DE99355C - - Google Patents

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DE99355C
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hollow bodies
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F25REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
    • F25CPRODUCING, WORKING OR HANDLING ICE
    • F25C1/00Producing ice
    • F25C1/02Producing natural ice, i.e. without refrigeration

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Blockeis im Eishause selbst und mit Anwendung kalter Luftströme. Gekennzeichnet ist dieses Verfahren dadurch, dafs der Höhe einer Gefrierschicht entsprechende, von unten mit einem Gefriermittel gespeiste und in senkrechter Richtung bewegliche Hohlkörper gleichen Querschnitts nach dem Gefrieren ,der ersten Wasserschicht in die Höhe gezogen werden, um eine zweite aufgebrachte Schicht' besser auf diese Weise in Eis überzuführen.
In dem Gebäude α (Fig. 1) ist eine gewisse Anzahl metallener Hohlkörper oder Hohlcylinder bl b'2. . . an Seilen oder Riemen aufgehängt, die über Rollen cl c2. . . geführt sind. Diese Hohlkörper werden beispielsweise durch Gegengewichte d1 d2 . . . derart im Gleichgewicht gehalten, dafs man sie in jede beliebige Höhenlage überführen kann.
Zu Beginn des Verfahrens bringt man die Hohlkörper b1 b'2. . . an ihren unteren Seiten in Verbindung mit einer Kaltluftleitung. Im dargestellten Beispiel besitzt das Gebäude einen doppelten Boden e. In den oberen Deckwänden sind Oeffnungen für den Durchgang der Hohlkörper enthalten. Die Hohlkörper tragen einen Dichtungsring f (Fig. 6), durch welchen der Zutritt von Wasser in die Kaltluftleitung oder in den Raum zwischen dem doppelten Boden verhindert wird.
Mittelst einer geeigneten Vorrichtung, die nur die erforderliche und vorher genau bestimmte Menge Wasser zufliefsen läfst, füllt man das Gebäude α mit Wasser, ungefähr bis auf die Höhe der Hohlkörper bl h* . . .
Dann läfst man in den Hohlkörpern kalte Luft umlaufen, die durch eine besondere Leitung oder durch den doppelten Boden e, wie im dargestellten Beispiel, zugeführt wird. Es bildet sich sodann eine Eisschicht, welche die Hohlkörper b1 b2. . . unmittelbar umgiebt, und zugleich gefriert das mit dem Boden in Berührung stehende Wasser. Die aus den Hohlkörpern austretende kalte Luft bringt schliefslich die gesammte Oberfläche der Wasserschicht zum Gefrieren. Auf diese Weise bilden sich, wie Fig. ι zeigt, mit Wasser gefüllte kantige Eisflächen. Damit nun das in den Blöcken enthaltene Wasser, das mehr und mehr gefriert, die schon gebildete Eisschicht nicht durchbrechen könne, werden ein oder mehrere durchlochte Stöpsel aus passendem Stoff an der Oberfläche der Wasserschicht derart aufgehängt, dafs sie in das Wasser etwas eintauchen und die Eisbildung an den ^betreffenden Stellen verhindern.
Das beim Gefrieren und der dabei stattfindenden Ausdehnung fortgedrängte Wasser kann also durch diöse Stöpsel entweichen.
Im dargestellten Beispiel tragen einige der Hohlkörper, z. B. b*, einen Arm g; an diesem ist ein Stöpsel h (Fig. 5) aufgehängt, welcher eine Anzahl Durchgangslöcher hat. Das fortgedrängte Wasser kann durch ein mit Hahn versehenes Rohr i abgelassen werden. Zweckmäfsig ist es, die Ablafsvorrichtungen so auszuführen, dafs sie selbstthätig wirken zufolge der Ausdehnung des Wassers beim Gefrieren.
Wenn die Eisschicht eine genügende Dicke erreicht hat, so läfst man durch die Kaltluft-
leitung und somit auch durch die Hohlkörper b1 b2 . . . einen Heifsluftstrom streichen, um die Hohlkörper von der sie fest umschliefsenden Eisschicht nach Möglichkeit zu lösen. Man hebt sodann diese Hohlkörper in die Stellung, die Fig. ι für den Hohlcylinder b~ zeigt, in welcher der Dichtungsring f noch in Berührung mit den Eiskanälen ist, die sich gebildet haben.
