DEM0023017MA - - Google Patents
Info
- Publication number
- DEM0023017MA DEM0023017MA DEM0023017MA DE M0023017M A DEM0023017M A DE M0023017MA DE M0023017M A DEM0023017M A DE M0023017MA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- nozzle
- oil
- piston
- pressure
- machine
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000003921 oil Substances 0.000 claims description 43
- 238000001816 cooling Methods 0.000 claims description 21
- 239000010687 lubricating oil Substances 0.000 claims description 21
- 238000005461 lubrication Methods 0.000 claims description 11
- 239000007921 spray Substances 0.000 claims description 8
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 claims description 6
- 238000002347 injection Methods 0.000 claims description 4
- 239000007924 injection Substances 0.000 claims description 4
- 239000007858 starting material Substances 0.000 claims description 2
- 238000011144 upstream manufacturing Methods 0.000 claims 3
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 claims 1
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 2
- 239000000110 cooling liquid Substances 0.000 description 1
- 230000003247 decreasing effect Effects 0.000 description 1
- 230000007812 deficiency Effects 0.000 description 1
- 230000008030 elimination Effects 0.000 description 1
- 238000003379 elimination reaction Methods 0.000 description 1
- 239000012535 impurity Substances 0.000 description 1
- 238000005259 measurement Methods 0.000 description 1
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 11. Mai 1954 Bekaniitgemacht aiii 9s Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kolbenkühlung für Brennkraftmaschinen, speziell Hochleistungsdieselmotoren
für Lastwagen, bei der aus dem Haüptschmierölkreisiauf der Maschine ö! abgezweigt
Und mittels einer hierzu geeigneten Vorrichtung, z. B. Düse, gegen eine zu kühlende Stelle
des Kolbens, z. B. das Innere des Kolbenbodens, angeworfen wird.
Zweck der Erfindung ist es, die unter dem vollen Druck des Schmierölkreislaufes stehende Einspritzung
von Kühl- und Schmieröl in das Kolbeniiirtere
in Abhängigkeit von dem im Hauptschmieröikreisiäüf herrschenden Öldruck zu steuern.
Bei Höchleistüngsdieselmptoren für Lastwagen wird zur Regelung der Temperatur des Kolbens,
speziell im Hinblick auf dessen heißeste Stelle — den Kolbenboden — gegen den letzteren ständig
ein Ölstrahl angeworfen oder gespritzt. Hierzu dient üblicherweise eine Düse, der Öl aus dem
Haüptschmierölkreisiauf zugeführt wird. An Stelle einer Düse kann natürlich auch irgendeine andere
Anwurf- oder Schleudervorrichtung verwendet werden, sofern sie den gleichen Zweck erfüllt.
Für jeden Zylinder ist dann eine derartige Vorrichtung vorgesehen. Bei der Verwendung einer
Düse als Ölanwurfvörrichtung hat sich bislang die Schwierigkeit gezeigt, daß dieselbe leicht durch
Ölunreinigkeiten verstopft wird. Um dies zu vermeiden, war man gezwungen, den Düsendurchmesser
größer zu bemessen als dies an und für sich
609 514/153
M 23017 I a/46 c*
für den beabsichtigten Zweck notwendig wäre. So hat es sich beispielsweise nach den Erfahrungen
der Praxis als zweckmäßig erwiesen, einen Düsendurchmesser von 1,5 mm nicht zu unterschreiten.
Bei einem derartigen Düsendurchmesser ist aber die Schmierölmenge, welche bei einer Mehrzylindermaschine
durch alle Düsen abfließt, recht beträchtlich. Bei einer Achtzylindermaschine beträgt
z. B. bei dem vorgenannten Düsendurchmesser von 1,5 mm der gesamte Düsenquerschnitt
für alle Zylinder etwa 14 mm2, was auf eine einzige symbolische Ersatzdüse umgerechnet einem Düsendurchmesser
von etwa 4,25 entspräche. Nun ist aber der gesamte Schmieröldurchsatz des Motors,
i,5 wie praktische Messungen ergeben haben, nur dem
Querschnitt einer symbolischen Ersatzdüse von etwa 6 mm Durchmesser angepaßt, was unmittelbar
erkennen läßt,-daß der Anteil des durch die Spritzdüsen ausströmenden Schmieröls ein sehr
erheblicher ist. Es muß also unter diesen Verhältnissen ein genügend großer Schmieröldruck aufgestaut
werden, damit alle Ölverbrauchsstellen des Motors ausreichend beliefert 'werden. Dies setzt
wiederum eine entsprechend hohe Förderleistung der ölumlaufpumpe voraus. Derart große ,01-umlaufpumpen
sind aber im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit des Motors nachteilig, da sie einen beträchtlichen Kraftaufwand, der vom Motor
aufgebracht werden muß, verzehren. Wenn andererseits aber bei Verwendung von Ölspritzdüsen für
die Kolbenkühlung die ölumlaufpumpe zu knapp bemessen wird, dann bricht bei Langsam- oder
Leerlauf des Motors der Schmieröldruck auf nahezu den Wert Null zusammen, weil die geförderte
Ölmenge proportional der Motordrehzahl abnimmt, während jedoch der Austrittsquerschnitt
der Spritzdüsen dabei unverändert bleibt.
