DEM0012475MA - - Google Patents
Info
- Publication number
- DEM0012475MA DEM0012475MA DEM0012475MA DE M0012475M A DEM0012475M A DE M0012475MA DE M0012475M A DEM0012475M A DE M0012475MA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- pump
- pressure
- valve
- line
- working cylinder
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 10
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 2
- 230000000977 initiatory effect Effects 0.000 claims 1
- 238000003971 tillage Methods 0.000 description 2
- 241000167880 Hirundinidae Species 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 description 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 238000007373 indentation Methods 0.000 description 1
- 230000007257 malfunction Effects 0.000 description 1
- 239000002689 soil Substances 0.000 description 1
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 1
- 230000000007 visual effect Effects 0.000 description 1
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 5. Januar 1952 Bekanntgemacht am 5. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
In der Landtechnik haben sich zur Betätigung der an Schleppern angebauten. Bodenbearbeitungsgeräte
hydraulische Kraftheber eingebürgert, die es dem Fahrer ermöglichen, die Geräte von seinem
Sitz aus zu betätigen.
Neben den automatisch auf den richtigen Betriebszustand — Arbeitstiefe bzw. Bodenpressung —·
arbeitenden, Hebern, die im allgemeinen mit Rückführgestängen auf die hydraulische Tiefenregulierung
arbeiten, haben sich auch einfachere Hebeeinrichtungen eingeführt, die ein Nachregulieren des
Arbeitszustandes über die Hydraulik nicht aufweisen, bei denen also die Hydraulik in die Endlagen
gefahren wird oder in eine bestimmte Tiefe durch Sichtbeobachtung vom Fahrer aus eingesteuert
wird. Bei diesen Geräten, werden bekanntlich die Pflüge sich selbst überlassen, und steuern sich auf
Grund ihrer geeigneten Ausbildung auf die richtige Tiefe ein.
Diese Geräte bedürfen, im allgemeinen nur eines einfach arbeitenden hydraulischen, Zylinders, bei
dem das Ausheben durch Eintreten des Öles in den Zylinder erfolgt und der Senkvorgang durch Ablassen
des Öles vor sich. geht.
Die Erfindung befaßt sich im wesentlichen mit dieser Gruppe der einfachen hydraulischen Kraftheber.
Die zum Heben, notwendigen Leistungen, sind so groß, daß ein. dauerndes Unterdruckhalten, der
509 700/52
■Μ 12475 III 145a
vom Fahrzeug getriebenen Pumpe wegen, des Leistungsverlustes und der Erwärmung nicht statthaft
ist.
Die Erfindung geht, von einer Anordnung aus, bei der eine hydraulische Pumpe Druckmittel über eine
handbetätigte Steuervorrichtung dn- einen Arbeitszylinder
fördert und bei der der Druck im Arbeitszylinder durch ein Abschlußventil unabhängig vom
Pumpendruck aufrechterhalten wird. Von, bekannten Krafthebern dieser Art unterscheidet sich der
Kraftheber nach der Erfindung -dadurch, daß eine Pumpe mit veränderlicher Fördermenge verwendet
wird und an einem die Fördermenge, einstellenden Handhebel ein an den Pumpendruck angeschlossener
Kraftgeber in rückführendem Sinne angreift. Solche an, sich bekannten Pumpen mit einstellbarer
Fördermenge, z. B. Radialkolben- oder Axialkolbenpumpen haben im Leerlauf, bei dem praktisch
kein, Druckmittel gefördert wird, einen sehr geringen Leistungsverbrauch. Bei der Anwendung
einer solchen Pumpe kommt es darauf an, diese mit einfachen Mitteln von. Hand so zu steuern, daß eine
dem Kraftbedarf entsprechende Druckmittelmenge nur während des Aushebevorganges gefördert wird,
daß aber nach Beendigung dieses Vorganges die Pumpe wieder auf Leerlauf geschaltet werden kann.
