DEF0015065MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 28. Juni 1954 Bekanntgeniachi am 9. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 12q GRUPPE 6o3 F 15065 IYbIUq
Dr. Eberhard Stein, Leverkusen-Schlebusch
ist als Erfinder genannt worden
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen-Bayer werk
Verfahren zur Herstellung von N-disubstituierten Sulfamidsäurechloriden
Es wurde gefunden, daß man N-disubstituierte
Sulfamidsäurechloride in einfacher Weise .dadurch
herstellen kann, daß man Chlorsulfonsäure oder Schwefeltrioxyd auf entsprechende N-disubstituierte
5 Carbamidsäurechloride einwirken läßt.
Die Reaktion kann durch die beiden folgenden Gleichungen erläutert werden, wobei R für einen
einwertigen Alkylrest steht.
.0
R2N
+ SO3
Xl
.0
VR9N-C-O-SO9-CIy
— CO5
> R9N-SO9Cl
R2N-C;; + HOSo2Ci
— CO9
HCl H- \R,N— C— Ö — SOXl/ » R2N-SO2Cl
509 657/61
F 15065 IVb/12 q
N-disubstituierte Carbamidsäurechloride, die sich für das erfindungsgemäße Verfahren eignen, sind z. B.
Carbamidsäurechloride, die am Stickstoffatom zwei Alkylgruppen tragen. Diese Alkylgruppen können ihrerseits
wiederum substituiert oder Bestandteile eines Ringsystems sein.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird vorteilhafterweise so durchgeführt, daß man zu dem vorgelegten
N-disubstituierten Carbamidsäurechlorid allmählich
ίο die berechnete Menge Chlorsulfonsäure zusetzt. Durch
Kühlung wird während dieser Zeit eine Temperatur von 20° aufrechterhalten. Anschließend wird auf dem
Wasserbad so lange erhitzt, bis die Gasentwicklung beendet ist. -
Bei Verwendung von Schwefeltrioxyd genügt es, das Schwefeltrioxyd in das vorgelegte N-disubstituierte
Carbamidsäurechlorid bis zur Beendigung der Kohlendioxydabspaltung einzuleiten, wobei man sowohl
Raumtemperaturen als auch höhere Temperaturen einhalten kann. Das Schwefeltrioxyd kann
auch in inerten Lösungsmitteln zur Anwendung ge-. bracht werden.
Einige weitere mögliche Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens werden in den Beispielen
beschrieben. So kann man z. B. die Reaktion in Rieseltürmen bzw. Kolonnen durchführen, indem
man das N-disubstituierte Carbamidsäurechlorid oder ein Gemisch aus N-disubstituiertem Carbamidsäurechlorid
und dem als Reaktionsprödukt zu gewinnenden N-disubstituierten Sulfamidsäurechlorid im Gegenstrom
mit schwefeltrioxydhaltigen Gasen behandelt. Ferner kann auch das N-disubstituierte Sulfamid-.
säurechlorid mit Schwefeltrioxyd gesättigt und dieser Lösung N-disubstituiertes Carbamidsäurechlorid bis
zum Verschwinden des Schwefeltrioxyds zugefügt werden.
Die durch das vorliegende Verfahren in einfacher Weise darstellbaren N-disubstituierten Sulfamidsäurechloride
werden im allgemeinen mit fast quantitativer Ausbeute erhalten. Sie können z. B. für die Herstellung
von Insektiziden verwendet werden.
In 350 Gewichtsteile Dimethylcarbamidsäurechlorid destilliert man im Laufe von 2x/2 Stunden 270 Gewichtsteile Schwefeltrioxyd ein, wobei man durch Rühren
und Kühlen des Ansatzes auf etwa 350 dafür Sorge trägt, daß die Reaktion nicht zu stürmisch verläuft.
Nach Beendigung der Kohlendioxydabspaltung erhält man durch Vakuumdestillation 456 Gewichtsteile reines Dimethylsulfamidsäurechlorid vom
Kp 7i°/i2 mm. Die Ausbeute beläuft sich auf 98,2%
der Theorie. Für viele Umsetzungen kann auch unmittelbar das rohe Dimethylsulfamidsäurechlorid
eingesetzt werden.
In 166 Gewichtsteile Dimethylcarbamidsäurechlorid läßt man unter Rühren und Kühlen auf 30 bis 35 °
die unter Kühlung frisch bereitete Lösung von 123 Gewichtsteilen Schwefeltrioxyd in 500 Gewichtsteilen Tetrachlorkohlenstoff eintropfen. Anschließend
wird das Reaktionsgemisch bis zur Beendigung der Kohlendioxydabspaltung rückfließend gekocht. Beim
Destillieren erhält man in nahezu quantitativer Ausbeute 218,9 Gewichtsteile Dimethylsulfamidsäurechlorid
vom Kp 71712 mm·
70 Beispiel 3
Einer Lösung von 246 Gewichtsteilen Schwefeltrioxyd in 358 Gewichtsteilen Dimethylsulfamidsäurechlorid
werden im Laufe von 21Z2 Stunden
330 Gewichtsteile Dimethylcarbamidsäurechlorid bei etwa 30 bis 350 zugetropft. Die Gesamtmenge des
nach der Reaktion vorliegenden Dimethylsulfamidsäurechlorids beläuft sich auf 798 Gewichtsteile.
