DE972869C - Steuerbare Gleichrichteranordnung - Google Patents
Steuerbare GleichrichteranordnungInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02M—APPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 15. OKTOBER 1959
-S 22994 VIII c J 21g
Es ist bekannt, mit einem Fotowiderstand steuerbare Gleichrichterschaltungen dadurch zu bilden,
daß der Fotowiderstand im Takte des gleichzurichtenden Wechselstromes beleuchtet wird. Bei den
gebräuchlichen technischen Frequenzen, insbesondere bei 50 Hz, erreicht das Verhältnis von Hellwiderstand
(Widerstand in beleuchtetem Zustand) zum Dunkelwiderstand (Widerstand in unbeleuchtetem
Zustand) nur den Wert von etwa 1 :100. Zwar wird dieses Verhältnis zwischen Hellwiderstand
und Dunkelwiderstand besser bei sehr niedrigen Frequenzen. Die Erfindung bezweckt, das
Verhältnis von Durchlaß- zu Sperrwiderstand einer mit einem Fotowiderstand arbeitenden Gleichrichteranordnung
auch für höhere Frequenzen, wie sie technisch Anwendung finden, zu verbessern. Die
Lösung besteht darin, daß die Gleichrichteranordnung aus einer Reihenschaltung eines Trockengleichrichters
oder wenigstens der Sperrschicht eines Trockengleichrichters und eines unter intermittierender
Beleuchtung stehenden Fotowiderstandes besteht. Diese Anordnung beruht auf folgender
Überlegung:
Um eine Gleichrichtung mit gutem Wirkungsgrad zu erzielen, muß während der Durchlaßzeit
des elektrischen Stromes der Widerstand der Gleichrichteranordnung klein gegenüber dem Belastungswiderstand
sein; während der Sperrzeit soll indes der Widerstand der Gleichrichteranordnung
groß sein gegenüber dem Belastungswiderstand. Benutzt man als Gleichrichteranordnung nur
einen Fotowiderstand, so müßte er — ausgehend von dem oben angegebenen Verhältnis 1 : 100 bei
technischen Frequenzen — so bemessen werden,
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daß sein Hellwiderstand etwa iomal kleiner und
sein Dunkelwiderstand etwa iomal größer als der Belastungswiderstand ist. Es ergibt sich so eine
Gleichrichteranordnung, die zwar durch Änderung des Verhältnisses von Beleuchtungszeit zu Dunkelzeit
gesteuert werden kann, die aber einen verhältnismäßig schlechten Wirkungsgrad aufweist.
Würde man hingegen als Gleichrichter nur einen Trockengleichrichter verwenden, so ergäbe sich ein
ίο wesentlich besserer Wirkungsgrad, da ein Trockengleichrichter
auch bei technischen Frequenzen ein Verhältnis von ι : io4 zwischen Fluß widerstand
und Sperrwiderstand hat.
Wird gemäß der Erfindung die Gleichrichteranordnung durch die Reihenschaltung eines Fotowiderstandes
und eines Trockengleichrichters gebildet, so hat man zunächst den Vorteil, daß diese
Gleichrichteranordnung einen wesentlich besseren Wirkungsgrad hat als der Fotowiderstand allein.
Die Sperrung ist bei dieser Anordnung nämlich nicht durch den relativ niedrigen Dunkelwiderstand
des Fotowiderstandes bedingt, sondern durch den viel größeren Sperrwiderstand des Trockengleichrichters.
