DEC0008333MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 21. Oktober 1953 Bekanntgemacht am 1. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
C 8333
Die Erfindung betrifft einen für schlitzgesteuerte, luftgekühlte Zweitaktbrennkraftmaschinen bestimmten
Arbeitszylinder, welcher aus einem äußeren Mantel aus Leichtmetall und einer unter Vor-
, 5 spannung in diesen Mantel eingebrachten Schwevmetall'büchse
besteht. Solche Arbeitszylinder verbinden die guten Laufeigenschaften der Schwermetall-,
ζ. B. Gußeisen'büchse mit den Vorteilen der besseren Wärmeleitfähigkeit des Leichtmetallmantels,
sie weisen jedoch den Nachteil auf, daß in Höhe der Steuerschlitze und der Steuerkanäle
nicht überall ein einwandfreies Aufeinanderliegen der benachbarten Flächen des Mantels und der
Laufbüchse erreicht wird. Das liegt daran, daß infolge der Durchbrechungen der Arbeitszylinderwand
durch die Steuerschlitze und Steuerkanäle die Symmetrie der Spannungsverteilung gestört und
der ganze Arbeitszylinder auf seiner unteren Hälfte im Bereich der Steuerschlitze und Steuerkanäle
widerstandsschwach gegen Verformungskräfte wird. Dadurch wird der Wärmeabfluß von
der Büchse zum Mantel stellenweise gestört und unterbrochen.
Diesem Nachteil der oben beschriebenen bekannten Bauart begegnet die vorliegende Erfindung
dadurch, daß sie am unteren Ende des Mantels, d. h. im Bereich der Steuerkanäle, einen Ringkörper
aus Schwermetall (Stahl oder Gußeisen) vorsieht,
509 (560/291
der'den Mantel umfängt und das dauernde allseitige
Aufeinanderliegen der Mantelkinenfläche und der Laufbüchsenaußenfläche erzwingt.
Man hat bei wassergekühlten Motoren den aus Schwermetall bestehenden Kühlmantel des Schwermetallzylinders
an seinem unteren Ende schon mit einem gleichfalls aus Schwermetall hergestellten
Spannring ausgestattet. Dieser Spannring soll bei schwachwandiger Ausbildung des Kühlmantels
ίο dessen stopfbuchsenartig am Zylinder geführtes
Ende verstärken, ohne dabei das Arbeiten des Mantels gegenüber dem Zylinder zu behindern.
Weiterhin ist es bereits bekannt, die Leichtmetallköpfe der Schwermetallzylinder luftgekühlter
Brennkraftmaschinen an ihrem Umfang mit Spannringen aus Schwermetall zu versehen. Die Aufgabe
dieser auf den Zylinderkopf aufgeschraubten Spannringe, welche auch eigene Kühlrippen aufweisen,
besteht darin, die zwischen den Zylindern und ihren Köpfen vorgesehene Schraubverbindung mechanisch
zu sichern und gasdicht zu halten und auf diese Weise die gegenüber dem Schwermetall
geringere Festigkeit, aber größere Wärmedehnung des Leichtmetalls auszugleichen.
Demgegenüber dienen die nach der Erfindung vorgesehenen und angeordneten Ringkörper aus
Schwermetall dazu, trotz der durch die Steuerschlitze und -kanäle gegebenen Schwächung der
Widerstandsfähigkeit des Zylinders dessen Leichtmetallmantel auch im Bereich seiner Steuerschlitzpartie
in formgetreuem Zustand zu halten und die für den einwandfreien Wärmeübergang aus dem
Zylinder in den Mantel erforderliche innige Berührung zwischen dem Schwermetall und dem
Leichtmetall dauernd zu gewährleisten. Dadurch wird in vorteilhafter Weise gleichzeitig auch eine
sonst unvermeidliche Vergrößerung der Wandstärke des Zylinders und seines Mantels überflüssig
gemacht. '
In Abb. ι der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise
dargestellt, α ist die Laufbüchse aus
Gußeisen, b der Mantel aus Leichtmetall und c der Ringkörper, der diesen Mantel an seinem unteren
Ende umfaßt. Er kann entweder entsprechend Abb. ι eingegossen oder entsprechend Abb. 2 aufgeschrumpft
oder aufgepreßt sein. Den gegossenen Ring kann man entsprechend Abb. 3, die einen
Querschnitt nach der Linie A-B durch den Zylinder der Abb. 1 darstellt, mit Aussparungen versehen
und der Form des Arbeitszylinders bzw. der Steuerkanäle anpassen, während der aufgeschrumpfte
Stahlring entsprechend Abb. 2 zweckmäßig als einfacher
Hohlzylinder ausgebildet wird. Der eingegossene oder aufgeschrumpfte Gußeisen- oder
Stahlring kann sich über den ganzen Steuerschlitz- und Steuerkanalbereich erstrecken oder nur über
einen Teil desselben. Es können ein breiter oder ein schmaler oder auch mehrere schmale Ringkörper
als Stütz- und Halteelemente vorgesehen werden. Wesentlich ist nur, daß sie ihre Aufgabe, Mantel
und Laufbüchse im unteren Bereich der Kolbenlaufbahn
fest aufeinanderzupressen, erfüllen können. Diese Schrumpfwirkung kommt dadurch zustande,
daß sich der Leichtmetallmantel bei Erwärmung infolge seines größeren Wärmedehnungsvermögens
stärker ausdehnen möchte als der ihn von außen umfassende Ringkörper, durch den er daran gehindert
wird. Verstärkt wird diese Wirkung noch dadurch, daß ein Temperaturgefälle vorhanden ist
und die Temperaturen von innen nach außen abnehmen. Der kältere äußere Ringkörper, der
übrigens seinerseits mit Kühlrippen versehen werden kann, übt infolgedessen einen noch weiter verstärkten Druck auf die innenliegenden Teile aus.
Claims (4)
1. Für schlitzgesteuerte, luftgekühlte Zweitaktbrennkraftmasehmen
bestimmter Arbeitszylinder, welcher aus einem äußeren Mantel aus Leichtmetall und einer unter Vorspannung in
den Mantel eingebrachten Schwermetallbüchse besteht, dadurch gekennzeichnet, daß dieser
Mantel (b) an seinem unteren Ende im Bereich der Steuerkanäle von mindestens einem Ringkörper
(c) aus Schwermetall umfangen ist.
2. Arbeitszylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringkörper (c), den
Mantel (b) umfassend, eingegossen ist.
3. Arbeitszylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringkörper (c), den
Mantel (b) umfassend,, aufgeschrumpft ist.
4. Arbeitszylinder nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringkörper
(c) mit Kühlrippen versehen ist.
Angezogene Druckschriften:
Französische Patentschriften Nr. 560 092,
576808;
Französische Patentschriften Nr. 560 092,
576808;
USA.-Patentschrift Nr. 1 926 684.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 509 660/294 2. 56
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