeit kann in den Behälter zurückfließen.. Nach beendetem Gärprozeß wird der Gärbehälter geöffnet und. das Filtertuch zum Reinigen entnommen. Diese-Anlage bedarf daher auch einer ständigen Wartung ,und Beobachtung des Gärverlaufes, damit das Filtertuch zum rechtenZeitpunkt ausgewechselt wird. : ' ■'■·
Die Erfindung vermeidet diese Mängel bei einer Vorrichtung zum Entfernen der bei Gär- oder ähnlichen Vorgängen in einem geschlossenen Behälter sich unmittelbar unter der geneigten Dekkenfläche des Behälters auf dem Flüssigkeitsspiegel bildenden Kräusendecke, die über die Oberkante einer in dem Behälter angeordneten, bis zur Höhe des durch den tiefsten Punkt der Behälterdecke bestimmten Flüssigkeitsstandes abgetrennten Kräusensammelraum abfließt. Die Erfindung besteht darin, daß in dem Kräusensammelraum unterhalb der Kräuseneintrittsöffnung ein die Krausen auffangender Filtersack am Rand einer in einer . Zwischendecke des Kräusensammelraumes vorgesehenen weiten Öffnung aufgehängt ist und dort einen ihn umgebenden Flüssigkeitssammelraum bildet, während der über der Zwischendecke liegende Teil des Kräusensammelraumes mit einem zweckmäßig : ungefähr in Höhe der Kräuseneintrittsöffnung liegenden Mannloch versehen und am oberen Ende mit einer Gasabführleitung verbunden ist. ■ .
Auf diese Weise werden die Krausen fortlaufend aus der Gärflüssigkeit abgefiltert, und beim Auswechseln des mit Krausen gefüllten Filtersacks wird weder der Gärprozeß unterbrochen, noch wird Bedienungspersonal zur Überwachung der fortschreitenden Gärung benötigt. Die erfindungsgemäß anzuwendenden einfachen Mittel, zu denen keine willkürlich von.Hand ,zu betätigenden mechanischen Einrichtungen zählen, gewährleisten somit eine äußerst wirtschaftlich arbeitende Gäranlage. Es ist selbstverständlich bei der Einrichtung nach der Erfindung möglich, die Kräusendecke gelegentlich zu beobachten, um an ihrer Beschaffenheit den Fortschritt bzw. das Ende des Gärvorganges zu erkennen; jedoch kann der Zeitpunkt der Beobachtung beliebig gewählt werden. Ein bemerkenswerter , Vorzug der Erfindung besteht darin, daß der größte Teil der Krausen nach dem Austritt aus dem Gärbehälter unverzüglich in den Filtersack abfließt und sich in diesem sammelt, ohne Gelegenheit zu finden, durch längeres Verweilen an der Wandung des Sammelbehälters haftenzubleiben und diese dadurch zu verschmutzen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der Kräusensammelraum als besonderer Kräusensammelbehälter ausgebildet, vom Gärbehälter getrennt und mit der Kräusenabflußöffnung durch eine Kräusenabflußleitung verbunden. Es ist hierdurch möglich, den Gärprozeß.auch in. solchen Behältern durchzuführen, die .keinen Abscheideraum, für die Krausen besitzen. . .
Nach einem anderen Erfindungsmerkmal werden zwei oder mehr gegebenenfalls abwechselnd als Gär- und Lagerraum dienende Behälter durch mit Absperrorganen versehene Kräusenabflußleitungen . , mit einem gemeinsamen ..K.räusensammelbehälter verbunden. Auf diese Art wird das Leistungsvermögen des Kräusensammelbehälters möglichst vollkommen ausgenutzt.. Zum :gleichen .Zwecke.
