DEC0006602MA - - Google Patents

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DEC0006602MA
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fatty acid
iva
antiseptics
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 30. Oktober 1952 Bekanntgemacht am 20. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf antiseptische, trockene und im wesentlichen nicht fettige Verbandstoffe und bezieht sich insbesondere auf ein Verfahren zur Herstellung solcher Verbandstoffe durch Behandlung eines absorbierenden Materials mit einer Dispersion eines Salzes einer höheren Fettsäure in einer wäßrigen Emulsion eines Öles, einer Vaseline, eines Wachses oder einer höheren Fettsäure. Solche Verbandstoffe dienen insbesondere zum Verbinden von Brand,- oder geschwürigen Wunden, da sie nicht anhaften und deshalb leicht, ohne das empfindliche, heilende Gewebe zu beschädigen, entfernt werden können.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist im wesentlichen dadurch, gekennzeichnet, daß eine MoTpholin- seife einer höheren, Fettsäure, vorzugsweise Morpholinstearat, Casein oder Akaziengummi als Emulgierungsmititel Verwendung findet.
Eine Morpholinseife als Emulgierungsmittel hat gegenüber den sonst zur Emulgierung verwendeten Wachsen, und Triätäianolaminseifen den Vorteil, daß die in der Emulsion eingebauten Stoffe, wie beispielsweise, Zihkstearat usw., im Gewebe in einem einzigen Imprägnierungsvorgang fixiert werden können, wobei sie auch bei übermäßigen Abscheidungen, fest am Gewebe haften. Selbstver-
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ständlich, wird, durch die Erfindung nicht Schutz begehrt für ein einstufiges Imprägnierungsverfah-
.... .ren.; da ein solches bereits bekannt ist. Man hat aber bisher im allgemeinen, mit einem lösbaren, Metallsalz imprägniert, anschließend gewaschen und mit einer Natrium- oder Kalziumseife erneut imprägniert, was den Nachteil hatte, daß die bei solchen Verbandstoffen einzuführenden Antiseptika durch Reaktion mit dem lösbaren Metailsalz oder mit der
ίο Natrium- oder Kalziumseife chemisch verändert werden.
Ein weiterer Vorteil des erfmdiungsgeinäßen Verfahrens besteht: darin/ daß Morpholin beim-Trocknen, und Sterilisieren verdampft und damit der pH-Wert des'Verbandszeuges neutral bleibt. Dieser Vorteil ist'auch bei der Verwendung von Casein und, Akaziengummi vorhanden, die ebenfalls die Schaffung von Verbandszeug ermöglichen, das bei starken Wundabscheidungen lange Zeit nicht haftet.
Vorzugsweise bringt man gleichzeitig mit dem Aufbringen, oder nach dem Aufbringen des Überzugs ein. oder mehrere Antiseptika auf die Unterlage: auf. Als besonders geeignet hat sich die Veras wendung von, Quecksilbersuccinimid und, 5-aminO'-
'·■'■ acridin Hydrochlorid als Antiseptika erwiesen..
Als Beispiel für einen ausgezeichneten, nicht haftenden. Verbandstoff, der durch Imprägnieren von Gaze oder einer anderen! Unterlage gemäß der Erfindung' gewonnen wurde, sei folgende Emulsionszusammensetzung genannt: 1 bis 3 Teile Zinkstearat, 1 Teil Vaseline, 1 Teil Stearinsäure, Morpholin in für die Neutralisierung der Stearinsäure ausreichender Menge und. Wasser zur Auffüllung auf 100 Teile.
Dieser Emulsion werden vor dem Imprägnieren vorzugsweise Antiseptika zugesetzt, man kann jedoch, auch, das imprägnierte und getrocknete Verbandszeug durch eine Lösung von, Antisepticis hindurchführen.
Die der Emulsion zugesetzten Antiseptika werden nur langsam frei und, sichern deshalb eine langdauernde, gleichbleibende Wirkung. Antiseptika, die in einer wäßrigen Lösung von Methylzellulose enthalten sind und nach der Imprägnierung der Unterlage in. dieser Lösung aufgebracht werden, werden schneller frei und ergeben eine unmittelbare und konzentrierte Wirkung bei der Anwendung auf Brandwunden od. dgl. Man wird, zweckmäßig deshalb einen Teil der Antiseptika der Emulsion zusetzen, und anschließend weitere Antiseptika dadurch aufbringen, daß man die imprägnierte Unterlage durch eine wäßrige, Methylzellulose enthaltende' Lösung hindurchführt. Man, kann der Emulsion berristeinsaures Quecksilber im Verhältnis von ι auf 1000 Teile und dier wäßrigen Lösung 5-aminoacridin (1 auf 1000 Teile) sowie bernsteinsaures Quecksilber (1 auf 1000 Teile) zusetzen.
Die gleichen Erfolge lassen sich erzielen, wenn man in einer wäßrigen. Lösung von Casein oder Latex, von denen 2 bis 3°/o auf 4 bis 6°/o des Metallsalzes verwendet werden, wasserunlösliche Metalloleate und, -stearate, wie Zink-, Aluminium-, Kalzium- und. Magnesiumoleate und -stearate, mittels eines wasserlöslichen Öles.,, wie Polyätfaylen-Glykoil-Laurat, dispergierfc In dieser Weise lassen sich, durch Rühren leicht 5 % Zinkstearat in einer annähernd, 3%igen Lösung von Latex oder Casein, der vorher 5 % oder mehr Polyäthylenglykollaurat zugemischt worden, sind, dispergieren.
Bleioleat, welches besonders günstig auf die Krampfadergeschwüre, wirkt, kann auch auf die Gaze oder das andere Textilmaterial aufgebracht werden, indem dieses'mit einer frischen Dispersion des Bleioleats, die durch. Mischung von Bleiacetatlösung mit Kaliumoleatlösung in äquimolekularen Mengen hergestellt wurde, überzogen wird. Als zweckmäßig erweist sich die Verwendung einer Lö>sung, die 5% Bleioleat enthält und. mit 5°/o. oder mehr Latex gemischt wird.
Im Falle der Verwendung einer Mischung von 5% frisch hergestelltem Bleioleat; und. io°/o oder mehr Latex und; Ausbreiten der Mischung auf einer oder beiden, Seiten, einer elastischen Kreppgummibandage läßt sich eine waschbare, elastische Bandage von, erhöhter Festigkeit und abstützender Wirkung, welche außerdem die milde Heilwirkung des Bleioleats besitzt, herstellen. DSe Verwendung von Latex in der Mischung erhöht die Elastizität und die Festigkeit der Bandage in der gleichen Weise wie ein anhaftendes Kautschuk-Pflaster bei anklebenden, elastischen Bandagen.
Auch können öle, Fette und Wachse für sich verwendet werden, um in wäßrigen, Emulsionen. mit Morpholinstearat einen nicht anhaftenden, absorbierenden, , antiseptischen Verbandstoff herzustellen. So, kann eine Mischung von. 1 Teil Morpholinstearat mit 2 Teilen Vaseline oder Wachs oder 4 Teilen, Mineralölen mit 50 Teilen Wasser zum Imprägnieren der Gaze verwendet werden, wobei die Antiseptika entweder der Lösung zugesetzt oder nachträglich aufgebracht werden, wie oben beschrieben.
Für die Gegenstände der Ansprüche 2 und 3 wird selbständiger Schutz nicht beansprucht.