Ausbeute quantitativ. ■
Durch eine Füllkörperkolonne von 1 m Länge und 3,5 cm Querschnitt läßt man von oben her im Laufe
von 2 Stunden 495 Gewichtsteile Dimethylcarbamidsäurechlorid fließen und leitet gleichzeitig in der
Kolonnenmitte 500 Gewichtsteile Schwefeltrioxyd ein. Bei dieser ohne äußere Kühlung arbeitenden
Anordnung erreicht die Reaktionstemperatur etwa 1700. Die abgespaltene Kohlensäure entweicht am
Kolonnenkopf, während Dimethylsulfamidsäurechlorid, welches noch überschüssiges Schwefeltrioxyd
gelöst enthält, in der am Fuß der Kolonne befindlichen Vorlage sich sammelt. Beim Destillieren im
Vakuum erhält man 631,3 Gewichtsteile Dimethylsulfamidsäurechlorid
(95,5% der'Theorie).
Inv 107,5 Gewichtsteile Dimethylcarbamidsäurechlorid
läßt man unter Rühren allmählich 116 Gewichtsteile Chlorsulfonsäure einfließen, wobei man die
Temperatur des Ansatzes auf etwa 25° hält. Etwa 20 Minuten nach Zugabe der Chlorsulfonsäure erstarrt
das Ganze zu einer weißen Kristallmasse, die wahrscheinlich als eine Anlagerungsverbindung betrachtet
werden muß. Sie ist stabil bis etwa 8o°. Oberhalb dieser Temperatur beginnt allmähliche
Zersetzung unter Abspaltung von Chlorwasserstoff, Kohlendioxyd und Phosgen. Will man diese Verbindung
in Dimethylsulfamidsäurechlorid überführen, so verfährt man zweckmäßig in der Weise, daß man
bei einer Temperatur von ioo° arbeitet, bei der die Anlagerungsverbindung im flüssigen Zustande vorliegt.
Durch mehrtägiges Erhitzen auf ioo° unter gleichzeitigem Durchleiten eines Inertgases läßt sich
an Hand der entstehenden Salzsäure die fortschreitende Spaltung analytisch verfolgen. Wenn die
Gewichtsabnahme des Ansatzes etwa 80 Gewichtsteile beträgt, wird das Reaktionsprodukt im Vakuum
destilliert. Man erhält 87 Gewichtsteile Dimethylsulfamidsäurechlorid vom Kp 71°/.12 mm (6o°/0
der Theorie). Der Destillationssumpf enthält im wesentlichen Dimethylsulfamidsäure. Wird eine
Spaltungstemperatur von 120 bis 1300 gewählt, so
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rückt die Abspaltung von Phosgen mehr in den Vordergrund, und die Ausbeuten an Dimethylsuifamidsäurechlorid
gehen stark zurück.
142 Gewichtsteile des aus Pyrrolidin und Phosgen bereiteten Carbamidsäurechlorids werden im Laufe
von 2 Stunden bei 30 bis 35 ° mit der berechneten Menge Schwefeltrioxyd umgesetzt. Nach Beendigung
der Kohlendioxydabspaltung erhält man bei anschließender Vakuumdestillation 125 Gewichtsteile
Pyrrolidinosulfamidsäurechlorid vom Kp 94 bis 9670,5 mm.
In 250 Gewichtsteile Morpholinocarbamidsäurechlorid wird in gleicher Weise wie oben die äquimolare
Menge Schwefeltrioxyd eingeleitet. Nach der Kohlendioxydabspaltung werden bei üblicher Aufarbeitung
265,1 Gewichtsteile Morpholinosulfamidsäurechlorid vom Kp 95°/°>5 mm erhalten. Ausbeute 85°/0 der
Theorie.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren zur Herstellung von N-disubstituierten Sulfamidsäurechloriden der allgemeinen Formel:n—s ο, αR-in der R für einen einwertigen Alkylrest steht, der auch substituiert sein kann, und wobei beide Aikylreste auch Bestandteile eines Ringsystems sein können, dadurch gekennzeichnet, daß man N-disubstituierte Carbamidsäurechloride der allgemeinen FormelR.:n—co—αworin R die oben angegebene Bedeutung hat, mit Chlorsulfonsäure oder Schwefeltrioxyd umsetzt.
Family
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