Der Flußwiderstand des Fotowiderstandes wird durch die Reihenschaltung mit dem Trockengleichrichter
nur unwesentlich erhöht. Die neue Gleichrichteranordnung hat gegenüber der alleinigen
Verwendung eines Trockengleichrichters den Vorteil, daß sie steuerbar ist. Die Steuerung der
neuen Gleichrichteranordnung kann zudem einfacher durchgeführt werden als bei der Verwendung
eines Fotowiderstandes für sich allein. Der Fotowiderstand ist, wie schon erwähnt, dadurch steuerbar,
daß das Verhältnis von Beleuchtungszeit zu Dunkelzeit geändert wird. Dies erfordert einen
größeren Schaltungsaufwand. Die neue Gleichrichteranordnung läßt sich dagegen auch in der
Weise steuern, daß die Phasen des Wechsellichtes und der Wechselspannung gegeneinandergedreht
werden; eine solche Phasendrehung läßt sich mit einfachen Mitteln durchführen.
Zur weiteren Erläuterung sei auf die Zeichnung Bezug genommen, in der ein Ausführungsbeispiel
und einige Kurvendarstellungen gezeigt sind.
In Fig. ι ist mit 1 die Wechseistromquelle, mit 2
der Fotowiderstand, mit 3 der Trockengleichrichter, mit 4 der Belastungswiderstand und mit 5 die
Lichtquelle bezeichnet, die zur Beleuchtung des Fotowiderstandes 2 dient. Die Lichtquelle wird
über eine nur schematisch angedeutete Steuervorrichtung 6, die z. B. ein Phasenschieber sein
kann, von der Stromquelle 1 gespeist.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise der Schaltung nach Fig. 1 sei Bezug genommen auf die
Fig. 2 bis 5. Die Spannung der Wechselstromquelle ι verlaufe nach der Kurve der Fig. 2. Wäre
der Fotowiderstand 2 fortgelassen, so ergäbe sich in dem über den Belastungswiderstand 4 verlaufenden
Stromkreis ein Strom von der Kurvenform nach Fig. 3. Die Lichtquelle 5 werde nun so gesteuert,
daß sie nur intermittierend aufleuchtet, entsprechend der Kurve nach Fig. 4. Es kann dies
z. B. dadurch erreicht werden, daß sie aus der Wechselstromquelle 1 über den Phasenschieber 6
und den Trockengleichrichter 7 gespeist wird. Dieser Phasenschieber 6 gestattet es, den zeitlichen
Verlauf der Beleuchtung (gemäß Fig. 4) in der Phase gegenüber der in Fig. 2 gezeigten Spannung
der Wechselstromquelle 1 zu verschieben. Alsdann erhält man in dem Belastungswiderstand 4 einen
Stromverlauf gemäß der Kurve nach Fig. 5, der sich folgendermaßen erklärt:
Während der negativen Halbwelle der Wechselspannung nach Fig. 2, also in der Zeit von J1 bis i2,
ist durch den Trockengleichrichter 3 der Belastungs-Stromkreis gesperrt; der Strom ist praktisch gleich
Null. Während der positiven Halbwelle der Spannung nach Fig. 2 ergibt sich während der Zeit i2
bis i3 ein Strom, der im wesentlichen durch den
Dunkelwiderstand des Fotowiderstandes 2 bestimmt und demgemäß verhältnismäßig klein ist. Nur während
der Zeit t3 bis i4 sind beide Schaltelemente,
sowohl der Trockengleichrichter 3 wie der Fotowiderstand 2, geöffnet. Es fließt also nur während
dieser Zeit ein wesentlicher Strom durch den Belastungswiderstand. Das Spiel wiederholt sich entsprechend
von i4 bis t5 und von t5 über i6 bis J7
usw. Der Mittelwert des über den Belastungswiderstand 4 fließenden Stromes ist, wie man sieht, abhängig
von der Phasenlage der Beleuchtung des Fotowiderstandes 2 zur Spannungskurve (Fig. 2)
der Spannungsquelle 1. Diese Phasenlage kann durch entsprechende Einstellung des Phasenschiebers
6 im einen oder anderen Sinne geändert werden. .