Sind auf diese Weise sä'mmtliche Hohlkörper bl b2.. . gehoben, so läfst man in das Gehäuse a eine neue Menge Wasser ein, welches man auf die beschriebene Weise zum Gefrieren bringt. Die Oeffnungen, die der Stöpsel /; in der ersten Schicht Eis gebildet hat, ermöglichen dem Wasser der unteren Schicht, dessen Gefrieren immer weiter fortschreitet, den Zugang in die Abtheilung der zweiten Wasserschicht.
Es empfiehlt sich, die Stöpsel der einzelnen aufeinander folgenden Schichten so anzuordnen, dafs das aus der unteren Schicht kommende kalte Wasser gezwungen wird, den Boden der folgenden Schicht entlang zu fliefsen und hier die mitgeführten Eiskrystalle abzulagern, denn das Wasser der Oberfläche ist immer wärmer als dasjenige der unteren Abtheilungen.
Wenn man das beschriebene Verfahren mehrere Mal wiederholt, so gewinnt man einen in mehrere Höhentheile getheilten und Wasserräume enthaltenden Eisblock; die Wasserräume fallen gegen die unteren Schichten hin, die zunächst gebildet sind und auf welche der Kaltluftstrom deshalb während einer längeren Zeit eingewirkt hat, kleiner aus. Wenn der Eisblock eine genügende Höhe erreicht hat, so hebt man die Hohlkörper bl b-. . . vollständig heraus und man läfst dann den Kaltluftstrom in den durch die Hohlkörper bl b2 . . . gebildeten Kanälen noch eine Zeit lang umlaufen. Die Wasserräume füllen sich dann vollständig mit Eis und man erhält einen zusammenhängenden Eisblock, der nur die durch die Hohlkörper bl b2. . . gebildeten Kanäle enthält. Diese Kanäle bieten den Vortheil, den Eisblock später in regelmäfsige Stücke zertheilen zu können.
Um nicht genöthigt zu sein, die Wandungen des Gefriergebäudes α so dick zu halten, dafs sie dem Druck des Wassergewichts zu widerstehen vermögen, empfiehlt es sich, die Einrichtung so zu treffen, dafs die Bildung des Eises an den Wandungen des Gebäudes entlang schneller stattfindet. Der dadurch erzielte Eispanzer, dessen Dicke nach unten zu gröfser wird, schützt die Wandungen des Gebäudes derart, dafs sie dem auftretenden Druck widerstehen können. Dieser Eispanzer wird aufserdem durch die Eisschicht noch gehalten, die sich schnell in den verschiedenen Wasserschichten bildet.
Wie Fig. 4 zeigt, die einen Schnitt nach Linie A-B von Fig. 3 darstellt, ist die Anzahl der Hohlkörper b1 b2 . . . an den Wänden des Gehäuses α eine gröfsere, damit hier die Eisbildung schneller stattfindet.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Blockeis im Eishause selbst unter Anwendung kalter Luftströme, dadurch gekennzeichnet, dafs der Höhe einer Gefrierschicht entsprechende, von unten mit einem Gefriermittel gespeiste und in senkrechter Richtung bewegliche Hohlkörper (bl b2. . .) gleichen Querschnitts nach dem Gefrieren der ersten Wasserschicht in die Höhe gezogen werden, damit auf dieselbe Weise eine zweite aufgebrachte Schicht Wasser in Eis übergeführt wird u. s. w.
2. Bei dem unter 1. geschützten Verfahren: die Anwendung durchloehter Stöpsel (h), die nach dem Herausbringen in dem Eisblock eine entsprechende Oeffnung lassen und so angeordnet werden, dafs das durch die Eisbildung verdrängte Wasser gezwungen wird, zunächst an dem Boden des Wasserraumes, der darüber liegt, entlang zu fliefsen.
3. Die Anbringung von Dichtungsringen (f) um die in dem unter 1. geschützten Verfahren benutzten Hohlkörper (b1 b2. . .) derart, dafs nach Herausheben dieser Hohlkörper jeder Zugang von Wasser aus der folgenden Wasserschicht in die durch die Hohlkörper in, dem Eise gebildeten Kanäle verhindert wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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