Dadurch, daß im Sinne der Erfindung der Druck, der Pumpe als Rückführkraft, auf das Einstellorgan
wirkt und dort fühlbar ist, wird vermieden, daß unzulässig hohe Arbeitsdrücke eingesteuert werden
können, ohne daß Sicherheitsventile vorgesehen werden müssen. Das Abschlußventil, das im einfachsten
Falle als Rückschlagventil ausgebildet sein kann, ermöglicht eine Leerlaufstellung der Pumpe
nach Beendigung des Aushebevorganges, ohne daß sich das 'ausgehobene Gerät wieder absenken kann,
weil trotz Abschaltung der Pumpe im Arbeitszylinder der Arbeitsdruck erhalten bleibt.
Zweckmäßigerweise ist das Abschluß ventil mit
40· dem die Fördermenge steuernden Handhebel derart zwangläufig gekuppelt, daß es bei Leerlaufstellung
der Pumpe die Anschlußleitung zum Arbeitszylinder abschließt.
5 Im Zusammenhang mit dem Hauptgedanken der Erfindung ist eine mittelbare Steuerung der Fördermenge von, besonderem Vorteil. Man hat bisher Pumpen mit einstellbarer Fördermenge in, hydraulischen Anlagen, schon in,'der'Weise verwendet, daß sich die Fördermenge selbsttätig zur Aufrechterhaltung eines vorgegebenen Arbeitsdruckes einregelt.
5 Im Zusammenhang mit dem Hauptgedanken der Erfindung ist eine mittelbare Steuerung der Fördermenge von, besonderem Vorteil. Man hat bisher Pumpen mit einstellbarer Fördermenge in, hydraulischen Anlagen, schon in,'der'Weise verwendet, daß sich die Fördermenge selbsttätig zur Aufrechterhaltung eines vorgegebenen Arbeitsdruckes einregelt.
Zu diesem Zwecke greift an, dem die Fördermenge
bestimmenden Einstellglied der Pumpe eine Feder-
\ kraft an, die. bestrebt ist, die Fördermenge maximal
einzustellen. Dieser Federkraft wird ein, hydraulisches
Stellglied entgegengeschaltet, das von dem Pumpendruck beaufschlagt ist. Es ist leicht einzusehen,
daß eine solche Regelvorrichtung einen durch die Federkraft dargestellten Arbeitsdruck der
Pumpe konstant hält. Im Gegensatz zu dieser bekannten. Regelung der Pumpe wird in weiterer Ausbildung
der Erfindung die zu dem hydraulischen Stellglied führende S teuer leitung an die Druckleitung
der Pumpe nicht unmittelbar, sondern über ein von, dem Handhebel zu betätigendes Drosselyentil
angeschlossen. Man kann bei einer solchen Ausbildung der Pumpensteuerung eine verhältnismäßig
schwache Federkraft am Stellglied der Pumpe angreifen lassen, 'g&'/dafK^bei geöffnetem
Drosselventil von der Pumpe nur ein entsprechend geringer Druck, der Steuerdruck genannt werden
soll, konstant gehalten wird. Durch eine Schließbewegung des Drosselventils hat man es nun in der
Hand, den, der Federkraft: entgegenwirkenden, dynamischen. Steuerdruck zu vermindern oder ganz
auszuschalten, und dadurch einen beliebig hohen Arbeitsdruck der Pumpe zu erzielen. Nach Öffnen
des Drosselventils regelt sich die Pumpe in beschriebener Weise, wieder auf Steuerdruck ein, bei
dem die Fördermenge und der Leistungsbedarf praktisch Null ist.
Die Erfindung und ihre zweckmäßige Weiterbildung sind im folgenden an mehreren, Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Abbildungen näher beschrieben.