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kann auch der KräusQnsammelbehälter erfindungsgemäß zum; wahlweisen Anschluß an beliebige abwechselnd -als ,Gär- .und .Lagerraum dienende Behälter bzw. Behä.ltergruppen f ahrbar.ausgebildet sein. Um den Filtersack einfach und schnell auswechseln zu können, besitzt dieser in .weiterer Ausbildung der Erfindung .am oberen Ende einen elastischen ,Wulstring,, der ,als schnell !.lösbares Befestigungs- und Abdichtungsmittel einen nach
ίο oben oder unten um- und zurückgebogenen Rand der in der Zwischendecke des Kräusenbehälters vorgesehenen öffnung hintergreift. Damit die nach dem Durchtritt durch den Filtersack sich im unteren Teil des Kräusensammelbehälters ansammelnde Gärflüssigkeit abgelassen oder in den Flüssigkeitsraum zurückgeführt werden kann, ist erfindungsgemäß am Kräusensammelbehälter unterhalb der Zwischendecke ein Flüssigkeitsstandanzeiger angeordnet und am Boden des Kräusenbehälters eine Leitung angeschlossen, durch die die angesammelte Flüssigkeit entweder abgelassen oder mittels einer Pumpe in den Gärbehälter zurückgeführt wird.
Die Form sowohl des Gärbehälters als auch des Kräusensammelbehälters kann eine beliebige sein.
Der Gärbehälter kann beispielsweise einen waagerechten oder geneigten ebenen Boden, eine geneigte ebene Decke und senkrechte ebene Seitenwände aufweisen; oder er kann als liegender Hohlzylinder mit gegenüber der Waagerechten geneigter Mittelachse ausgebildet sein.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der
Erfindung schematisch dargestellt, und zwar zeigt Abb. ι einen senkrechten Längsschnitt durch
einen Behälter, der durch eine Zwischenwand in einen großen Gärraum und einen kleinen Kräusensammelraum unterteilt ist,
Abb. 2, 3 und 4 einen aus zwei Gärbehältern und einem gesondert aufgestellten gemeinsamen Kräusensammelbehälter bestehende Behältergruppe in Seitenansicht, Vorderansicht und Aufsicht,
Abb. 5 einen senkrechten Schnitt durch den in Abb. 2 bis 4 dargestellten Kräusensammelbehälter in größerem Maßstab und
Abb. 6 einen Ausschnitt aus dem Kräusensammelbehälter nach Abb. 5 mit einer anderen Ausführungsform der Halterung des Filtersackes.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 1 ist der Behälter 1 durch eine senkrechte Scheidewand 2 in einen Gärraum 3 und einen Kräusensammelraum 4 unterteilt. Zur Durchführung der Gärung wird der durch die geneigte Decke 5 abgeschlossene Raum 3 derart mit Würze-Flüssigkeit angefüllt, daß der Flüssigkeitsspiegel die tiefste Stelle der Decke 5 berührt und ungefähr in Höhe der Oberkante der Scheidewand 2 liegt, so daß unmittelbar unter der höchsten Stelle der Decke 5 die öffnung 6 frei bleibt. Die Kräusendecke, die sich in dem keilförmigen Raum zwischen dem Flüssigkeitsspiegel und der Decke 5 während des Gärvorganges bildet, wird infolge der Neigung der Decke 5 zur Scheidewandöffnung 6 geleitet und fließt durch diese in den Kräusensammelraum 4 ab. Hier werden die Krausen in dem Filtersack 7 aufgefangen, der zwecks Entleerung !und -Reinigung aus., seiner .,am Rande einer weiten ..öffnung -.jn der. Zwischendecke ya vorgesehenen Halterung durch, das Mannloch 8 herausgenommen werden kann; Die in den Krausen enthaltene,,und sich nach.dem Durchtritt durch den Filtersack7. im. unteren Teil des, Raumes 4 ansammelnde Flüssigkeit.kann:von Zeit zu. Zeit .. durch die -Leitung 8a · abgelassen . werden, während das sich bei: der Gärung im Raum 3 entwickelnde Gas durch die Leitung 8(, abgeleitet wird. ·.-■;■■ .· . ■ ... . ■ ■. . ■ .:
• Nach Abb. 2 bis 4 sind zwei kegelstumpfförmige emaillierte Gärbehälter ga und % so nebeneinander gelagert, daß ihre gedachte Mittelachse waagerecht oder annähernd waagerecht liegt, so daß der obere Teil der Behälterwandung eine gewölbte, geneigte Decke darstellt, unter deren höchster Stelle in der angrenzenden Stirnwand ioa bzw. iob die Kräusenabflußöffnung 11 vorgesehen ist. Den GärbehäK tern ga und % ist ein gesondert aufgestellter, gemeinsamer Kräusensammelbehälter 12 zugeordnet, dessen oberer Teil durch mit Absperrorganen 13 versehene Leitungen 14 mit den die Kräusenabflüßöffnung 11 enthaltenden Rohrstutzen an den Stirnwänden ioe und ioj der beiden Gärbehälter verbunden ist. Der tiefste-Punkt der Krausen^, abflußöffnungen 11 liegt ungefähr in Höhe des gestrichelt dargestellten Flüssigkeitsspiegels in den Gärbehältern ga und g^, so daß die sich unmittelbar unter der geneigten Deckenfläche der Gärbehälter bildende Kräusendecke, ohne daß die Anwendung mechanischer Abstreifmittel nötwendig ist, durch. die öffnungen 11 und die Leitungen 14 in den Kräusensammelbehälter 12 abfließen kann. , Dieser ist in Abb. 5 in größerem Maßstab im Schnitt dargestellt, wobei abweichend von der Darstellung in Abb. 2 bis 4 angenommen ist, daß der obere Teil i2a des Kräusensammelbehälters nur eine Kräuseneintrittsöffnung 15 ^aufweist, der das Mannloch 16 gegenüberliegt. Unterhalb ■ der Öffnung 15 ist eine Zwischendecke 17 angeordnet, die eine weite Öffnung mit einem nach oben um- und zurückgebogenen Rand enthält, an dem das obere Ende des zum Auffangen der Krausen dienenden Filtersackes 18 befestigt ist, und zwar ist der z. B. aus Nylon- oder einem anderen porösen Kunststoffgewebe hergestellte Filtersack an seinem oberen Ende fest mit einem Gummiwulstring 19 verbunden, der als Dichtungs- und Befestigungsmittel den aus der Zwischendecke 17 herausgebogenen Rand mit Vorspannung engschließend hintergreift. Die Halterung des Filtersackes 18 ist somit einfach und schnell lösbar ausgebildet.: Nach Abnahme des Mannlochdeckels 20 kann der mit Krausen gefüllte. Filtersack durch das zur Reinigung des Behälterinnern vorgesehene Mannloch 16 herausgenommen, entleert und gereinigt bzw. durch einen anderen Filtersack ersetzt werden.
Das sich bei der Gärung der Flüssigkeit in den Behältern ga und g^ entwickelnde Gas wird durch die Leitung 28 aus dem oberen Teil I2a des Kräusensammelbehälters abgeleitet und gegebenenfalls anderweitig nutzbringend verwertet.
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Die in den Krausen enthaltene Gärflüssigkeit tritt durch das Gewebe des Filtersackes 18 in den Zwischenraum 21, der zwischen dem Filtersack und der Wandung des unteren Teiles I26 des Sammelbehälters frei gelassen ist, und sammelt sich über dem Behälterboden. Die Höhe des Flüssigkeitsspiegels wird durch ein Flüssigkeitsstandrohr 22 angezeigt. Dementsprechend wird die angesammelte Gärflüssigkeit in gewissen Zeitabständen aus dem unteren Teil I26 des Kräusensammelbehälters abgelassen oder durch die Leitung 23 einer Pumpe
24 zugeführt, mittels der sie durch die Leitungen
25 in die Gärbehälter ga und gb zurückgefördert wird.
Da die Krausen im Filtersack 18 aufgefangen werderi, kommen sie nicht mit der Wandung des unteren Teiles I26 des Kräusensammelbehälters in Berührung und können diese somit nicht verschmutzen. Will man auch ein Anhaften von Kräusen an der unter der Kräuseneintrittsöffnung 15 liegenden Wandung des oberen Teiles i2a des Sammelbehälters und besonders auf der Zwischendecke 17 vermeiden, so empfiehlt es sich, die Halterung des Filtersackes gemäß (Abb. 6 auszubilden.
Hierbei ist die Zwischendecke 26 nicht waagerecht und eben, sondern kegelförmig nach innen abfallend gestaltet, und der Rand 27 der Kräusendurchlaßöffnung ist aus der Zwischendecke 26 nach unten um- und zurückgebogen. Der Gummiwulstring 19 des Filtersackes 18 hintergeift engschließend den Rand 27 der Zwischendecke 26 in grundsätzlich gleicher Weise wie beim Ausführungsbeispiel nach Abb. 5. Durch die kegelförmige Gestaltung der Zwischendecke 26 wird erreicht, daß die Krausen nicht auf ihr liegen bleiben, sondern unverzüglich abwärts gleiten und in den Filtersack 18 abfließen.
