DE99726C - - Google Patents

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DE99726C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C17/00Compasses; Devices for ascertaining true or magnetic north for navigation or surveying purposes
    • G01C17/02Magnetic compasses
    • G01C17/04Magnetic compasses with north-seeking magnetic elements, e.g. needles
    • G01C17/10Comparing observed direction with north indication
    • G01C17/12Comparing observed direction with north indication by sighting means, e.g. for surveyors' compasses

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)
  • Length Measuring Devices With Unspecified Measuring Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Ordinatenmafsstab ist in Fig. 1 in Oberansicht, in Fig. 2 im Querschnitt dargestellt und besteht im Wesentlichen aus dem Schiebemafs a, auf welchem zwei Theilungen in gleicher Richtung angebracht sind, aus dem eigentlichen Mafsstabe d und einem mit Schleiffeder c und einem Lappen b' versehenen Schenkel b, der mit dem Mafsstabe verschiebbar verbunden ist und dazu dient, den Mafsstab auf irgend eine beliebige gerade Linie senkrecht einzustellen.
Der Zweck des Mafsstabes ist folgender:
Wenn Querprofilskizzen (Fig. 3) nach dem Mafse richtig aufzutragen sind, so geschieht dies bisher mit Hülfe des sogen. Instrumentenhorizonts, sowie eines Horizonts, der durch den ο-Punkt (Nullpunkt) des betreffenden Profils gelegt wird (Fig. 3). Hierbei verfährt man etwa folgendermafsen: Zunächst zeichnet man im ο-Punkt den ο-Punkthorizont. Alsdann errichtet man im ο-Punkt eine Senkrechte auf diesen Horizont und trägt darauf die zu dem ο-Punkt gehörige Instrumentenablesung ab, die in diesem Falle =8 ist. Am Endpunkte m dieser Senkrechten bezw. des abgetragenen Stückes = 8 zieht man nun eine Parallele zum ο-Punkthorizont und hat so den Instrumentenhorizont bestimmt. Auf diesem letzteren Horizont trägt man alsdann vom Punkte m aus die Horizontalmafse
5,10,15 u. s. w.
nach links und ebenso nach rechts ab, errichtet in diesen eingemessenen Punkten Senkrechte nach unten, auf denen man alsdann wieder die betreffenden Instrumentenablesungen für den jeweils zutreffenden Profilpunkt abträgt; es entstehen so die Punkte xy \ u. s. w., die das Profil bestimmen.
Dieses Einzeichnen der Instrumentenhorizonte sowie der Senkrechten der Ordinaten ist sehr zeitraubend, und dies namentlich, wenn das Profil viele Punkte hat, oder wenn durch das sogen. Instrumentenumsetzen mehrere verschieden hoch gelegene Instrumentenhorizonte sich ergeben haben.
Der Ordinatenmafsstab soll nun das Zeichnen der Instrumentenhorizonte, sowie der Ordinaten vermeiden und ermöglichen, die Profile möglichst rasch aufzutragen.
Der Gebrauch ist folgender:
Um das in obiger Skizze angegebene Profil mit dem Mafsstabe aufzutragen, zeichnet man nur den o-Punkthorizont, auf dem man die Horizontalmafse 5, 10,15 u.s.w. abträgt (Fig. 4). Alsdann nimmt man den Mafsstab und schiebt das Schiebemafs α so, dafs die beiden o-Punkte bezw. Punkt 11 und ο zusammenfallen. Nun stellt man den Winkel b auf 8 ein und hat so den Instrumentenhorizont bestimmt. Um die anderen Punkte des Profils zu bestimmen (der ο-Punkt ist schon bestimmt), läfst man den Winkel b während des Auftragens des ganzen Profils immer auf dem Punkt 8 eingestellt und schiebt nun den Mafsstab längs des o-Punkthorizonts an die Punkte 5,10,15 u. s. w., trägt dann vom o-Punkt des Schiebemafses aus die entsprechenden Ordinaten 6, 4, 5, 2, 10, 15, 20 u. s.w. ab und hat, ohne dais man den Horizont des Instrumentes sowie die Ordinaten zeichnete, die Punkte χ y \ und mithin das Profil bestimmt.
