DEC0000679MA - Verfahren zum Unschädlichmachen von nitrosen Gasen - Google Patents

Verfahren zum Unschädlichmachen von nitrosen Gasen

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DEC0000679MA
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DE
Germany
Prior art keywords
nitrous gases
flame
rendering
gases
harmless
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Pierre Dr. Barman
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Publication date

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Description

af
~"~ p/ 22192Γ>^0.3.
GIBA AKTIENGESELLSCHAFT, BASEL (SCHWEIZ) Patentanwalt
DipS.-Ing.E.Spian®manB
Hamburg 36
Neuer Wall 10,4.SfOeIt
Anruf 347900 . Hamburg 3G \ 8, MlE 1950
C2blQ/E Neuer Wall 10, 4. Si&ek
Beutactiland
Verfahren zum Unschädlichmachen von nitrosen Gasen=
Bei öer Durchführung' gewisser chemischer Reaktionen,' insbesondere bei der Aufarbeitung, von·Nitriergemischen, die noch überschüssige Salpetersäure enthalten, entstehen, oft erhebliche Mengen nitroser Gase ißO und KO). Wegea der Gefahr der Schädigung von. Menschenj, Tieren- und Pflanzen können solche Gase nicht ohne weiteres durch ein Kamin in die Luft geleitet werden, und es stellt, sich daher das Problem, solche Gase unschädlich zu machen.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, nitrose Gase in' den verschiedensten Absorptionsmedien zu absorbieren, um auf diese Weise deren Austritt in. die Atmosphäre zu verhindern» Solche Absorptionsanlagen müssen, um wirksam zu sein, sehr gross dimensioniert werden und bedingen demgemäss einen erheblichen Raumbedarf sowie bedeutende Investitionskosten. Diesen Nachteilen, steht in, vielen Fällen kein entsprechender Vorteil durch Rückgewinnung von Salpetersäure bezw. salpetriger Säure oder deren Salzen gegenüber und zwar insbesondere dann, vrenn die nitrose Gase liefernde Reaktion-nur gelegentlich zur Ausführung gelangt. Es besteht daher* das Bedürfnis
nach einem einfacheren Verfahren zum Unschädlichmachen nitroser Gase=
Eb wurde nun gefunden, dass nitrose Gase mit einem geringen .Aufwand an Einrichtungen und bei geringem Raumbedarf unschädlich gemacht werden können, wenn man sie unter Durchmischung mit einer Flamme zusammenbringt« Zur Durchführung des vorliegenden Verfahrens können
beispielsweise Flammen verwendet werden, die durch Verbrennen /Gas /
von/normalem Leuchtgas erhalten, werden oder auch Flammen, die beim Verbrennen von festem oder flüssigem Brennmaterial, wie Kohle„ Benzin, OeI und Insbesondere von zu. Heizzwecken häufig, verwendeten Mazout entstehen» Damit eine Durchmischung der nitrosen Gase mit der Flamme erfolgt, können die nitrosen Gase beispielsweise seitlich mit so grosser Geschwindigkeit in die Flamme geblasen bezw. gesaugt werden, dass eine turbulente Strömung entsteht, oder sie können auch bei passender Abänderung der Konstruktion des verwendeten Brenners direkt derjenigen Stelle zugeführt werden, wo sich der Brennstoff befindet bezw« In die Flamme austritt, da bei Vorliegen einer Mischung zwischen nitrosen Gasen und Brennstoff zwangsläufIg auch-eine Mischung zwischen nltrosea Gasen und Flamme erfolgt.
ZweckmäsBlg leitet man die nitrosen Gase unter Durchmischen In den reduzierenden Teil der Flamme ein.- Diese Bedingung Ist praktisch immer erfüllt, wenn man für eine wirkliche Durchmischung der nitrosen Gase mit der Flamme Sorge trägt, da beinahe jede technisch realisierbare Flamme reduzie-
rende Stellen aufweist. Es ist aber nicht notwendig, die Flamme als Ganzes mit einem Unterschuss an Luftsauerstoff zu betreiben, da die Erreichung einer hohen Flammentemperatur für die Durchführung des Verfahrens günstig ist.
Es ist zwar bekannt, dass zwischen 150 und 620° die Dissoziation von W0? su WO und Sauerstoff erfolgt, und dass bei Temperaturen oberhalb 700° NO teilweise in Stickstoff und Sauerstoff zerlegt wird. Es war jedoch nicht vorauszusehen, dass das Unschädlichmachen von nltrosen Gasen auf diesem einfachen Wege möglich sein würde.
Die Reaktion, wird zweckrnässig in1 einem mit feuerfestem Material z.B. Chamotte-Steinen ausgekleideten horizontalen oder vertikalen Ofen durchgeführt, wobei pro Kilogramm zugeführtes NOg rund 2000-3000 Kilogramm/Kalorien Wärme durch die Flamme entwickelt werden, sollten. In gewissen Fällen, z.B. wenn die Gase stärker verdünnt sind oder viel Wasserdampf enthalten, kann es zur vollständigen Zerstörung des WO9 notwendig sein, noch etwas grössere Wärmemengen aufzuwenden»
In einem verz Ikslen. mit Chamotte-Steinen ausgekleideten. Ofen wurde eine Gasflamme brennen gelassen und es wurde in der Mitte der Gasaustrlttsöffnungen NO2 eingeleitet. Zur vollständigen Zerstörung des NOp wurden folgende Gasmengen verwendet ;
Versuchs- Dauer des Gewichts- Raumteile kg/cal pro Wo. Versuchs teile WOp Leuchtgas kg W0p
1 15 Minuten 0,2 165 3250
2 60 1,2 660 2200
"3 η " 0,3 220 2ΟΛ0
Gewichtsteile r.u Räumteile wie Kilogramm zum Liter«
In einen horizontalen Ofen, der 1,Jm lang 1st und 7 cm Durchmesser besitzt, lässt man eine Masoutflamme mittels einem Druckluft-Brenner brennen. Man führt wenig von der Brenneröffnung entfernt, schräg zur Ofenrichtung, nitrose Gase, die neben NOp und MO noch ca. 40 Luft und Wasserdampf enthalten ,, ein. Durch die Saugwirkung des mit komprimierter Luft betriebenen Brenners entsteht eine turbulente Bewegung. In diesem Ofen können 5 kg N0p pro Stunde unschädlich gemacht werden* bei einem Wärmeverbrauch von ca. 3000 kg/cal. pro kg

Claims (1)

  1. > 22197
    I«) Verfahren zum Unschädlichmachen von nltrosen Gasen9 dadurch gekennzeichnet, dass man ni'trose Gase unter Diarcda-.
    mischung mit einer Flanaae susammenbringt«,
    2«) Verfahren gemäss Patentanspruch I9 gekeimt ei ebnet durch die Verwendung einer Gasflamme,
    3e) Verfahren gemäss Patentansprucli I9 gekennzeichnet .durch die Verwendun.g einer Heizölflamme.

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