Wie in Abb. 5 durch strichpunktierte Radumrißlinien 29 angedeutet ist, kann der Kräusensammelbehälter auch fahrbar ausgebildet werden, so daß die Möglichkeit besteht, ihn z. B. in Bierbrauereien wahlweise an beliebige Behälter, die nicht nur als Gär-, sondern auch als Lagerbehälter für das. Bier verwendet werden, anzuschließen.
Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt und kann außer in Bierbrauereien auch in anderen Zweigen des Gärungsgewerbes angewendet werden, wenn die gleiche Aufgabe gestellt ist, nämlich die Krausen, -die sich auf einer in einem geschlossenen Behälter gärenden Flüssigkeit bilden, während des Gärvorganges bzw. bei Beendigung desselben aus dem Behälter zu entfernen.

Claims (9)

  1. Patentansprüche:
    i. Vorrichtung zum Entfernen der bei Gäroder ähnlichen Vorgängen in einem geschlossenen Behälter sich unmittelbar unter der geneigten Deckenfläche des Behälters auf dem Flüssigkeitsspiegel bildenden Kräusendecke, die über die Oberkante einer in dem Behälter angeordneten, bis zur Höhe des durch den tiefsten Punkt der Behälterdecke bestimmten Flüssigkeitsstandes reichenden Wand in einen durch die Wand vom Flüssigkeitsraum abgetrennten Kräusensammelraum abfließt, dadurch gekennzeichnet, daß in dein Kräusensammelraum (4) unterhalb der Kräuseneintrittsöffnung (6, 15) ein die Krausen auffangender Filtersack (7, 18) am Rand einer in einer Zwischendecke (ya) des Kräusensammelraumes (4) vorgesehenen weiten öffnung aufgehängt ist und dort einen ihn umgebenden Flüssigkeitssammelraum bildet, während der über der Zwischendecke (ya) liegende Teil des Kräusensammelraumes (4) mit einem zweckmäßig ungefähr in Höhe der Kräuseneintrittsöffnung (6,15) liegenden Mannloch (8, 16) versehen und am oberen Ende mit einer Gasabführleitung (86, 28) verbunden ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kräusensammelraum (4) als besonderer Kräusensammelbehälter (12) ausgebildet, vom Gärbehälter (ι, ga, gb) getrennt und mit der Kräusenabflußöffnung (11) durch eine Kräusenabflußleitung (14) verbunden ist.
  3. 3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 "go und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehr gegebenenfalls abwechselnd als Gär- und Lagerraum dienende Behälter (ga, gb) durch mit Absperrorganen versehene Kräusenabflußleitungen (14) mit einem, gemeinsamen Krausensammelbehälter (12) verbunden sind. 1
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kräusensammelbehälter (12) zum wahlweisen Anschluß an beliebige abwechselnd als Gär- und Lagerraum dienende Behälter (ga, gb) bzw. Behältergruppen fahrbar ausgebildet, ist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Filtersack (18) am oberen Ende einen elastischen Wulstring (19) aufweist, der als schnell lösbares Befestigungs- und Abdichtungsmittel einen nach oben oder unten um- und zurückgebogenen Rand der in der Zwischendecke (17, 26) des Kräusenbehälters (i2a, i26) vorgesehenen Öffnung hintergreift.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Öffnungsrand einer waagerechten, ebenen Zwischendecke (17) nach oben um- und zurückgebogen ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Öffnungsrand (27) einer kegelförmig nach innen abfallenden Zwischendecke (26) nach unten um- und zurückgebogen ist.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß am Kräusensammelbehälter (i2a, i26) unterhalb der Zwischendecke (17) ein Flüssigkeitsstandanzeiger. (22) angeordnet und am Boden des Kräusenbehälters eine Leitung (23) angeschlos-
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    sen ist, durch die die angesammelte Flüssigkeit entweder abgelassen oder mittels einer Pumpe in den Gärbehälter (9,,, 9^,) zurückgefördert werden kann.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (20) des in der Wandung des Kräusensammelbehälters (i2a, i2ö) ungefähr in Höhe bzw. gegenüber der Kräuseneintrittsöffnung (15) angeordneten Mannloches (16) teilweise oder ganz aus durchsichtigemWerkstoff hergestellt ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    USA.-Patentschrift Nr. 2310270.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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