Abb. ι zeigt das Schaltschema einer kompletten Anlage, bei der beim Senken das im Arbeitszylinder
enthaltende Öl unmittelbar in den Vorratsbehälter zurücksinken, kann, während die Pumpe ohne
Förderleistung im Nullhub arbeitet;
Abb. 2 zeigt eine Anlage, bei der das aus dem Arbeitszylinder rückfließende Öl von der Pumpe
wieder verschluckt wird und von ihr aus in den Vorratsbehälter zurücktritt;
Abb. 3 zeigt beispielsweise eine gesteuerte Pumpe in Radialkolbenbauart,
Abb. 4 eine in gleicher Weise gesteuerte Pumpe in Axialkolbenbauart;
Abb. 5 stellt einen Schnitt durch das Steuerorgan einer Anlage nach Abb. 1 dar,
Abb. 6 einen Horizontalschnitt, in dem die An-Ordnung
mehrerer Steuerkolben nebeneinander gezeigt ist, die zur Betätigung mehrerer Arbeitszylinder
gedacht sind,
Abb. 7 eine Steuerung, die sich der in Abb. 2 dargestellten Methode bedient,
Abb. 8 wiederum einen horizontalen Schnitt mit der Darstellung mehrerer Kolbenschieber,
Abb. 9 eine Verriegelungseinrichtung, die es ermöglicht, bei einem entsprechend geschalteten
Zylinder einen Dauerdruck auf das Arbeitsgerät auszuüben,
Abb. 10 ein Doppelsteuersystem, das im Bedarfsfall auch einen doppelt wirkenden Zylinder zu
steuern, gestattet.
In Abb. ι bezeichnet 1 schematisch eine Pumpe,
2 einen. Vorratsbehälter, der mit der Pumpe 1 verbunden
ist, 3 eine Rücklaufleitung zum Vorratsbehälter 2 und zur Pumpe 1, 4 eine Druckleitung
von derPumpe 1 zum Steuersystem 5, 6 eine Steuerleitung
zwischen Pumpe 1 und Steuersystem 5, 7 einen Betätigungshebel, 8 einen Kolbenschieber,
9 eine Verbindungsleitung zwischen Steuersystem 5 und Kraftheberzylinder 10.
In Abb. 2 sind dieselben Bezugszeichen' jedoch mit Indexstrich, verwendet, da ihre Ausbildung von
der der Abb. 1 abweicht.
700/52
M 12475 III/45a
Abb. 3 zeigt das Innere einer Pumpe i. Die Pumpe ι hat radiale Kolben, ii, die in einem rotierenden
Zylinderstern 12 gehalten sind. Die Zylinderbohrungen werden von einem Steuerschieber 13 umgesteuert,
so daß bei einer Hubbewegung eine Ölförderung zwischen dem Behälter 2 und der Druckleitung
4 eintreten, kann. Ein Verstellkolben 14 unter dem Einfluß des Druckes in der Steuerleitung 6
und 6' wirkt auf die Hubveränderung der Pumpe 1 ein entgegen einer Feder 15, die die Verstellung
der Fördermenge in einem der maximalen Fördermenge entgegengesetzten. Sinn bewirkt. Bei der
Ausführung nach Abb. 2 weist die Pumpe 1' in ihrer Steuerleitung 6' zusätzlich eine feine Drosselöffnung
16 auf.
Abb. 4 zeigt eine funktionell gleichartig wirkende, jedoch axial arbeitende Kolbenpumpe mit
den gleichartig wirkenden, mit Index versehenen Bauteilen.
Abb. 5 und 6 zeigen das Steuersystem 5. Es enthält drei Kolbenschieber 8, die jeweils drei Eindrehungen
17, 18 und 19 aufweisen, Außerdem sind
an ihnen ein winkelförmiger Kanal 20 und eine Anflachung 21 vorgesehen, Die Leitungsanschlüsse
sind durch Bohrungen fortgesetzt, die die gleichen Bezeichnungen 3, 4, 6 und 9 tragen,
Abb. 7 und 8, die die Einzelteile für die Anordnung nach Abb. 2 darstellen, tragen, soweit sie entsprechende
Aufgaben übernehmen, die gleichen Bezeichnungen wie die vorhergehenden. Abb. 5 und 6
mit Indexstrich. Die Kolbenschieber 8' besitzen nur eine Ringrille 17 und eine Anflachung 21'.
Außerdem ist in der Bohrung für die Kolbenschieber 8' eine Nut 20' angebracht, die in, eine Leitung
22 mündet, die gegenüber der Leitung 9' durch ein schwach federbelastetes Rückschlagventil 23 abgesperrt
ist.