Auf solche Weise wird verfahren, wenn man nur einen einzigen Horizont des Instrumentes hat. Sind nun durch das sogen. Stationiren r oder auch Umsetzen des Mefsinstrumentes verschiedene Horizonte H1 H2 Hs u.s.w. (Fig. 5) entstanden, welche verschiedene Höhenlage haben, so wird nach einer anderen, nun folgenden Methode verfahren.
Die Profilskizze (Fig. 5) soll im richtigen Mafsstabe mit Hülfe des Ordinatenmafsstabes aufgezeichnet werden. Es ist sehr leicht . ersichtlich, dafs das Aufzeichnen nach der alten Methode ziemlich langwierig und schwierig wäre, da mehrere Horizonte und wegen der Unebenheit des Bodens viele Ordinaten zu zeichnen sind. Beim Auftragen mit dem Mafsstabe geht das Zeichnen des Profils rasch und sehr einfach. Man zeichnet den o-Punkthorizont und trägt darauf die Horizontalmafse nach beiden Seiten ab (Horizoritalmafse 5, 10, 15 u. s. w.).
Alsdann nimmt man den Mafsstab und stellt ihn auf ο ein (s. Fig. 6). Jetzt bestimmt man den Horizont 1. Für den o-Punkt ist die Instrumentenablesung gleich a = 5 ; demzufolge schiebt man den Winkel b auf den Punkt 5 der. Theilung links; wenn man nun den Winkel am ο-Punkthorizont anhält, so ist der Abstand des Instrumentenhorizonts 1 von dem . o-Punkthorizont vollständig bestimmt (siehe Fig. 6a). An der Scala rechts, also dem Schiebemafse, können nun der Reihe nach alle Ordinaten, bezogen auf Horizont 1, abgelesen und eingezogen werden. Man ist so an die Ordinate b = 8 für den Punkt χ angekommen, ist also an der ersten Umsetzstelle des Mefsinstrumentes; man mifst b =8 ein und erhält den Profilpunkt x. Jetzt bestimmt man den Instrumentenhorizont 2. Man hält die Längskante des Winkels b am o-Punkthorizont fest, immer mit der Einstellung von 5 auf der linken Scala, schiebt alsdann die rechte Theilung so, dafs der Punkt 6 =c mit χ zusammenfällt und hat auf diese Art den Horizont 2 bestimmt (s. Fig. 6 b). Man mifst nun ebenfalls alle Ordinaten ein, bezogen auf den Horizont 2, und gelangt endlich an die Ordinate d =4 für den Punkt y, ist also an der zweiten Umsatzstelle des Mefsinstrumentes; man mifst d=4 ein und erhält den Profilpunkt y (s. Fig. 6 c). Jetzt bestimmt man den Instrumentenhorizont 3. Man hält den Winkel genau so, wie oben bemerkt, schiebt alsdann die rechte Theilung so, dafs der Punkt 3 = e mit y zusammenfällt und hat nun auf diese Art auch den Horizont 3 bestimmt (s. Fig. 6 d). Man mifst nun alle Ordinaten ein, bezogen auf den Horizont 3. Ist man dann an der Ordinate / = 2 für den Punkt % angekommen, so wiederholt sich wiederum dasselbe Verfahren.
Zu bemerken ist noch, dafs während des ganzen Aufzeichnens des Profils der Winkel b immer auf der ο-Punktordinate <z = 5 eingestellt bleiben und die Längskante des Winkels immer am o-Punkthorizont angehalten werden mufs. Ebenso darf die Scala rechts, einmal für einen Horizont eingestellt, erst dann wieder verschoben werden, wenn ein neuer Horizont des Mefsinstrumentes bestimmt werden soll.
In Vorhergehendem ist die Handhabung des Ordinatenmafsstabes erklärt, wenn man nur mit sogen. Apparatprofilen zu thun hat, d. h. Profilen, die mittelst eines Mefsinstrumentes eingemessen sind. Nun giebt es auch sogen. Lattenprofile, d. h. Profile, die mittelst Mefslatten ohne Beihülfe eines Mefsinstrumentes aufgenommen sind. Wie diese letztere Art von Profilen mittelst des Ordinatenmafsstabes aufgetragen wird, soll im Nachfolgenden kurz dargelegt werden.