Zur Erzielung einer intermittierenden und in der Phasenlage zur Spannung der Stromquelle 1 einstellbaren
Beleuchtung des Fotowiderstandes 2 stehen noch viele andere Mittel zur Verfügung. Es
kann z. B. eine dauernd eingeschaltete Lichtquelle benutzt und zwischen ihr und dem Fotowiderstand
2 eine umlaufende Blende verwendet werden; diese wird dann durch einen Synchronmotor angetrieben,
der seinerseits über einen Phasenschieber aus der Spannungsquelle 1 gespeist wird. Als
Phasenschieber können Elemente verschiedenster Art benutzt werden, insbesondere auch solche Elemente,
wie Kondensatoren u. dgl., die nur ein sehr geringes Einstellmoment benötigen und somit, z. B.
unmittelbar, von einem Meßgerät od. dgl. eingestellt werden können.
Die Steuerung der neuen Gleichrichteranordnung kann außer durch die beschriebene Änderung der
Phasenlage zwischen der Beleuchtung und der Wechselspannung der Wechselstromquelle auch in
anderer Weise erfolgen. Es ist z. B. möglich, die Beleuchtung des Fotowiderstandes 2 in einen feststehenden
Takt zur Spannung der Wechselstromquelle zu bringen und die jeweilige Dauer der Beleuchtungszeit
zu verlängern oder zu verkürzen.
Gemäß weiterer Erfindung können der Fotowiderstand 2 und der Trockengleichrichter 3 der
neuen Gleichrichteranordnung zu einem einzigen Element zusammengefaßt werden, derart, daß der
Halbleiterkörper, der den Fotowiderstand bildet, zugleich die Halbleiterschicht des Trockengleich-
richters ist. Ein Ausführungsbeispiel dieser Art ist in Fig. 6 dargestellt. Es bezeichnet io den Halbleiterkörper,
dessen Leitfähigkeit durch die Beleuchtung beeinflußt werden soll und der z. B. aus
einer dünnen Selenschicht bestehen kann. An der Oberseite ist er mit der Deckelektrode ir, die
z. B. aus einer Zinn-Cadmium-Legierung besteht, versehen. Zwischen dieser Deckelektrode und der
Selenschicht ist in bekannter Weise eine Sperrschicht 17 mit unipolaren Eigenschaften gebildet.
An der Unterseite der Selenschicht 10 befindet sich eine sehr dünne sperrfreie Elektrode 12, die z. B.
aus einer sehr dünnen Nickel-Selenid-Schicht (in der Stärke von etwa ι μ oder weniger) besteht. Zur
Stromzuführung an der Elektrode 12 kann diese am Rande mit einem stärkeren Metallring 13 kontaktiert
sein. Bei 14 ist die Lichtquelle angedeutet, die durch die lichtdurchlässige Elektrode 12 hindurch
die Selenschicht 10 im gewünschten Takt beleuchtet.
Im Gegensatz dazu fällt bei einem bekannten, durch variierte Beleuchtung gesteuerten Trockengleichrichter
mit einer Halbleiterschicht das Licht von der Deckelektrodenseite her durch die mit
lichtdurchlässigen öffnungen versehene Deckelektrode hindurch auf die zwischen dieser und der
Halbleiterschicht angebrachte Sperrschicht mit beleuchtungsabhängigem Widerstand. Auf diese
Weise wird die Sperrwirkung der Sperrschicht vermindert, so daß außer den positiven Halbwellen
auch noch negative Ströme von beleuchtungsabhängig variabler Größe zusätzlich durchgelassen
werden. Eine Herabsetzung der positiven Ströme gemäß Fig. 5 ist mit dem bekannten durch variierte
Beleuchtung gesteuerten Trockengleichrichter nicht erreichbar.
Bei der in Fig. 6 angegebenen Anordnung ist die Elektrode 12 außerordentlich dünn gehalten. Man
kann auch so vorgehen, daß ein Gleichrichter der üblichen Anordnung verwendet wird, bei der also
an die Stelle der Elektrode 12 eine stärkere, als Trägerelektrode bezeichnete Elektrode tritt. Die
der Selenschicht 10 zugewandte Seite dieser Trägerelektrode wird noch mit einem Überzug, z. B.