Abb. 9 zeigt einen. Betätigungshebel 7', der eine Überlastungsfeder 24 besitzt und mit einer Klinke
25 in der Hebestellung gehalten werden kann.
Abb. 10 veranschaulicht die Kombination, von
zwei Kolbenschiebern, 26 und 26', die mittels einer Wiege 27 vom Betätigungshebel 7' betätigt werden
können und einen doppelt wirkenden. Zylinder 28 zu steuern gestatten.
Bei der Anordnung nach Abb, 1 wird von der
Pumpe ι aus einem Vorratsbehälter 2 durch die Leitung 4 Öl dem Steuersystem 5 zugeführt. Das Öl
fließt um den Kolbenschieber 8 und dessen Ringrille 19 herum (Abb. 5 und 6), von da aus gelangt
es in die Steuerleitung 6 und wirkt auf den, Verstellkolben
14 entgegen der Kraft der Feder 15 (Abb. 3 bzw. 4), so- daß die Pumpe 1 auf Nullhub
kommt. Das unter dem Kolben 10 befindliche Öl kann von der Leitung 9 aus nicht weiter gelangen,
da der Kolbenschieber 8 die Leitung 9 versperrt (Abb. 5). Die Anlage befindet sich im Ruhestand,
während die Pumpe, ohne Leistung abzugeben, sich leer dreht.
Wird nun der Kolbenschieber 8 durch Bewegen des Betätigungshebels 7 nach links verschoben, so
wird das die Leitung 9 beherrschende Abschlußventil 29 geöffnet und über eine Steuerkante 30 eine
Verbindung zwischen, der Leitung 9 und der Leitung 4 hergestellt, so· daß das Öl von der Pumpe 1
zum Arbeitskolben 10 gelangen kann.
Gleichzeitig wirkt der Kolbenschieber 8 mit einer Steuerkante 31 als Drosselventil, durch das die'
Steuerleitung 6 von. der Druckleitung 4 abgeschaltet wird, während durch die Anflachung 31 eine Verbindung
der Steuerleitung 6 mit der Rückleitung 3 hergestellt wird. Der Verstellkolben 14 kann nun
durch die Feder 15 zurückgedrückt werden. Die Pumpe kommt nun auf Hub, wobei die Kolben 11
in ihrem Zylindergehäuse 12 sich, auf und ab bewegen.
Das vpn ihnen hin- und herbewegte Öl wird durch eine Steuerung 13 gleichgerichtet und in den
Arbeitszylinder 10 durch die Leitung 4 und 9 gefördert. Dieser Vorgang findet sein Ende in dem
Augenblick, in dem der Kolben im Arbeitszylinder 10 seine Endstellung erreicht, hat. Jetzt steigt der
Druck in der Leitung 4 und 9 an. Durch die winkelförmige Leitung 20 tritt der Öldruck in den Raum
32 hinter den Kolbenschieber 8 und preßt diesen mit steigender Gewalt in die Ruhestellung zurück.
Die Hand des Bedienenden wird so gewaltsam zurückgedrückt und, der Vorgang beendet. Während
des Hebens spürt der Bedienende den Widerstand, den das Arbeitsgerät ausübt, und eine Abweichung
von der gewohnten Kraft, z. B. durch Verklemmen des Betätigungsgestänges oder durch Festhaken des
Pfluges im Boden, macht den Bedienenden sofort auf die Störung aufmerksam und setzt ihn, rechtzeitig
in die Lage, durch Nachlassen, des Druckes auf den Betätigungshebel den Hubvorgang zu beenden.
Selbstverständlich läßt sich auch der Hubvorgang vor Erreichen der Endstellung im Arbeitszylinder
10 zu jedem beliebigen. Zeitpunkt durch Betätigung des Hebels 7 unterbrechen.
Wird der Betätigungshebel 7 in entgegengesetzter Richtung bewegt, so wirkt der Kolbenschieber 8 mit
einer Steuerkante 33 als Absenkventil und stellt mit seiner Ringrille 18 eine Verbindung zwischen
der Leitung 9 und der Rückleitung 3 her, so daß aus dem Arbeitszylinder 10 das Öl in. den, Vorratsbehälter
2 zurückfließen kann. Die Sfeuerleitung 6
ist bei dieser Betätigung in unveränderter Verbindung mit der Druckleitung 4, so- daß die Pumpe auf
Nullhub weiterläuft.
