DEC0006757MA - - Google Patents

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DEC0006757MA
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polyamines
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ester
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 3. Dezember 1952 Bekanraitgeniacht am 20. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 39c GRUPPElO INTERNAT. KLASSE C08g
C 6757 IVb/39c
Dr. Werner Zerweck, Dr. Wilhelm Kunze und Dr. Georg Kölling, Frankfurt/M.-Fechenheim
sind als Erfinder genannt worden
Cassella Farbwerke Mainkur Aktiengesellschaft, Frankfurt/M.-Fechenheim
Verfahren zur Herstellung von Kunstharzen
Die Reaktion . zwischen Monoglycidestern und Monoaminen bzw. Ammoniak ist bekannt. Es. entstehen bei; der Einwirkung von molaren Mengen aufeinander entweder Glycid'saureamidfe oder aber unter Öffnung des EpoxydringesOxyainino'-cairbonsäureester. Beim Umsatz von ι Mol eines Monoglyoidesters mit 2 Mol eines. Monoamines (bzw. Ammoniak) bilden sich :Oxyamino>-carbonisäuireamide, also* Körper, die mit gewissen Eiweißbau steinen verwandt sind.
Die vorliegende'Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Herstellung neuartiger Kunstharze, bei welchem man Mono- und bzw. oder Diglycidester mit mindestens ι reaktionsfähiges. Wa,sserstoffa.tom an den Stickstoff atomen enthaltenden, Di- oder Polyaminen, umsetzt.
Die Reaktion zwischen Glycidestern und Diamiinen bzw. Polyaminen gemäß vorliegender, Erfindung führt zu neuen Kuns.tstoffbauelementeni, die bei' Verwendung von Moinogilycidestern vermut- ao lieh nach folgendem Schema verlauft:
;C— R „,
O:
+ H2N-R-NH2 C-COOR
— C — R
HO — C-CO — NH —R — NH- -; R
609 619/418
C 6757 IVb/39c
oder
HO — C-R
— C-CO — NH- R- NH
R
(worin die Zeichen R beliebige- Kohlenwasserstoffreste, die noch weitere Suhstituenten enthalten können, sowie gegebenenfalls auch Wasserstoff bedeuten).
Im einfachsten Fall, nämlich der Polykondensation eines Monoglycidesters mit einem Dianiin, erhält man lösliche, niedrigschmelzende, lineare Polykondensate. Läßt man dagegen Monoglycidr ester auf Polyamine bzw. Ddglycidester auf Dioder Polyamine einwirken, so> erhält man unlösliche, hochschmelzende, vernetzte Kunstharze.
Durch gemeinsame,Reaktion von Di- oder Polyaminen mit Mono- und Diiglycidestern kann man mehr oder weniger vernetzte Produkte erhalten und so die Eigenschaften der Kunstharze variieren. Dasselbe erreicht man auch durch Umsatz von Monogilycidestern mit einem Gemisch aus Di- und Polyaminen.
Die Darstellung der als Ausgangsmaterial dienenden Monoglycideister ist in Org. React., Vol. V, Wiley & Sons., New York, 1949, S. 413 bis. 440 zusammengefaßt. Die Darstellung der Diglycidester erfolgt gemäß Patentanmeldung C 6756 IVb/i2oi. Selbstverständlich können sowohl Glycidester mit aliphatischen als auch solche mit cyclischen Resten in die Reaktion eintreten,.
Die als Reaktion«teilnehmer genannten Dir- und Polyamine können sowohl primäre als auch sekundäre Amine sein.
Die erfindungsgemäße Reaktion wird zweckmäßig in molaren Verhältnissen bei erhöhter Temperatur durchgeführt. Zwar findet schon bei 200 eine langsame Umsetzung statt, sie ist jedoch erst bei ioo° in etwa'30 bis 180 Minuten, bei 1500 in etwa 10 bis 60 Minuten oder bei noch höheren Temperaturen in entsprechend kürzeren Zeiten beendet. Die Mischung der Reaktionspartner kann in An- oder Abwesenheit von Lösungsmitteln erfolgen, wobei als gemeinsame Lösungsmittel für Polyamine und Glycidester vor allem Alkohole in Frage kommen.
Die genannten Kunstharze können z. B. als Lacke oder Klebstoffe Verwendung finden.
B e i s ρ i e 1 ι
58 Teile /5-Phenylglycidsäure-äthylester werden 35 Teilen Hexamethylendiamin gemischt und 3 Stunden auf 1500 erwärmt, zuletzt im Vakuum. Es entsteht allmählich ein klares, durchsichtiges, rötliches Harz, das etwas klebt und bei 80 bis ioo° schmilzt. Es ist in Alkohol löslich.
Beispiel 2
Wenn man 58 Teile /J-Phenylglycidsäure-äthylester mit 32 Teilen p-Phenylendiamin unter Stickstoff wie in Beispiel 1 behandelt, so erhält man ein dunkles, nicht klebendes Harz vom Schmelzpunkt 110°.
B e i s ρ i e 1 3
58 Teile /2-Phenylglycidsäure-äthylester und 18 Teile Äthylendiamin werden in 76 Teilen n-Butanol gelöst. Mit dieser Lacklösung werden Glasplatten begossen und bei verschiedenen Temperaturen und verschieden lange eingebrannt. Es entsteht
bei ioo° und 60 Minuten ein farbloser, trockener
Film,
- 200°
- 2ooc
- 200"
10 30 60
- gelber Film,
- tiefgelber Film,
- brauner Film.
Alle Filme sind spröde und in Methanol löslich.
Beispiel 4
30 Teile eines Gemisches aus Mono- und Diglycidester — erhältlich nach dem Verfahren der Patentanmeldung C 6756 IVb/12ο —, Beispiel 1, aus 1,4-Diacetylbenzol und Chloressigsäuremethylester in Benzol mit Natriumäthylat als ein unter ι mm Druck bei 150 bis 1950 siedender Destillationsvorlauf — werden in 30 Teilen n-Butanol gelöst und mit einer Lösung von 23 Teilen Hexamethylendiamin in 23 Teilen n-Butanol gemischt. Die Lösung wird wie in Beispiel 3 auf Platten vergossen und eingebrannt. Man erhält
bei 60 Minuten und ioo° einen gelben Film,
- 120 - - ioo° - gelben Film,
20 - 1500 - gelbbraunen Film,
40 - - 1500 - bräunlichen Film,
60 - - 1500 - bräunlichen Film.
Diese Lacke sind mit dem Fingernagel nicht ritzbar, sehr zäh, nicht spröde und in den meisten Lösungsmitteln unlöslich. Sie werden nur von heißem Eisessig od. ä. gelöst. Der Schmelzpunkt liegt über 2200.
j B e i s ρ i e Γ 5
31 Teile p-Phenylen-di-/?-(/?-methyl-glycidsäuremethylester) werden in 31 Teilen Äthanol gelöst und mit einer Lösung von 23 Teilen Hexamethylendiamin in 23 Teilen Äthanol versetzt.
Die Lösung wird wie in: Beispiel 3 auf Platten vergossen und eingebrannt. Man erhält bei ioo° in 60 bis 120 Minuten bzw. bei 1500 in 15 bis 60 Minuten Lacküberzüge, die noch heller gefärbt sind als die im Beispiel 4 genannten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung von Kunstharzen, dadurch gekennzeichnet, daß man Mono- und bzw. oder Diglycidester mit mindestens 1 reaktionsfähiges Wasserstoffatom an den Stickstoffatomen enthaltenden Di- oder Polyaminen umsetzt.

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