Nickelüberzug, versehen, so daß sich zwischen ihr und" der Selenschicht 10 eine die sperrfreie Kontaktierung
herbeiführende Selenidschicht bildet.
Da die bei dieser Ausführung gewählte stärkere Trägerelektrode für das Licht an sich nicht durchlässig
ist, werden in ihr Schlitze oder siebförmig verteilte Löcher od. dgl. angebracht, so daß das
von der Lichtquelle 14 ausgehende Licht auf die Selenschicht 10 oder den sonst verwendeten Halbleiterkörper
treffen kann. Das in Fig. 6 dargestellte Element, dessen Anschluß drähte mit 15 und 16 bezeichnet
sind, tritt, falls im übrigen die Schaltung nach Fig. 1 verwendet wird, an die Stelle der
Reihenschaltung der beiden Elemente 2 und 3 der Fig. i.
Es wurden Trockengleichrichter entwickelt, deren Elektrode 12 außerordentlich dünn ist und die infolgedessen
biegsam sind. Bei Verwendung solcher folienförmiger Trockengleichrichter können diese
z. B. um einen Glaszylinder gelegt werden, in dessen Achse alsdann die gegebenenfalls fadenförmige
Lichtquelle 14 angeordnet wird.
Claims (3)
1. Steuerbare Gleichrichteranordnung, dadurch gekennzeichnet, daß ein Trockengleichrichter
(3) oder wenigstens die Sperrschicht eines Trockengleichrichters mit einem unter
intermittierender Beleuchtung stehenden Fotowiderstand (2) in Reihe geschaltet ist (Fig. 1).
2. Steuerbare Gleichrichteranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß —zum
Zwecke der Steuerung des erzeugten Gleichstromes — die Beleuchtung und die Wechselspannung
der Wechselstromseite in ihrer gegenseitigen Phasenlage einstellbar sind.
3. Steuerbare Gleichrichteranordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Fotowiderstand und der Trockengleichrichter zu einem einzigen Element zusammengefaßt
sind, derart, daß der Halbleiterkörper, der den Fotowiderstand bildet, zugleich die
Halbleiterschicht (10) des Trockengleichrichters ist, welche unter intermittierender Beleuchtung
steht (Fig. 6).
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentanmeldung L 1848 VIIIc/2ig (bekanntgemacht am 26. April 1951).
Deutsche Patentanmeldung L 1848 VIIIc/2ig (bekanntgemacht am 26. April 1951).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
909 622/21 10.59
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES23994A DE972869C (de) | 1951-07-17 | 1951-07-17 | Steuerbare Gleichrichteranordnung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES23994A DE972869C (de) | 1951-07-17 | 1951-07-17 | Steuerbare Gleichrichteranordnung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE972869C true DE972869C (de) | 1959-10-15 |
Family
ID=7477646
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES23994A Expired DE972869C (de) | 1951-07-17 | 1951-07-17 | Steuerbare Gleichrichteranordnung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE972869C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1138161B (de) * | 1959-06-02 | 1962-10-18 | California Comp Products Inc | Schalter, der zugleich eine Daempfung der Helligkeit der Lichtquelle gestattet |
| DE1223472B (de) * | 1957-10-07 | 1966-08-25 | Lab Fuer Strahlungstechnik G M | Lichtempfindlicher Gleichrichter |
-
1951
- 1951-07-17 DE DES23994A patent/DE972869C/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1223472B (de) * | 1957-10-07 | 1966-08-25 | Lab Fuer Strahlungstechnik G M | Lichtempfindlicher Gleichrichter |
| DE1138161B (de) * | 1959-06-02 | 1962-10-18 | California Comp Products Inc | Schalter, der zugleich eine Daempfung der Helligkeit der Lichtquelle gestattet |
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