DEM0005512MA - Nachbildung einer Dampflokomotive für Spielzeug- und Modellbahnen - Google Patents
Nachbildung einer Dampflokomotive für Spielzeug- und ModellbahnenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Nachbildung einer Dampflokomotive für Spielzeug- und Modellbahnen, deren Treibachsen elektromotorisch angetrieben werden und der eine Einrichtung zum Umsteuern des Elektromotors zugeordnet ist.
Es ist üblich, bei Fahrzeugen für Spielzeug- und Modellbahnanlagen den Elektromotor und seine Einrichtung zum Umsteuern der Fahrgeschwindigkeit und der Fahrrichtung unmittelbar hintereinander auf Fahrgestellen mit Treibachsen zu lagern. Stirnräder- oder Schneckengetriebe kuppeln den Elektromotor unmittelbar mit den Treibachsen des Fahrzeuges.
Ferner ist eine Lokomotive bekannt, bei der der Elektromotor samt Umsteuereinrichtung im Schlepptender sitzt. Die Nachbildung des Lokomotivkessels ist als Drehteil ausgeführt und aus Stahl oder aus Messing hergestellt.
Bei einer weiteren, bekannten Konstruktion befindet sich der Elektromotor samt Umsteuerung im Führerhaus der Lokomotive. Die Nachbildung des Lokomotivkessels ist als Drehteil ausgeführt und aus Stahl oder Messing hergestellt.
Demgegenüber ist beim Erfindungsgegenstand die Vorrichtung zum Umsteuern des Elektromotors im Tender angeordnet. Der durch diese Maßnahme im Kessel freigewordene Raum wird infolgedessen für Belastungsgewichte frei, die in weiterer Ausgestaltung der Erfindung aus einem Werkstoff bestehen, dessen spezifisches Gewicht größer als 9 g cm(exp)-3 ist.
Damit wird die Aufgabe gelöst, einer Nachbildung einer Dampflokomotive ein besonders großes Reibungsgewicht zu geben. Den Weg dazu zeigte der Gedanke, leichte Bauteile aus dem
Lokomotivkessel herauszunehmen, in den Tender einzubauen und in den dadurch freigewordenen Raum ein z.B. aus Blei oder Quecksilber bestehendes Belastungsgewicht einzubauen.
Bei Tenderlokomotiven findet die Einrichtung zum Umsteuern in dem Behälter hinter dem Lokomotivführerstand einen freien Raum, wobei der Kessel und der Behälter einen fest zusammenhängenden Bauteil bilden, der auf einem Treibgestell gelagert ist. Oft ist es aber auch möglich, die Einrichtung zum Umsteuern des Elektromotors auf einem nur Laufradachsen aufweisenden Fahrgestell z.B. einem Tenderfahrgestell zu lagern. In diesem Fall kann der Lokomotive nach der Erfindung das größtmögliche Gewicht gegeben werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird der Vorschlag gemacht, das den Elektromotor aufnehmende Gehäuse als dünnwandigen Spritzgieß- bzw. Preßteil auszuführen, der mit Blei ausgegossen bzw. mit Quecksilber vollgefüllt wird.
Schließlich ist es noch vorteilhaft, das Verstellglied zum Betätigen der Einrichtung zum Umsteuern des Elektromotors von Hand durch ein vorzugsweise nach hinten weisendes Loch in der Wand des Schlepptenders nach außen zu führen.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele schematisch im Längsschnitt dargestellt.
Abb. 1 zeigt eine Lokomotive mit Schlepptender und
Abb. 2 eine Tenderlokomotive.
Das Fahrzeug gemäß Abb. 1 hat als Fahrgestell ein Laufgestell mit Laufradachse 1, zwei Treibgestelle mit den Treibachsen 2, 3, 4, 5, 6, den Rahmen 7, 8 und zwei Tenderfahrgestelle mit den Laufradachsen 9, 10, 11 und 12. Das den Kessel der Lokomotive nachbildende Gehäuse 13 ist mit Blei vollgegossen. Der Elektromotor 14 ist in an sich bekannter Weise mit den Treibachsen 2, 3, 4, 5, 6 gekuppelt. Ein Kabel 15 verbindet den Elektromotor über Schleifkontakte mit der Schaltwalze 16 der Einrichtung zum Umsteuern des Elektromotors. Die Umsteuereinrichtung kann elektromagnetisch oder
auch von Hand, in diesem Falle durch Drücken des Stellgliedes 17 erfolgen, mit dem über den Schaltfinger 18 auf die Schaltwalze eingewirkt werden kann. Das Stellglied ragt durch ein Loch in der Wand des Schlepptenders nach außen. Die Einrichtung zum Umsteuern des Elektromotors besteht im Wesentlichen aus der Schaltwalze 16, dem Stellglied 17, dem Schaltfinger 18, einem Elektromagnet und anderen an sich bekannten Teilen, die zusammen einen je cm(exp)3 umbauten Raumes verhältnismäßig leichten Bauteil eines Modellbahnfahrzeuges darstellen. Das Belastungsgewicht ist mit 19 bezeichnet.
Beim Fahrzeug nach Abb. 2 befindet sich die Einrichtung 16 zum Umsteuern des Elektromotors 14 in dem Behälter 20 hinter dem Führerstand 21. Der vordere Teil des Gehäuses 13 ist mit Quecksilber gefüllt.
Claims (4)
1.) Nachbildung einer Dampflokomotive für Spielzeug- und Modellbahnen, die elektromotorisch angetrieben wird und der eine Einrichtung zum Umsteuern des Elektromotors zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (16, 17, 18) zum Umsteuern des Elektromotors (14) im Tender bzw. auf einem hinter der hinteren Treibachse der Dampflokomotive folgenden Fahrgestell angeordnet ist und daß das den Kessel der Dampflokomotive nachbildende Gehäuse (13) neben dem bzw. den Elektromotoren (14) noch ein Belastungsgewicht aus einem Stoff trägt, dessen spezifisches Gewicht größer als 9 g cm(exp)-3 ist.
2.) Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (16, 17, 18) zum Umsteuern des Elektromotors (14) auf einem nur Laufachsen (9, 10, 11, 12) aufweisenden Fahrgestell (z.B. einem Tenderfahrgestell) gelagert ist.
3.) Fahrzeug nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das den Elektromotor aufnehmende Gehäuse (13) ein dünnwandiger Spritzgieß- bzw. Preßteil ist und daß Hohlräume davon mit Blei ausgegossen bzw. mit Quecksilber gefüllt sind.
4.) Fahrzeug mit Schlepptender nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das an sich bekannte Stellglied (17) zum Betätigen der Einrichtung (16, 17, 18) zum Umsteuern des Elektromotors von Hand durch ein vorzugsweise nach hinten weisendes Loch in der Wand des Tenders nach außen geführt ist.
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