DEM0002224MA - Verfahren zum Lackieren mit Hilfe eines elektrostatischen Feldes - Google Patents

Verfahren zum Lackieren mit Hilfe eines elektrostatischen Feldes

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DEM0002224MA
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DE
Germany
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paint
electrostatic field
aid
painting
mist
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Expired
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English (en)
Inventor
Franz Dr. Schytil
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
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Description

Es ist bekannt, dass man mit Hilfe eines elektrostatischen Feldes feinverteilte feste oder flüssige Teilchen auf einen Körper niederschlagen kann (Deutsche Patentschrift 508 305). Dieses bekannte Verfahren ist auch bereits ausgenutzt worden, um damit Lacküberzüge auf Gegenstände aufzubringen (Britische Patentschrift 629 241). Bei diesem Verfahren wird der Lack mit Hilfe einer besonderen Zerstäubungsvorrichtung und einem besonderen Trägerluftstrom in Form eines Strahls in das elektrostatische Feld gespritzt, durch das die zu lackierenden Gegenstände hindurchgeführt werden. Zur Zerstäubung wird beispielsweise eine Niederdrucklackspritzpistole benutzt.
Das bekannte Verfahren hat jedoch verschiedene Nachteile. Ein aus einer praktisch punktförmigen Quelle austretender Lackstrahl besitzt einen relativ geringen Streuwinkel und die Verteilung der Lackteilchen innerhalb des Strahles ist sehr ungleichmässig. Ihre Dichte fällt nach den Rändern stark ab. Daran wird auch durch die gerichtete Trägerluft wenig geändert. Um daher mit der bekannten Apparatur eine gleichmässige Lackierung zu erzielen, genügt es nicht, den zu lackierenden Körper durch das elektrostatische Feld gradlinig hindurchzuführen, sondern man muss ihm zusätzlich eine Drehbewegung erteilen. Will man grössere Teile lackieren, so muss man eine grosse Anzahl von derartigen Düsen in verschiedenen Richtungen wirken lassen, um eine einigermassen gleichmässige Lackierung zu erzielen.
Es wurde nun gefunden, dass man diese Nachteile dadurch vermeiden kann, dass man den Lacknebel nicht in Form eines oder mehrerer aus punktförmigen Quellen kommender Strahlen ausbildet, sondern in Form einer Wolke, die man durch eine lineare bzw. gleichsam flächenhafte
Lacknebelquelle erzeugt und in das elektrostatische Feld führt. Die Ausbildung der Wolke aus mindestens in einer Dimension ausgedehnten Lackzerstäubungsquellen kann auf verschiedene Weise erzielt werden. Beispielsweise kann man die an sich bekannten rotierenden Zerstäuber anwenden, die eine ringförmige, gleichsam flächenhafte Lackzerstäubungsquelle darstellen.
Eine für das erfindungsgemässe Lackierverfahren besonders geeignete Ausführungsform ist in der Abbildung 1 dargestellt. Die Zerstäubungsvorrichtung besteht aus einem konischen rotierenden Becher 1, für den als Antrieb ein mit einer Hohlachse versehener Motor 2 oder eine Pressluftturbine dient. Der Lack strömt durch das Rohr 3 durch die Hohlachse zu dem Boden des konischen Bechers. Der Becher wird in so schnelle Rotation versetzt, dass der Lack als feiner Nebelschleier austritt. Vorteilhaft rotieren mit dem Becher Flügel 4, welche Luft durch die verstellbaren Schlitze 5 ansaugen und durch einen diffusorförmig ausgebildeten Leittrichter 6 führen. Dadurch wird der Lacknebelschleier vorwärts getrieben und bildet eine Wolke von praktisch homogener Lackdichte. Die verstellbaren Schlitze 5 dienen zur Regulierung der Luftmenge und damit der Geschwindigkeit der Lackwolke. Dieser gleichmässig vernebelte Lack kann in beliebig breiter Front erzeugt werden und wird durch ein elektrostatisches Feld geführt, durch das die zu lackierenden Gegenstände hindurchgeführt werden. Ohne besondere Hilfsmassnahmen können diese durch die Wirkung des elektrostatischen Feldes allseitig gleichmässig lackiert werden. Die Strömungsgeschwindigkeit der Luft, der Elektrodenabstand, die Spannung und die Wanderungsgeschwindigkeit der zu lackierenden Teile können leicht so aufeinander ab- gestimmt werden, dass eine vollständige Ausnutzung des Lackes neben einer gleichmässigen Lackierung erreicht wird. Beispielsweise wählt man eine Anordnung der gesamten Lackiervorrichtung nach Abbildung 2, die einen Grund- und einen Aufriss wiedergibt. An Isolatoren 7 hängen Gitterelektroden 8, welche mit dem negativen Pol einer Hochspannungsquelle verbunden sind. Zwischen den Elektroden werden die zu lackierenden Gegenstände 9 mittels einer geerdeten Transportvorrichtung 10 hindurchgeführt. Die Vernebelungsvorrichtung 11 schickt die Nebelwolke in das elektrostatische Feld. Sollen besonders grosse Teile, wie Autokarosserien, lackiert werden, so kann man mehrere derartige Lacksprühgeneratoren aufstellen.
Es ist nicht erforderlich, die Zerstäubungsvorrichtung gleichzeitig als Ventilator auszubilden. Man kann vielmehr auch durch gesonderte Ventilatoren geeignete Trägerluftströme erzeugen.
In besonderen Fällen, beispielsweise wenn kleine oder mindestens in einer Dimension kleine Teile lackiert werden sollen, kann man eine wolkenschleierartige Homogenisierung des Lackes auch beispielsweise dadurch erzielen, dass man eine gleichsam lineare Lackzerstäubungsquelle benutzt. Eine solche Lackquelle ist beispielsweise eine in schnelle Pendelschwingungen versetzte punktförmige Lackierdüse. Je grösser man die Amplitude wählt, umso grösser wird die bestrichene Fläche. Der Gegenstand wird dann in der Ebene dieses ausgebildeten Lacknebels durch das elektrostatische Feld hindurchgeführt. Es ist auch möglich, diesen Nebel durch zusätzlichen Luftstrom in das elektrostatische Feld zu führen.

Claims (3)

1.) Verfahren zum Lackieren mit Hilfe eines elektrostatischen Feldes, dadurch gekennzeichnet, dass vernebelter Lack in Form einer Wolke, die durch eine mindestens in einer Dimension ausgedehnte Lacknebelquelle erzeugt wird, in die in einem elektrostatischen Feld befindliche Lackierzone geführt wird.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Lack mit Hilfe eines rotierenden Zerstäubers verteilt und mit Hilfe eines Luftstromes in die Lackierzone getrieben wird.
3.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lack mit Hilfe einer schwingenden Düse über eine grössere Fläche homogen vernebelt wird und dieser Nebel, gegebenenfalls durch einen zusätzlichen Luftstrom, in das elektrostatische Feld eingeführt wird.

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