DEF0012191MA - - Google Patents
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Description
F 12191 IVb/12ο
Gegenstand der Patentanmeldung F17 783 IVb/12 ο ist ein Verfahren zur Herstellung von
Isocyanaten aus primären Aminen bzw. deren ■Salzen und Phosgen,, das darin besteht, die Reaktionspartner
nach erfolgter Vorphosgenierung zur Heißphosgenierung in Gegenwart eines Lösungsbzw. Verdünnungsmittels von unten her durch aufrecht
stehende beheizte Türme zu leiten. Unter »Vorphosgenierung« wird die erste Stufe des Phosgenierungsverf
ahrens verstanden (vgl. W. Siefken, Liebigs Annalen der Chemie, Bd. 562 [1949],
S. 96), in der das als Ausgangsmaterial dienende Amin mit Phosgen in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels
zu Carbaminsäurechlorid und Chlorhydrat reagiert. ISJach dejn-,Verfahren-, der Hauptpatentanmeldung
,.F; 17 7§3|Vb/,i2 ο ;wird das
Reaktionsgemisch nach' dem" Passieren . des Reaktionsturmes gegebenenfalls zur Vervollständigung
der Reaktion unter Zusatz von weiterem Phosgen in einen zweiten nachgeschalteten Reaktionsturm eingeführt. Ferner wird ein Teil des
Lösungsmittels im Kreislauf geführt, indem das aus den Reaktionstürmen mit den Abgasen" entweichende gasförmige Lösungsmittel gemeinsam
mit geringen Mengen des gebildeten Isocyanates in ■geeigneten Kühlern kondensiert und das Kondensat
den Türmen unten wieder zugeführt wird.
Bei weiterer Bearbeitung des dem Hauptpatent zugrunde liegenden · Erfindüngsgedänkens wurde
nunmehr gefunden, daß man verschiedene Vorteile' erzielen kann, wenn man das aus. den Kühlern
- fließende Kondensat nicht dem unteren Ende der Reaktionstürme, sondern der vorhin definierten
Vorphosgenierung ,zuführt. . , ... · .
Durch diese Maßnahme/die1 den Gegenstand der
vorliegenden Erfindung bildet, erreicht man einmal eine Verdünnung des Reaktionsproduktes der Vorphosgenierung
und andererseits eine wesentliche Erhöhung der Ausbeute an Endprodukt.
Die Verdünnung des Reaktionsproduktes der Vorphosgenierung bringt den Vorteil mit sich, daß
man an Stelle eines Breies eine'sehr dünnflüssige Suspension verarbeiten kann, die leicht rührbar und
pumpfähig ist und mittels der üblichen Meßvorrichtungen gemessen werden kann. Die Erhöhung.der
Ausbeute ist in wirtschaftlicher Hinsicht erwünscht und absolut überraschend, da das gemäß der Erfindung
in die Vorphosgenierung gelangende Kondensat bestimmte Mengen an Isocyanat enthält, die
abhängig sind vom Siedepunkt des betreffenden Isocyanates. Von diesen war zu befürchten, daß sie
mit dem Ausgangsmaterial Nebenprodukte bilden, was gleichbedeutend ist mit einem Ausbeuteverlust.
Zugunsten des neuen Verfahrens spricht auch die Tatsache, daß: es eine ; Erhöhung der Reaktionsgeschwindigkeit
ermöglicht, da in der Zeiteinheit größere Substanzmengen durchgesetzt werden können. ■
Schließlich tritt noch insofern ein weiterer erwünschter
Effekt ein, als das Kondensat in Abhängigkeit von seiner Temperatur Phosgen aus den
Abgasen der Reaktionstürme herauslöst „und der Vorphosgenierung wieder zuführt. Damit können
beträchtliche Mengen Phosgen auf einfache und billige Weise zurückgewonnen und wieder zum Einsatz
gebracht werden. Die Kondensatmengen können z. B. durch stärkere oder schwächere
Heizung der Reaktionstürme variiert werden.
In dem Vo'rpho'Sgenieirkessel ia (s. Zeichnung)
wird bei o° ein Gemisch aus 73,5 kg Toluylendiamin, 160 kg Phosgen und 260 kg o-Dichlorbenzol·
stündlich hergestellt und mit der Pumpe I6
über den Vorwärmer ic dem Reaktionsturm 2 zugeführt.
Im Vorwärmer wird das Gemisch auf etwa 30'^ erwärmt. Der Reaktionsturm wird so beheizt,
daß das Gemisch den Turm mit etwa i6o° verläßt. Von hier aus läuft das Reaktionsgemisch durch den
Turm 3, den es mit etwa 175° verläßt. In diesem 8p
Turm wird die Reaktion durch Einleiten von 30 kg gasförmigem Phosgen pro Stunde zu Ende geführt.
Der während der Reaktion entstehende Chlorwässerstoff1
sowie das verdampfende überschüssige Phosgen nehmen etwa 1200 kg o-Dichlorbenzol und
eine bestimmte Menge des gebildeten Diisocyanates mit, die in den Kühlern 4 und 5 kondensiert und
über, einen mit Sole betriebenen. Kühler 6 in den Vorphosgenierer zurückgeführt werden. Der Anteil
des Diisocyanates in o-Dichlorbenzol beträgt bei diesen Bedingungen etwa 2%, d. h. es werden 24 kg
Diisocyanat im Kreislauf gefahren. Die am oberen Ende .des Turmes 3 austretende Reaktionslösung
wird'nach der Entfernung des restlichen Phosgens durch Ausblasen mit Stickstoff destillativ aufgearbeitet.
Die Ausbeute an Toluylendiisocyanat beträgt etwa 90 % der Theorie.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Abänderung des Verfahrens zur Herstellung von Isocyanaten aus primären Aminen bzw. deren Salzen und Phosgen gemäß Patentanmeldung F 17 783 IVb/12 o, dadurch gekennzeichnet, daß das im Kreislauf geführte Lösungsmittel nicht den unteren Enden der Reaktionstürme, sondern der Vorphosgenierung zugeleitet wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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