Es ergibt sich hierbei der Nachteil, daß während des Motorlangsam- oder -leerlaufes das Schmieröl,
dem Weg des geringsten Widerstandes folgend, in der Hauptsache aus den mit relativ großer Bohrung
versehenen Düsen austritt, während beispielsweise die Lager nur zu einem geringen Teil
mit Schmieröl versorgt werden; dies erfolgt außerdem zu einem Zeitpunkt, in dem ein zwingender
Grund zur Kühlung des Kolbens bzw. Kolbenbodens nicht vorliegt.
Ähnliche' Verhältnisse können sich natürlich auch dann ergeben, wenn statt Düsen irgendeine
andere Vorrichtung zum Anwerfen des Öles an den Kolbenboden verwendet wird, bei der der Öldurchsatz
für die Kolbenkühlung aus konstruktiven Gründen größer gehalten sein muß, als dies normalerweise
erforderlich wäre.
Es ist auch eine Zusatzschmierung der Kolben und Zylinder von Kolbenmaschinen, insbesondere
Brennkraftmaschinen kleinerer Leistung bekannt, wonach bei kalter Maschine und kaltem, zähem
Schmieröl das von der Ölpumpe zuviel geförderte, über das Überdruckventil abfließende öl dazu benutzt
wird, die Kolben und Zylinder der Maschine zusätzlich zu schmieren, während bei normaler ölbetriebstemperatur
diese Zusatzschmierung durch ein Überdruckventil abgeschaltet ist. Bei derartiger
Zusatzschmierung würde jedoch, wenn man sie für die Kolbenspritzkühlung gemäß der Erfindung
verwenden wollte, die als Überschuß anfallende Ölmenge bei weitem zu gering sein. Außerdem
würde gerade im Hochleistungsbetrieb, wo es bei warmgelaufener Maschine auf eine intensive
Kühlung ankommt, jeder Überschußbetrieb aufhören. Weiterhin ist die hierbei vorgesehene Düsenanordnung
nur für Schmierbetrieb geeignet und kann nicht durch bloße Richtungsverstellung der
Düse für Einspritzkühlung verwendet werden, da dann die Austrittsöffnungen der Düsen außer der
Kühlölmenge auch noch der insbesondere beim Anfahren anfallenden Ölüberschußmenge angepaßt
sein müßten. Dies hätte aber beim Zurückgehen der Ölüberschußmenge, z. B.- nach erfolgtem Anfahren
der Maschine, eine zu geringe Strahlleistung an den dann zu großen Austrittsmündungen der Düsen
zur Folge.
Weiterhin ist auch schon vorgeschlagen worden, für die Kolbenkühlung mittels Spritzdüsen einen
besonderen Ölkreislauf mit besonderer Ölpumpe vorzusehen, der von dem Hauptschmiersystem
(Lagerschmierung) des Motors mit der diesem zugeordneten Hauptölpumpe vollständig getrennt ist.
Dieser bekannte Vorschlag hat jedoch den Nachteil, daß mehrere Pumpen erforderlich sind, wobei
die ölpumpe für die Kolbenkühlung sogar eine ' größere Leistung als die Hauptölpumpe aufweist.
Außer einer Verteuerung der Anlage ist bei dieser Anordnung, auch ein Leerlauf der Kühlölpumpe bei
abgeschaltetem Nebenölkreislauf derselben nicht zu vermeiden.
Schließlich ist auch noch eine Schmieranordnung für Sternmotoren bekanntgeworden, bei der eine
Ringleitung für Kühlflüssigkeit vorgesehen ist, an welche Spritzleitungen für die Kolbeninnenkühlung
angeschlossen sind. Die Ringleitung ist unter Zwischenschaltung einer Drosseldüse an die Hauptdruckleitung
angeschlossen, jedoch dient die Drossel lediglich dazu, den Öldruck in der Ringleitung
auf einen geringeren Wert herabzusetzen. Die Spritzdüsen stehen hier nicht unter dem vollen
Druck des Hauptschmiersystems, und es ist kein selbsttätiges Abstellen der Drosseldüse in Abhängigkeit
von dem Druck des Hauptschmierölkreislaufes vorgesehen.