Abb. 6 läßt erkennen, daß jeder der drei oder no auch mehr Kolbenschieber 8 beliebig betätigt werden
kann, ohne von den anderen in Nullstellung liegenden, Kolbenschiebern funktionell gestört, zu
werden. Dies ermöglicht die Anflachung 21, die in der Hubstellung die Verbindung zwischen 6 und 3
herstellt und gleichzeitig die Sperrung der Verbindung 6 nach 4 hin, zuläßt.
Der Arbeitsdruck in, der Leitung 4 wirkt jeweils nur hinter dem gerade betätigten Kolbenschieber 8,
während die anderen Kolbenschieber von dieser Rückstellkraft unberührt bleiben, also' keine unerwünschteselbsttätigeBewegungauszuüben
vermögen.
Bei der Betrachtung ist es gleichgültig, wie das Pumpensystem selbst ausgebildet ist. Die Abb. 3
und 4 geben zwei Ausführungsbeispiele solcher bekannter, selbstrückstellender Pumpen.
509 700/52
M 12475 HI/45a
Die Anlage beinötigt einen Kolbenschieber 8 mit
den gezeichneten drei Ringrillen 17, 18 und 19, die,
bedingt durch die notwendigen Überdeckungslängen, eine gewisse Länge aufweisen müssen.
Als zusätzlicher Aufwand für diese Anlage ist die Notwendigkeit der Verwendung von drei Leitungen 3, 4 und 6 anzusehen. Die Abb. 7 und 8 zeigen, daß diese beiden Aufwendungen vermieden werden können, wenn nach dem System der Abb'. 2 geschaltet wird. In diesem Falle wird das von der Pumpe 1' durch die Leitung 4' dem Steuersystem. 5' zufließende Öl wiederum der Steuerleitung 6' zugeführt und bewirkt ein Stellen der Pumpe 1' auf Nullhub1. Eine kleine unbedeutende Ölmenge fließt hierbei dauernd durch eine Drosselführung 16 in den Ölsumpf der Pumpe 1' 'zurück. Wird der Kolbenschieber 8' auf Heben gestellt, so tritt eine Sperrung zwischen der Verbindung 4' und 6' ein. Durch die Drosselöffnung 16 fließt langsam das hinter dem Verstellkolben 14 bzw. 14' befindliche Öl a.b. Die Feder 15 bzw. 15' bringt die Pumpe ϊ auf Hub, und das in der Leitung 4' dem Steuersystem 5' zufließende Öl kann durch die Ringrille 1.7' des nach links verschobenen Kolbenschiebers 8' in den Kanal 22 eintreten und durch Anheben des Rückschlagventils 23 in die Leitung 9' gelangen und den Arbeitskolben 10' anheben. Dieses Ventil 23 vermeidet das Entstehen einer Übergangsstellung, in der der Arbeitszylinder 10' absinken könnte oder in der der Druck in. der Leitung 4' ohne Kontrolle ist. Ähnlich wie in den. Abb. 5 und. 6 bietet auch hier eine Anflachüng 21' die Möglichkeit, nach Eintreten, der Absperrung der Verbindung von. 4' und 6' die eben erwähnte Fluß richtung von 1' über g' nach 10 zu halten.
