DEC0011735MA - - Google Patents

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DEC0011735MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 20. August 1955 Bekanntgemacht am 16. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft zwischen Polsterbezug und Polsterkern einzufügende haubenartige Polsterauflagen aus elastischen, porigen oder zelligen Stoffen, vorzugsweise Kunststoff schaum, wie sie nach Patentanmeldung C 10207 VII/56 a hergestellt werden. Die Polsterauflagen bestehen aus zwei oder mehreren aufeinander angeordneten Polsterplatten, wobei die obere größere Platte haubenartig gebogen wird und deren abgebogenen Randteile an den seitlichen Stirnflächen der unteren Platte oder Platten angelegt werden. Werden Polsterungen, die mit solchen hochelastischen Polsterauflagen versehen sind, stark belastet, so sind durch die Polsterauflage hindurch die verhältnismäßig festen Kanten der Unterlage, z. B. der Rahmen des Federkorbes, gegebenenfalls spürbar.
Um aus diesem Grund die zur Bildung der Polsterauflage dienenden Platten nicht zu dick schneiden zu müssen, wird erfindungsgemäß dieser Nachteil in einer Weise behoben, daß die haubenartige Polsterauflage eine an den Kanten der Unterlage befindliche Verstärkung aufweist. Als besonders vorteilhaft erwies es sich, in der Innenkante der haubenartigen Polsterauflage einen Strang anzuordnen, der je nach seiner wirksamen Schichtstärke aus einem hochelastischen Werkstoff, wie z. B. Kunststoffschaum oder aus Gummihaar bzw. massivem Gummi, bestehen kann. Bei besonders festen
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C 11735 VII/56 a
und scharfen Kanten der Unterlage hat sich ein winkelförmiger massiver Gummistrang bewährt. Durch die Anordnung derartiger verhältnismäßig einfacher Mittel sind auch bei starker Belastung der Polsterung die Kanten der Unterlage oder des Federkorbes nicht spürbar. Außerdem wird hierdurch ein Zerschneiden der verhältnismäßig, empfindlichen Polsterauflage durch, die festeren Kanten der Unterlage vermieden, so daß die Polster -
ίο wirkung und die Form des Polsters auch nach langem Gebrauch erhalten bleiben.
Weiterhin wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, die Innenflächen der abgebogenen Randteile der haubenartigen Polsterplatte mit einem Streifen aus.
Gummi und bzw. oder starkem Gewebe zu belegen. Hierdurch wird ebenfalls die Polsterplatte an den Rändern verstärkt, wobei gleichzeitig eine Kantenversteifung eintritt. Ferner können auch die Flächen der abgebogenen Randteile der haubenartigen Polsterplatte mit einem geeigneten Lack bestrichen werden. Hierfür eignen sich besonders Kunststofflacke, z. B. auf der Grundlage von Polyvinylacetat-Dispersionen. Dieser Anstrich bewirkt eine vorteilhafte Verfestigung der Polsterauflage an den Randzonen.
Ein weiterer Vorschlag geht dahin, die Kanten der haubenärtigen Polsterplatte zusammenzufalten, wobei die hierbei entstehenden Berührungsflächen miteinander verklebt werden. Hierdurch wird eine wulstartige Kantenverstärkung ohne zusätzlichen Gummistrang erreicht.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung im Schnitt dargestellt. Es zeigt
Fig. ι eine Polsterauflage mit einem winkelförmigen Gummistrang,
Fig. 2 eine Polsterauflage mit einem teilweise eingebetteten Gummistreifen,
Fig. 3 eine Polsterauflage mit beidseitigen lakkierten Rändern,
4.0 Fig. 4 eine Polsterauflage mit gefalteten Kanten. In der Zeichnung werden die haubenartig gebogenen Polsterplatten der Polsterauflage mit 1 und die darunter angeordneten geraden Polsterplatten mit 2 bezeichnet. Gemäß Fig. 1 wird die Polsterauflage aufs einen Federkorb 3 angeordnet. In der Innenkante 4 der Polsterauflage ist ein massiver Gummistrang 5 mit winkelförmigem Querschnitt angebracht, der die Kante 6 des Federkorbes 3 abdeckt. An Stelle des Stranges 4 aus massivem Gummi kann auch ein Strang aus elastischen, zelligen oder porösen Stoffen, z. B. Kunststoffschaum oder Gummihaar, verwendet werden. Die Schichtstärke des Stranges und auch die Querschnittsform richten sich hierbei in erster Linie nach dem verwendeten Werkstoff des Stranges und der Kantenform der Unterlage. Der Strang 4 wird durch Kleben mit den Teilen ι und 2 fest verbunden.
Nach Fig. 2 wird ein massiver Gummistreifen 7 an der Innenfläche der abgebogenen Randteile 8 der Polsterplatte11 aufgeklebt, so daß der Gummistreifen 7 mit seinem oberen Teil 7' zwischen den Teilen 1 und 2 eingebettet ist.
Gemäß Fig. 3 sind die Innen- und Außenflächen der abgebogenen Randteile 9 mit einem Lack 10 bestrichen.
In Fig. 4 ist die Polsterplatte 1 an den Kanten gefaltet. Die hierdurch entstehenden Berührungsflächen 11 sind hier beispielsweise durch Kleben fest miteinander verbunden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die gefaltete Kante durch eine Naht 12 — gestrichelt gezeichnet — zusammenzuhalten. Diese Kantenausbildung der Polsterplatte 1 bewirkt eine verhältnismäßig starke Randverstärkung, so daß auch diese haubenartige Polsterplatte ohne die gerade Polsterplatte 2 auf dem Federkorb bzw. der Unterlage angeordnet werden kann.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Zwischen Polsterbezug und Polsterkern einzufügende haubenartige Polsterauflage aus elastischen, porigen oder zelligen Stoffen, vorzugsweise Kunststoffschaum, insbesondere nach Patentanmeldung C 10207 VII/56a, dadurch gekennzeichnet, daß die haubenartige Polsterauflage eine an den Kanten der Unterlage befindliche Verstärkung aufweist.
2. Polsteraüflage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Innenkante (4) der haubenartigen Polsterauflage ein Gummistrang, insbesondere ein winkelförmiger, massiver Gummistrang, angeordnet ist.
3. Polsterauflage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenflächen der abgebogenen Randteile der haubenartigen Polsterplatte (1) mit einem Streifen (7) aus Gummi, Gewebe oder ähnlichen Stoffen belegt sind.
4. Polsterauflage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenflächen der abgebogenen Randteile der haubenartigen Polsterplatte (1). lackiert sind.
5. Polsterauflage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die haubenartige Polsterplatte (1) an den Kanten gefaltet ist.
6. Polsterauflage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Berührungsflächen (11) an den Faltstellen fest, vorzugsweise durch Kleben, miteinander verbunden sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
I 509 658/403 2.56

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