Im Gegensatz zu den bekannten Anordnungen und in Beseitigung der denselben anhaftenden
Mangel und Nachteile beschreitet die Erfindung einen anderen Weg und sieht eine Kolbenkühlung
der. eingangs vorausgesetzten Art. vor, deren wesentliches Merkmal erfindungsgemäß darin besteht,
daß der in den Hauptschmierölkreislauf über eine Abzweigleitung angeschlossenen Anwurfvor
richtung für das Kühlöl jeweils ein Sperrorgan zugeordnet ist, das derart vom vollen Öldruck des
Hauptschmierölkfeislaufes gesteuert wird, daß bei Absinken dieses Druckes bis. auf eine untere
Grenze, z. B. den Leerlaufdruck der Ölpumpe, der Austritt von öl aus der Anwurfvorrichtung selbsttätig
verhindert wird. *
514/153
Claims (3)
1. Kolbenkühlung für Brennkraftmaschinen, speziell Hochleistun'gsdieselmotoren, bei der
aus dem Hauptschmierölkreislauf der Maschine öl abgezweigt und mittels einer hierzu geeigneten
Vorrichtung, z. B. Düse, gegen eine zu kühlende Stelle des Kolbens, z. B. das Innere
des Kolbenbodens, angeworfen wird, dadurch gekennzeichnet, daß dieser Vorrichtung ein
Sperrorgan zugeordnet ist, das derart vom vollen Öldruck des Hauptschmierölkreislaufes
gesteuert wird, daß bei Absinken dieses Drukkes bis auf eine untere Grenze, z. B. den Leerlaufdruck
der Ölpumpe, der Austritt von Öl aus der Anwurfvorrichtung selbsttätig verhindert
wird.
2. Kolbenkühlung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Benützung einer an sich
bekannten Düse (3) als Ölanwurfvorrichtung derselben ein Ventil (7) vorgeschaltet ist,, das
auf den bei Langsam- oder Leerlauf der Maschine im Hauptschmierölkreislauf herrschenden
Druck derart anspricht, daß in diesen Betriebszuständen die Düse (3) gegen Ölaustritt
gesperrt ist.
3. Kolbenkühlung nach Anspruchs, dadurch
gekennzeichnet, daß das der Düse (3) zugeordnete Ventil (7) ein an sich bekanntes Rückschlagventil
ist.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 833880;
britische Patentschrift Nr. 593 501;
USA.-Patentschrift Nr. 2 352 497.
britische Patentschrift Nr. 593 501;
USA.-Patentschrift Nr. 2 352 497.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 609 514/153 5. 56
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE602004004933T2 (de) | Brennkraftmaschine mit variablem Verdichtungsverhältnis | |
| DE602004008128T2 (de) | Kraftstoffpumpe, die vom Kraftstoff geschmiert wird | |
| DE60120403T2 (de) | Vorrichtung und verfahren zur schmierung einer kolbenmaschine | |
| DE102017112089A1 (de) | Kolbenkühleinrichtung | |
| DE7812944U1 (de) | Verbrennungsmotor mit mindestens einem zylinder und einem darin hin- und hergehenden kolben | |
| EP1070836A2 (de) | Vorrichtung zur Kühlung und/oder Schmierung einer Hubkolbenbrennkraftmaschine | |
| EP2213851B1 (de) | Ölversorgungseinrichtung zum Schmieren eines Zylinders und/oder zum Kühlen eines Kolben | |
| DE2349553C2 (de) | Drehzahlregler einer Kraftstoffeinspritzpumpe für Brennkraftmaschinen | |
| DE10323734B4 (de) | Brennkraftmaschine mit mehreren Zylindern | |
| DE833880C (de) | Zusatzschmierung fuer Arbeitskolben | |
| DE968013C (de) | Kolbenkuehlung fuer Brennkraftmaschinen | |
| DE2512425A1 (de) | Fluessigkeitskuehlung fuer den kolben einer rotationskolbenmaschine | |
| DE102016107704B4 (de) | Verbrennungsmotor | |
| DE102015007510B4 (de) | Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine und Vorrichtung zum Durchführen eines solchen Verfahrens | |
| DE4012475A1 (de) | Kolbenkuehlung fuer eine brennkraftmschine | |
| DE2043914A1 (de) | Brennstoffeinspritzpumpe fur Ver brennungsmotore | |
| DE1796502U (de) | Schmiervorrichtung fuer verbrennungsmotoren. | |
| AT519000B1 (de) | Brennkraftmaschine | |
| DE102015009568B4 (de) | Brennkraftmaschine mit einer Steuereinrichtung zur gezielten Ansteuerung einer Kolbenkühldüse oder eines Kolbenkühlkanals sowie Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine | |
| DE102017201741A1 (de) | Kolben-Pleuel-Vorrichtung zur direkten Kolbenschmierung und -kühlung | |
| DE1156605B (de) | Kraftstoffeinspritzpumpe fuer mehrzylindrige Brennkraftmaschinen | |
| DE19834138C1 (de) | Brennkraftmaschine | |
| CH332964A (de) | Kolbenkühleinrichtung für Brennkraftmaschinen | |
| DE964867C (de) | Schmiereinrichtung fuer Kolbenbolzenlager | |
| DE102020108565B4 (de) | Verfahren zum Einstellen einer Schmiermittelversorgung zumindest eines Wellenlagers eines Abgasturboladers einer Verbrennungskraftmaschine, Verbrennungskraftmaschine und Kraftfahrzeug |