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren, zur Herstellung eines antiseptischen, trockenen und im wesentlichen nicht fettigen Verbandstoffes durch Behandlung eines absorbierenden Materials mit einer Dispersion eines Salzes einer höheren Fettsäure in. einer wäßrigen Emulsion eines Öles, einer Vaseline, eines Wachses oder einer höheren Fettsäure, dadurch gekennzeichnet, daß eine Morpholinseife einer höheren Fettsäure, vorzugsweise Morpholinstearat, Casein oder Akaziengummi als Emulgierungsmittel Verwendung findet.
2. Verfahren, nach, Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig mit dem Aufbringen, oder nach dem Aufbringen des Überzuges ein oder mehrere Antiseptika, auf die Unterlage aufgebracht werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Antiseptika Quecksilber-
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succinimid, und. 5-aminoacridin Hydrochloric!. Verwendung finden.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 695 783, 725 120; französische Patentschriften Nr. 828 652, 867508, 954431, 971 200;
Weber und Martin, »Die. neuzeitlichen Textilveredlungsverfahren der Kunstfasern«, Wien 1951, S. 487 bis 562;
»Auszüge deutscher Patentanmeldungen«, Bd. 6, S. 948, W 114493/IVa/30;
S. 947, Wio7588/IVa/3o;
Chemisches Zentralblatt, 1950, II, S. 558.

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