DEM0001850MA - Verfahren zur Abkühlung des Stranges beim Stranggießen - Google Patents
Verfahren zur Abkühlung des Stranges beim StranggießenInfo
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Description
Die bisherigen Versuche, Stahl kontinuierlich in wassergekühlten Kokillen zu vergießen, haben ergeben, dass die Erstarrung praktisch fast ausschließlich in radialer Richtung erfolgt und das die Erstarrungsgeschwindigkeit und damit auch die Gießleistung des Stahles bestimmt wird. Zur Verbesserung der Kühlwirkung muss daher versucht werden, das Temperaturgefälle zwischen dem heißen, z.T. noch flüssigen Kern und den gekühlten Rundzonen, so groß wie eben möglich, zu halten. Jedoch ist der Kühlung der Randzonen dadurch eine Grenze gesetzt, dass bei zu schroffer Abkühlung Risse entstehen. Aus diesem Grund muss auch in vielen Fällen auf eine unmittelbare Kühlung des Stranges nach Verlassen der Kokille durch Wasser verzichtet werden.
Wenn die Gießleistung einigermaßen befriedigen soll, so ist es im Hinblick auf die geringe Wärmeleitfähigkeit des Stahles notwendig, die Länge der Kühlkokille zu vergrößern. Die Verlängerung der Kokille führt nun zwar zu einer erhöhten Gießgeschwindigkeit, jedoch wird der Wirkungsgrad der Kokillenverlängerung infolge des größer werdenden Spaltes zwischen Kokille und Strang schon bei Längen über 800 mm deutlich geringer.
Erfindungsgemäß gelingt es nun, die Kühlwirkung der Kokille auch innerhalb des sich ständig erweiternden Spaltes zwischen Strang und Kokille nennenswert zu verbessern, wenn man den Spalt mit Gasen mit hoher Wärmeleitfähigkeit oder mit Dämpfen, die bei ihrer Zersetzung Gase Hoher Wärmeleitfähigkeit bilden, anfüllt. Als Gase werden beispielsweise genannt: Wasserstoff,
Helium und Stickstoff, einzeln oder zu mehreren gleichzeitig. Als Dampf kann Wasserdampf verwendet werden, der sich in Gegenwart des glühenden Eisenstranges zersetzt und dabei Wasserstoffgas liefert. Das zu verwendende Gas wird zweckmäßig von unten in den Spalt zwischen Strang und Kokille eingeführt, wobei der Spalt nach unten zu durch eins der bekannten Mittel abgedichtet wird. Um ein Eindringen von Luft zwischen Dichtungsmitteln und Strang zu verhindern, lässt man das Gas unter geringem Überdruck in den Spalt eintreten.
Die Kühlwirkung der Kokille kann erfindungsgemäß weiterhin verbessert werden, wenn man das Gas zur Verbesserung der Konvektion mit hoher Geschwindigkeit zweckmäßig in tangentialer Richtung aus Schlitzen in der inneren Kokillenwand in den Spalt einbläst.
Claims (6)
1. Verfahren zur Abkühlung des Mangels beim Stranggießen von Stahl- und Eisenlegierungen in wassergekühlten Kokillen, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vergrößerung der Kühlwirkung der Kokille der Spalt zwischen Kokille und Strang mit Gas mit hoher Wärmeleitfähigkeit angefüllt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gas von unten in den Spalt zwischen Strang und Kokille unter vorzugsweise geringem Überdruck eingeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gas mit großer Geschwindigkeit und in tangentialer Richtung in den Spalt eingeblasen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die tangentiale Einführung des Gases durch Schlitze in der innerern Kokillenwand erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Gas hoher Wärmeleitfähigkeit Wasserstoff, Stickstoff oder Helium einzeln oder zu mehreren gleichzeitig verwendet werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass anstelle von Gas Dampf verwendet wird, der bei seiner Zersetzung Gase hoher Wärmeleitfähigkeit erzeugt.
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