Als zusätzlicher Aufwand für diese Anlage ist die Notwendigkeit der Verwendung von drei Leitungen 3, 4 und 6 anzusehen. Die Abb. 7 und 8 zeigen, daß diese beiden Aufwendungen vermieden werden können, wenn nach dem System der Abb'. 2 geschaltet wird. In diesem Falle wird das von der Pumpe 1' durch die Leitung 4' dem Steuersystem. 5' zufließende Öl wiederum der Steuerleitung 6' zugeführt und bewirkt ein Stellen der Pumpe 1' auf Nullhub1. Eine kleine unbedeutende Ölmenge fließt hierbei dauernd durch eine Drosselführung 16 in den Ölsumpf der Pumpe 1' 'zurück. Wird der Kolbenschieber 8' auf Heben gestellt, so tritt eine Sperrung zwischen der Verbindung 4' und 6' ein. Durch die Drosselöffnung 16 fließt langsam das hinter dem Verstellkolben 14 bzw. 14' befindliche Öl a.b. Die Feder 15 bzw. 15' bringt die Pumpe ϊ auf Hub, und das in der Leitung 4' dem Steuersystem 5' zufließende Öl kann durch die Ringrille 1.7' des nach links verschobenen Kolbenschiebers 8' in den Kanal 22 eintreten und durch Anheben des Rückschlagventils 23 in die Leitung 9' gelangen und den Arbeitskolben 10' anheben. Dieses Ventil 23 vermeidet das Entstehen einer Übergangsstellung, in der der Arbeitszylinder 10' absinken könnte oder in der der Druck in. der Leitung 4' ohne Kontrolle ist. Ähnlich wie in den. Abb. 5 und. 6 bietet auch hier eine Anflachüng 21' die Möglichkeit, nach Eintreten, der Absperrung der Verbindung von. 4' und 6' die eben erwähnte Fluß richtung von 1' über g' nach 10 zu halten.
Eine Nut 20' im Steuersystem 5' gestattet es dem
Drucköl, in den Raum 32' hinter dem jeweils betätigten Kolbenschieber 8' zu treten und die Wirkung
des Öldruckes dem Bedienenden fühlbar zu machen.
Beim Senken, wird der Kolbenschieber 8' nach rechts bewegt, wodurch die Verbindung von 4' nach
6' durch die Ringrille 14' unter Umgehung des Rückschlagventils 23 geschaffen wird. Jetzt kann
auf den Arbeitskolben 10' nur noch der durch die Feder 15 bzw. 15' bestimmte geringe Steuerdruck
wirken. Der Arbeitskolben wird sich, obwohl der Hebel 7' auf Senken, steht, nach oben bewegen.
Diese widersinnige Bewegung ist jedoch nur bei unbelastetem Arbeitskolben 10' möglich. Hängt auch
nur ein leichtes Gerät am Arbeitszylinder ίο', so erzeugt
dieser in den Leitungen 9', 6' und 4' einen höheren Druck, der die Feder 15 bzw. 15' vermittels
des Verstellkolbens 14 spannt, und zwar über die Nullhublage hinaus in den negativen Hubbereich.
Die laufende Pumpe i' schluckt, als Motor arbeitend, den Ölinhalt des Arbeitszylinders 10' auf
und läßt die Geräte abwärts gehen, bis diese den Boden erreichen, und der Druck im Arbeitszylinder
10' verschwindet bzw. den Nullpunkt der Steuerung annimmt. '
Diese Einrichtung hat den besonderen Vorzug, i
zu verhüten, daß bei nichtlaufendem Schlepper durch ungewolltes Bedienen des Betätigungshebels
die Arbeitsgeräte ungesichert herunterfallen, können.
Zuweilen tritt d'ie Forderung auf, die Bodenbearbeitungsgeräte
nach unten gegen oder in den Boden zu pressen, Da die Anlage einfach wirkend
ausgebildet ist, kann dieses nur so geschehen, daß ein weiterer ■—· sonst nicht benötigter — Arbeitszylinder
entgegengesetzt geschaltet wird und auf das Arbeitsgerät drückt. Der Bedienende müßte, nun
während des gesamten Arbeitsganges auf den Betätigungshebel drücken. Nach Abb·. 9 übernimmt
dies eine Klinke 25, in die der Betätigungshebel 17'
beim Vordrücken, einrastet. Der Druck unter dem Kolbenschieber kann nun so weit anwachsen, bis er
die Überlastungsfeder 24 zum Ansprechen bringt, die den Kolbenschieber so weit zurückgleiten, läßt,
bis eine geringe Ölmenge in. die Steuerleitung 6 gelangt, die die Pumpe 1 in eine Stellung nahe der
Nullhublage bringt, in der sie befähigt ist, den gewünschten Druck innezuhalten. Durch Verändern
der Kraft der Feder 24 läßt sich dieser Arbeitsdruck verändern,
Abb. 10 zeigt eine Ausführungsform, bei der zwei
Kolbenschieber 26 und 26' über eine Wiege 27 gegenläufig durch den, Betätigungshebel 7' betätigt
werden, wobei die Druckleitungen g1 und g2 eines
doppelt wirkenden Arbeitskolbens 28 zu den beiden Kolbenschiebern, führen. Auch hier kann die Klinke
in der in Abb. 9 beschriebenen Weise wirksam werden.
