DEM0016789MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 24. Dezember 1952 Bekanntgemacht am 4. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Schutz von hochempfindlichen Meßgeräten, insbesondere
von Vielfachmeßgeräten, gegen Überlastungen, die bei Dauerbetrieb zu einer thermischen Zerstörung
der Schaltelemente führen würden. Derartige Einrichtungen sind an sich bekannt. Bei Vielfachmeßgeräten
ist diese Einrichtung in der Form getroffen, daß ein in Reihe mit dem Meßwerk liegendes Relais
bei Überlastung des Gerätes einen Schalter auslöst, der den Hauptstromkreis· auftrennt. Der Nachteil
dieser Anordnung ist der, daß bei Strommessungen im Überlastungsfalle der Stromkreis aufgetrennt wird,
eine Tatsache, die insbesondere bei Messung an großen Stronrwandlern wegen der auftretenden Überspannungen
unzulässig ist. Darüber hinaus kann bei einer starken Überlastung"des Gerätes, wie sie z.B. zustande
kommt, wenn in den Schalterstellungen für Strommessung das Gerät an Spännung gelegt wird,
ein starker Lichtbogen den Kontakt zerstören.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist demgemäß die Schaffung einer Einrichtung zum Schutz elektrischer
Meßgeräte, insbesondere von Vielfachmeßgeräten, bei denen die vorstehend aufgeführten Mängel der
bekannten Ausführung weitgehendst Vermiedenwerden.
609 656/198
M 16789 VIIIc/21 e
Gemäß der Erfindung ist in den Meßwerkkreis die Steuerwicklung eines Relais mit Umschaltkontakt
geschaltet, welches in Arbeitslage den Spannungspfad zwischen dem kleinsten Vorwiderstand und dem
Meßwerk auftrennt und im Strompfad gleichzeitig die Nebenwiderstände überbrückt.
Ein Ausführungsbeispiel für die Anwendung der Erfindung bei einem an sich bekannten Vielfachmeßgerät,
das für Strom- und Spannungsmessung bei
ίο Gleich- und Wechselstrom eingerichtet ist, zeigt die
Figur. Das schematisch dargestellte Gerät hat je drei Strom- und Spannungsbereiche, was jedoch keine
Begrenzung der Erfindung bedeutet.
R1 bis R3 sind Nebenwiderstände für die Strommessung.
i?4 bis Re sind Vorwiderstände für die Spannungsmessung.
R7 ist ein Vor widerstand für den eigentlichen Meßkreis. Dieser Widerstand ist notwendig,
da das Meßwerk bei der Strommessung den Spannungsabfall an den Nebenwiderständen A1 bis R3
mißt. Bei den Spannungsmessungen addiert sich dieser Widerstand genauso wie der Widerstand des gesamten
Meßkreises zu den Vorwiderständen. M ist ein Drehspulmeßwerk;
Tr ein Stromwandler; G zwei Meßgleichrichter (z. B. Kupferoxydulgleichrichter).
Die Funktion des Schalters U besteht darin, daß
die einzelnen Kontakte zum Anschluß der Neben- bzw. Vorwiderstände mittels der Brückeng mit. den Kontaktbahnen
flt f2 verbunden werden. Die die beiden
Brücken g verbindende gestrichelte Linie deutet den Schaltknopf an, an welchem die Brücken g in einer
tatsächlichen Ausführung des Schalters befestigt wären.
Die nicht schwarz ausgezogene Kontaktbahn h des Schalters mit den ihr gegenüberliegenden Leerkontakten
wurde lediglich eingezeichnet, um anzudeuten, daß sich der Schalter ganz durchdrehen läßt und daß
die in dem gezeichneten Zustand auf einem Strommeßbereich liegende Brücke g bei Einstellung des
Schalters auf einen der Spannungsmeßbereiche elekfrisch außer Funktion ist. -Mit = und ~ wurden die
Kontakte des Stromartwählers S bezeichnet.
R ist ein Klappankerrelais, bei welchem in Ruhelage die Kontakte α und b geschlossen sind. Fließt
durch die Feldwicklung d ein hinreichend großer Strom (Überlastung des Gerätes), so wird die aus
Eisen bestehende Klappe e auf den die Wicklung tragenden Kern gezogen, wodurch die Kontakte α und b
geöffnet und die Kontakte b und c geschlossen werden. Das Relais R ist in diesem Ausführungsbeispiel bei
Wechselstrombetrieb nicht unmittelbar in Reihe mit dem Meßwerk geschaltet, um die Notwendigkeit eines
großen Wandlers und großer Gleichrichter zu vermeiden. Die Wicklung d liegt aber im Primärkreis des
Meßwandlers Tr, der unabhängig vom Meßbereich immer vom gleichen Strom durchsetzt wird.
