DEM0013905MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 29. April 1952 Bekanntgemacht am 13. Oktober 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine gestellartige Vorrichtung zur Bevorratung (Aufbewahrung) von
Eiern.
Es ist besonders bei privater Hühnerhaltung in kleinerem Umfang allgemein üblich, die anfallenden
Eier bis zu ihrem Verbrauch in einer Schüssel oder einem anderen Behälter aufzubewahren. Diese
Art der Aufbewahrung hat jedoch einen Nachteil, daß es öfters vorkommt, daß kurz zuvor eingesammelte
und daher zuoberst im Behälter liegende Eier zuerst verwendet zu werden pflegen, während die
tiefer im Behälter befindlichen beträchtlich lange liegenbleiben, bis «de nicht mehr länger als »frisch
gelegt« bezeichnet werden können. Um dies zu vermeiden, pflegen Hühnerhalter öfters jedes Ei in
Bleistift mit dem Datum zu versehen, an dem es eingesammelt wurde, ehe es in den Behälter kommt.
Jedoch bedeutet dieses Verfahren einen beträchtlichen Zeitverlust sowohl für die Kennzeichnung
als auch für das darauffolgende Sortieren, was jedesmal nötig ist, wenn Eier zum Gebrauch entnommen
werden.
Zweck der Erfindung ist die Schaffung einer Eierspeichervorrichtung, die Gewähr dafür bietet,
daß die zuerst eingesammelten Eier auch zuerst verwendet werden, wobei die Vorrichtung einfach
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herzustellen ist und gefälliges Aussehen hat, so daß sie sieh zur Anbringung beispielsweise in einer
Küche oder eii:;T Speisekammer eignet, wo sie
leicht zugänglich iVi.
(ieniäß der Kriindung ist ein Gestell zur Lagerung
von Kiern voi'^.'sehen, bei dem eine Wandplatte
auf ihrer Vorderseite eine Anzahl im Abstand parallel nebeneinander angeordneter, etwa
senkrecht verlaufender Führungsschienen aufweist,
ίο deren einander angekehrte Seitenflächen mit im
Querschnitt bogenförmigen Längsriunen versehen sind, die an beiden Schienenenden frei auslaufen
und am unteren Ende der Schienen in je einem dort vorgesehenen, über die Schienenvorderseite nach
vorne vorspringenden Endstück zur Bildung einer nach oben gerichteten Austrittsöffnung halbkreisförmig
umgelenkt sind, um zwischen jedem Paar einander zugeordneter Schienen eine Führungsbahn
für die Aufnahme einer Reihe übereinander darin
ao eingelegter Eier zu schaffen, die der Austrittsöffnung
zustreben, aus der sie stückweise von Hand in der Reihenfolge entnommen werden können, in
der sie eingelegt wurden.
Zwecks klaren Verständnisses und leichter Ausführung der Erfindung ist ein Ausführungsbeispiel
derselben nachstehend an Hand der Zeichnungen beschrieben. I lieriii ist
Fig. 1 eine Vorderansicht eines Fiergestells gemäß der F.iTindung, und zwar teilweise im Schnitt
nach I Jnie 1-1 der Fig. 2;
Fig. 2 ist eine Draufsicht auf die Oberseite der Vorrichlung nach Fig. 1 ;
Fig. 3 ist teilweise abgebrochen und teilweise im Schnitt nach Linie 111-111 der Fig. 1 eine Seitenansicht
der Vorrichtung.
(iemäß der Zeichnung ist das Gestell mit einer länglichen Wandplatte 1 versehen, die beispielsweise
an einer Küchenwand angebracht werden kann, und zwar so, daß die längeren Seitenkanten
im wesentlichen senkrecht stehen. Um die Anbringung zu erleichtern, ist die Platte oder das Brett 1
zweckmäßig mit einer öffnung 2 an jeder oberen Ecke verseilen, wodurch das Brett an Schrauben in
der Wand ein- und ausgehängt werden kann. Auf der Wandplatte 1 sind im wesentlichen parallel zu
den längeren Seitenkanten derselben drei Führungsschienen 3, 4 und 5 im Abstand nebeneinander
angebracht.
In jeder Seitenfläche der mittleren Führungs-
schiene 4 ist eine Längsrinne 4,, von bogenförmigem
Querschnitt ausgebildet, die sich über die ganze Länge derselben erstreckt, während die einwärts
gerichteten Seitenflächen der äußeren Schienen 3 und 5 gleiche Rinnen 3a und 5„ aufweisen, so daß
zwei Führungsbahneu 6 und 7, und zwar je eine auf beiden Seiten der Führungsschiene 4 entstehen.