Claims (10)
1. Kraftheber, insbesondere zum Ausheben
und Absenken der an einem Ackerschlepper angebauten oder angehängten Geräte, bei dem
eine hydraulische Pumpe Druckmittel über eine handbetätigte Steuervorrichtung in, einem
Arbeitszylinder fördert und bei der der Druck im Arbeitszylinder durch ein Abschlußventil unabhängig
vom Pumpendruck aufrechterhalten wird, dadurch gekennzeichnet,, daß eine Pumpe
mit veränderlicher Fördermenge verwendet 105. wird und an. einem die Fördermenge einstellenden
Handhebel ein an den Pumpendruck angeschlossener Kraftgeber in rückführendem Sinne
angreift.
2. Kraftheber nach Anspruch 1, dadurch ge- no·
kennzeichnet, daß das Abschlußventil (30) mit dem die Fördermenge steuernden Handhebel (7)
derart zwangläufig gekuppelt ist, daß es bei Leerlaufstellung der Pumpe (1) die Anschlußleitung
(9) zum Arbeitszylinder (10) abschließt. 115.
3. Kraftheber nach einem der Ansprüche, 1 und 2, bei der das die Fördermenge der Pumpe
bestimmende Einstellglied gegen die Wirkung einer Federkraft von einem auf den dynamischen
Druck in einer Steuerleitung ansprechenden Stellglied im Sinne einer Verminderung der
Fördermenge verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerleitung (6) an die
Druckleitung (4) der Pumpe (1) über ein von dem Handhebel (7) zu betätigendes Drossel- 125·
ventil (31) angeschlossen ist,
700/52
M12475 HI/45a
4. Kraftheber nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Drosselventil (31) mit
dem Abschlußventil (30) zwangläufig derart gekuppelt ist, daß bei geöffnetem Drosselventil
(31) die Zuleitung (9) zum Arbeitszylinder (10)
abgeschlossen ist.
5. Kraftheber nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß in die mit der Druckleitung (4) der Pumpe (1) verbundene Steuerleitung (6)
mehrere unabhängig voneinander zu betätigende Drosselventile (31) eingeschaltet sind und vo>r
jedem Drosselventil eine mit einem gekuppelten Abschlußventil (30) versehene Zuleitung (9) zu
je einem Arbeitszylinder (10) angeschlossen ist.
6. Kraftheber nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, "daß zum Absenken
des Gerätes durch Handbetätigung eines Absenkventils der Arbeitszylinder (10) zugleich
an die Druckleitung (4') und die Steuerleitung
ao (6') der Pumpe (1') angeschlossen wird, so daß
der Druck des Arbeitszylinders in der Steuerleitung (6') und dem hydraulischen Stellglied
(15') der Pumpe (Y) 'zur Wirkung kommt, wodurch eine Umschaltung der Pumpe (1') auf den
negativen Hubbereich stattfindet und das im Arbeitszylinder (10') befindliche Druckmittel
von der Pumpe (Y) aufgenommen wird.
7. Kraftheber nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Drosselventil
(31) und das Abschluß ventil (30) sowie das Absenkventil (33) von, einem gemeinsamen,
von einem Handhebel (7) verstellbaren Steuerschieber (8) mit mehreren Steuerkanten gebildet
wird, auf dessen Stirnfläche als Rückführkraft der den Druck im Arbeitszylinder (iö) überwindende
Pumpendruck wirkt.
8. Kraftheber nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß in die Verbindung zwischen
Handhebel (7') und Steuerschieber (8') eine einen Kraftschluß herstellende Überlastungs
feder (24) eingeschaltet ist.