Theoretisch läfst sich der Satz aufstellen, dafs bei einem Lattenprofile so viel Horizonte vorhanden sind, als die Mefslatte horizontal aufgelegt wurde. Daraus kann man nun entnehmen, dafs bei einem solchen Profile zahlreiche Horizonte vorhanden sind, da die Länge der Mefslatten nur 5 m und bei steilem Boden sogar nur 3 m beträgt. Durch den Ordinatenmafsstab wird nun das Zeichnen dieser vielen Lattenhorizonte sowie der jeweils zugehörigen Ordinaten vermieden.
Wenn man das in Fig. 7 aufgenommene Profil mittelst des Ordinatenmafsstabes aufträgt, so geschieht dies ganz nach derselben Art, wie es eingangs dargelegt wurde, nur spielt hierbei auch der zweite ο-Punkt, der auf den 11-Theilstrich fällt, eine Rolle. Dieser zweite ο-Punkt findet nämlich beim Einstellen des Mafsstabes dann Verwendung, wenn das Profil unter den ο - Punkthorizont herunterreicht. Wenn man das Profil über dem o-Punkthorizont steigend, jedoch unter dem o-Punkthorizont fallend nennt, so geschieht (bei diesen beiden Fällen) die Anwendung des Ordinatenmafsstabes, wie in Fig. 9 dargestellt ist.
Zunächst mifst man die Horizontalmafse 5, 10, 15, 20, 25 u. s.w. aller Latten auf dem ο-Punkthorizonte ein. Steigt nun das Profil, so stellt man den Mafsstab auf den ersten ο-Punkt ein, bestimmt den Horizont 4 und trägt sämmtliche Ordinaten ein, bis man an Punkt m gelangt (s. Fig. 8). Nun hat man den Horizont Hh zu bestimmen; dies geschieht, indem man einfach die rechte Theilung um die Ordinate b nach auswärts schiebt. Der Winkel bleibt dabei immer auf der ersten Einstellung α und wird während des ganzen Auftragens des steigenden Profils am ο - Punkthorizonte angehalten (s. Fig. 8 a). Hat man nun mehr als zwei Lattenhorizonte, was
meistens der. Fall sein wird, so wird einfach beim Auftragen des Profils nach der Methode weiter verfahren, wie Fig. 8 a sie angiebt.
Wenn nun das Profil fallt, so richtet man den Ordinatenmafsstab auf den zweiten o-Punkt ein. H3 fällt dieses Mal mit dem ο-Punkthorizont zusammen und geht durch den o-Punkt 2 des Mafsstabes. Man trägt sämmtliche Ordinaten ein, bis man an den Punkt η kommt (s. Fig. 8 b). Der Horizont 2 ist nun schon bestimmt, er geht nämlich durch den Punkt n. Um nun die Ordinaten, bezogen auf den Horizont 2, i einmessen zu können, rückt man einfach den zweiten ο - Punkt auf den Punkt η herab (s. Fig. 8 c). Man kann so alle Ordinaten für den Horizont 2 einmessen und wird dann auch an die Ordinate d kommen, durch deren Fufspunkt ο der Horizont ι hindurchgeht. Hat man nun die Ordinaten für den Horizont ι einzumessen, so wird einfach genau so verfahren, wie Fig. 8c es vorschreibt; bei weiteren Horizonten wird es dann ebenso gemacht (s. Fig. 8 c). Auch ist hier zu bemerken, dafs während des ganzen Auftragens des Querprofils der Winkel jederzeit am o-Punkthorizonte festgehalten werden mufs.
Der Mafsstab kann auch zu jedem gewöhnlichen Zeichnen und Messen verwendet werden, indem man einfach den Winkelschenkel b abnimmt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ordinatenmafsstab mit zwei Scalen (a d), von denen die eine (a) in der Längsrichtung verschiebbar ist, die andere (d) dagegen einen in der Längsrichtung verschiebbaren Querschenkel (b) trägt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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