Die Wicklung d ist an einem Ende mit dem Meßwandler Tr bzw. dem Meßwerk M, am anderen Ende
mit dem Kontakt b verbunden. Von diesem führt außerdem eine Verbindung zu der den Anschlüssen
der Nebenwiderstände A1 bis R3 gegenüberliegenden
Kontaktbahn fx. Kontakt α ist an das eine Ende des
kleinsten Vorwiderstandes R6, Kontakt c an die äußere
Zuführungsklemme + angeschlossen.
Das beschriebene Vielfachmeßgerät mit Überlastungsschutz arbeitet folgendermaßen: In der dargestellten
Stellung des Schalters U ist der erste Strommeßbereich eingeschaltet. Der Strom fließt von der
Klemme + einerseits über den Strompfad R1, gfj_,
andererseits über den Meßkreis R7,"S, Tr (oder M),
d, fx, g, g, f2 zur Klemme ~ zurück. Tritt eine Überlastung
des Gerätes ein, so wird die Klappe e angezogen und die Kontakte b, c geschlossen. Der hierdurch
geschlossene Stromkreis ~, c, b, flt g, g, f2, — überbrückt
sämtliche Nebenwiderstände und schließt so den Meßkreis kurz, ohne daß der Stromkreis an
irgendeiner Stelle aufgetrennt wird; denn die Kontakte a, b sind bei Strommessung stromlos.
Ist der Meßbereichschalter auf einen der Spannungs-Hießbereiche
gestellt, 2. B. den zweiten, so wird der Stromkreis +, R7, S, Tr (oder M) d, b, a, R6, R5, g, f2 ~
gebildet. Tritt hierbei eine Überlastung ein, welche das Relais R zum Ansprechen bringt, so wird durch das
Anziehen der Klappe e und Öffnen der Kontakte a, b der Spannungspfad zwischen dem kleinsten Vorwiderstand
.R6 und dem Meßwerk M bzw. dem Wandler Tr
aufgetrennt. Der entstehende Öffnungsfunke ist unschädlich, da im Meßkreis ohnehin nur geringe
Ströme fließen.
Bei dem vorliegenden Gerät tritt also im Überlastungsfalle bei einer Strommessung keine Unterbrechung
des Strompfades auf, so daß mit diesem Gerät auch gefahrlos an größeren Stromwandlern gemessen
werden kann. Wird an das Gerät Spannung gelegt, wenn der Bereichschalter auf Strommessung gestellt
ist, so wird nicht wie bei den bekannten Geräten die dabei auftretende große Leistung abgeschaltet, sondern
die im ersten Augenblick den großen Strom führenden Nebenwiderstände durch den Schalter überbrückt.
Sollte trotzdem eine Zerstörung der Kontakte bei hoher Beanspruchung auftreten, so können diese
gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung dadurch leicht ausgewechselt werden, daß sie, als
mechanische Einheit zusammengefaßt, leicht lösbar z. B. mittels eines Steckers im Gerät befestigt sind.
Die Ansprechempfindlichkeit des Relais ist so gewählt, daß das Gerät geschützt wird bei einer Überlastung,
die bei Dauerbetrieb zu einer thermischen Zerstörung der Vor- und Nebenwiderstände desselben führen
würde.
Um bei Benutzung des Gerätes feststellen zu können, ob das Relais angesprochen hat oder nicht, ist der
Handgriff einer (nicht dargestellten) federnd gelagerten Sperrklinke, die das Relais nach Ansprechen in der
Arbeitsstellung festhält, so angeordnet, daß durch die Stellung desselben die Stellung des Relais sichtbar
gemacht ist.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte und beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern
kann alle im Rahmen des fachmännischen Könnens liegenden Abänderungen erfahren.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Einrichtung zum Schutz elektrischer Meßgeräte, insbesondere von Vielfachmeßgeräten, gegen Überlastungen, die bei Dauerbetrieb zu einer656/198M 16789 VIIIc/21 ethermischen Zerstörung der Schaltelemente führen wurden, dadurch gekennzeichnet, daß in den Meßwerkkreis die Steuerwicklung eines Relais mit Umschaltekontakt geschaltet ist, welches in Arbeitslage den Spannungspfad zwischen dem kleinsten Vorwiderstand und dem Meßwerk auftrennt und im Strompfad gleichzeitig alle Nebenwiderstände überbrückt.
- 2. Einrichtung nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais nach Ansprechen in seiner Arbeitsstellung gehalten wird durch eine federnd gelagerte Klinke, die durch einen Handgriff gelöst werden kann.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriff zum Lösen der Klinke durch seine Stellung Arbeits- und Ruhelage des Relais sichtbar macht.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais so ausgebildet und so in das Vielfachmeßgerät eingebaut ist, daß die die Umschaltekontakte bildende mechanische Einheit von außen auswechselbar ist.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanische Einheit mittels eines Steckers für die Stromzuführungen der Umschaltekontakte im Meßgerät befestigt ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 656/198 9. 55
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