|ede Führungsbahn ist weit genug, daß bei diesem Ausl'ührungsbeispiel ein normales Hühnerei mit im
wesentlichen horizontal liegender Längsachse und mit in die Rinnenllächen ragenden Enden eingeführt
werden kann. Die unteren linden der Führungsschienen 3, 4 und 5 sind mit je einem über die
Schienenvorderseite nach vorne vorspringendem Endstück 3,,, 4b und Sb versehen, wobei sich die
Rinnen 3U, 4Ü und 5„ in dem zugehörigen Endstück
fortsetzen und darin halbkreisförmig umgelenkt sind, so daß nach oben gerichtete Austrittsöffnungen
für die Führungsbahnen 6 und 7 entstehen. Anschläge 3f, 4, und 5C sind an den Endstücken 3,,,
4Λ, 5f, beiderseits der Austrittsöffnung jeder Führungsbahn
ausgebildet und so angeordnet, daß ein der Austrittsöffnung einer Führungsbahn zunächst
liegendes Ei an zwei dieser Anschläge anliegt, wenn es unter dem Gewichtsdruck der übrigen
Eier in der Führungsbahn steht, und normalerweise nicht aus der Austrittsöffnung treten kann,
bis es von Hand von den Anschlägen wegbewegt bzw. entnommen wird.
Beim Gebrauch werden die Eier nach Entnahme aus dem Nest nacheinander in eine Führungsbahn
6 oder 7 mit im wesentlichen horizontal liegender Längsachse eingeführt, wobei jedes Ei von
Hand in seine Ruhelage gebracht wird, in der es das zuvor eingelegte Ei in der Führungsbahn berührt.
Im Falle einer Vorrichtung mit zwei Führungsbahnen dürfte es zweckmäßig sein, die eingesammelten
frischen Eier abwechselnd in eine der beiden Führungsbahnen einzulegen, so daß die Eier
nach Bedarf gleichzeitig aus beiden Austrittsöffnungen entnommen werden können. go
Wenn ein Ei aus der Austrittsöffnung einer Führungsbahn entnommen wird, wird das nächste Ei
in der Reihe zur Austrittsöffnung hin bewegt und liegt infolge des Gewichtes der übrigen Eier in der
Reihe an den Anschlägen 3(,, 4C oder 4C, 5C an, so
daß, solange die Führungsbahn mit Eiern gefüllt ist, stets ein Ei an der Austrittsöffnung zur sofortigen
Entnahme verfügbar ist.
Selbstverständlich kann eine beliebige Anzahl Führungsbahnen auf einer Wandplatte von geeigneter
Form vorgesehen werden, und die Breite der einzelnen Führungsbahnen kann Eiern verschiedener
Größe angepaßt werden, z. B. Enteneiern, Hühnereiern, Zwerghuhneiern. Ferner können die
Führungsschienen auf der Wandplatte verstellbar angeordnet sein, um die Breite der Führungsbahnen
je nach Bedarf und entsprechend der Durchschnittslänge der Längsachse der aufzubewahrenden
Eier verkleinern oder vergrößern zu können.
Claims (3)
1. Gestell zur Lagerung von Eiern, dadurch gekennzeichnet, daß eine Wandplatte (1) auf
ihrer Vorderseite eine Anzahl im Abstand parallel nebeneinander angeordneter, etwa senkrecht
verlaufender Führungsschienen (3, 4, 5) aufweist, deren einander zugekehrte Seitenflächen
mit im Querschnitt bogenförmigen Längsrinnen (3,,, 4,,, 5U) versehen sind, die an
beiden Schienenenden frei auslaufen und am iao unteren Ende der Schienen in je einem dort vorgesehenen,
über die Schienenvorderseite nach vorne vorspringenden Endstück (3,,, 4,,, 5,,) zur
Bildung einer nach oben gerichteten Austrittsöffnung halbkreisförmig umgelenkt sind, um
zwischen jedem Paar einander zugeordneter
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Schienen eine Führungsbahn (6, 7) für die Aufnahme einer Reihe übereinander darin eingelegter
Eier zu schaffen, die der Austrittsöffnung zustreben, aus der sie in der Reihenfolge ihres
Einlegens stückweise von Hand entnommen werden können.
2. Gestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die am unteren Ende der Schienen
vorgesehenen Endstücke (36, 46, 56) am
Austrittsende der halbkreisförmigen Umlenkung jeder Rinne (3a, 4a, 5a) einen in die Rinne vorspringenden
Anschlag (3C, 4C, 5,.) aufweisen, so
daß ein der Austrittsöffnung einer Führungsbahn (6, 7) zunächst liegendes, unter dem Gewichtsdruck
der übrigen Eier nach oben gedrücktes Ei von zwei dieser Anschläge zurückgehalten
wird, bis es von Hand aus der Austrittsöffnung entnommen wird.
3. Gestell nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer Wandplatte (1)
drei Führungsschienen (3, 4, 5) vorgesehen sind, von denen die mittlere Schiene (4) auf jeder der
beiden Seitenflächen mit einer Längsrinne (4a)
versehen ist, die auf jeder der beiden Seitenflächen des Endstückes (4&) halbkreisförmig
umgelenkt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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