9. Kraftheber nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungshebel (7') in
der den Hubvo>rgang einleitenden Stellung einrastbar ist.
10. Kraftheber nach einem der Ansprüche 1
bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Kolbenschieber (26, 26') kinematisch gegenwirkend gekoppelt
sind und mit einem doppelt wirkenden Zylinder (28) verbunden sind.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 829 069;
britische Patentschrift Nr. 621 878;
USA.-Patentschrift Nr. 2 498 810;
französische Patentschriften Nr. 962 925,
729-
Deutsche Patentschrift Nr. 829 069;
britische Patentschrift Nr. 621 878;
USA.-Patentschrift Nr. 2 498 810;
französische Patentschriften Nr. 962 925,
729-
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1751934A1 (de) | Hydraulisches Steuerventil und Ventilanordnung fuer einen oder mehrere Fluessigkeitsmotoren | |
| DE2335704C2 (de) | Hydraulische Vorrangsteuereinrichtung für mindestens zwei Servomotoren | |
| DE1149215B (de) | Steuer- und Regeleinrichtung, insbesondere mit Druckregelung in einem hydraulischen oder pneumatischen Kreislauf | |
| DE4106845A1 (de) | Hydrauliksystem zur steuerung einer einen verbraucher bewegenden kraft | |
| DE1171664B (de) | Einrichtung zum selbsttaetigen Regeln der Fahrgeschwindigkeit eines Ackerschleppers bei der Feldarbeit, insbesondere beim Pfluegen mit konstanter Arbeitstiefe | |
| DE1457696A1 (de) | Regelhydraulik fuer Kraftheber von Ackerschleppern | |
| DE3318052A1 (de) | Hydraulische steuereinrichtung | |
| DE2831516C2 (de) | Regelventileinrichtung für den Arbeitszylinder einer Arbeitsmaschine | |
| DE19548943B4 (de) | Ventilanordnung | |
| DE950337C (de) | Hydraulischer Kraftheber, insbesondere zum Ausheben und Absenken der an einem Ackerschlepper angebauten oder angehaengten Geraete | |
| DE1141826B (de) | Vorrichtung zum Umschalten des Krafthebers eines Ackerschleppers auf automatische Steuerung oder gleichbleibende Lage des Ackergeraetes | |
| DE1557773A1 (de) | Steuervorrichtung fuer das hydraulische System eines Ackerschleppers | |
| DEM0012475MA (de) | ||
| DE1214088B (de) | Hydraulischer Kraftheber eines Nutzfahrzeuges | |
| DE933070C (de) | Steuerventil in hydraulischen Anlagen, insbesondere fuer Kraftheber an Ackerschleppern | |
| DE1000624B (de) | Steuerung mengenveraenderlicher Pumpen, insbesondere fuer hydraulische Kraftheber | |
| DE2716262A1 (de) | Drehvorrichtung fuer einen drehpflug | |
| DE2436215C2 (de) | Vorrichtung zur hydraulischen Regelung der Arbeitsstellungen von landwirtschaftlichen Ackergeräten | |
| DE2206195C3 (de) | Laengenveraenderlicher oberlenker | |
| DE1006648B (de) | Hydraulisches Hubgetriebe fuer landwirtschaftliche Schlepper | |
| DE1210276B (de) | Loesbare Schlauchkupplung mit selbsttaetigen Absperrventilen zum Verbinden der schlepperseitigen Hydraulikanlage mit einem Hydraulikzylinder eines Arbeitsgeraetes | |
| DE2127506A1 (de) | Hydrostatische Antriebseinheit für ein Kraftfahrzeug | |
| DE1137596B (de) | Vorrichtung zum Einstellen verschiedener Reaktionsgeschwindigkeiten von automatisch gesteuerten hydraulischen Krafthebern, vorzugsweise fuer Ackerschlepper | |
| AT224954B (de) | Hydraulischer Kraftheber in Nutzfahrzeugen | |
| DE1141478B (de) | An einen Ackerschlepper angebrachte hydraulische Hebevorrichtung fuer landwirtschaftliche Geraete |